Zadar
wo das meer dir ein lied singt
Zadar ist die älteste kontinuierlich besiedelte Stadt in Kroatien, schon lange eines der großen Zentren Dalmatiens und neben Split und Dubrovnik ein wichtiger Hotspot auf der kroatischen Tourismuskarte an der Adria. Dabei ist Zadar zum Großteil eigentlich eine ganz normale Stadt, die außerhalb der Altstadt-Halbinsel relativ unscheinbar und sogar eher grau daherkommt. Aber es gibt ja noch die Halbinsel, sodass sich in Zadar dadurch eine fast schon einzigartige Symbiose aus kroatischer Normalität und historischen Stätten, religiösen Sehenswürdigkeiten und Blockbauten, Strandleben und Arbeitswelt zeigt.
Selbst in der Altstadt glitzert es nicht ganz so doll wie z. B. in Dubrovnik oder Split, auch wenn es sich vielleicht immer mehr in diese Richtung entwickelt und jedes Jahr mehr Besuchende in die Stadt kommen. Zweifelsohne versucht auch Zadar, etwas vom großen Tourismuskuchen abzubekommen, und das gelingt auch ganz gut. Aber ich würde sagen, das Verhältnis zwischen Einheimischen und Ferienmachenden hält sich (noch) ganz gut die Waage. Und die Zadrani sind deshalb wohl auch noch ein bisschen aufgeschlossener gegenüber den Touristen, was sich wohltuend auf die Stimmung in der Stadt auswirkt.
Neben den alten römischen Ruinen, den Stadtmauern aus venezianischer Zeit, den Barock- und Renaissance-Kirchen und den zahlreichen Stadtpalästen, die in der Altstadt eure Wege kreuzen und einen Aufenthalt in der Stadt mehr als rechtfertigen, hat Zadar vor knapp 20 Jahren zwei neue Attraktionen hinzubekommen, die es sich lohnen, angeschaut bzw. angehört zu werden. Zum einen ist da die „Sea Organ“, auf Deutsch Meeresorgel, welche durch ein ausgeklügeltes System von Rohren und Orgelpfeifen dem Meer und dem Rhythmus der Wellen eine Stimme gibt. Zum anderen steht direkt daneben das „Greetings to the Sun“, welches anstatt mit dem Meer durch Licht mit der Sonne und den anderen Planeten unseres Sonnensystems kommuniziert und jeden Abend eine schöne Lichtshow darbietet.
Wem das alles noch nicht genug ist, der kann ganz schnell von Zadar aus mit der Fähre oder dem Ausflugsboot auf die vielen vorgelagerten Inseln hinausfahren und dort ein paar Stunden, Tage oder Monate das faule Strandleben genießen. Für viele ist Zadar deshalb auch einfach eine Durchgangsstation, die man mit einem halben Tag Sightseeing verbindet, da aus der Stadt heraus auf 18 Fährlinien 34 Destinationen erreicht werden können. Nicht nur in Kroatien, sondern auch rüber nach Italien. Aber wer die Stadt einfach als solche abtut, tut ihr großes Unrecht.
Mir gefällt Zadar. Einerseits Perle, andererseits etwas grau. Meist ziemlich authentisch mit netten Menschen, darüber hinaus noch wundervoller Natur und natürlich das kristallklare Meer direkt vor der Tür. Verpasst es besser nicht!

Geschichte
Es war einmal ab dem neunten Jahrhundert vor Christus, als sich ein kleiner illyrischer Stamm, der sich „Liburner“ nannte, an der östlichen Adriaküste zwischen dem Fluss Krka und der Kvarner Bucht niederließ und dort für die nächsten 700 Jahre seine Kultur etablieren konnte und als sehr guter Seefahrerstamm galt. Eine der wichtigsten Städte der Liburner war der Ort Jader, den im siebten Jahrhundert vor Christus wohl etwa 2000 Menschen ihre Heimat nannten – für diese Zeit gar nicht wenig! Jader wird heute Zadar genannt, und der Ort, an dem sich damals die Illyrer niedergelassen haben, ist auch heute noch bewohnt und formt die Altstadt-Halbinsel, womit Zadar heute die älteste kontinuierlich bewohnte Stadt im modernen Kroatien ist.
Ab dem zweiten Jahrhundert vor Christus weitete sich auch der Einfluss des Römischen Reichs in der Region immer weiter aus. Trotz ihrer Beteiligung am pannonisch-dalmatischen Aufstand gegen die Römer im Jahr 9 nach Christus (welcher das Römische Reich in existenzielle Schwierigkeiten brachte), mussten sich die tapferen Liburner schlussendlich dem übermächtigen Römischen Reich geschlagen geben und wurden in die Provinz Dalmatia eingegliedert. Dies war nur der erste von knapp 20 Herrschaftswechseln, die in den nächsten beiden Jahrtausenden folgen sollten.
Aber die römische Herrschaft brachte für Zadar den ersten richtigen Aufschwung und den wirklichen Aufstieg zur Stadt. Rom legte an Ort und Stelle ein typisches rechtwinkliges Straßensystem an, inklusive einer Therme, einem Forum, einem Abwassersystem sowie einem Frischwasseraquädukt, welches Wasser aus dem 40 km entfernten Vrana-See in die Stadt führte. Anders als das zu damaliger Zeit wichtigere und größere benachbarte Salona wurde Zadar im fünften und sechsten Jahrhundert nicht durch Invasionen der Awaren und Slawen heimgesucht, weshalb das (mittlerweile) byzantinische Leben hier etwas länger blühen durfte und Zadar anstatt Salona die neue dalmatische Provinzhauptstadt wurde. Das änderte jedoch nichts daran, dass auch dieses Reich im Untergang begriffen war.
Im Hinterland hatte sich im 10. Jahrhundert, also zum Ende des Frühmittelalters, erstmals ein kroatisches Königreich gebildet, und auf den Zadar vorgelagerten Inseln setzte sich auch die kroatische Sprache immer mehr durch. Zu dieser Zeit war Zadar die wohl wichtigste Stadt an der Adriaküste, sodass diese natürlich auch für die mittlerweile rundherum lebenden Kroaten Begehrlichkeiten weckte. Im Jahr 1069 sollte es dann schließlich so sein: Zadar wurde unter dem aus dem naheliegenden Šibenik regierenden Peter Krešimir IV. erstmals zu einer kroatischen Stadt.
Auch die Venezianische Republik begann in diesen Jahren zu erstarken und zu einer der führenden Mächte im Mittelmeerraum zu werden. Und auch bei diesen weckte Zadar Begehrlichkeiten, wodurch die Stadt mehrmals angegriffen, geplündert und niedergebrannt wurde. Im Jahr 1202 nutzten die Venezianer dafür sogar Kreuzfahrer, welche auf dem Weg nach Jerusalem waren und ihren Wegezoll durchs Mittelmeer nicht entrichten konnten. Um das Geld aufzutreiben, durften oder mussten sie kurzerhand Zadar plündern. Doch trotz der Angriffe und Plünderungen zählt die Zeit zwischen dem 11. und dem 14. Jahrhundert wohl als eine Blütezeit.
1409 wurde Zadar dann endgültig an Venedig verkauft, welche über ein weites Gebiet an der Adriaküste zu herrschen begannen und dieses für die nächsten fast vierhundert Jahre auch weiterhin taten. Zadar wurde dabei zu einer der Metropolen des Venezianischen Reichs an der Adriaküste, Sitz eines Erzbischofs und Zentrum des Aufbaus von Befestigungsanlagen. Die bereits rudimentär vorhandene Stadtmauer wurde massiv verstärkt, es wurden Stadttore in alle Himmelsrichtungen gebaut, mit dem Haupttor in Richtung Festland, und entlang des Hafens wurde eine stolze Festung errichtet. Im 16. Jahrhundert sollten noch acht weitere Bastionen dazukommen. Da Dubrovnik eine weitreichende Autonomie genoss und zu einer Art De-Facto-Stadtstaat in der Markusrepublik wurde, blieb Zadar auch in dieser Zeit die Hauptstadt des Venezianischen Dalmatiens. Die Kultur und Kunst blühten, auch innerhalb der Stadtmauern vollzog sich ein Wandel. Neue Gebäude, wie das Rathaus, wurden gebaut, innerhalb der Gesellschaft entwickelte sich das Bürgertum, und die Kirche verlor an Macht. Langsam aber sicher wurde Zadar zu einer moderneren Stadt.

Mit dem Niedergang Venedigs kam im Jahr 1797 Österreich-Ungarn an die Macht, was nur kurzzeitig von 1805 bis 1813 durch Napoleons Frankreich in Zadar unterbrochen wurde. Auch hier blieb Zadar die Hauptstadt des österreichischen Dalmatiens mit nahezu allen wichtigen Institutionen in der Stadt, z. B. dem dalmatischen Parlament. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde Zadar zu einer „offenen Stadt“ erkoren, wodurch die Stunden der bis dahin mächtigen und sicherlich mit Dubrovnik vergleichbaren Stadtmauern gezählt waren. Mehrere Abschnitte der Stadtmauer, einige Bastionen und Festungen wurden abgerissen. Ersetzt wurden diese teilweise durch neue Wohnhäuser für die politische und gesellschaftliche Oberschicht. Bis dahin galt Zadar als die am besten gesicherte Stadt in der östlichen Adria.
Zu Beginn des Ersten Weltkriegs begannen auch die Spannungen in Zadar sich zu intensivieren. Schnell tauchten italienische Truppen die Stadt unter ihre Kontrolle, was mit dem Rest Dalmatiens allerdings nicht gelang, welches nach dem Zweiten Weltkrieg Teil des neu gegründeten Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen (etwas später: Königreich Jugoslawien) wurde. Nur Zadar und ein paar wesentlich kleinere Gebiete (Bokanjac, Arbanasi, Cerno und einen Teil von Diklo) blieben unter italienischer Kontrolle und wurden zu einer Kolonie, die gerade einmal 104 km² (= 10 x 10 km) groß war und etwa 20.000 Einwohnende hatte.
Viele der damaligen kroatisch sprechenden Bevölkerung floh aus Zadar in die umliegenden Gebiete, allen voran nach Split, welches einen regelrechten Bevölkerungsboom erlebte. Natürlich war mit der Besetzung auch der Status der dalmatischen Hauptstadt futsch.

Damit nicht genug. Da Zadar im Zweiten Weltkrieg de facto zu den Achsenmächten gehörte und auch als wichtige Militärstadt fungierte, wurde die Stadt zwischen Oktober 1943 und November 1944 mehrmals von den Alliierten bombardiert. Schätzungen gehen von 1000 bis 4000 Toten aus, bei damals, wie erwähnt, nur 20.000 Einwohnenden. Bis 1944, als am 31. Oktober die Stadt durch jugoslawische Partisanen eingenommen wurde, harrten nur noch 6000 Menschen in der Stadt aus, und 80 % der Gebäude waren zerstört. Zadar wurde auch als das „Dresden der Adria“ bezeichnet.
Es grenzt an ein Wunder, wie die Altstadt und die Stadt heute wieder dastehen. Die Altstadt und der Rest der Stadt wurden wieder aufgebaut, Industrie wurde angesiedelt, Zadar an das jugoslawische Straßennetz angeschlossen, und ein Flughafen wurde gebaut. Dadurch konnte die Stadt in den 50er- und 60er-Jahren wieder einen massiven Zuzug von Menschen verzeichnen, vor allem aus den ländlichen Gebieten des Landes.
Ein Kapitel sollte aber noch folgen. Im Kroatienkrieg geriet Zadar abermals unter Beschuss und wurde für 1,5 Jahre sogar belagert. Der Beschuss erfolgte vom Land, aus der Luft und von der See, dauerte bis 1995 an und hinterließ abermals Narben und Tote in der Stadt, die in den jetzt fast drei vergangenen Jahrzehnten erneut gut verheilten.
Highlights
Ein Rundgang durch die Altstadt
Es ist gar nicht so einfach, sich in der seit fast 3000 Jahren besiedelten Altstadt von Zadar zurechtzufinden und keine der vielen, vielen Sehenswürdigkeiten auf dieser zu verpassen. Zur besseren Orientierung: Die Altstadt befindet sich auf einer Halbinsel, die nach Osten hin mit dem Festland verbunden ist. Außer dieser Landbrücke gibt es noch zwei weitere Wege hinein: Die „Gradski Most“ („Städtische Brücke“) führt aus dem Norden in die Altstadt, und im Nordwesten hat man die Möglichkeit, mit kleinen, traditionellen Ruderbooten von der Marina in die Altstadt überzusetzen. Während Letzteres sicherlich die charmanteste Möglichkeit ist, in die Altstadt zu kommen, gehe ich davon aus, dass die meisten doch die Variante über die Brücke nehmen. Deshalb startet dort auch unser kleiner Stadtrundgang, der uns einmal rund um und quer durch die Altstadt führen wird und keine wichtige Sehenswürdigkeit in möglichst sinnvoller Reihenfolge auslässt. Auf geht’s!
(1) Gradski Most
Die Brücke, über die man in die historische Altstadt gelangt, ist neueren Baudatums und normalerweise nicht sonderlich sehenswert, bietet aber die erste schöne Möglichkeit, Fotos von der Stadtmauer zu machen. Wenn es dunkel wird, ist die Brücke jedoch sehr schön beleuchtet und spiegelt sich wunderbar im Wasser. Auf der Brücke stehen meist ein paar Straßenmusiker*innen, die die heranströmenden Menschen zum Anhalten bringen. Generell könnt ihr die Brücke aber meistens relativ schnell überqueren.

(2) Narodni Trg („Volksplatz“)
Durch ein kleines, recht unscheinbares Stadttor durchquert ihr die Stadtmauer und betretet die Altstadt. Dieses Tor wurde erst vor gut 80 Jahren in der Zeit der italienischen Besatzung hinzugefügt und ist seitdem der Haupteingang in die Stadt. Ihr lauft die Straße einfach weiter geradeaus und kommt nach ein paar Minuten direkt zum Narodni Trg.
Am Rande des kleinen Platzes, der meist mit Sonnenschirmen der dort befindlichen Cafés vollgestellt ist, befinden sich eine Reihe historisch bedeutsamer Gebäude. Der Platz selbst ist seit venezianischer Zeit so etwas wie der Mittelpunkt der Stadt und Treffpunkt des gesellschaftlichen Lebens.
City Sentinel (Městská stráža)
In diesem Uhrenturm war ursprünglich die Stadtwache untergebracht. Es ist also keine Kirche, wie man auf den ersten Blick vielleicht vermuten könnte. Erbaut und erdacht wurde dieses schöne Gebäude vom Stararchitekten der damaligen Zeit, Michele Sanmicheli, der auch als „Architekt von Verona“ bekannt ist, da er vor allem dort tätig war. In diesem Gebäude und in dem nebenan finden heute wechselnde Ausstellungen statt, und es gibt eine kleine ethnologische Dauerausstellung.

Stadtloggia (Gradska Loža)
Direkt gegenüber dem Uhrenturm liegt die wunderschöne ehemalige Stadtloggia, die erstmals im 13. Jahrhundert erwähnt wurde. Allerdings war es dann wiederum Michele Sanmicheli, der sich im Jahr 1565 an dem Gebäude zu schaffen machte und dem wir das heutige Aussehen verdanken. Einst waren hier das Gericht, die Ratssäle und die Bibliothek der Stadt untergebracht. Heute finden in dem Gebäude verschiedene Ausstellungen statt, teilweise recht skurrile, wie etwa über Skorpione und Spinnen mit lebenden Exponaten.
Rathaus Zadar
Zu erkennen an den am Balkon angebrachten Fahnen von Kroatien und der Stadt Zadar, befindet sich auch das Rathaus hier am Platz. Betreten werden kann es allerdings nicht, und auch als Fotomotiv stinkt es gegen die anderen beiden Gebäude am Platz ab.
(3) Two Palaces
Nach der Stadtloggia biegen wir direkt links ab. Die Straße, in die wir einbiegen, ist übrigens eine Verlängerung der berühmten Kalelarga, der Hauptstraße der Altstadt, die diese in zwei Teile teilt. Mehr dazu aber später.
Nach etwa 100 m findet ihr auf der rechten Seite den Rektorenpalast, den ersten Teil eines Kulturkomplexes, der nun unter dem Namen „II Palaces“ fungiert. Diese beiden direkt nebeneinander liegenden Paläste sind das Werk einer groß angelegten Renovierung in den letzten Jahren, gefördert durch die Europäische Union.
Die Ursprünge des Rektorenpalastes (Kneževa Palača) reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück, allerdings erlitt der Palast im Kroatienkrieg solche immensen Schäden, dass er komplett neu aufgebaut und rekonstruiert wurde. Beim Wiederaufbau orientierte man sich teilweise an einer letzten großen Renovierung aus dem 19. Jahrhundert. So ist der Palast heute zwar kein historisches Gebäude im engeren Sinne mehr, aber erstrahlt von innen in neuem Glanz. Wiedereröffnet wurde der Palast dann schließlich im Jahr 2017.
Im Gebäude wurde eine Art Kulturzentrum untergebracht, das ein Museum, wechselnde Kunstausstellungen, Galerien und Konzerthallen miteinander verbindet und dabei den Fokus sowohl auf neue als auch auf alte Kunst legt. Von Banksy über Dalí bis Picasso waren hier schon Ausstellungen, und irgendwie ist aus allen Bereichen immer etwas da. Wirklich empfehlenswert und zu Recht eine neue Attraktion der Stadt.
Der zweite heiß ersehnte Palast wurde dann im April 2022 wiedereröffnet, liegt direkt neben dem Rektorenpalast und heißt Providurova Palača. Er schlägt in die gleiche Kerbe. Dieses Gebäude stammt ursprünglich aus dem Jahr 1607 und wurde außen liebevoll renoviert. Von innen ist es nun eine sehr moderne Ausstellungsvenue für moderne Kunst und Musik.
Der Eintritt wird im Jahr 2023 für beide Paläste wohl je um die 10 € (2022: 70 Kn) kosten (Dauerausstellung). Sonderausstellungen, Konzerte etc. kosten meist extra und variieren je nach Künstler*in und dessen Bekanntheit. Es gibt ein Kombi-Ticket, das etwa bei 14-15 € liegen wird (2022: 100 Kn) und dann Eintritt in beide Venues gewährt.
(4) Platz der fünf Brunnen (Trg Pet Bunara)
Ein Stück weiter geradeaus und dann rechts halten, kommt ihr an diesen schönen Platz, der zwischen alten Stadtmauern, historischen Gebäuden und Kirchen eingepasst ist. Seinen Namen erhielt der Platz durch die fünf nebeneinander stehenden Brunnen, welche die Stadt innerhalb der Stadtmauern im Fall einer osmanischen Belagerung damals mit Wasser versorgen sollten. Der Blickfang auf dem Platz ist der fünfeckige Captains Tower, der wiederum seinen Namen von der damals nahegelegenen Residenz des venezianischen Stadtkapitäns erhielt. Vor ein paar Jahren war es noch möglich, den Turm zu besteigen, aber das scheint schon seit einer guten Weile nicht mehr der Fall zu sein. Auch fanden in diesem früher kleinere Kunstausstellungen statt, aber auch das ist möglicherweise vorbei. Bei meinem letzten Besuch im November 2022 war der Turm zumindest dauerhaft geschlossen.

Der Platz wird ansonsten für eine Vielzahl an Veranstaltungen genutzt. Die angrenzende Svarog Bar feiert hier gerne mal eine Party, die Stadt veranstaltet hier Konzerte, und der Weihnachtsmarkt im Winter findet auch vor allem hier statt.
(5) Park der Königin Jelena Madijevka
Wenn ihr vom Platz der fünf Brunnen die Stufen hochgeht, kommt ihr in diesen schönen kleinen Park aus dem 19. Jahrhundert. Vielleicht könnt ihr schon die erste Pause gebrauchen? Perfekt. Hier. Von einer Ballustrade hat man eine gute Aussicht auf das Land Gate, das schönste Stadttor der Stadt. Ursprünglich war der Park auch mal von einem Wassergraben umgeben, sodass die Altstadt nahezu komplett von Wasser umgeben war, was es feindlichen Invasoren schwer machte. Dieser ist heute allerdings zugeschüttet, erahnen könnt ihr ihn trotzdem noch. Auf der anderen Seite des ehemaligen Grabens schließt sich ein weiterer Park an, der „Park des Vladimir Nazors“. Auch dieser ist sehr schön, schattig, ruhig und lädt zum kurzen Verweilen ein.

(6) Altes Stadttor / Land Gate (Kopnena Vrata)
Um am besten hier hinzugelangen, geht ihr zurück zum Platz der fünf Brunnen. Am Ende des Platzes, auf der linken Seite neben der Svarog Bar, ist ein kleiner Durchgang mit Stufen nach unten. Da durch. Ihr landet auf einer größeren Straße, und direkt links von euch ist das Stadttor, durch welches ihr die historische Stadt nun verlasst.
Der kleine Hafen, an dem ihr jetzt angekommen seid, heißt „Foša“ und war früher mal der geschützte Stadthafen. Das Stadttor, durch das ihr gerade durchgelaufen seid, ist das „Landtor“, da es damals halt aufs Festland führte. Das Tor wurde 1543 erbaut (ebenfalls vom Architekten Michele Sanmicheli) und stellt eines der mächtigsten Tore in einer Befestigungsanlage Europas dar. Der Markuslöwe, Wappentier der Republik Venedig, sollte sicherlich die Herrschaftsansprüche hier von vorneherein klarstellen. Der kleine Reiter, den ihr über dem Haupttor seht, ist der Schutzpatron der Stadt, St. Chrysogonus.

Wenn ihr möchtet, könnt ihr nun die erste kleine Treppe hinunter und an der Stadtmauer zu eurer rechten und dem Wasser zu eurer linken entlanggehen. Wenn die Stadtmauer vorbei ist, kommt ihr direkt zur…
(7) Promenade (Riva)
Diese ist eines der beliebtesten Flaniergebiete der Stadt. Der kleine Grünstreifen, der kurze Zeit später beginnt, lädt wiederum zum Verweilen ein, mit einer sehr schönen Aussicht aufs Meer. Das haben übrigens auch die Studierenden, die aus den Hörsälen diese Aussicht genießen dürfen. Das erste Gebäude an der Promenade ist nämlich die Universität.

(8) Überreste der Stomorica-Kirche
Diese alte Kirche war ursprünglich der Heiligen Ursula gewidmet und wurde im 16. Jahrhundert abgerissen, da an dieser Stelle die Stadtmauer bzw. Befestigungsanlagen gebaut wurden (welche nun auch schon wieder abgerissen sind). Es sind nur noch die Grundrisse zu erkennen, aber die haben die Form eines Schlüssels und sind ganz interessant.
(9) Forum
Ein Stück weiter die Riva rauf befindet sich dann das alte römische Forum. Ein Forum war zu römischen Zeiten immer der Hauptplatz der Stadt und gesellschaftlicher Treffpunkt. Das Forum in Zadar war mit 45×90 m das wohl größte Forum an der östlichen Seite der Adria und wurde im 3. Jahrhundert vor Christus vom Prokonsul für Illyricum unter Kaiser Augustus, Tamfil Vaale, erbaut, wie auf einem Brunnen eingraviert wurde.
Zugegeben, man braucht viel Fantasie, um sich vorzustellen, wie das Forum einst einmal ausgesehen haben mag und was hier an diesem Ort damals wohl alles passiert ist. Es liegen zwar noch einige große Steine und Teile von Säulen herum, aber da gibt es trotzdem interessantere römische Ruinen auf dem Balkan. Aber nichtsdestotrotz ist es doch ganz schön cool, inmitten einer modernen Stadt mit schöner Altstadt aus größtenteils venezianischer Zeit auch noch auf Ruinen aus der Antike zu treffen, welche einem dann doch ein wenig klar machen, wie alt die Geschichte Zadars wirklich ist. Diese Ruinen übertrumpfen die Gebäude rundherum vom Alter her mal eben um eineinhalb Jahrtausende!

Bei der nördlichen Ecke des Forums steht übrigens noch eine Säule aus römischer Zeit senkrecht herum. Das ist der „Pillar of Shame“, der im Mittelalter den Pranger der Stadt darstellte. Wenn dieser Geschichten erzählen könnte… eieiei!
Heute ist das Forum übrigens wieder so etwas wie ein Treffpunkt in Zadar geworden, wie einst zu römischen Zeiten. Es gibt keine Zäune oder Verbotsschilder, sodass die historischen Steine gerne als Bank genutzt werden. Stellt euch dabei vor, wie vor über 1500 Jahren an genau diesem Stein ein römischer Steinmetz gearbeitet und sich dabei größte Mühe gegeben hat.
(10) Archäologisches Museum
Tolles Museum, das in seiner Dauerausstellung einen Ein- und Überblick über Zadar und die Region bietet, von der Steinzeit bis (naja, fast) in die Moderne. Natürlich wird dabei ein Hauptaugenmerk auf die Zeit des römischen Reichs gelegt. Das Museum befindet sich direkt am Forum und gegenüber der St.-Donatus-Kirche. Der Eintritt kostet 5 €. Nicht nur bei Regen eine Empfehlung!
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(11) St. Donatus Kirche
Diese Kirche, die eigentlich schon seit Ewigkeiten keine Kirche mehr ist, ist zweifelsohne wohl das historische Bauwerk, für das die Stadt bekannt ist. Erbaut im 9. Jahrhundert von Bischof Donatus, dem heutigen Namensgeber des Gebäudes, steht sie immer noch an Ort und Stelle und begeistert mit ihrer monumentalen Bauform, die damals für dalmatinische Kirchen üblich war, die Besuchenden. Neben der Architektur ist es dann aber auch nur noch die Akustik, die begeistert, da sich im Inneren der alten Kirche sonst absolut nichts befindet. Erwartet also keine prachtvollen Gemälde oder Monumente aus vergangenen Zeiten. Wegen der guten Akustik wiederum wird diese auch heute noch für Musikveranstaltungen genutzt. Geöffnet ist die alte Kirche allerdings leider nur während der Saison zwischen April und September. Der Eintritt lag 2022 bei 20 Kn, also 2023 vermutlich 3 €.

(12) Kathedrale St. Anastasia (mit Glockenturm)
Dies ist die größte Kirche in ganz Dalmatien und dementsprechend auch die Hauptkirche von Zadar. Gewidmet ist sie der Heiligen Anastasia, einer christlichen Märtyrerin, die Anfang des dritten Jahrhunderts wohl durch Kaiser Diokletian in Syrmien, im heutigen Serbien, verbrannt wurde. Die vermeintliche Asche der Heiligen soll dem Glauben nach heute in dieser Kirche bestattet sein.
Die Kirche steht auf einem Fundament einer früheren Kirche aus dem 4. und 5. Jahrhundert und war ursprünglich Petrus geweiht, bis Bischof Donatus, Erbauer und Namensgeber der nebenan liegenden Kirche, an die Asche der Heiligen Anastasia kommen konnte und die Kirche ihr umwidmete. Belegt ist die Existenz der Kirche ganz sicher seit dem 10. Jahrhundert. Im 12. Jahrhundert wurde die Kirche durch die Belagerung der Venezianer stark zerstört, der Wiederaufbau dauerte wiederum ein Jahrhundert, sodass sie 1285 neu geweiht wurde. Bereits im Jahr 1867 verlieh Papst Pius der Kathedrale den Status einer Basilica Minor, einer der katholischen Kirche besonders wichtigen Ehrung.

Heute bei Touristen beliebt ist vor allem der nebenliegende Glockenturm, der über knapp 180 Stufen bestiegen werden kann und von dem man dann aus 42 m Höhe eine sehr schöne Aussicht auf die Stadt hat. Der Eintritt dorthin kostet 3 €.
(13) Kloster und Schatzkammer hl. Franziskus
Altes und noch sehr aktives Kloster mit schönem, ruhigem Kreuzgang, mehreren Kapellen und einer interessanten Kunstsammlung, in der sich ein paar Schätze verstecken. Die Klosterkirche reicht ins Jahr 1283 zurück und war Schauplatz des Friedens von Zadar zwischen der Venezianischen Republik und dem ungarisch-kroatischen König Ludwig I., also wurde hier auch Geschichte geschrieben. Die Haupt-Sehenswürdigkeit in der Schatzkammer ist ein bemaltes Kruzifix aus dem 12. Jahrhundert. Der Eintritt kostet 2 €, und für die Schatzkammer, ich glaube, noch einmal 1,50 € mehr.

(14) Meeresorgel
Wolltet ihr schon immer mal wissen, wie das Meer klingen würde, wenn es singen könnte? Auf nach Zadar! Durch eine Unterwasserinstallation von Rohren und Orgelpfeifen, durch die das Meer durch seinen Wellengang Luft drückt, wurde dies hier nun möglich gemacht. Und ich muss sagen: Das ist ganz schön cool und klingt echt nicht schlecht (auch wenn ich hier jetzt nicht stundenlang rumsitzen könnte). Die Meeresorgel ist dabei ziemlich einzigartig und gibt es meines Wissens nach kein zweites Mal auf der Welt.
Erschaffen wurde die Meeresorgel im Jahr 2005 von Nikola Bašić, der sich auch für die nebenan liegende „Gruß an die Sonne“-Installation verantwortlich zeigt. Ziel war es, die Promenade wieder attraktiver zu machen, nachdem diese nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges nur mit einer drögen und langweiligen Steinmauer wiederaufgebaut wurde.
Mit der Meeresorgel hat sich Zadar auf jeden Fall eine Attraktion geschaffen, die bei Einheimischen wie Besuchenden unglaublich beliebt ist und durch die die Stadt weltweit auf sich aufmerksam machen konnte. War früher die Donatus-Kirche das unangefochtene Wahrzeichen der Stadt, ist es jetzt wohl von der Meeresorgel überholt worden.
(15) Gruß an die Sonne
Wenn die Meeresorgel eine Hommage an die See ist, so ist die „Gruß an die Sonne“-Installation dessen Counterpart und unserer aller Lieblingssonne gewidmet. Eigentlich nicht nur der Sonne, sondern dem ganzen Sonnensystem und seinen Planeten. Aber es ist die Sonne, welche die Lichtinstallation durch ihre Solarkollektoren mit Energie versorgt und diese allabendlich zum Erleuchten bringt. Während des Tages ist davon übrigens nicht viel zu sehen, da ist die Installation einfach nur eine runde Ansammlung von Solarpanelen, die in den Boden eingelassen wurden. Also unbedingt am Abend kommen. Der Boden wechselt dabei in unvorhersehbarer Weise seine Farben und kann dabei ein wenig hypnotisch wirken. Vor allem bei Kindern ist das sehr beliebt. Während ich die Meeresorgel allerdings wirklich cool finde, ist das für mich hier etwas weniger cool. Aber schon noch okay.

(16) Stadtmauer
Anders als in Dubrovnik ist die Stadtmauer nicht kostenpflichtig und der Öffentlichkeit noch frei zugänglich. Dabei muss man aber auch sagen, dass diese nicht mehr mit der in Dubrovnik vergleichbar ist, da an zwei Seiten der Stadt nur noch Teilstücke erhalten geblieben sind und man die Altstadt auf dieser nicht mehr komplett umrunden kann. Nichtsdestotrotz lohnt sich ein kleiner Spaziergang auf der Mauer, da man von hier teilweise einen schönen Überblick in die Straßen der Altstadt hat und auch gut auf die andere „Neustadt“-Seite von Zadar blicken kann. Kurz vor dem Morska Vrata (Sea Gate) findet ihr ein 3D-Modell aus Bronze von der gesamten Altstadt. Kurze Zeit später könnt ihr ein paar Stufen zum Stadtmarkt hinunterlaufen. Wenn ihr den verbliebenen Abschnitt der Stadtmauer komplett entlang lauft, kommt ihr später direkt am…

(17) Ancient Glass Museum
… an. Dieses Museum stellt Glasgefäße und Glaskunst aus zwei Jahrtausenden aus und ist grundsätzlich gut organisiert und kuratiert. Einige Besuchende finden das Museum ziemlich cool und sehr interessant, auch wenn sie kein spezielles Interesse an „Glas“ haben. Andere resümieren, dass es schon ein wenig nischig ist und man vielleicht doch ein grundsätzliches Glas- oder zumindest Kunstverständnis mitbringen sollte. So sehe ich das auch, übrigens. Also, wenn ihr ein gewisses Kunstinteresse habt, dann lasst euch ruhig darauf ein.
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(18) Museum of Illusions
Fast schon eine kroatische Museumskette, mit Ablegern in Dubrovnik, Split, Zadar und Zagreb, ist das Musej Iluzija trotzdem eine kurzweilige Angelegenheit und eine gute Gelegenheit, um skurrile Fotos zu machen. An den verschiedenen Stationen wird man immer auf eine andere Art und Weise getäuscht, und die optischen Illusionen sind teilweise schon beeindruckend. Aber wenn du eines dieser Museen kennst, kennst du eigentlich auch alle anderen. Für einen einmaligen Besuch würde ich es aber auf jeden Fall empfehlen. Der Eintritt kostet ca. 10€.
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(19) Kalalarga
Jetzt sind wir eigentlich durch mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt, aber es fehlt noch eine: die Kalalarga. So wird die Hauptstraße bezeichnet, die die ganze Altstadt in zwei Teile teilt und die Flaniermeile der Stadt ist. Kalalarga bedeutet so viel wie „breite Straße“ im damaligen venezianischen Dialekt. Und so heißt die Straße heute auch noch auf Kroatisch, wo sie als Siroka Ulica in den Stadtplänen eingetragen ist, was ebenfalls „breite Straße“ bedeutet. Die kroatische Version wird aber selbst von den Einheimischen nicht genutzt.
Nach einem anstrengenden Tag Sightseeing empfehle ich euch noch einen entspannten Bummel darüber, bevor ihr euch in den kleinen Nebenstraßen das Abendessen schmecken lasst.
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Touren
Neben der Altstadt gibt es noch zahlreiche weitere Sehenswürdigkeiten rund um die Stadt, die ihr nicht verpassen solltet. Die bekanntesten sind dabei die drei Nationalparks in der Nähe, also Plitvice, Krka und die Kornaten. Während ihr Plitvice gut von Zadar besuchen könnt, liegen die Krka-Fälle wesentlich näher an Šibenik, sodass ihr diese von dort aus besuchen solltet, falls die Stadt auch noch auf eurer Route liegt.
Zadar Altstadt-Rundgang
Wer mit einem professionellen und lokalen Guide in die bewegte Geschichte der Stadt eintauchen möchte, sollte diese Tour buchen. Ihr trefft euch mit eurem Guide am „Gruß an die Sonne“ und lauft danach in gemächlichem Tempo die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt ab, wie das Forum, die Donatus-Kirche, den 5-Brunnen-Platz und das Landtor.
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Zadar 2. Weltkrieg & Kommunismus-Tour
Wer mehr über die neuere Geschichte, das Schicksal der Stadt im Zweiten Weltkrieg, die Zeit in Titos Jugoslawien sowie die Rolle der Stadt im Kroatienkrieg lernen möchte, ist bei dieser äußerst informativen Tour an der richtigen Adresse. Mit anschaulichen Fotos und lebendigen Geschichten wird diese turbulente Zeit noch einmal lebendig und allgemein werdet ihr auch einiges über den kroatischen Struggle nach Eigenständigkeit lernen. Sehr zu empfehlen!
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Krka-Nationalpark + Weinverkostung
Der Krka-Nationalpark ist einer der schönsten des Landes (Guide dazu: hier!), und für viele so etwas wie der kleine Bruder des Plitvicer Seen-Nationalparks, den ihr ebenfalls nicht verpassen solltet (mehr dazu hier). Im Vergleich zu Plitvice hat der Krka-Nationalpark von Zadar aus allerdings den Vorteil, dass er wesentlich näher dran ist und ihr an dem Tag weniger Zeit im Kleinbus verbringen werdet. Das bedeutet wiederum, dass ihr zusätzlich zu den Wasserfällen rund um Skradinski Buk noch das kleine Städtchen Skradin besuchen und dort eventuell schwimmen gehen könnt. Auch eine Wein-, Olivenöl- und Käseverkostung ist im Preis inbegriffen, was diese Tour zu einem sehr schönen Erlebnis werden lässt.
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Bootstour durch den Kornati Nationalpark
Der Kornati-Nationalpark ist ein echtes Juwel unter den maritimen Sehenswürdigkeiten Kroatiens und praktischerweise von Zadar direkt um die Ecke. Wenn ihr schon mal dort seid, solltet ihr eine Bootstour durch den Park auf jeden Fall auch nicht verpassen.
Für die Tour trefft ihr euch am Hafen von Zadar neben der Brücke, die in die Altstadt führt. Auf den Kornaten habt ihr auch einige Zeit für euch und könnt entweder die Zeit am Strand oder im Mir-Salzsee verbringen, bevor euch ein reichhaltiges und leckeres Mittagessen erwartet (auch vegane und vegetarische Optionen sind verfügbar). Wasser, Saft und Wein sind ebenfalls im Preis inbegriffen. Die Crew, die euch durch den Nationalpark schippert, ist dabei sehr kompetent und kann viel zur Ökologie und Geologie des Parks erzählen.
Denkt daran, eine Kopfbedeckung sowie Sonnenschutz mitzubringen! Notwendig!
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Plitvicer Seen-Nationalpark
Die Plitvicer Seen sind in den letzten Jahren wohl zu DEM Aushängeschild des kroatischen Tourismus geworden, und das sicherlich nicht ohne Grund. Die ganze Gegend und die Wasserfälle haben etwas Märchenhaftes, das glasklare Wasser und die Ausblicke sind nichts anderes als beeindruckend. Klar, dass ihr dieses Naturspektakel nicht für euch alleine haben werdet und euch im Sommer auf lange Schlangen einstellen müsst. Auch der Eintrittspreis ist alles andere als günstig. Aber wenn man schon mal in der Nähe ist, sollte man den Nationalpark auf jeden Fall nicht verpassen.
Zadar ist, von der kroatischen Küste aus, wohl der beliebteste Ausgangspunkt für einen Ausflug in den Nationalpark. Trotzdem ist dieser nicht direkt um die Ecke und die Fahrt dorthin dauert mit dem Kleinbus knapp zwei Stunden pro Weg. Habt das einfach im Kopf, wenn ihr diese Tour bucht.
Wenn ihr den Nationalpark auf eigene Faust erkunden möchtet, findet ihr hier unseren ausführlichen Guide dafür.
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(20-30) Unterkunft
Unterkünfte gibt es in Zadar reichlich und in nahezu allen Preiskategorien. Allerdings gilt, wie überall sonst auch, dass es teurer wird, je näher man an oder sogar in die Altstadt rückt. Aber ich würde euch durchaus empfehlen, außerhalb der Altstadt zu übernachten, da man so quasi nebenbei auch den ganzen Touristen dort entgeht und nebenher auch die authentischere Seite von Zadar kennenlernt.
Vanlife
Wer mit dem Camper unterwegs ist, sollte nicht lange suchen und sich hier abstellen. Um die Sicherheit muss man sich dort wahrscheinlich nicht sorgen, da direkt angrenzend eine große Polizeistation steht. Diese haben sich aber nicht daran gestört, dass so einige Leute mit ihrem Camper da waren. Auf der anderen Seite der Straße findet man dann einen recht großen Kaufland und ein paar Cafés (und Toiletten!), Müllcontainer sind auch ganz in der Nähe. In die Altstadt sind es 10-15 Minuten zu Fuß, und sonstige Annehmlichkeiten oder Schatten gibt es nicht, brauch ich aber auch nicht unbedingt.
(21) Falkensteiner Camping
Campingplatz mitten in der Stadt, daher manchmal etwas laut, aber es ist halt zentral in der Stadt. Ansonsten tip-top modern und gut ausgestattet mit Pool, Restaurant und super Sanitäreinrichtungen. Bis zum Borik-Strand sind es nur ein paar Meter. Für Leute, die ohne eigenen Camper oder Wohnmobil unterwegs sind, können auch Mobilheime gemietet werden, welche vor allem in der Nebensaison auch ein sehr guter Deal sein können. Kann man machen!
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Budget
(22) Backpackers Home
Wie es sich für ein Backpacker-Hostel gehört, wird hier sehr viel Wert auf das soziale Miteinander gelegt. Sowohl drinnen als auch draußen gibt es große Gemeinschaftsbereiche, die es sehr einfach machen, andere Reisende aus allen möglichen Ländern kennenzulernen. Ansonsten wird viel Wert auf einen hohen Chill-Faktor gelegt, hier ist einfach jeder wirklich ziemlich entspannt drauf, was auch für das internationale Team der Mitarbeitenden gilt. Wer Wert auf Privatsphäre legt, ist hier allerdings nicht so gut aufgehoben, da es nur Betten in Dorms gibt. Das Hostel liegt dazu noch etwa 2 km von der Altstadt entfernt (am besten mit den traditionellen kleinen Booten in die Altstadt übersetzen!), was aufgrund des wirklich guten Vibes meiner Meinung nach allerdings nicht weiter ins Gewicht fällt. Super Ort!
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(22) Backpackers Home
Wie es sich für ein Backpacker-Hostel gehört, wird hier sehr viel Wert auf das soziale Miteinander gelegt. Sowohl drinnen als auch draußen gibt es große Gemeinschaftsbereiche, die es sehr einfach machen, andere Reisende aus allen möglichen Ländern kennenzulernen. Ansonsten wird viel Wert auf einen hohen Chill-Faktor gelegt, hier ist einfach jeder wirklich ziemlich entspannt drauf, was auch für das internationale Team der Mitarbeitenden gilt. Wer Wert auf Privatsphäre legt, ist hier allerdings nicht so gut aufgehoben, da es nur Betten in Dorms gibt. Das Hostel liegt dazu noch etwa 2 km von der Altstadt entfernt (am besten mit den traditionellen kleinen Booten in die Altstadt übersetzen!), was aufgrund des wirklich guten Vibes meiner Meinung nach allerdings nicht weiter ins Gewicht fällt. Super Ort!
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(23) Rhythm Floating Hostel
Der Newcomer in der zadarschen Hostelszene (erst seit 2022 operabel) setzt die Maßstäbe für den Rest erstmal ziemlich hoch. Ja, in der Tat: Das Hostel befindet sich auf einem Schiff, das direkt an der Nordseite der Altstadt angetäut ist. Die Duschen, Toiletten und Kajüten sind natürlich eher klein und eng. Aber hey: Es sind halt Kajüten! Wo hat man das denn mal? Morgens um 10 legt das Schiff dann meistens ab und besucht verschiedene schöne Orte rund um Zadar. Wer möchte, kann also aus seinem eigenen Urlaubszuhause einen Ausflug an einen schönen Strand machen (kostet allerdings extra). Wer das nicht möchte, muss damit leben, dass von 10-16 Uhr das eigene Urlaubszuhause unterwegs ist, hat also auch Nachteile (ausschlafen ist nicht). Die restliche Zeit kann man aber wunderbar auf dem Sonnendeck oder dem normalen Deck verbringen. Verdammt cool.
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(24) Apartments Nediljko & Mila
Wer ein bisschen auf sein Geld schauen muss im Urlaub und trotzdem gerne ein eigenes Zimmer haben möchte, ist bei Nediljko und Mila gut aufgehoben. Diese bieten insgesamt drei kleine, ich nenne sie mal „Mini-Apartments“ an, die aber alle über eine Klimaanlage, Kochnische, eigenes Bad und Balkon verfügen. Luxuriös ist es hier nicht, aber auf jeden Fall sauber und für 1-2 Nächte völlig ausreichend. Die Apartments befinden sich etwa 20-30 Minuten zu Fuß von der Altstadt entfernt.
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Mittelklasse
(25) Accomodation Iva
Direkt gegenüber der Altstadt gelegen an der Brücke hat man von der Hälfte der Einheiten dort einen schönen Meerblick und auf den Sonnenuntergang über der Altstadt. Schade, dass nur das „Studio“ einen eigenen kleinen Balkon hat. Ansonsten sind die Zimmer hier sehr modern ausgestattet, sehr sauber, sehr zentral und ihren Preis sicherlich wert.
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(26) Lenny Rooms Guest House
Sehr farbenfroh eingerichtete, aber trotzdem irgendwie schöne Zimmer (haben mich ein wenig an Südostasien erinnert), teilweise mit (leicht indirektem) Meerblick und in direkter Umgebung zur Meeresorgel (die man aber von hier nicht mehr hört, keine Bange! Das wäre nachts vermutlich doch etwas viel irgendwann). Das Guesthouse ist etwas schwierig zu finden, aber wenn ich euch jetzt sage, dass ihr in den Hinterhof und dann in den zweiten Stock müsst, sollte es möglich sein.
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(27) La-La Rooms
Wer direkt, direkt, direkt in der Altstadt unterkommen möchte, sollte hier einchecken. Viel zentraler geht es wirklich nicht. Die Anastasia- und Donatus-Kirche sind nur jeweils einen Steinwurf entfernt und damit auch das Forum und die Promenade und auf der anderen Seite die Stadtmauern.
Die Zimmer sind recht klassisch eingerichtet, aber trotzdem sehr modern und neu. Das einzige, was mir ein wenig fehlt, ist ein Balkon, aber die sind in der Altstadt in Zadar leider allgemein sehr selten.
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Luxus
(28) Feel Good Penthouse
Diese Unterkunft macht ihrem Namen wirklich alle Ehre und ist vielleicht das Richtige für einen romantischen Urlaub – vorausgesetzt, Geld spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle. Direkt auf der Altstadt-Halbinsel gelegen, allerdings ganz am Anfang in der Nähe des Parks und deshalb relativ ruhig, bekommt man hier eine voll ausgestattete, luxuriöse Wohnung. Auf der Dachterrasse findet ihr dann eine überdachte Sitzecke, einen Whirlpool, Duschen… hier wird vermutlich niemand meckern können.
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(29) Alma Lofts
Sehr moderner Loft, ultramodern, sehr gemütlich, perfekt für Familien mit bis zu zwei Kindern. Allerdings könnte es auch etwas unpraktisch sein, dass man aufgrund der Lage nicht direkt an der Unterkunft parken kann. Sonst gibt’s eigentlich nicht viel dazu zu sagen, außer, dass ihr hier nicht viel falsch machen könnt.
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(30) Bastion Heritage Hotel
Vielleicht das beste Hotel in der Altstadt von Zadar, bietet das 4-Sterne-Bastion fast jeden Luxus, den man so erwarten kann. Umfasst ist das Hotel von einem historischen Eckwehrturm aus dem 13. Jahrhundert, im Inneren darf der Gast in hochmodernem Luxus schwelgen. Neben sehr durchdachten und stilvollen Zimmern gibt es auch einen Spa-Bereich, ein Restaurant und einen charmanten Innenhof, wo morgens das sehr leckere Frühstück serviert wird, das im Preis inbegriffen ist.
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(31-36) Gastronomie
(31) Fast Food Branimir
Wer verhältnismäßig günstig und in der Nähe der Altstadt essen möchte, kommt an diesem Fast-Food-Laden nicht vorbei. Ihr erreicht ihn, indem ihr einmal über die Brücke geht – schon seid ihr da. Es gibt Burger, Wraps, Sandwiches und Cevapi. Früher gab es auch mal Pizza, aber das ist wohl vorbei. Dafür gibt es aber ziemlich günstiges Bier, welches man am besten auf den Tischen draußen genießt, mit bestem Blick auf die Altstadt. Für die Lage ist das hier wohl das beste Preis-Leistungsverhältnis im Touribezirk. Leider gibt es außer Sandwiches und Pommes kaum Auswahl für Menschen, die sich fleischlos ernähren. Essen ins Hotel oder zum Apartment bestellen ist von hier aus auch möglich.
Online-Bestellung
(32) Wunderburger
Sehr sympathischer kleiner Laden direkt in der Altstadt. Wie der Name es schon sagt, konzentriert man sich hier ebenfalls auf Burger. Für Veganer*innen gibt es aber diesmal eine Version mit Falafel-Patty. Ansonsten gibt’s noch Debreciner Wurst, Corndogs und Loaded Fries, letztere sind auf jeden Fall auch einen Versuch wert.
(33) Gricko Grill
Alleine für das schöne Ambiente mit der schönen Terrasse lohnt sich hier der Weg aus der Altstadt heraus. Und ihr seid hier dann auch aus dem Bereich der Tourist-Traps raus und bekommt eine große Portion Cevapi für sieben und das große Gezapfte für drei Euro. Hier kommen, wie ihr euch es denken könnt, eher die Locals zum Essen, was ja meistens das allerbeste Argument überhaupt ist. Uuuund: Es gibt vegetarische Optionen. Yeah!
(34) The Botanist
Zadars einziges komplett veganes Restaurant serviert ganz schön fancy Kram! Das Auge ist bekanntlich mit, und da lässt man hier selbstverständlich auch das Auge nicht im Stich! Richtig so! Also, es ist wirklich lecker und vermutlich eines der besten und kreativsten veganen Restaurants des ganzen Landes. Extra-Plus ist dabei noch, dass hier der Hauptaugenmerk auf eigentlich traditionelle dalmatische Küche liegt, nur veganisiert und mit ganz schön Pfiff. Gönnt euch!
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(35) Pet Bunara
Seit mehr als 40 Jahren existiert dieses Restaurant hier am gleichnamigen Platz der fünf Brunnen (=Pet Bunara) und weiß seitdem Einheimische wie auch Besuchende mit seinen lokalen, saisonalen und biologischen Speisen zu überzeugen. Vieles von dem, was auf den Tisch kommt, stammt dabei aus dem eigenen Garten aus dem nahegelegenen Dorf Poljica, und sowas ist wahrscheinlich auch das, was den Unterschied zwischen einem guten und einem richtig guten Restaurant ausmacht. Dieses ist definitiv letzteres.
Homepage

(36) Butler Gourmet & Cocktail Garden
Das ist vielleicht das beliebteste Restaurant der ganzen Stadt. In einem wundervollen Ambiente am Rande der Altstadt kommen die Leute, wie es der Name schon sagt, nicht nur zum Essen, sondern auch, um genüsslich einen Cocktail zu bestellen, der weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist. Einige proklamieren gar, das seien die besten der Welt. Das kann ich nicht beurteilen, aber insgesamt ist das schon ein verdammt gutes Gesamtpaket hier. Es gibt ein paar vegetarische Optionen auf der Karte!
(37-43) Nachtleben
(37) Pub Crawl | Kneipentour
Wer auf Nummer sicher gehen will, dass er neue Bekanntschaften schließt und dabei noch betrunken wird, kann sich dieser geführten Tour durchs Zadarer Nachtleben anschließen. Insgesamt werdet ihr drei Stationen durchlaufen. Auf der ersten könnt ihr eine Stunde lang in einer Bar so viel trinken, wie ihr möchtet, an der zweiten Station bekommt ihr einen „Welcome“-Shot und als zu guter Letzt geht’s schon ordentlich angetüdelt in einen Nachtclub. Am nächsten Morgen zwischen 11 und 12 Uhr könnt ihr euch dann beim Grill La Pegla ein kostenloses Frühstück abholen und euch mit den anderen verkaterten Gestalten der vorherigen Nacht wiedertreffen. Falls das nach der Sorte Spaß klingt, auf die ihr Bock habt: Treffpunkt ist im Sommer zwischen Mittwoch und Samstag um 22 Uhr am Forum (schaut nach der Person mit dem gelben Regenschirm) und bringt 35 € mit.
Mehr Infos (oder auch nicht) findet ihr hier: Homepage
(38) Downtown Bar
Direkt auf der gegenüberliegenden Seite der Uni findet man hier auch ein recht studentisches Klientel (aber Vorsicht! Im Sommer sind auch in Kroatien in der Uni Semesterferien und die Studis eher nicht in der Stadt!), die auch gerne schon während des Tages und nach den Vorlesungen hier einen Café trinken. Die Preise sind ganz gut, nicht teuer, nicht günstig, die Atmosphäre und Stimmung ist gut und das Ambiente sehr ansprechend. Mehr braucht es doch nicht!
(39) AKC Nigdjezemska | Konzerte
Die alternative Szene der Stadt trifft sich hier im autonomen, kulturellen Zentrum, das früher einmal aus einer Besetzung entstanden ist und nun legal betrieben wird. Konzerte sind allerdings unregelmäßig und gehen meist in die Punk/Metal/Rock-Richtung. Manchmal kommen aber auch Singer/Songwriter oder es gibt elektronische Musik auf die Ohren. Nebenbei werden auch andere Veranstaltungen organisiert, nicht notwendigerweise in der gleichen Location. Am besten einfach mal auf der Facebook-Seite nachschauen, ob etwas dabei ist, das euch anspricht. Die Leute hier sind übrigens SEHR nett und aufgeschlossen und freuen sich noch wirklich, Besuch zu bekommen.
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(40) Back Door Bar | Kneipe
Eine schöne Kneipe, ungefähr genauso, wie sie sein soll: Klein, gemütlich, gute Musik, nette Leute, faire Preise, nicht direkt in der Altstadt, aber auch nur einen Steinwurf entfernt. Hier ist es recht dunkel und es gibt keinen echten Außenbereich, in dem man sitzen kann, also vielleicht eher nichts für einen lauen schönen Sommerabend. Aber wenn man in der Nebensaison unterwegs ist, ist es ziemlich perfekt. Manchmal wird elektronische Musik aufgelegt und das gesellige Beisammensein verwandelt sich in eine wilde Party.
(41) Kulturzentrum Arsenal
Mhhh, das alte Schwarzpulver- und Waffenlager der Stadt wurde in den letzten Jahren in eine große Kulturvenue umgebaut. Aber leider finden hier meistens fast nur Hochzeiten und Privatveranstaltungen statt, die für die Öffentlichkeit nicht zugänglich sind. Unter der Woche ist es eher ein Café. Naja, ihr könnt ja mal auf die Homepage schauen, ob doch mal was Interessantes stattfindet.
Homepage
(42) Svarog Bar | Club
Wer tanzen gehen möchte, ist hier an einer guten Adresse in der Altstadt. Am Wochenende legen dort internationale DJs auf, manchmal wird die Party auch auf den davor gelegenen Platz der fünf Brunnen verlegt. Der Service ist manchmal ziemlich lahm und etwas unfreundlich, aber das liegt wohl meistens daran, dass der Club ziemlich gut besucht ist. Aber tanzen geht.
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(43) The Garden Lounge
Red Red Wine… goes to my heeaaaaad. Kennt ihr das Lied? Kennt ihr die Band? UB40? Die Leute davon machen die Garden Lounge und betreuen diese schon seit über 20 Jahren. Nur im Sommer offen, aber dann ein echt schöner Platz, der während des Tages zum Chillen einlädt und abends zum Sundowner. Wenn’s dann dunkel ist, werden auch die Turntables angeschmissen. Es bleibt zwar meist sehr gechillt und wird nicht wirklich wild (UB40 halt), aber trotzdem ein schöner Ort, an dem die Nacht schnell vorbeizieht. Ist übrigens gar nicht so teuer da, wie es aussieht (großes Bier 3,50 €)! Die Macher besitzen mittlerweile übrigens noch ein paar mehr Locations an der kroatischen Adriaküste und organisieren des Weiteren auch noch jedes Jahr das mehrtägige „Love International“-Festival in Tisno (zwischen Zadar und Šibenik).
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(44-47) Kultur
Kino & Theater
(44) Kroatisches Nationaltheater Zadar
Wenn ein Theater in Kroatien den Beinamen „Nationaltheater“ erhält, steht das immer für Qualität und ein hochwertiges Kulturprogramm. Das ist in Zagreb, Rijeka, Split, Šibenik und eben auch Zadar so. Wer Kroatisch versteht, der sollte versuchen, eines der vielen Theaterstücke zu sehen. Wer kein Kroatisch versteht, kann sich vielleicht eines der Konzerte und Kulturveranstaltungen anschauen oder auf gut Glück nachfragen, ob doch irgendetwas auf Englisch im Programm ist.
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(45) Puppentheater
Eine super Unterhaltung für Kinder. Selbst wenn die Aufführungen auf Kroatisch sind, kann man sich mal überlegen, mit den Kleinen hier vorbeizuschauen. Die Aufführungen sind sehr liebevoll gestaltet, es passiert viel, es gibt viel zu sehen und es ist mit 5-6 € auch noch sehr günstig. Da fällt es kaum auf, dass man kein Wort versteht.
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(46) CineStar
Einen verregneten Abend erwischt? Ab ins Kino! In der großen Galleria Shopping Mall, unweit der Altstadt, befindet sich das örtliche CineStar-Kino, wo in gewohnter Qualität die neuesten Blockbuster gezeigt werden, immer in Originalsprache mit kroatischen Untertiteln.
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(47) Sky Cinema
Heißer Sommerabend und ihr habt trotzdem Bock auf den neuesten Blockbuster? Ab ins Open-Air-Kino! Etwas nördlich von Zadar macht jedes Jahr dieses Open-Air-Kino auf, welches euch, etwas unüblich zu anderen Open-Air-Kinos, finde ich, dabei auch noch die neuesten Filme topaktuell zeigt. In Strandstühlen, mit Popcorn und Cola und unter freiem Himmel macht das dabei doppelt Spaß. Von der Altstadt bis zum Kino sind es allerdings etwa 9 km, sodass ihr entweder einen eigenen fahrbaren Untersatz braucht oder ein Taxi dorthin nehmen müsst.
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Festivals
Zadar Sunset Festival | Elektronische Musik | ca. Ende Juli
Zum zweiten Mal findet dieses Jahr am „Gruß an die Sonne“-Monument das Sunset Festival statt. Sobald sich die Sonne im Meer ergießt, gehen hier die Turntables an. Nicht gut für die Menschen, die in der Nähe wohnen, aber da müssen die jetzt durch die drei Nächte. Internationale DJs und DJanes aus ganz Europa legen auf und laden zum Tanzen ein. Tickets und weitere Infos findet ihr hier:
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Tickets
Street Food Festival | Frühling und Herbst
Dieses Festival findet zweimal im Jahr in Zadar statt, einmal im Frühling (Ende April/Anfang Mai) und einmal im Herbst (Ende September/Anfang Oktober). Im Stadtteil Puntamika, also nicht in der Altstadt, können sich Leute auf eine kulinarische Reise um die Welt machen. Von Pad Thai über Burritos und Currywurst wird alles angeboten, was sich Leute sonst schnell als Snack auf der Straße besorgen.
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(48-50) Shopping
(19) Kalelarga
Traditionell die Einkaufs- und Flaniermeile der Altstadt. Hier findet ihr vor allem kleine Geschäfte, wie Boutiquen, Souvenirläden und aus dem Bereich Kunsthandwerk. Perfekt für das kleine oder große Mitbringsel nach Hause!
(48) Tržnica Zadar
Dieser Markt an den Stadtmauern von Zadar ist vor allem bei Touristen im Sommer beliebt. Angeboten werden frischer Fisch und Meeresfrüchte, Obst, Gemüse, Nüsse, Feigen, Honig, Käse und Olivenöl. Da er sich mitten in der Altstadt und damit in Tourist Central befindet, sind die Preise teurer als auf vergleichbaren Märkten auf dem Land.
(49) City Galleria
Die zweitgrößte Mall der Stadt liegt in direktem Umfeld der Altstadt und kann von da bequem zu Fuß erreicht werden. Auf vier Etagen findet ihr über 50 Geschäfte, vom Handyladen und Supermärkten über Kino und Klamotten bis hin zu einem Food Court.
(50) Supernova Mall
Wer es noch einmal eine Nummer größer möchte, nimmt am besten den Bus (Linie 11 ab Busbahnhof) zur Supernova Mall. Kann ja auch mal eine ganz gute Abwechslung sein, den Tag in einem klimatisierten Shoppingcenter zu verbringen, anstatt bei 35°C am proppenvollen Strand. Naja, wie auch immer. Hier findet ihr vermutlich wirklich alles, was ihr braucht.
(51-54) Transport
(51) Flughafen
Der Flughafen in Zadar liegt etwa 14 Kilometer westlich der Altstadt und bietet, vor allem im Sommer, Flüge nach ganz Europa an, auch nach Deutschland (mehr dazu später).
Um vom Flughafen in die Stadt zu gelangen und umgekehrt, nehmt ihr am besten den Bus, der vom städtischen Unternehmen Liburnija bedient wird. Der Bus bedient die Route Zadar Airport – Gaženica Fährterminal – Busbahnhof (52) – Poluotok (Stadtzentrum). Die einfache Fahrt kostet 2023 4,65 €. Den Fahrplan findet ihr hier.
Die Flugverbindungen, die von Zadar aus ins deutschsprachige Gebiet angeboten werden, sind die folgenden:
Zadar – Hamburg mit RyanAir, Di., Do., So., bis August; Eurowings, Sa., bis Oktober
Zadar – Bremen mit RyanAir, Mo. und Fr., bis August
Zadar – Berlin mit EasyJet, Do. und Sa., bis Oktober; RyanAir, So., Di., Mi., Fr., bis Oktober; Eurowings, Sa., bis Okt.
Zadar – Münster/Osnabrück mit RyanAir, Di., Sa., bis August
Zadar – Düsseldorf/Weeze mit RyanAir täglich bis August
Zadar – Düsseldorf mit Eurowings, Mo., Mi., Fr., Sa., bis September
Zadar – Köln/Bonn mit RyanAir täglich außer Do. und Sa., bis Oktober; mit Eurowings am Di., Do., Sa.
Zadar – Frankfurt jeweils mit Lufthansa und Eurowings am So., Mo., Mi., Sa., bis Oktober
Zadar – Frankfurt (Hahn) mit RyanAir am Di. und Sa., bis September
Zadar – Nürnberg mit RyanAir täglich außer Mo. und Fr., bis Oktober
Zadar – Karlsruhe/Baden-Baden mit RyanAir täglich außer So. und Do., bis Oktober
Zadar – Stuttgart mit Eurowings, So., Mo., Mi., Fr., bis Oktober
Zadar – München mit Lufthansa am So., Mi. und Sa., bis Oktober
Zadar – Basel/Mulhouse mit RyanAir am Mo., Di., Do., Sa., bis September
(53) Bahnhof
Zadar verfügt über einen Bahnhof, der allerdings nur von beschränktem Nutzen ist, da die Linie nur nach Knin führt und nur dreimal täglich in beide Richtungen fährt. Von Knin könnt ihr theoretisch mit einem Umstieg weiter nach Zagreb oder Split fahren, aber das dauert normalerweise länger als mit dem Bus (vor allem nach Zagreb). Wer nach Knin möchte, kann aber den Zug nehmen. Die Abfahrtszeiten entnehmt ihr den Seiten der Deutschen Bahn und Tickets könnt ihr direkt vor der Abfahrt am Bahnhof kaufen (online nicht möglich, da Regionalbahn).
Überlandbusse
Es gibt Busse von Zadar in alle größeren Städte in Kroatien entlang der Küste, nach Zagreb und sogar bis nach Osijek (einmal täglich über Nacht ohne Umstieg). Flixbus bedient die meisten Routen. Wenn ihr in die südlichen und östlichen Nachbarländer möchtet, müsst ihr womöglich in Split umsteigen. Die Flixbusse fahren am Busbahnhof (53) los. Um zu buchen, folgt diesem Link*. Für alle weiteren Busverbindungen könnt ihr darüber hinaus auch GetbyBus nutzen.
Vom Fährterminal (54) der Stadt verkehren zahlreiche (18!) Fährlinien auf die vorgelagerten Inseln und weiter darüber hinaus. Zum Beispiel nach Ancona in Italien. Diese hier an dieser Stelle alle aufzulisten würde den Rahmen sprengen und aufgrund ständig wechselnder Fahrpläne auch wenig Sinn machen. Zum Glück gibt es aber eine Seite, die sich ausführlich damit beschäftigt und auf der ihr alle Infos zu den Fähren aus Zadar finden werdet: CroatiaFerries.
Nahverkehr
Busse
Das Busnetz, welches Haltestellen im gesamten Stadtgebiet und auch in den umliegenden Gemeinden bedient, wird von der Firma Liburnija betrieben.
Fahrkarten für eine einfache Fahrt werden beim Busfahrer gekauft und in bar bezahlt (1,65€). Eine Karte des Busnetzes im Stadtgebiet findet ihr hier.
Fahrten in die Umgebung werden mit insgesamt 30 verschiedenen Linien angeboten. Tickets könnt ihr hier ebenfalls entweder direkt beim Fahrer oder am Busbahnhof am Ticketschalter kaufen. Alle Infos zu den unterschiedlichen Linien (leider keine Karte) findet ihr hier.
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