Tivat

monaco der adria

Inhalt

Es war einmal in einem Land der Berge und des Meeres eine kleine Stadt namens Tivat. Eingebettet in die Bucht von Kotor war der Ort für seine natürliche Schönheit und sein mildes mediterranes Klima bekannt. Die Stadt war von üppigen grünen Hügeln und dem kristallklaren Wasser der Adria umgeben, und doch bildeten sich die Menschen, die in Tivat lebten, nichts darauf ein und führten ein bescheidenes, aber dennoch schönes Leben. Sie waren stolz auf ihr kleines Städtchen, dessen Geschichte bis in die Antike zurückreichte und vor vielen Jahrhunderten eine wichtige Hafenstadt war, die von verschiedenen Mächten wie den Illyrern, Römern, Venezianern und Österreich-Ungarn regiert wurde. Eines Tages tauchte an der Küste von Tivat jedoch ein reicher Mann auf, der im alten Hafen der Stadt, wo sonst die kleinen Boote der lokalen Fischer lagen, ein neues Königreich namens „Porto Montenegro“ für sich und seine reichen Freunde aus aller Herren Länder errichtete. Wo die Sonne einst friedlich im Horizont versank, entstand ein elitärer Ort, in den die Reichen und Mächtigen kamen, um ihre Besitztümer zur Schau zu stellen und den Hafen für sich zu beanspruchen.

Einführung

Das Königreich brachte Verschmutzung und Überfüllung in die einst friedliche Stadt. Die Strände waren voller Müll und die Gewässer verschmutzt. Die lokalen Unternehmen wurden von den wohlhabenderen Neuankömmlingen verdrängt, und die Lebenshaltungskosten wurden immer höher und höher. Die Menschen in Tivat mussten leiden, da ihre Heimat durch die Gier des Königreichs zerstört wurde.

Tivat und Porto Montenegro waren für die Menschen, die dort lebten, kein märchenhafter Ort mehr, sondern wurden mehr und mehr zu einem Alptraum. Die Schönheit des Landes und des Meeres wurde zerstört und die Kultur der Vergangenheit vergessen. Ein Ort, an dem Träume zerstört und Erinnerungen getrübt wurden. Wo sie einst jahrhundertelang gefischt hatten, war nun Sperrgebiet, und der Eintritt war nur noch für die Menschen aus fernen Ländern erlaubt, die über spezielle Plastikkarten verfügten, die ihnen den Weg ebneten. Kleine Geschäfte wichen Designerboutiquen, und die lokalen Konobas mussten Gourmetrestaurants Platz machen. Viele Menschen zogen weg, da sie es sich nicht länger leisten konnten, in ihrem einst so schönen Städtchen zu leben. Und die Moral von der Geschicht? Verkauf dein schönes Städtchen nicht.

Nein, nun aber mal ernsthaft. Tivat ist die wohl skurrilste Stadt des Landes, und so negativ, wie ich das Märchen gezeichnet habe, ist es nicht unbedingt (Märchen müssen natürlich übertreiben). Zwar ist alles, was in dem Märchen vorkommt, wahr und findet oder fand dort so statt (Stichwort Gentrifizierung), aber der Bau des Porto Montenegros hatte natürlich auch einige positive Aspekte für die Stadt, die sich durch die steigenden Besucherzahlen und Steuereinnahmen verwirklichen ließen. Und es gibt sie trotzdem noch, die kleinen Lokale und traditionellen Gaststätten, wo die Einheimischen zu erschwinglichen Preisen etwas essen und trinken gehen. Trotzdem ist Tivat aber auch ein Ort, der einem im Handumdrehen die Ungerechtigkeiten der Welt bewusst macht und ein Gefühl von Ohnmacht hinterlässt. Während Menschen überall auf der Welt in Armut leben und selbst in Montenegro der Durchschnittslohn bei nur etwa 580 € im Jahr 2023 liegt, ein Wert, den viele Yachtbesitzerinnen vermutlich in einer Minute verdienen. Was soll ich sagen? Es macht auch ein wenig sauer auf die Welt. Also, wenn ihr sowohl einen Ort zum Staunen als auch zum Abkotzen sucht, Tivat has it all.

Tivat kann aber wirklich eine sehr gute Basis sein, um die Bucht von Kotor, die Küste und die Berge zu erkunden. Auch bietet die Stadt eine große Auswahl an Outdoor-Aktivitäten, darunter Wandern, Radfahren und Wassersportarten wie Schwimmen, Kajakfahren und Segeln. Auch finden hier einige jährliche Feste und Veranstaltungen statt, wie der Karneval und das Weinfest, und der Ort ist im Sommer bekannt für seine guten gehobenen Restaurants und sein pulsierendes Nachtleben mit einer guten Auswahl an Bars und Clubs. Zu guter Letzt: Wer sich einmal einen echten Luxusurlaub gönnen möchte, sollte sich nicht weiter umschauen und direkt nach Tivat kommen.

Geschichte

Tivat ist die jüngste Stadt in der Bucht von Kotor und begann als solche erst am Ende des 19. Jahrhunderts wirklich zu existieren. Damit verfügt die Stadt nicht über die gleiche prunkvolle Geschichte wie z. B. Kotor, Perast oder Herceg Novi. Trotzdem lässt sich die Besiedlung der Umgebung bis in die Antike zurückverfolgen, und der Name für die Gegend geht eventuell auf die illyrische Königin Teuto zurück, was aber umstritten ist und es noch weitere Mythen zur Namensgebung gibt.

Im 15. Jahrhundert geriet die Bucht von Kotor ins Visier der Republik Venedig und wurde von der Markusrepublik erobert und bis ins Jahr 1797 gehalten. Das Land rund ums heutige Tivat war bis dahin in den Händen der Feudalherren von Prčanja, Perast, Dobrota und Kotor.

Seit dem Wiener Kongress 1814 wurde Tivat unter die Kontrolle der österreichisch-ungarischen Monarchie gestellt. In dieser Zeit begann sich die Stadt zu einer Hafenstadt zu entwickeln und wurde zu einem beliebten Touristenziel für viele wohlhabende Besucher aus Österreich und Ungarn. Neben dem Tourismus wurde auch ein Marinehafen hier gegründet, welcher zur weiteren Entwicklung beitrug und die Stadt weiter wachsen ließ.

Der alte Marine-Hafen in den 1930er Jahren. Von einer echten Stadt dahinter ist noch nicht viel zu sehen.

Nach dem Ersten Weltkrieg und dem Fall der österreichisch-ungarischen Monarchie wurde Tivat Teil des Königreichs Jugoslawien. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Ort erst von der italienischen und dann von der deutschen Armee besetzt. Nach dem Krieg erlebte Tivat im neugegründeten sozialistischen Jugoslawien einen bedeutenden Aufschwung als Marinestützpunkt und wurde zu einem wichtigen Wirtschaftszentrum in der Region, was mit dem Zusammenbruch Jugoslawiens aber ein jähes Ende hatte.

In den 1990er Jahren, mit dem Beginn der Jugoslawienkriege, erlebte Tivat wirtschaftliche Schwierigkeiten und Isolation. Nach der Unabhängigkeit Montenegros im Jahr 2006 begann sich Tivat jedoch zu erholen und nahm seine Entwicklung als Touristenziel und Hafenstadt wieder auf, eigentlich einzig und allein durch den Bau des Porto Montenegros. Dazu jetzt mehr.

Highlights

Porto Montenegro (1)

Tivat mit dem Porto Montenegro ist ein bisschen so eine Geschichte wie die vom Tellerwäscher zum Millionär. Alles begann im Jahr 2006, als eine Gruppe brillanter und visionärer Geschäftsleute auf diese kleine und unauffällige Stadt in Montenegro stieß und das Potenzial für ein neues Luxusparadies an der östlichen Adria erkannten.

Die alte Marinebasis wurde daraufhin in einen ultramodernen Yachthafen konvertiert, der selbst den anspruchsvollsten Milliardär beeindrucken würde. Dazu kamen exklusive Läden und Restaurants und zur Sicherheit auch noch ein paar Tennisplätze und ein Spa.
Schwupps, war aus Tivat ein Spielplatz für die Reichen und Schönen geworden. Plötzlich kamen Leute wie Roman Abramovich und Brad Pitt in diese vorher etwas vergessene Ecke der Welt.
Aber nicht nur die Reichen und Schönen profitieren von dieser Erfolgsgeschichte. Oh nein, die lokale Wirtschaft blüht, und Arbeitsplätze werden im Überfluss geschaffen. Ein Gewinn für alle! Na ja, vielleicht nicht für die normalen Leute, die sich das Leben dort nicht mehr leisten können, aber hey, wo gehobelt wird, da fallen Späne.

Macht euch selber einen Eindruck über das ganze Projekt. Es ist zweifelsohne ziemlich beeindruckend, diese ganzen Megayachten zu sehen. Aber ich glaube, ihr könnt mittlerweile raushören, dass diese Welt nicht unbedingt die meine ist.

Nicht zu Unrecht wird dieses kleine Kotor von riesengroßen Kreuzfahrtschiffen angelaufen und von so vielen Menschen besucht. Es hat zwar noch keine Dubrovnik-Ausmaße erreicht, und es gibt tatsächlich noch Menschen, die direkt in der Altstadt auch wirklich wohnen (erkennbar an den vielen Wäscheleinen, die aus den Fenstern hängen), aber die Stadt muss vielleicht etwas aufpassen, dass es an einigen Tagen in der Hauptsaison nicht von Touristen überrannt wird, welche den Blick auf das sonst so schöne Herz dieser Stadt verdecken. Mal abwarten, wie lange das alles noch gut geht. Deshalb möchte ich euch ans Herz legen, nicht mehr allzu lange zu warten (und in der Nebensaison zu reisen!).

Eine andere Art von "Uhrenturm"

Maritime Heritage Museum (2)

Am nördlichen Ende von Porto Montenegro liegt dieses schöne und interessante Museum, das die reiche maritime Geschichte der Stadt und der Umgebung dokumentiert. Highlights sind zweifellos die beiden jugoslawischen U-Boote, die vor dem Museum stehen und erkundet werden können.
Eintritt 5€.

Vrmac Hill (3)

Dieser Hügel ist eigentlich eine eigene kleine Halbinsel und trennt den Kotor-Teil der Bucht vom Tivat-Teil. Von oben hat man einen super Ausblick in beide Richtungen. Der „Hügel“ (immerhin 766 m hoch!) ist beliebt zum Wandern und Picknicken sowie zum Paragliding.

Er beherbergt auch mehrere Festungen aus der österreichisch-ungarischen Herrschaftszeit und dem Zweiten Weltkrieg, darunter die alte Festung Vrmac, die etwas spooky ist, aber ein schönes „Off-the-beaten-path“-Ziel darstellt. Die Festung könnt ihr entweder mit dem Auto oder auf einer Wanderung erreichen.

Fort Vrmac. Credit: Prioryman, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Big City Park / Botanischer Garten (4)

Im Stadtzentrum liegt auch der schöne Stadtpark, der perfekt für einen Spaziergang ist. Die „grüne Oase“, wie der Park auch genannt wird, beherbergt den größten botanischen Garten der südlichen Adria, wobei ich ehrlich gesagt auch gar keine anderen in der Region kenne. Die Geschichte des etwa vier Hektar großen Parks reicht bis ins Jahr 1892 zurück, als der österreichische Marine-Admiral von Sternek die Order erteilte, dass seine Einheiten von allen Reisen nach Möglichkeit Pflanzen und Gewürze mitbringen sollten, die dann in diesem Park weiter kultiviert wurden. So gedeihen auch heute noch einige sehr seltene Pflanzenarten dort, die ansonsten nicht in der Region heimisch sind. Der Park ist der einzige geschützte Naturraum in der Gemeinde Tivat.

Gornja Lastva (5)

Etwa 5 km und 300 m höher als Tivat liegt das kleine Dörfchen Gornja Lastva auf den Hängen des Vrmac-Massivs. Der bereits im 16. Jahrhundert erwähnte Ort ist heute für die etwa 20 einfachen Steinhäuser bekannt, die die traditionelle Architektur alter Dörfer an der Adria gut repräsentieren. Das Zentrum des Dorfes bildet der alte Marktplatz mit der Kirche Male Gospe u Lastvi aus dem Jahr 1410. Jährlich im August finden hier die Lastva-Feierlichkeiten statt, ein kulturell-künstlerisches Festival, das die Kultur, Tradition und Küche der Bucht von Kotor pflegen möchte. Hier können authentische Musik, Volkstänze und traditionelle Theaterstücke erlebt und in Kunstausstellungen die Werke lokaler Künstler*innen begutachtet werden.

St. Sava Orthodox Church (6)

Diese Kirche ist dem Heiligen Sava gewidmet, dem ersten Erzbischof der serbisch-orthodoxen Kirche und einer wichtigen Figur in der serbischen Geschichte. Die Kirche wurde im frühen 20. Jahrhundert erbaut und weist traditionelle orthodoxe Architektur auf, mit einer markanten zwiebelförmigen Kuppel und sehr schönen Fresken im Inneren. Die Kirche gilt als eines der wichtigsten kulturellen und historischen Wahrzeichen in Tivat.

Credit: Сергей Наруков, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

Tivatska Solila (7)

Eines der letzten verbliebenen Feuchtgebiete an der östlichen Adriaküste. Die alte Saline wurde zu einem 150 ha großen Naturschutzgebiet umgewandelt und lädt zum Spazierengehen ein. Einige Zugvögel überwintern hier; allgemein ist es ein super Ort für Ornithologen.

Credit: Milica Buha, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Strände

Sowohl nördlich als auch südlich der Stadt gibt es ein paar Orte, an denen man ins Wasser kann. Die schöneren Strände findet man aber auf der Lustica-Halbinsel, die von Tivat ja nur ein paar Kilometer entfernt ist. Zu unserem Lustica-Guide geht’s hier entlang: Link

(8) Plaza Ponte
Der nächstgelegene Strand vom Stadtzentrum aus gesehen, steht hier ein kleiner Touri-Leuchtturm. Im Sommer kann es recht voll werden, aber sonst ist es ganz nett hier. Direkt hinter dem Strand gibt es zwei oder drei angesagte Strandlokale, und die Flaniermeile mit vielen weiteren Restaurants ist ebenfalls um die Ecke.

(9) Plaza Belane
Dieser kleine Kiesstrand liegt in der Nähe des Hafens für lokale Boote. Im Sommer werden hier Sonnenliegen aufgestellt. Der Einstieg ins Wasser ist hier schön flach, deshalb ist der Strand auch für Familien geeignet.

(10) Kalardovo Beach
Der beliebteste Strand in der näheren Umgebung kann im Sommer auch sehr voll werden und ist vor allem bei Familien beliebt, da das Wasser sehr flach ist. Vom direkt dahinterliegenden Flughafen können Flugzeuge beim An- und Abflug beobachtet werden. Hier gibt es Umkleidekabinen, Duschen und ein empfehlenswertes Restaurant/Café.

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Touren

Die Touren, die von Tivat angeboten werden, sind meistens die gleichen, die auch von Budva oder Kotor angeboten werden. Wenn es in die Berge geht, wird vorher ein Transport für euch von Tivat nach Kotor organisiert, wo ihr dann auf euren Guide und die anderen Tourenteilnehmer*innen trefft.

Lovcen Nationalpark & Cetinje
Diese klassische Tour ist eigentlich ein Must-Do in der Bucht von Kotor. Alleine schon wegen der unglaublichen Serpentinen, die euch in den Lovcen Nationalpark bringen, die Aussicht ist phänomenal (ja, wirklich beeindruckend phänomenal) und mit das Beste, was das Land zu bieten hat. Oben angekommen, steigt ihr die vielen Stufen zum Njegos-Mausoleum hoch, besichtigt die alte montenegrinische Hauptstadt Cetinje und bekommt am Ende sogar noch die Möglichkeit, ins Mittelmeer zu springen!
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Unseren Guide zum Lovcen Nationalpark findest du hier, alles was du über Cetinje wissen musst, hier.

Boka Bay Cruise
Eine ebenfalls sehr beliebte Bootstour bringt euch zu den Highlights der gesamten Bucht von Kotor. Erst geht’s zur sagenumwobenen Kircheninsel „Our Lady of the Rocks“, einer von zwei Brüdern erschaffenen künstlichen Insel. Warum die das gemacht haben, spoiler ich euch jetzt mal nicht. Danach geht’s weiter zur Mamula-Festung, einer kleinen Insel am Eingang der Kotor-Bucht, die aus nichts anderem besteht als einer Festung. Und zu guter Letzt tuckert ihr ein wenig um die schöne Lustica-Halbinsel und lasst euch von der „Blue Cave“ einladen, in ihrem kristallklaren und azurblauen Wasser zu schwimmen.
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Durmitor, Tara-Schlucht, Niksic, Ostrog Monastery
Es gibt natürlich auch die Möglichkeit, von Tivat ins Landesinnere aufzubrechen. Eine ganztägige Tour beinhaltet z.B. einen Ausflug in den Tara- und den Durmitor-Nationalpark, nach Niksic und zum berühmten Ostrog-Kloster. Volles Programm also, aber eine gute Möglichkeit, einen schnellen Einblick in einige der schönsten Gebiete und Sehenswürdigkeiten des Landes zu erhalten.
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Unterkunft

Im Sommer solltet ihr unbedingt im Voraus buchen, am besten sogar ein paar Monate vorher!

Budget

(11) Anton Hostel
Ein sehr freundliches, familiengeführtes Hostel mit guten Vibes. Im großen und gemütlichen Gemeinschaftsbereich ist es einfach, andere Reisende aus der ganzen Welt kennenzulernen. Vom Garten aus hat man einen super Ausblick und kann perfekt den Sonnenuntergang genießen. Das Hostel ist allerdings schon einen Tacken älter und die Dorms, wenn diese voll besetzt sind, nicht sonderlich groß. Es liegt zwar relativ zentral, ist aber etwas höher gelegen, was mit dem gesamten Gepäck doch auch mal anstrengend sein kann.
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(12) Apartments Teodos
Hier stehen insgesamt fünf Apartments zur Verfügung, die ebenfalls etwas höher gelegen sind. Einige Apartments verfügen über eine Terrasse zum Innenhof hin, andere einen Balkon, von dem die Aussicht allerdings von umliegenden Gebäuden etwas getrübt wird. Ansonsten sind die Apartments gut ausgestattet und sauber.
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Mittelklasse

(13) House Grabic
Aleksandra ist eine hervorragende Gastgeberin, und das House Grabic ist ein hervorragender Ort, um ein paar Nächte in Tivat zu verbringen. Etwas nördlich vom Stadtzentrum, aber direkt am Meer gelegen, könnt ihr, wenn ihr möchtet, ganz entspannt im schönen Garten relaxen und immer mal wieder ins Meer springen, das wirklich einfach nur auf der anderen Straßenseite ist. Die Zimmer sind sehr liebevoll gestaltet und versprühen einen schönen Charme.
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(14) Vila Danica
Von hier aus kann man in 20-30 Minuten zum Flughafen gehen, trotzdem ist es dort nicht laut. Es gibt insgesamt vier Apartments, das oberste ein Penthouse mit super Ausblick.
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Luxus

(15) Hotel Palma
Das 4-Sterne-Hotel liegt im Herzen der Stadt direkt am Meer mit einem eigenen Privatstrand. Zwar in der Nähe des Porto Montenegros, aber doch ein kleines Stück vom größten Trubel entfernt, sodass ein ruhiger Aufenthalt gewährleistet ist. Das Hotel bietet eine Reihe von Zimmerkategorien, darunter Standardzimmer, Superior-Zimmer und Suiten. Alle Zimmer sind mit Klimaanlage, WLAN, einem Flachbild-TV und einem Balkon oder einer Terrasse ausgestattet. Das Restaurant serviert eine Mischung aus mediterraner und internationaler Küche, und es gibt auch eine Bar. Darüber hinaus gibt es noch einen Wellnessbereich mit Sauna, Hamam, Innenpool und Whirlpool.
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(16) Pontus Luxury Apartments
Hier verfügen alle Apartments vom Balkon aus über einen Meerblick und auf den Außenpool direkt vor dem Meer. Die Einheiten selbst sind schön und modern ausgestattet und sehr bequem, die Küche und das Bad sind geräumig und voll ausgestattet. Der Außenpool ist ebenfalls sehr sauber, und es gibt genügend Sonnenliegen für einen entspannten Tag am Meer. Bis zum Stadtzentrum ist es trotzdem nicht weit. Die Mitarbeiter*innen sind ebenfalls sehr freundlich und aufmerksam. Absolut zu empfehlen.
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Essen und Trinken

(17) AS Buregdzinica | Balkan-Fast Food
Dieses kleine Etablissement versorgt Tivat mit superleckeren, günstigen Bureks und Pizzastücken. Vor dem Lokal sind ein paar Sitzmöglichkeiten vorhanden. Perfekt für einen Snack oder auch zum Frühstück, Mittag- oder Abendessen.

(18) Big Ben | Mediterran
Von Expats geführtes Lokal an der Promenade. Immer gut gefüllt. Auf der Speisekarte stehen frisches Seafood, Steak, Pasta und Pizza. Von der Dachterrasse hat man einen schönen Ausblick aufs Meer. Die Preise sind absolut in Ordnung und angemessen.

Big Ben

(19) Robertos Mare | Mediterran, Seafood
Mh, die Eigentümer des Porto Montenegros, die mittlerweile aus den Vereinigten Arabischen Emiraten kommen, haben wohl ihren Lieblingsitaliener aus Dubai, Robertos Dubai, vermisst. Was macht man da? Einfach eine Filiale dort eröffnen, wo man gerade ist. Das ist jetzt Robertos Mare, ein mediterranes Restaurant direkt an der Marina. Die Preise sind hoch, aber nicht so hoch wie in einigen anderen Restaurants in direkter Umgebung. Kann man mal machen.

(20) Barquero | Lateinamerikanisch
Die Tische stehen hier fast so nah an einigen Yachten, dass man diese fast berühren kann. Hier steht immer ein Tagesmenü auf der Karte, sowie Tacos, Hähnchengerichte und natürlich Seafood.

Nachtleben

Im Sommer ist in Tivat am Abend gar nicht so viel geboten, wie man vielleicht erwartet hätte, und in der Off-Season verfällt die Stadt in einen kleinen Winterschlaf. Der ehemals berühmteste Club der Stadt, das Platinum, musste aus unbekannten Gründen leider schließen. Diese Lücke konnte bisher noch nicht gefüllt werden. Wer die großen Partynächte sucht, ist im benachbarten Budva besser aufgehoben. Aber es gibt auch trotzdem noch einige nette Bars und Beachclubs, aber auch einige, die nicht so gut sind.

(21) Regata Bar
Treffpunkt der lokalen Bevölkerung. Die Bar liegt direkt am Hafen, und vom Balkon hat man einen super Blick aufs Meer und den Porto Montenegro. Die Getränke sind für Tivat’sche Verhältnisse sehr günstig, und die Leute dort sind nett. Innen drin kann man Dart spielen. Recommended!

(22) Beach Bar Svetionik
Etwa drei Kilometer nördlich der Stadt gelegen, geht es hier nett und gediegen zu. Eine Strandliege während des Tages kostet 8 €, etwa 1/3–1/5 des Preises, den man in der Stadt zahlt. Abends ist ab und an mal Programm, vor allem am Wochenende.

(23) Buddha Beach Bar
Während des Tages in der Hauptsaison kostet hier eine Sonnenliege 60 € pro Person und Tag, dafür sind ein Handtuch, Wasser und Früchte inklusive. Fragt mich nicht, ob ich das bezahlt habe. Natürlich nicht. Aber ich habe gehört, dass man in der angrenzenden Bar abends ganz gut feiern kann. Wird aber sicher auch ein kleines Vermögen kosten.

(24) The Clubhouse
Entspannter Ort, um während des Tages einen Kaffee zu trinken und in der Nacht einen Drink. Es wird behauptet, dass es hier die besten Cocktails der Stadt gibt. Ab etwa 21:00 Uhr abends wird’s hier voll, und es legen auch mal DJs auf. Das aber relativ easygoing, richtig wild wird es hier nicht.

(25) House5 
Oben an der Hauptstraße gelegen, ist dieser Club wohl einer der Versuche, die Lücke des Platinum zu schließen. Gelingt aber ganz und gar nicht. Zwar ist die Musik hier häufig ganz gut, aber die Leute, die dort arbeiten, neigen dazu, die Gäste abzuzocken. Die Türsteher sind ebenfalls sehr rüde, und die Preise, die dort verlangt werden, sind absolut unverschämt. Definitiv nicht zu empfehlen!

Kultur

(26) Center za kultura Tivat
Bereits 1970 eröffnet, finden hier seitdem eine Vielzahl an unterschiedlichen Veranstaltungen statt. Von Stand-Up-Comedy über Theater, Kino und Konzerte ist hier auch in der Off-Season viel los. Das meiste ist allerdings auf Montenegrin, aber z.B. Musik ist ja zum Glück in jeder Sprache cool.

Karneval | Februar
Jedes Jahr findet an einem Samstag im Februar die Tivater Karnevalsprozession statt. Mit Masken verkleidet, bewegt sich ein bunter Umzug, und der Karneval, traditionell aus dem siebten Viertel, zieht vom Viertel Donja Lastva zum Hauptpier. Später gibt es einen Maskenball im Hotel Kamelija.

Tivat World Music Festival | September
Das Tivat World Music Festival ist das einzige Musikfestival dieser Art in Montenegro. Wie es der Name schon verrät, gibt es hier Ethno-Sounds aus verschiedenen Teilen der Welt, die zusätzlich noch von einem gastronomischen Angebot aus den Heimatländern der Bands untermalt werden.

Transport

Fliegen (27)

Tivat besitzt den verkehrsreichsten Flughafen des Landes, noch vor der Hauptstadt Podgorica. Nach Tivat bietet EasyJet von März bis Oktober Direktflüge aus Berlin an. Eurowings fliegt von Düsseldorf und Stuttgart direkt dorthin, ebenfalls nicht im Winter, und die Lufthansa bietet Direktflüge von Frankfurt und München an. Am besten schaut ihr, um Flüge zu suchen, zunächst einmal bei Skyscanner vorbei.

Anflug auf Tivat. Credit: Anton Nikiforov, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

Bus (28)
In Tivat gibt es in der Stadt selber keinen öffentlichen Nahverkehr. Nicht einmal zum Flughafen. Ja, wirklich. Das ist sicherlich der einzige internationale Flughafen Europas ohne Anschluss an den öffentlichen Nahverkehr. Wer vom Flughafen weg muss, dem empfehle ich, entweder bei der eigenen Unterkunft nachzufragen, ob diese einen Shuttle anbietet, oder sich bei Red Taxi Kotor (Link) zu melden, die auch Tivat abdecken und verlässlich sind.

Wer in die umliegenden Orte muss, kann dies mit der BlueLine recht problemlos erledigen. Eine Fahrt von Tivat nach Kotor kostet damit zum Beispiel nur 2€, von Tivat nach Budva zahlt man 3€ und nach Podgorica kostet es 6,00-7,50€. Fahrpläne, Preise und Tickets findet ihr unter Busticket4me (Link). Den Busbahnhof in Tivat findet ihr hier: Google Maps.

Wer ins internationale Ausland möchte, muss meist in Kotor oder Podgorica umsteigen.

Weiter geht’s!

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