Šibenik

wo industrie zur geschichte wurde, wird geschichte zur industrie

Inhalt

Vor zwanzig Jahren war Šibenik eigentlich noch eine relativ unbekannte dalmatische Stadt, die nicht wirklich ein Anlaufpunkt für Touristen war. Ein hässliches Entlein war Šibenik zwar auch zur damaligen Zeit nicht, aber halt auch kein schöner Schwan. Das lag sicherlich vor allem daran, dass man es schlicht und einfach nicht nötig hatte, sich um Touristen zu kümmern, da man über ausreichend (Aluminium- und Metall-)Industrie verfügte, welche die Einwohnenden ihr Brot verdienen ließ. Aber, wie so häufig im Europa der 90er- und 2000er-Jahre, und vor allem in den Ländern des alten Jugoslawiens, musste man früher oder später feststellen, dass sich die Produktion, auch dank der voranschreitenden Globalisierung, nicht mehr wirtschaftlich aufrechterhalten ließ, sodass das Herzstück der Stadt langsam aber sicher erstarb und Šibenik auf eine mehr als ungewisse Zukunft zu blicken schien.

Aber dann erfolgte die große Auferstehung! Šibenik besann sich auf das, was die Stadt eigentlich schon immer hatte und was in den Jahren des industriellen Booms lange vernachlässigt wurde: ihre vier Festungen, die historische Altstadt, die wunderbare Lage zwischen Bergen, Meer und Fluss und die Nähe zu gleich zwei Nationalparks und einem Naturpark. Dass innerhalb dieses mehr als attraktiven Settings gleich zwei Sehenswürdigkeiten als Unesco-Weltkulturerbe eingestuft wurden, hat sich darüber hinaus ebenfalls herumgesprochen.

Und es hat funktioniert: Šibenik hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten dermaßen erfolgreich neu aufgestellt, dass die ganze Stadt und die Region als Modell für eine erfolgreiche Transformation von einer ehemaligen Industriestadt hin zu einer Touristen-Hochburg in Europa gelten sollten. Das Potenzial wird nun vollständig genutzt, und Šibenik ist spätestens in den letzten Jahren zu einem der Hotspots an der kroatischen Küste geworden, was die Stadt auch verdient hat.

Was ich vor allem an Šibenik mag, ist die Tatsache, dass man die Vergangenheit der Stadt irgendwie auch noch spüren kann. Die Leute, die dort leben, sind noch ziemlich authentisch und kommen nicht aus allen Ecken des Landes, um dort als Saisonkräfte zu arbeiten. Šibenik ist eine lebendige Stadt, immer noch ein bisschen im Wandel begriffen und muss sich in den nächsten Jahren vermutlich entscheiden, wo es hin möchte und ob es sich den weiter kontinuierlich ansteigenden Touristenzahlen opfert und dem großen Geld nachgibt oder ob sie den Gang auf Messers Schneide schafft und weiterhin die hübsche und authentische Stadt bleibt, die sie gerade im Moment noch ist. Hoffen wir’s!

Geschichte

Obwohl die Gegend um Šibenik bereits seit langer Zeit von Menschen bewohnt wurde, wurde die eigentliche Siedlung erst im Jahr 1066 erstmals erwähnt. Damals entwickelte sich unterhalb der St. Michaels-Festung eine erste Ansiedlung. Anders als viele der anderen Städte an der griechischen Küste blickt Šibenik dabei nicht auf eine antike Geschichte zurück und wurde nicht von griechischen, illyrischen oder römischen Siedlern gegründet, sondern von einem kroatischen König – namentlich von König Petar Krešimir IV. Auch heute wird die Stadt im Kroatischen häufig noch „Krešimirov grad“ genannt. Den Stadtstatus selbst erhielt Šibenik etwa einhundert Jahre später im Jahr 1169.

Wie die meisten anderen Städte in Dalmatien wechselten die Machthaber in den ersten Jahrhunderten häufiger als die Bewohner*innen ihre Unterwäsche. Byzanz, Venedig und Ungarn waren dabei die Big Player jener Zeit.

Kontinuität setzte dann ab dem Jahr 1412 ein. Nach einer dreijährigen Widerstandsphase ging Šibenik für die nächsten fast vier Jahrhunderte in venezianische Herrschaft über, welche die Stadt als Hauptzollamt und Sitz des Salzhandelsmonopols an der Adria nutzte. Während der Herrschaft der Markusrepublik wurde Šibenik immer mal wieder vom im Hinterland herrschenden Osmanischen Reich bedroht, wodurch Venedig die weiteren drei Festungen rund um die Stadt erbaute, die erfolgreich dazu beitrugen, dass die Stadt niemals aus dieser Richtung eingenommen wurde.

Erst mit dem Ende der venezianischen Republik im Jahr 1797 fiel die Stadt dann an die österreich-ungarische Habsburgermonarchie, die die Macht bis zum Ersten Weltkrieg in dieser Region beibehalten sollte. Schlagzeilen machte Šibenik, als die Stadt 1895 durch das von Nikola Tesla geplante Wasserkraftwerk am Skradinski Buk (heute im Krka-Nationalpark) die erste Stadt der Welt wurde, die eine mit Wechselstrom betriebene Straßenbeleuchtung erhielt.

Postkarte aus Sibenik, 1907

Mit dem Ersten Weltkrieg begann dann abermals eine Zeit der Unbeständigkeit und wechselnder Herrschaft. Zunächst war es Italien, welches die Stadt über drei Jahre besetzt hielt. Dann wurde sie zwischen den Weltkriegen erstmals Teil des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen, später Königreich Jugoslawien genannt. Mitten im Zweiten Weltkrieg besetzte Italien das Land im Jahr 1941 wieder. Nach dessen Kapitulation übernahm die faschistische kroatische Ustascha unter der Aufsicht von Nazi-Deutschland. Das sorgte dafür, dass Šibenik den Zweiten Weltkrieg nicht schadlos überstand und mehrmals das Ziel von alliierten Bombenangriffen wurde. Am 3. November 1944 konnte die Stadt letztendlich von kommunistischen, jugoslawischen Partisanen befreit werden.

Die Ära unter Tito war wiederum eine Zeit des Wandels und auch des Aufbruchs. Zum einen wurde der Seehafen ausgebaut und zu einem der wichtigsten des Landes, zum anderen wurde die Stadt zu einem der bedeutendsten Industriestandorte. Allen voran die Aluminium- und Metallindustrie trug ihren Teil zu einem großen Wachstum der Stadt bei, die zeitweise fast 60.000 Einwohner hatte (heute sind es noch etwa 43.000).

Vom Krieg um die Unabhängigkeit Kroatiens blieb auch Šibenik nicht verschont. Vor allem die Zeit vom 16.09. bis 22.09.1991 waren bittere Tage und gingen unter dem Namen „Battle of Šibenik“ oder auch „September-Krieg“ in die Geschichte ein. Bei den Kämpfen kamen damals drei kroatische Soldaten und sieben Zivilisten ums Leben, mehr als hundert wurden verletzt. Die jugoslawische Armee bombardierte Šibenik und verursachte Schäden an zahlreichen Bauwerken, darunter der Kathedrale des Heiligen Jakob, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Die New York Times beurteilte das Bombardement als Teil eines kalkulierten Angriffs auf das Erbe Kroatiens. Der Artilleriebeschuss der Stadt wurde in den folgenden 100 Tagen fortgesetzt.

1995 endete dieser fürchterliche europäische Krieg schließlich, und Šibenik wurde in den neu geschaffenen Staat Kroatien eingegliedert. Die Kriegswunden konnten schnell beseitigt werden, im Gegensatz dazu konnte ein Großteil der Industrie in der Stadt aber nicht gerettet werden. Wiederum musste sich die Stadt auf einen großen Wandel einstellen, dem Šibenik wieder einmal sehr erfolgreich begegnen konnte. Der Tourismus hielt nun Einzug und ist nun ohne jeden Zweifel die Haupteinnahmequelle der Stadt.

Highlights

Ein Rundgang durch die Altstadt

Die meisten Sehenswürdigkeiten liegen, wie es so üblich ist, direkt in der Altstadt, wobei zwei der drei Festungen auf dem umliegenden Berg hinter der Stadt gebaut wurden. Die Nikolaus-Festung liegt am Eingang der Bucht und des St. Anton-Kanals und gehört mit der St. Jakobs-Kathedrale zum UNESCO-Weltkulturerbe. Ich werde die einzelnen Sehenswürdigkeiten nach Möglichkeit ein wenig geografisch organisieren, sodass ihr diese in einzelnen Etappen gut nacheinander ablaufen könnt. Standesgemäß beginne ich daher in der Altstadt mit der…

(1) St. Jakobs-Kathedrale

Ein UNESCO-Weltkulturerbe, das wohl das Highlight der Altstadt darstellt. Die Kirche wurde im 15. und 16. Jahrhundert erbaut, wobei es eine Besonderheit darstellt, dass diese komplett aus Stein errichtet wurde. Zwei bekannte Baumeister zeichnen sich dafür aus, namentlich Juraj Dalmatinac und sein Nachfolger Nikola Firentinac.

Juraj Dalmatinac war ein herausragender kroatischer Architekt und Bildhauer des 15. Jahrhunderts. Er schuf bedeutende Werke wie die Kuppel dieser Kathedrale und auch den Uhrenturm in Zadar. Sein Erbe prägt die kroatische Architektur bis heute. Nikola Firentinac, auf Italienisch bekannt als Niccolò di Giovanni Fiorentino, war ein bedeutender italo-kroatischer Bildhauer des 15. Jahrhunderts, dessen Werke sich durch ihre Detailgenauigkeit und ihre Ausdruckskraft auszeichnen. Firentinac hinterließ ein beeindruckendes Erbe in Form von Skulpturen und Reliefs, die in verschiedenen Kirchen und Gebäuden, vor allem in Venedig und Dalmatien, zu finden sind.

Die gesamte Kirche zeichnet sich durch ihre unglaublichen Statuen an der Fassade aus, die bemerkenswert detailliert und kunstvoll gestaltet sind. Sie repräsentieren biblische Figuren, Heilige und Engel und auch 71 Köpfe, die mehr oder weniger aus dem Mauerwerk herausgucken und zu einem Wahrzeichen von Šibenik geworden sind. Wissenschaftler*innen streiten sich immer noch darum, wen die einzelnen Statuen denn überhaupt darstellen sollen. Es ist möglich, dass dies einfach Bekanntschaften aus der Šibeniker Gesellschaft sind, die Juraj Dalmatinac in seiner Zeit dort geschlossen hat. Gesichert, wen die Figur darstellen soll, herrscht allerdings bei der Statue des Heiligen Jakobus, dem Schutzpatron der Kathedrale, deren Kopf ebenfalls von Juraj Dalmatinac selbst geschaffen wurde.

Die Statuen zeichnen sich durch ihre realistische Darstellung von Körpern, Gesichtern und Gewändern aus. Jede Statue wurde mit großer Sorgfalt und Präzision gemeißelt, wobei auf feinste Details wie Faltenwürfe und Ausdruck geachtet wurde, wodurch sie auch zu wichtigen Zeugnissen der kroatischen Renaissancearchitektur und natürlich zu einem Monument für die ganze Menschheit wurden, was sich am verliehenen UNESCO-Weltkulturerbetitel ablesen lässt.

Auch im Inneren lohnt sich ein Besuch, und auch dort solltet ihr euch gut Zeit lassen, um auf die vielen kleinen, unglaublichen Details zu achten, die dort überall zu finden sind. Sehenswert sind vor allem die Altäre und die Taufkapelle.

Die Kirche diente übrigens auch als Drehort für Game of Thrones und wurde dabei als Kulisse für Szenen in der freien Stadt Braavos genutzt.

Der Eintritt kostet im Jahr 2023 mittlerweile 5 €. Vor drei Jahren waren es übrigens noch 3 €. Schade, dass Kroatien anscheinend jährlich den Preis um ca. 20 % erhöht. Aber es scheint ja zu funktionieren…

(2) Civitas Sacra Interpretation Centre

Wenn ihr die Kathedrale besucht habt, solltet ihr in jedem Fall danach auch noch das Civitas Sacra Interpretation Centre besuchen, das einem in einer interaktiven Ausstellung so einige interessante Geschichten über den Bau und die Geschichte der Kathedrale erzählt. Sehr interessant!

Tipp: Die Šibenik-Card

Wenn ihr ein paar Tage länger in Šibenik seid und die Stadt wirklich kennenlernen möchtet, sei euch auf jeden Fall die Šibenik-Card ans Herz gelegt. Obwohl ich mir nicht 100%ig sicher bin, ob diese im Jahr 2023 überhaupt wieder angeboten wird (die Webseite der Tourismusorganisation ist gerade nicht sehr hilfreich und unaktuell), geh’ ich einfach mal davon aus, dass es so sein wird. Sobald ihr die Stadt besucht habt, schreibt mir doch bitte schnell in einem Kommentar, wie der Stand der Dinge in diesem Jahr ist.

Im Jahr 2022 konnte man die Karte zumindest noch für 165 Kn (ca. 21 €) oder 390 Kn (ca. 50 €) als Familienkarte kaufen und bekam damit freien Eintritt bei einigen Sehenswürdigkeiten und meistens 20 % Rabatt bei ausgewählten Restaurants, Cafés, der St. Nikola-Festung und auch dem Krka-Nationalpark, sodass sich die Karte damit auf jeden Fall gelohnt hat.

Bisher waren die folgenden Sehenswürdigkeiten mit der Card immer umsonst:

St. Jakobs-Kathedrale
Šibenik City Museum
Aquarium & Terrarium Šibenik
Civitas Sacra Museum
St. Michaels-Festung
Barone-Festung
Circle Boat Line

Viel Spaß!

(3) Altes Rathaus

Das alte Rathaus steht genau gegenüber der Kathedrale am schönsten Platz der Stadt. Das ursprüngliche Rathaus wurde eigentlich etwa zeitgleich mit der Kathedrale erbaut, allerdings wurde es in den Luftangriffen im Zweiten Weltkrieg größtenteils zerstört und später wieder aufgebaut. Die von Arkaden begrenzte Loggia lädt heute zum Verweilen im dort ansässigen Café ein, von wo aus man gut dem Trubel auf dem Platz zuschauen kann. Das Rathaus selbst kann nicht betreten werden, allerdings kann man links und rechts kleine Treppen hinaufgehen, die einen direkt in die kleinen Gassen der Altstadt entführen.

(4) Šibenik City Museum

Ein sehr schönes und informatives Museum der Stadt Šibenik und ihrer langen Geschichte. Die Renovierung hat insgesamt 22 Jahre gedauert und was lange währt, wird bekanntlich meistens gut. Zuhause ist das Museum im alten venezianischen Rektorenpalast, den man vom Portikus der Kathedrale aus über eine kleine Gasse erreicht. Ein Hauptaugenmerk liegt auf den Kunstwerken der Altstadt und deren Schöpfern, allerdings werden auch viele andere Funde und Antiquitäten aus vergangener Zeit gezeigt, wobei die Ausstellung in vier Abschnitte geteilt ist, die die Vorzeit, die Antike, die Spätantike sowie das Mittelalter behandeln. Mit der Šibenik Card ist der Eintritt umsonst, sodass man ruhig mal reinschauen sollte; ansonsten kostete der Eintritt 2022 30 Kn.

Credit: TimeTravelRome, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

(5) Aquarium & Terrarium

Ob man sich das geben möchte, bleibt wohl jedem selber überlassen. Ich persönlich habe darauf verzichtet, da ich mir Fische lieber beim Schnorcheln oder Tauchen im Meer anschaue. Berichten zufolge sollen die Becken auch nicht sonderlich groß sein, sodass eine artgerechte Haltung dort wohl nicht gegeben ist, falls das in Terrarien überhaupt möglich ist. Wer es trotzdem sehen möchte: Es gibt Krokodile, Schlangen, Schildkröten, Echsen, Spinnen und Fische zu sehen; auch ist es wohl möglich, mit den Schlangen Fotos zu machen. Der Eintritt kostete 2022 50 Kn, was jetzt wohl bei 7-8 Euro liegen wird.

(6) St. Francis Kirche & Kloster

Kleine, aber sehenswerte Kirche mit angeschlossenem Franziskanerkloster. Beachtet auf jeden Fall die Decke und die Seitenaltäre der Kirche. Im Kloster selbst gibt es ein kleines Museum, das einige alte und wertvolle Bücher beheimatet. Der Eintritt in die Kirche und ins Kloster ist kostenlos, allerdings kann es gut sein, dass es verschlossen ist.

(7) Kroatisches Nationaltheater

Sehr schönes, traditionsreiches Theater mit drei Rängen und einer fantastischen Decke. Hier finden nicht nur klassische Theaterstücke statt, sondern auch Poetry Slams, Festivals und sogar Stand-Up-Comedy sowie politische Kulturabende. Leider ist das allermeiste auf Kroatisch, aber es lohnt sich sicherlich, mal ins Programm zu schauen, ob es nicht gerade auch zufällig Veranstaltungen auf Englisch gibt.
Homepage

(8) Church of the Assumption (Uspeni Bogomatere Kirche)

Schöne serbisch-orthodoxe Kirche mitten in der Altstadt. Wer die doch recht konfliktbehaftete Beziehung zwischen Kroatien und Serbien bedenkt, sollte allein die Existenz dieser Kirche hier recht besonders finden. Wer eventuell noch keine orthodoxe Kirche besucht hat, sollte hier auf jeden Fall mal reinschauen. Der Eintritt ist frei (Spende erwünscht!) und im Inneren erwarten einen eine schöne Ikonostase und die für orthodoxe Kirchen üblichen, mit Heiligenbildern bemalten Wände.

(9) Laurentiuskloster und -garten

Der kleine Garten des Klosters ist für Besucher offen und eine kleine Oase in der engen Altstadt.
Der Garten wurde 2007 für Besuchende geöffnet und soll einen möglichst authentischen Eindruck davon geben, wie ein mittelalterlicher Klostergarten wohl ausgesehen hat. Die vielen verschiedenen Pflanzen und Kräuter aus dem Mittelmeerraum, die man hier findet, haben dabei auch meistens einen sehr praktischen Nutzen, sei es in der Küche oder als Medizin.

Heute betreibt man hier zusätzlich auch einen Souvenirshop und ein Café, dem der Garten offiziell angeschlossen ist, sodass man unter Umständen auch darauf hingewiesen wird, dass der Garten nur als Gast des Cafés betreten und besichtigt werden kann. Also plant vielleicht eine kleine Kaffeepause hier mit ein, es gibt sicherlich schlechtere Orte dafür. Sonst ist der Eintritt frei.

Credit: Croq, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

(10) St. Michael-Festung

Seit fast 1000 Jahren thront diese mittelalterliche Festung auf einem steilen Hügel über der Šibeniker Altstadt. Es war vermutlich hier, wo der kroatische König Krešimir im Jahr 1066 eine Urkunde unterschrieb und dabei die Existenz Šibeniks das erste Mal verifizierte. Durch verschiedene archäologische Funde ist jedoch belegt, dass der Festungshügel mindestens seit der Eisenzeit zumindest zeitweise von Menschen besiedelt war. Den Namen erhielt die Festung durch den Heiligen St. Michael, der Schutzpatron der Stadt Šibenik ist und dem zu Ehren die Stadt jedes Jahr am Namenstag den „Šibenik City Day“ feiert.

In den vergangenen Jahrhunderten wurde die Festung (natürlich) mehrfach zerstört und wieder aufgebaut, wobei die Grundstruktur heute aus der venezianischen Zeit, also aus dem 15. und 16. Jahrhundert stammt. Die Festung besteht aus mehreren Elementen: einer Burg/Zitadelle, den nördlichen und südlichen Vorwällen, einer unteren westlichen Plattform (Platz der Waffen) und den doppelten Mauern, die zum Meer hinabführen und als Rückzugsort oder zur Versorgung der Soldaten genutzt wurden. Die Festung war Teil einer militärischen Verteidigungsanlage, die auch die Barone- und die St. Johannes-Festung oberhalb der Stadt sowie die dem St. Anton-Kanal vorgelagerte St. Nikolaus-Festung umfasste, die allesamt in venezianischer Zeit errichtet wurden. In den Jahren 1663 und 1752 wurde die Festung durch Schießpulverexplosionen zweimal schwer beschädigt und beide Male nicht mehr in vollem Umfang wieder aufgebaut.

Blick von der Barone Festung über die Stadt und auf die St. Michaels-Festung

Heute strahlt die Festung in neuem Glanz, den es womöglich seit Jahrhunderten nicht mehr gab, und wurde wieder zu einem ehrwürdigen Wahrzeichen der Stadt. Mit einer Förderung der Europäischen Union wurde die Festung bis ins Jahr 2014 hinein aufwändig und liebevoll restauriert und zu einer Open-Air-Sommerbühne umgebaut, in deren Funktion die Festung bis zu 1077 Zusehenden exklusive Konzerte und Opern im Sommer anbietet, wodurch sich Šibenik zu einer der Top-Konzert-Destinationen an der Adria entwickelte.

Für Touristen gibt es innerhalb der Festung einen 3D-animierten Film, der einen zurück ins Mittelalter versetzen und einen Angriff auf die Festung miterleben lässt. Zusätzlich gibt es noch einige Infotafeln, die mehr über die Festung verraten. Direkt neben der Festung befindet sich ein alter Friedhof, der ebenfalls einen Besuch wert ist. Allgemein würde ich euch empfehlen, möglichst spät am Nachmittag zu kommen (an Tagen, an denen keine Veranstaltungen stattfinden), um den Sonnenuntergang über der Stadt und den St. Anton-Kanal von dort mitzuerleben. Das Erlebnis werdet ihr zwar nicht für euch alleine haben, aber die Aussicht entschädigt für die vielen Menschen.

Der Eintritt in die Festung beträgt für Erwachsene 10€, für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre 6,50€ und ein Ticket für die ganze Familie gibt es für 23€. Ein besserer Deal ist allerdings das Kombi-Ticket, das euch für 11,50/7,50/25,00€ auch den Zutritt in die anderen beiden Festungen über der Stadt gewährt.

Für Events, die in dieser und der Barone-Festung stattfinden, schaut auf dieser Homepage nach. Dort könnt ihr auch Tickets kaufen. 

(11) Barone Festung

650m und etwa 60 Höhenmeter liegen zwischen der St. Michael-Festung und der Barone-Festung, die ihr in 15 Minuten gut zu Fuß erreichen könnt. Die Festung wurde im Jahr 1646 vom deutschen Baron Christoph Martin von Degenfeld erbaut, nach welchem diese auch benannt wurde. Bereits 1647 musste die Festung ihre erste Feuertaufe überstehen, als Šibenik von den Osmanen angegriffen wurde, die Attacke aber abwehren konnte. Heute kann man auch diesen Angriff mithilfe von Virtueller Realität in der Festung noch einmal nacherleben.

In der Barone-Festung befindet sich heute ein schönes Café, von dem man einen atemberaubenden Ausblick auf die Stadt und das Meer hat. Perfekt für einen Sundowner. Auch auf der Barone-Festung finden im Sommer einige Veranstaltungen und Konzerte statt. Eintritt: Kauft das Kombi-Ticket (siehe St. Michaels-Festung)!

Auf der Barone Festung

(12) St. Johannes-Festung

Die letzte und größte der drei Stadtfestungen im Bunde war die letzte Festung, die errichtet wurde. Das geschah nahezu zur gleichen Zeit wie die Errichtung der Barone-Festung, allerdings unter großem Zeitdruck, da jederzeit ein Angriff der Osmanen gefürchtet wurde. So kam es, dass die Festung in absolut rekordverdächtigen 58 Tagen errichtet wurde. Wie das möglich ist, keine Ahnung, aber heute würde das sicher nicht mehr hinhauen.

Die Tanaja, wie die Festung von den „Šibenčani“ genannt wird, liegt von den drei Festungen am höchsten, ist aber nur ein paar Minuten zu Fuß von der Barone-Festung entfernt. Auch in dieser Festung gibt es ein Café und sogar einen Souvenirshop. Seit der jahrelangen Renovierung und der Wiedereröffnung 2022 wurde unter der Festung auch ein Tunnel freigelegt, der im Zweiten Weltkrieg als Bunker angelegt wurde und heute besichtigt werden kann. Seitdem steht auf der Festung auch ein kleiner Bildungscampus, der von Firmen oder Schulklassen angemietet wird und wo man gruppenweise auch übernachten kann. Dadurch hat die Festung aber leider auch ein wenig von ihrem Flair verloren, den sie vor ein paar Jahren noch hatte, als hier sogar einige Szenen für Game of Thrones gedreht wurden. Trotzdem ist die Festung natürlich einen Besuch wert, allen voran mal wieder für den phänomenalen Ausblick.
Kauft das Kombi-Ticket (siehe St. Michaels-Festung)!

(13) St. Nikolaus-Festung

Schiff ahoi, Matrosen und Matrosinnen! Nun verlassen wir die Šibeniker Altstadt und setzen über zur St. Nikolaus-Festung, die sich an der Einfahrt in den St. Anton-Kanal in der Adria befindet. Diese Festung ist mehr oder weniger nur per Boot erreichbar (mehr Details dazu unten im Artikel) und für mich die eindrücklichste der vier Šibeniker Festungen. Sie wurde 2017 als Teil der venezianischen Befestigungsanlagen aus dem 15. und 16. Jahrhundert als UNESCO-Weltkulturerbe eingetragen, womit Šibenik zu einer der wenigen Städte der Welt wurde, die gleich über zwei Weltkulturerbestätten verfügt.

Mit dem Bau der Festung wurde zu Beginn des 16. Jahrhunderts auf dem kleinen Inselchen Ljuljevac begonnen, auf dem sich zuvor ein Benediktinerkloster mit dem Namen St. Nikolaus befand, woher die Festung auch ihren Namen erhielt. Architekt der Insel war der Venezianer Gian Girolamo Sanmicheli, der den Bau im Jahr 1540 fertigstellte und zur Abwehr der immer weiter zunehmenden Angriffe des Osmanischen Reichs dienen sollte.

Im Gegensatz zu anderen Festungen aus dieser Zeit besitzt die St. Nikolaus-Festung einen dreieckigen Grundriss, der dem Zweck der Festung und den natürlichen Gegebenheiten der Insel zu verdanken ist. An der Nordspitze befindet sich ein halbkreisförmiges Rondell, während sich an der Südspitze zwei Bastionen befinden. Der Platz zwischen den Bastionen wird durch eine hohe Fassade verschlossen und bildet so eine dem Festland zugewandte Zange. Alle Teile der Festung sind durch zwei Innengeschosse verbunden, die über Rampen zugänglich sind. Auf der Spitze der Festung befindet sich eine großzügige Terrasse. Der dem Meer zugewandte Haupteingang verfügt über ein repräsentatives Renaissanceportal – das wertvollste architektonische Detail der Festung. Die St.-Nikolaus-Festung wurde als solides und sicheres Gebäude mit den Merkmalen einer Festung aus dem 16. Jahrhundert entworfen, wobei ihre Architektur den damaligen Trends beim Bau militärischer Einrichtungen folgte. Der Zangenbau zwischen den Demibastionen auf der Südseite der Festung ist nur eine von mehreren noch nie dagewesenen Lösungen in der europäischen Festungsarchitektur, worin auch der besondere Wert der Festung liegt.

Um zur Festung zu gelangen, gibt es heute offiziell nur noch eine Möglichkeit, nämlich mit dem Boot aus Šibenik. Das ist unglaublich schade, da sich am Kanal gegenüber der Insel noch ein paar weitere Sehenswürdigkeiten befinden und man das sonst gut miteinander verbinden könnte. Ich verstehe es leider nicht ganz, dass es nicht mehr möglich ist, z.B. auf eigene Faust in Šibenik ein Kajak zu mieten und mit diesem dorthin zu fahren. Macht man dies, wird man von den Sicherheitskräften ziemlich harsch darauf hingewiesen, dass das Betreten der Festung nur erlaubt ist, wenn man mit dem offiziellen Boot gekommen ist.

Bis zum Jahr 2022 gab es auch noch die Möglichkeit, direkt vom gegenüberliegenden Festland aus mit einem kleinen Boot zur Insel hinüberzusetzen und sich die Festung anzuschauen. Dies wurde aber wohl mittlerweile auch eingestellt bzw. verboten, was wirklich schade ist, da man dies wirklich sehr gut mit dem kleinen Wanderweg am St. Anton-Kanal miteinander hätte verbinden können. Falls das aber doch noch möglich ist und ich hier falsch liege, lasst es mich bitte wissen, dann passe ich den Artikel an.

Okay, eine Möglichkeit habe ich aber trotzdem noch gesehen, um zur Festung zu gelangen: In der Nebensaison (wenn aus Šibenik eh keine Boote zur Festung fahren) oder nachdem das letzte Boot am frühen Abend abgelegt hat, habe ich schon gesehen, dass einzelne Touristen einfach vom Festland zur Insel rübergewatet sind. Ich vermute sehr stark, dass diese Möglichkeit tidenabhängig ist und würde diese Möglichkeit nicht unbedingt empfehlen (und wenn ihr es doch macht, dann am besten ohne Kamera oder Handy, mit sehr kurzen Hosen und Wasserschuhen). Die Personen, die ich dabei beobachtet habe, standen in etwa bis zum Oberschenkel im Wasser. Es gibt allerdings wohl auch Zeiten, in denen ein komplett trockener Übergang über einen kleinen Damm im Wasser möglich ist, wie Fotos bei Google Maps beweisen, wo sogar ein Weg zur Festung eingezeichnet ist.

Der offizielle Weg führt allerdings, wie gesagt, mit dem Boot aus Šibenik zur Festung. Der Ableger (13a) befindet sich am Krka Pier direkt an der Šibeniker Promenade. Die Überfahrt dauert ca. 30 Minuten und führt durch den schönen St. Anton-Kanal. Dann hat man etwa 50 Minuten, um sich die Festung anzuschauen (Tip: Nutzt den deutschen Audio-Guide!), bevor es wieder die 30 Minuten zurück nach Šibenik geht. Plant für die ganze Sache zwei Stunden ein. Pro Bootsfahrt gibt es 94 Plätze, und die werden in der Hauptsaison auch ausverkauft sein, also lohnt sich eine Buchung zur Wunschzeit ein paar Tage vorher. Der Preis für Erwachsene beträgt 21€, buchen kann man das Ganze ganz einfach online auf dieser Webseite

(14) Spaziergang am Sveti Anton-Kanal

Wenn ihr mit dem eigenen Auto unterwegs seid, kann ich euch diesen Spaziergang am Sveti Anton-Kanal entlang nur ans Herz legen. Ihr kommt durch ein Naturschutzgebiet, und entlang des Weges sind einige Infotafeln aufgestellt, die euch über die dort herrschende Flora und Fauna informieren. Am Ende des Weges erklimmt ihr dann zwei Hügel, von denen ihr einen super Ausblick über die ganze Halbinsel und auf Šibenik auf der anderen Seite der Bucht habt.

Wenn ihr vom Parkplatz in die andere Richtung losgeht, kommt ihr über einen Holzsteg auf eine kleine bewaldete Insel, die euch direkt bis zum (theoretischen, erlaubt ist es ja anscheinend nicht mehr) Übergang zur St. Nikolaus-Festung führt. Ob ihr dann rübergehen könnt, möchtet oder dürft: Die Aussicht auf die Festung ist auch von hier gut. Und die Sonnenuntergänge sind es auch.

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Touren

Wenn ihr mit den Sehenswürdigkeiten in der Stadt fertig seid, geht der Spaß erst richtig los. Šibenik liegt inmitten einiger einmaliger National- und Naturparks und einem wunderschönen Meeresarchipel, das aus zig Inseln und Inselchen besteht. Plant lieber ein paar Tage länger in der Gegend ein 😉

Geführter Abendspaziergang durch Šibenik
Wenn die Lichter angehen, wird Šibenik erst richtig schön. Das kann man entweder ganz entspannt in einem der vielen Restaurants und Cafés beobachten oder sich die schönsten Ecken und die spannendsten Geschichten der Stadt zusammen mit einem erfahrenen und wissensreichen Guide erkunden. Da bleibt sicherlich auch die Kamera nicht ohne Arbeit!
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Mit dem Speedboot durch den Krka Nationalpark
Der Krka-Nationalpark ist einer der schönsten des Landes und für viele so etwas wie der kleine Bruder des Plitvicer Seen-Nationalparks, den ihr ebenfalls nicht verpassen solltet (mehr dazu hier). Da der Nationalpark im Sommer allerdings, wie das ganze Land, sehr voll sein kann, würde ich euch diese Tour hier empfehlen, bei der ihr den Massen zumindest zeitweise auf einem Speedboot entfliehen könnt und den Nationalpark in einer kleinen Gruppe ansteuert. Wenn ihr dort angekommen seid, könnt ihr dann entweder die Gegend rund um den Skradinski Buk auf eigene Faust erkunden oder mit einem weiteren Boot durch den Park tuckern, bevor euch das Speedboot wieder zurück nach Šibenik bringt. Beste Art, den Nationalpark kennenzulernen, würde ich sagen.
Mehr zum Nationalpark erfahrt ihr übrigens hier in unserem Guide.
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Bootstour durch den Kornati Nationalpark

Der Kornati-Nationalpark ist ein echtes Juwel unter den maritimen Sehenswürdigkeiten Kroatiens und praktischerweise von Šibenik direkt um die Ecke. Wenn ihr schon mal dort seid, solltet ihr eine Schnellboottour durch den Park auf jeden Fall auch nicht verpassen.

Zunächst geht’s mit dem Schnellboot durch den St. Anton-Kanal und vorbei an der St. Nikolaus-Festung und der Insel Bavljenac, bevor ihr nach einer Stunde durch das türkisblaue Wasser der Adria den Nationalpark erreicht. Der Teil des Nationalparks, den ihr erkunden werdet, ist berühmt für seine steilen Felswände, die plötzlich aus dem Meer auftauchen. Der erste Stopp wird dann auf der Insel Mana sein, wo ihr schwimmen, schnorcheln oder von den Klippen ins Meer springen könnt. Danach fahrt ihr zur Lagune von Lojena, wo wiederum schnorcheln auf dem Programm steht. Die Mittagspause verbringt ihr in einer Konoba auf der kleinen Insel Levrnaka, bevor ihr, quasi schon fast auf dem Rückweg, noch den inneren Teil der Kornaten erkundet, wie z.B. die Tarac-Festung. Der letzte Stopp ist Prvić Luka, wo ihr den Trip bei einem Bier gemütlich ausklingen lasst, bevor ihr wieder nach Šibenik gebracht werdet.

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(16-24) Unterkunft

Der Strukturwandel in Šibenik hat nicht nur viele Menschen dazu veranlasst, aus der Stadt wegzuziehen, sondern auch zu einem regelrechten Boom in der Transformation von Wohnhäusern in Ferienwohnungen und Apartments geführt. Dadurch wirkt die Stadt im Winter, wenn die Touristen ausbleiben, manchmal schon etwas leer. Die Stadt muss ein wenig aufpassen, dass sich dieser Zustand in den kommenden Jahren nicht weiter verstärkt und hier bald keine Dubrovniker Verhältnisse herrschen. Das erklärt auch, warum die meisten Menschen, die in Šibenik übernachten, nicht in großen Hotels oder Ferienanlagen unterkommen, sondern in kleinen, meist sehr schönen und gemütlichen Wohnungen. Zusätzlich gibt es insgesamt sechs Hostels in der Stadt, sodass auch für Backpacker gesorgt ist.

Budget

(16) Hostel Sv. Lovre
Dieses kleine Hostel befindet sich direkt in den engen Gassen der Altstadt, grob zwischen der Kathedrale und der St. Michaels-Festung. Die Stimmung dort ist sehr entspannt, was vor allem vielleicht an der großartigen Dachterrasse liegt, von der man nicht nur eine grandiose Aussicht auf den Sonnenuntergang, sondern auch über die ganze Altstadt hat. In den Dorms bekommt man ein eigenes Schließfach, die Küche ist gut ausgestattet und es gibt einige Zweibett- und Doppelzimmer. Sehr gutes Gesamtpaket also!
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(17) Hostel Globo
Direkt gegenüber vom Busbahnhof, sehr nah am Bahnhof und dem Hafen gelegen, wäre dies die logische erste Anlaufstelle für Menschen, die mit dem Rucksack und öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sind. Im Hostel gibt es eine kleine Bar, sodass es einfach ist, weitere Reisende kennenzulernen. Die Einrichtung der Zimmer ist sehr modern und zweckmäßig ausgestattet, die geteilte Küche und die Badezimmer sind super sauber. Ein kleines Frühstücksbuffet ist im Preis inbegriffen. Durch die Nähe zum Busbahnhof können von draußen mal Geräusche reinkommen, aber das ist aushaltbar, würde ich sagen.
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(18) Mirco Rooms
Wie es der Name schon sagt, bekommt man hier kleine, aber mit eigenem Badezimmer ausgestattete Zimmer zum kleinen Preis. Wer nicht viel Platz braucht, ist hier an der richtigen Stelle. Die Zimmer haben auf jeden Fall Charme und sind sehr gemütlich. Zusätzlich könnte die Lage nicht besser sein. Wenn man ankommt, checkt man sich eigenständig ein, sodass man eventuell gar keinen Kontakt zu den Betreibenden hat, wobei diese aber schnell zur Stelle sind, falls es doch ein Problem gibt, und die Kommunikation über Handy mit ihnen sehr gut funktioniert.
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Mittelklasse

(19) Apartmani Sekoko
Beide der zu vermietenden Apartments sind in einem wirklich urigen und alten Haus untergebracht und haben dadurch ein ganz besonderes, cooles Altstadt-Feeling. Man fühlt sich ein wenig wie in alten Kellergewölben einer mittelalterlichen Burg (und ja, das mein ich positiv!). Der Gemütlichkeitsfaktor ist also hoch, was den fehlenden Balkon wieder wettmacht. Vom Fenster aus hat man dafür aber einen schönen Ausblick aufs Meer. Es gibt ein größeres Apartment, das gut für Familien geeignet ist, und ein kleineres, das perfekt für zwei Personen ist.
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(20) Apartments Vica
Jadranka und Josip sind sehr nette und herzliche Hosts, die absolut bemüht sind, dass sich ihre Gäste bei ihnen sehr wohlfühlen und einen schönen Aufenthalt haben. Das Haus steht ein wenig außerhalb der Altstadt und verfügt insgesamt über vier verschiedene Apartments, die allesamt sehr gut ausgestattet, hell und modern sind und trotzdem gemütlich. Über eine Treppe kann man direkt zu einer kleinen Badestelle runtergehen, und bis in die Altstadt sind es etwa 10 Minuten.
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(21) Xboutique Residence Marinac
In diesem stylischen kleinen Apartmenthaus kann man zwischen Doppelzimmern, zwei Studios und einem Erdgeschoss-Apartment wählen, die alle gleichermaßen hochmodern und sehr geschmackvoll eingerichtet sind. Die Lage mitten in der Altstadt ist nichts für Leute, die mit dem Auto anreisen, aber ansonsten wird man hier die Aussicht vom Balkon genießen. Der Vermieter versorgt einen aber gerne mit Tipps für günstige Parkplätze, gute Bars und Restaurants und die Top-Sehenswürdigkeiten (aber die kennt ihr ja alle schon durch diese Seite 😉 )
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Luxus

(22) Armerun Heritage Hotel
Das Armerun bietet euch einen Luxusaufenthalt unten an der Promenade, nicht weit von der Kathedrale entfernt. Es gibt leider keinen Pool oder Spa, aber das macht die Lage und das Meer wieder wett. Die Zimmer in diesem alten Gebäude sind sehr liebevoll restauriert und bieten alles, was man braucht. Das À-la-carte-Frühstück ist im Preis inbegriffen und verdient Bestnoten.
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(23) Bellevue Superior City Hotel
Auch dieses Hotel liegt direkt am Wasser und nur einen Steinwurf von der Altstadt entfernt. Im Hotel gibt es ein Mini-Gym, einen Spa- und Wellness-Bereich, einen kleinen Pool und Jacuzzis in den meisten Zimmern. Der Service wird als sehr nett und freundlich beschrieben. Womit die Kunden allerdings nicht immer zufrieden sind, ist die Tatsache, dass die Parkplätze am Hotel noch einmal 15 € extra pro Tag kosten. Besser ist da wohl das kostenlose Frühstücksbuffet.
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Credit: Bellevue Superior City Hotel

(24) King Kresimir Heritage Hotel
Mit nur sieben Zimmern könnte dieses Hotel das vielleicht beste kleine Hotel in ganz Kroatien sein. Zumindest hat es den Award im Jahr 2018 gewonnen. Direkt in der Altstadt gelegen, in einem alten Wohnhaus einer noblen Stadtfamilie aus dem 19. Jahrhundert, wird Luxus mit Geschichte kombiniert, sodass der Gast sich fühlen soll wie ein alter kroatischer König oder eine Königin. Mit im Hotel befindet sich auch ein kleines À-la-carte-Restaurant, das authentische lokale Küche zubereitet und das man am besten auf der hoteleigenen Terrasse einnimmt.
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(25-29) Gastronomie

(25) Fry Guy | Fast Food, Meeresspezialitäten
Lasst euch von dem Namen nicht abschrecken. Was für mich irgendwie klingt wie eine neue US-amerikanische Burgerkette, ist in Wirklichkeit ein kleines schnuckeliges Restaurant mit guter Speisekarte und leckerem, günstigem Essen. Ein bisschen Fast Food gibt es auch, aber die Signature Dishes sind zweifellos die Speisen aus dem Meer, wie z. B. die Calamari-Pommes.

(26) Buffet Simun | Kroatisch
Nicht, wie es der Name vermuten lässt, ein Buffet-Restaurant, sondern ein richtig gutes kroatisches Restaurant, wo es Hausmannskost zu nicht-touristischen Preisen gibt. Dafür lohnt sich der etwa 500 m lange Weg aus der Altstadt heraus auf jeden Fall. Das Simun ist vor allem bei Einheimischen beliebt, was natürlich immer ein gutes Zeichen ist. Merkwürdigerweise ist das Restaurant vor allem für das Mittagessen beliebt und hat am Sonntag Ruhetag. Auf Nachfrage gibt es auch vegetarische Sachen. Absolute und wärmste Empfehlung von mir!

(27) Do Ručak | Vegan
„Dorucak“ heißt eigentlich „Frühstück“ auf Kroatisch, wobei „Do Ručak“ ganz genau genommen so viel heißt wie „bis zum Mittagessen“. Ručak bedeutet Mittagessen. Das macht auch irgendwie Sinn, da das Restaurant täglich außer am Wochenende nur von 09:00–16:00 Uhr geöffnet hat. Ich empfehle also ein spätes Frühstück irgendwann am frühen Nachmittag. Der Besitzer ist sehr freundlich, die Speisekarte kann auf dem Aufsteller vor dem Restaurant entnommen werden. Auf dieser stehen meist ein paar Klassiker wie Falafel oder Burger und dann noch ein umfangreiches Tagesmenü, welches täglich wechselt und fünf oder sechs verschiedene Gerichte umfasst. Ist nicht so teuer hier. Sehr gut!

(28) Konoba Nostalgija | Kroatisch, Gehoben
Das Nostalgija versucht sich sehr erfolgreich an der Haute Cuisine in Šibenik. Auf der angenehm kleinen Auswahl in der Speisekarte stehen vor allem Gerichte, die mit lokalen Zutaten zubereitet werden. Auch ist immer eine vegetarische Option vorhanden. Die Portionen könnten meines Erachtens etwas größer sein. Wenn man sehr hungrig ist, vielleicht noch zusätzlich eine Vorspeise dazubestellen. Ansonsten stimmt hier alles, vor allem der ausgezeichnete Service und die gut gelaunten Angestellten sind hier hervorzuheben.

(29) Pelegrini | Kroatisch, Gehoben
Das vielleicht beste, wahrscheinlich aber das teuerste Restaurant in Šibenik bietet neu interpretierte klassische kroatische Küche. Das beim Guide Michelin gelistete Restaurant bietet dabei z. B. ein „Tasting Menu“ an, was absolut zu empfehlen ist. Am besten isst man in dem kleinen Innenhof nicht weit von der Kathedrale entfernt.

Credit: Pelegrini Restaurant

Nachtleben

(30) Azimut
Vielleicht ist das meine Lieblingslocation in ganz Dalmatien. Direkt vor der Altstadt gelegen, wird hier während des Tages, vor allem auf der Außenterrasse, sehr gute Pizza und Kaffee serviert. Am Abend wird es dann lebhaft, wenn Künstler*Innen aus allen Genres und Stilen wie Musik, visuelle Kunst oder Literatur auftreten. Im Sommer findet das meistens auf der Open-Air-Bühne statt, im Winter verlagert es sich in die 250 Menschen fassende Konzerthalle/Kunstvenue. Seit der Gründung im Jahr 2013 fanden hier über 1500 Konzerte, Ausstellungen, Buchvorstellungen und Clubnächte statt. Für eine kleine Stadt wie Šibenik ist das Azimut eine echte Kulturperle.
Homepage

(31) Tunel Rat Club
Wer mal wieder eine richtige Nacht durchtanzen möchte und in der Nebensaison in der Stadt ist, wird hier auf seine Kosten kommen. Der Club ist ein wenig edgy und vom Flair her könnte er auch irgendwo in Berlin sein, aber genau das macht den Club aus. Düster, dunkel, laut. Kein Etepetete. Hat, wie gesagt, nur von Oktober bis Juni geöffnet, da in Sommernächten Partys an diesem Ort nicht viel Sinn machen.

(32) Vintage Bar
Hier gibt’s richtig gute Cocktails in einem sehr netten Ambiente. Zusätzlich kann man hier noch auf eine große Gin- und Whiskey-Auswahl zurückgreifen, falls einem das Craft-Beer nicht zusagt 😉 .

(33) Jack Rabbit Slim’s
Vielleicht die beste Bar in Šibenik mit ebenfalls großer Cocktailkarte und einem sehr netten Außenbereich. Für die meisten die erste Anlaufstelle als Wasserloch, was sicherlich der sehr entspannten und freundlichen Atmosphäre geschuldet ist.

(34-35) Kultur

In Šibenik ist einiges los! Von einer Industriestadt wurde die Transformation nicht nur in Richtung Tourismus vollzogen, sondern auch in Richtung Kultur. Einige nennen Šibenik auch „City of Festivals“, was aufgrund der zahlreichen Open-Air-Veranstaltungen im Sommer sicher nicht ganz falsch ist. Die Veranstaltungen in der St.-Michael- und der Barone-Festung sowie im Nationaltheater habe ich bereits unter Highlights erwähnt. Dass der Azimut-Pub ganzjährig ein sehr buntes Programm hat, habt ihr unter Nightlife schon gelesen. Aber es gibt auch noch ein paar ganz spezielle Festivals, um die herum sich ein Besuch in Šibenik ganz besonders lohnt. Dabei ist eigentlich für alle Geschmäcker mal was dabei.

Festivals

Eine ganze Menge an Festivals findet im Sommer am „Martinska“-Gelände (34) direkt gegenüber der Stadt auf der anderen Seite des Kanals statt. Das Gelände zeichnet sich durch einen schönen Strand und ein geschütztes Naturreservat aus, das größtenteils aus schattenspendenden Kiefernwäldern besteht und einen großartigen Ausblick auf Šibenik bietet. Eine schönere Location kann man sich eigentlich nicht vorstellen.

Overground Festival | Elektro | Martinska, 14.–15.07.23
Kleines elektronisches Festival für Freunde und Freundinnen des gepflegten Hedonismus. Das Festival bezeichnet sich selbst als Boutique-Festival, wobei ich nicht interpretieren kann, was das genau bedeuten soll. Naja, wenn ihr in der Nähe seid, geht ruhig hin. Tickets kosten für beide Tage gerade einmal 30€ und können hier bestellt werden. Wenn ich das richtig verstanden habe, ist Campen hier nicht möglich.

SeaSplash Festival | Reggae, Ska, Dub, Rocksteady, Punk | 20.–23.07.23
Das Seasplash-Festival findet in diesem Jahr bereits zum 21. und leider auch zum letzten Mal statt. Geboten wurde in den letzten beiden Jahrzehnten das Beste aus der Welt der reggae-beeinflussten Musik. Am Tag vor dem Festival fand immer eine „Day Zero“-Veranstaltung in der St.-Michael-Festung statt. Schade, dass es dieses Festival im nächsten Jahr nicht mehr geben wird. Aber wer weiß, ob sich dies nicht doch noch mal ändert und falls nicht, welches Festival dann den Platz einnehmen wird. Wer noch einmal eine Rückschau erleben möchte, kann dies auf der Homepage des Festivals machen.

Kanal Fest | Punk | Martinska, 27.–29.07.23
Allgemein gibt es auf dem Balkan nicht viele Punk-Festivals, sodass dieses hier sicherlich eines der Highlights der Szene auf der gesamten Halbinsel darstellt. An drei Tagen spielen dieses Jahr Subhumans, Anti-Nowhere-League und noch einige lokale und in Deutschland vermutlich weniger bekannte Bands. Das Ticket kostet dabei nur 35€ für das ganze Wochenende oder 15€ für ein Ein-Tages-Ticket. Mehr Informationen findet ihr hier. Tickets können hier gekauft werden. 

Membrain Festival | Underground-Bass | Martinska, 03.–06.08.23
Dieses Festival bezeichnet sich in seiner Selbstbeschreibung als Europas herzlichstes Underground-Bass-Treffen, mit einem ausgeprägten Community-Vibe und dem Ziel, Bass-Liebhabende aus ganz Europa zusammenzubringen und die alten Ideale wieder aufleben zu lassen. Das machen die Veranstaltenden seit 2016 wohl ganz erfolgreich, anders ist es wohl nicht zu erklären, dass auch in diesem Jahr wieder über 70 Artists aus ganz Europa und Headliner aus Japan anreisen. Tickets kosten 150€ für das ganze Wochenende, es gibt aber auch Tagestickets. Bestellen könnt ihr diese hier

Rave Island Festival | Elektro | Martinska, 18.–20.08.23
Dieses Festival wird dieses Jahr das erste Mal in Šibenik stattfinden und wird von dem belgischen Elektronik-Kollektiv „RaveAlert“ organisiert, das in den letzten 15 Jahren bereits zahlreiche Festivals in ganz Europa veranstaltet hat. Tickets für das dreitägige Festival, bei dem auch gecampt werden kann, gibt es auf der Homepage.

Vodice Jazz & Blues Festival | Vodice, 17.–19.07.23
Jedes Jahr im Sommer findet in der nahegelegenen Stadt Vodice an einem Wochenende im Juli das Jazz- & Blues-Festival statt.

International Children’s Festival | Šibenik, 24.06.–08.07.23
Das Internationale Children’s Festival in Šibenik ist eine Veranstaltung, die seit 1958 jährlich stattfindet, speziell auf Kinder ausgerichtet ist und ein vielfältiges Programm mit Theateraufführungen, Workshops, Filmen und interaktiven Aktivitäten bietet. Das Festival zieht Besucher*innen aus der ganzen Welt an und schafft eine Atmosphäre der Kreativität und des kulturellen Austauschs. Kinder haben die Möglichkeit, neue Kulturen kennenzulernen und sich künstlerisch auszudrücken.
Homepage

Kino

CineStar Šibenik (Dalmare centar)
In der großen Shopping Mall, an der Ausfallstraße in Richtung Split, befindet sich das örtliche CineStar-Kino, welches das einzige der Stadt ist. Von der Altstadt zur Mall sind es etwa 3 km zu Fuß. Ihr könnt vom Busbahnhof aus aber auch den Bus Nr. 3 oder Nr. 5 nehmen. Bitte beachtet, dass die Busse nur bis ca. 22 Uhr abends fahren.
Homepage

(36-39) Transport

Flugzeug

Šibenik selbst hat keinen eigenen Flughafen. Trotzdem ist es kein Problem, mit dem Flieger anzureisen. Die nächstgelegenen Airports sind Split (ca. 60 km, in der Nähe von Trogir) und Zadar (ca. 80 km). In beide Städte bestehen häufige direkte Busverbindungen. Wie ihr dann von den jeweiligen Airports zu den Busbahnhöfen kommt, um die Busse nach Šibenik zu nehmen, erfahrt ihr in den jeweiligen Guides zu Split bzw. Trogir und Zadar.

Zug

 

Šibenik hat einen Bahnhof (36), von dem aus Züge in Richtung Knin fahren. Wer nicht gerade nach Knin möchte, für den ist die Linie vermutlich eher von untergeordneter Bedeutung, da die beiden nächstgelegenen Orte an der Küste in nördlicher und südlicher Richtung, also Zadar und Split/Trogir, nicht an dieser Linie liegen und deshalb nur mit Umstieg erreicht werden können. Das dauert wesentlich länger, als einen der Überlandbusse zu nehmen. Wer doch nach Knin möchte: Die Züge fahren etwa viermal täglich, die Fahrt dauert 1 ¾ Stunden und kostet etwa sechs Euro. Interessant könnte aber die Fahrt nach Zagreb sein. Dafür müsst ihr in Perković umsteigen und dort in den IC direkt nach Zagreb. Fahrkarten bis Perković und Knin gibt es direkt am Schalter, bequem vor der Abfahrt am Bahnhof; es sollte keine Engpässe geben. Die Fahrpläne könnt ihr auch bequem bei der Deutschen Bahn checken. Das Fernverkehrsticket von Perkovic nach Zagreb könnt ihr auf der Seite der kroatischen Bahn buchen. Kostet etwa 23€.

Bus

Es gibt Busse von Šibenik in alle größeren Städte in Kroatien entlang der Küste und nach Zagreb. Von dort aus kommt man mit einem Umstieg in alle anderen Richtungen weiter. Gleiches gilt für Rijeka. Flixbus bedient die meisten Routen und fährt mit einem Umstieg in Split auch in die Nachbarländer nach Montenegro (u.a. Kotor, Budva, Podgorica) und Bosnien-Herzegowina (u.a. Sarajevo, Mostar). Die Flixbusse fahren, wie alle anderen Busse auch, am Busbahnhof (37) los. Um zu buchen, folgt diesem Link. Für alle weiteren Busverbindungen mit anderen Reiseunternehmen könnt ihr darüber hinaus auch GetbyBus nutzen.

Fähren

Vom Luka Šibenik (38) aus werden insgesamt neun Orte und Inseln in den vorgelagerten Archipelagos angefahren, womit die Stadt ein wichtiger Verkehrshub für diese Destinationen ist. Drei verschiedene Firmen bieten dabei ihren Service an: Miatrade, Jadrolinija und Envira. Alle Infos, Abfahrtszeiten etc. findet ihr auf der hervorragenden Webseite Croatia Ferries

Öffentlicher Nahverkehr

Busse

In Šibenik gibt es ein Bussystem, das von der Firma Autotransport Šibenik betrieben wird. Leider ist die Homepage wirklich schrecklich, verfügt über keine bis kaum Informationen auf Englisch und das Ticket-Buchungssystem funktioniert nur für die Überlandlinien, nicht für die Linien, die im Umkreis von Šibenik fahren. Da ihr ja trotzdem einige Destinationen dort buchen könnt, macht ihr das dann hier. Abfahrt der lokalen Busse ist dann meistens vom Busbahnhof Šibenik bzw. der Haltestelle Trznica (39), direkt am Markt und quasi neben dem Busbahnhof. Tickets für die Busse könnt ihr an dem Kiosk an dieser Haltestelle kaufen.

Was die Verbindungen angeht: Zum Glück habt ihr ja mich.

Die wichtigste Destination wird für die meisten wohl der Krka-Nationalpark sein. Es ist gut möglich, zumindest einen Teil des Parks auch ohne offizielle geführte Tour zu besuchen. Gute Nachrichten: Diese Route könnt ihr von Šibenik aus online buchen. Eine einfache Fahrt dorthin kostet drei Euro und wird etwa vier Mal täglich bedient. Dafür müsst ihr nach Skradin fahren, was quasi der Nebeneingang für die populären Skradinski Buk-Wasserfälle ist. Dass es der Nebeneingang ist, macht aber eigentlich nichts, da der Weg zu den Wasserfällen nur ungefähr einen Kilometer länger ist als vom Haupteingang. Einziger Unterschied ist, dass vom Haupteingang auch ein Bus dorthin fährt, von Skradin aus könnt ihr aber dafür ein Boot in den Nationalpark nehmen (nur im Sommer, kostet nicht viel). Aber wie gesagt, es sind ca. fünf Kilometer vom Eingang und insgesamt eine schöne Wanderung durch den Nationalpark am Wasser entlang! Einen ausführlichen Guide und alles, was ihr zum Nationalpark wissen müsst, findet ihr hier.

Zum Sokolarski Center kommt ihr mit der Linie 301 Richtung „Sitno Donje okretište“. Ihr müsst an der Haltestelle „Dubrava Škugori B“ aussteigen, von dort sind es dann etwa ein Kilometer zu Fuß. Den Fahrplan dafür findet ihr hier.

Buslinie 3 und 5 bringen euch vom Busbahnhof zur Dalmare Shopping Mall (Haltestelle Skorpikova A). Linie 3 fährt dabei auch noch in die andere Richtung den Hügel hoch zu der Barone- und der St. Johannes-Festung.

Einen Linienplan für die Hauptlinien findet ihr hier.

Taxi

Es gibt mehrere Taxiunternehmen in Šibenik, wobei auch immer ein paar Taxis rund um den Busbahnhof rumstehen. Möchtet ihr ein Taxi bestellen, nehmt ihr am besten Kontakt zu „Taxi Šibenik“ unter der Telefonnummer + 385 99 3232 777 oder deren Homepage auf. 

Fahrradvermietung

Während es einige feste Fahrradvermietungen in Šibenik gibt oder ihr sicherlich auch bei eurem Apartment nachfragen könnt, gibt es auch in Šibenik insgesamt sechs „Nextbike“-Stationen. Wenn ihr euch bei Nextbike registriert, könnt ihr die gut gewarteten Fahrräder an insgesamt 250 verschiedenen Stationen in Europa nutzen. Dreißig Minuten kosten dabei in Šibenik gerade einmal 5kn. Für ein E-Bike werden 10Kn für 30Minuten fällig. Auch könntet ihr einen 7-Tage-Pass kaufen, der 100Kn kostet und zu unlimitiert vielen Fahrten an einem Tag (aber maximal 30 Min am Stück) berechtigt.
Homepage

Fähren

Im Sommer fahren Fähren von Šibenik nach Vodice und auf die gegenüberliegende Kanalseite zum Martinska-Strand bzw. Festivalgelände.

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