Krka Nationalpark
wasserfälle zum staunen
Der Krka-Nationalpark, einer der großen und bekanntesten Nationalparks in Kroatien, ist vielleicht nach Plitvice sogar der zweitbeliebteste. Sehr gerechtfertigt! Benannt ist der Park nach dem gleichnamigen Fluss, der den Nationalpark von Ost nach West durchströmt und schließlich bei Šibenik ins Meer fließt. Auf seinem Weg wird der Fluss dabei immer reißender und wilder, rauscht schließlich die spektakulären Skradinski-Buk-Wasserfälle hinunter und verwandelt sich in eine tosende Wasserlandschaft, die sich in einer Serie von Kaskaden über steile Felswände ergießt. Das Spektakel des herabstürzenden Wassers erzeugt dabei einen ohrenbetäubenden Lärm und verströmt einen erfrischenden Nebel, der die Luft erfrischt. Diese Wasserfälle gehören ganz bestimmt zu den schönsten in Europa und wären vermutlich das Highlight und Aushängeschild jedes anderen Landes auf dem Kontinent – nur halt nicht in Kroatien (hier gibt’s ja auch noch Plitvice).
Insgesamt gibt es zehn verschiedene Zugänge zum Park, und der Park lässt sich entlang des 72 km langen Krka-Flusses grob in drei Abschnitte einteilen: Im südlichsten Teil des Parks befinden sich rund um den Skradinski Buk nicht nur die spektakulärsten Wasserfälle, sondern auch die mit Abstand meisten Touristen, die sich im Sommer gegenseitig auf die Füße treten und auf Holzstegen durch die beeindruckenden Travertinen spazieren.
Hier war es auch, dass vor über 100 Jahren eines der ersten Wasserkraftwerke nach Plänen von Nikola Tesla höchstpersönlich erbaut wurde. Dadurch wurde Šibenik als erste Stadt weltweit mit einer von Wechselstrom betriebenen Straßenbeleuchtung versorgt.
Wer möchte, kann vom Skradinski Buk aus eines der vielen Touristenboote nehmen, die über den Wasserfällen den Unterlauf des Flusses einige Kilometer zur Klosterinsel Visovac und sogar bis zum Roški Slap hinauffahren.

Roški Slap ist ein weiterer, ca. 700 m breiter Wasserfall, in dessen Nähe es viele weitere kleinere Kaskaden gibt. Hier kann man ganz gut wandern und ist dabei auch relativ ungestört, selbst im Sommer. Nur die 517 hölzernen Stufen hoch zur Oziđana-pećina-Höhle sind weiterhin beliebt. Auch von hier legen wieder Boote ab, einmal in südliche Richtung und einmal den Oberlauf der Krka hinauf zum Krka-Kloster, wo seit Jahrhunderten orthodoxe Mönche leben.
Im nördlichsten Teil des Parks, der am besten von Knin aus besucht werden kann, liegt der höchste Wasserfall des Parks, der Manojlovac Slap. Wer möchte, kann zu den römischen Ruinen von Burnum hinuntergehen.
Neben dem Nationalpark, wirklich abseits des Touristenstroms, gibt es in der Region übrigens noch eine ganz spezielle Destination: Die ehemalige Aluminiumfabrik in Lozovac, welche seit den 90er Jahren vor sich hin verfällt. Sie ist ein fantastischer, riesengroßer Lost Place, der auch direkt der Serie The Walking Dead entsprungen sein könnte. Das solltet ihr nicht verpassen!
Alle Abschnitte sind dabei wunderschön, und wer möchte und kann, sollte sich ruhig mehrere Tage Zeit für den Park nehmen – langweilig wird es einem hier nicht!
Facts
Gründung | 1985 |
Fläche | 109km² (ca. 45km lang) |
Höchster Gipfel | Kosa (244m) |
Versch. Pflanzenarten | ca. 860 |
Verschiedene Tierarten | ca. 220 |
Verschiedene Vogelarten | 222 |
Nächstgelegene Orte | Šibenik, Knin |
Highlights
(1) Skradinski Buk
Dieses Gebiet ist das meistbesuchte im Nationalpark und kann im Sommer sehr voll werden. Das hat natürlich seine Gründe, vor allem die spektakulären 17 Travertinen, über welche sich das Wasser mächtig und tosend über 800 m lang hinunterstürzt. Beachtet, dass die Wasserstände sehr unterschiedlich sein können: Im Sommer eher niedriger und im Herbst/Winter, vor allem nach starken Regenfällen, sehr hoch. Dann kann es auch vorkommen, dass Teilgebiete des Areals überflutet und gesperrt sind.
Den besten Überblick verschafft ihr euch auf dem 1900 m langen Pfad, der euch direkt durch, über und entlang der Travertinen führt. Ein wunderschöner Weg, auf dem man größtenteils direkt über dem Wasser läuft und der spektakuläre Ausblicke auf die Wasserfälle bietet. Am Ende des Pfads kommt ihr über eine Brücke, die eine grandiose Fotolocation bietet.
Am Skradinski Buk kann man auch die Überreste des weltweit zweiten Wasserkraftwerks sehen, das Wechselstrom erzeugte und mit diesem die Stadt Šibenik mit Strom versorgte. Ein kleines Museum erklärt euch mehr darüber. Außerdem gibt es eine kleine ethnologische Präsentation, die zeigt, wie Menschen in den vorherigen Jahrhunderten die Kraft der Wasserfälle genutzt haben, z. B. zum Antrieb von Wassermühlen.
Wer möchte, kann von Skradinski Buk verschiedene Bootsexkursionen machen, die von März bis November angeboten werden. Im März und November allerdings nur nach vorheriger Anmeldung und bei guten Wetterverhältnissen. Es werden drei verschiedene Routen angeboten:
- Zur Klosterinsel Visovac (siehe hier), Gesamtdauer etwa zwei Stunden, wobei man 30 Minuten Zeit zur Besichtigung des Klosters hat. Kosten: 15,00 €
- Richtung Čikola, ohne Halt. Dauer ca. 45 Minuten. Kosten: 10,00 €
- Nach Visovac und Roški Slap. Gesamtdauer etwa vier Stunden, davon 30 Minuten Aufenthalt am Kloster Visovac und 90 Minuten am Roški Slap. Kosten: 20,00 €
Im Skradinski Buk gibt es zwei Restaurants, einen Souvenirshop, Toiletten und am Wegesrand immer mal wieder Infotafeln zur Flora und Fauna, die Teil der „Educational Trails“ sind, welche es überall im Park gibt. Die Besucherzahlen sind auf 10.000 Personen pro Tag begrenzt, was euch verdeutlichen sollte, wie voll es hier manchmal sein kann. Wenn ihr mitten im Sommer kommt, solltet ihr euer Ticket sicherheitshalber bereits im Voraus online kaufen, um einer Enttäuschung vorzubeugen, weil ihr nicht mehr eingelassen werdet. Es empfiehlt sich außerdem, möglichst früh am Morgen oder relativ spät am Abend zu kommen und die Mittags- und Nachmittagsstunden zu meiden. Damit tut ihr vor allem euch selbst einen Gefallen, da die Menschenmassen das Erlebnis doch erheblich schmälern können.
Skradinski Buk könnt ihr über zwei Eingänge betreten: Lozovac und Skradin. Von Lozovac habt ihr die Möglichkeit, entweder den 875 Meter langen Fußweg zu den Fällen hinunterzunehmen oder den Bus-Shuttle zu nutzen, der euch vom Haupteingang zu den Fällen bringt. Ich würde euch ersteres empfehlen. Der Shuttle-Service fährt außerdem nur in den Sommermonaten. Wenn ihr mit einer Tourgruppe und einem Bus unterwegs seid, werdet ihr direkt zu den Wasserfällen gefahren. Reist ihr mit dem eigenen Auto an, könnt ihr dies von November bis März ebenfalls tun; im Sommer ist das jedoch nur Bussen gestattet.
Früher war es in bestimmten Bereichen hinter den Wasserfällen übrigens erlaubt zu schwimmen. Seit zwei Jahren ist dies aufgrund der großen Besucherzahlen und zum Schutz der Natur jedoch nicht mehr erlaubt.
Vom Eingang Skradin erreicht ihr die Wasserfälle über einen vier Kilometer langen Trail, der auch für Fahrräder freigegeben ist. In den Sommermonaten besteht außerdem die Möglichkeit, vom Eingang ein Boot zu den Fällen zu nehmen, sodass ihr nicht laufen müsst. Beides ist empfehlenswert!
(2) Alte Aluminium-Fabrik in Lozovac
Für mich war ein absolutes Highlight bei meinem Besuch im Krka-Nationalpark die Besichtigung dieser alten Aluminiumfabrik, die seit ein paar Jahrzehnten leer steht. Sie wurde so hinterlassen, als wären die ehemaligen Bediensteten von einem auf den anderen Tag nicht mehr zur Arbeit gekommen. Und ich denke, das ist sogar durchaus möglich, da die Fabrik im Krieg um Kroatien sicherlich ein begehrtes Objekt darstellte. Der Eingang befindet sich etwa einen Kilometer vom Parkplatz des Eingangs in den Nationalpark in Lozovac entfernt, und durch das ehemalige Pförtnerhaus kann man einfach eintreten.
Der Ort wirkt, als wäre er direkt der Fernsehserie „The Walking Dead“ entsprungen. Wenn die Produzenten dieser Serie mal wieder einen neuen Drehort suchen, kann ich diesen hier nur empfehlen. Es gibt riesige Lagerhallen, viele Verwaltungsgebäude, in denen noch Aktenordner stehen und Kugelschreiber auf den Schreibtischen liegen, dazu einen Wasserturm und eine alte Bahnanlage. Das alles ist unglaublich interessant und irgendwie auch ein bisschen gruselig. Das solltet ihr euch auf keinen Fall entgehen lassen. Viel mehr Worte kann ich darüber aber auch gar nicht verlieren, da meine Recherche zur Geschichte der Fabrik doch relativ erfolglos war. Aber Bilder sprechen mehr als 1000 Worte:
(3) Visovac-Kloster
Das Visovac-Kloster, auch bekannt als das „Monastery of Our Lady of Mercy“, ist eine der wichtigsten Klosteranlagen in Kroatien. Es befindet sich auf einer kleinen Insel mitten im Fluss und hat eine lange Geschichte, die bis ins 14. Jahrhundert zurückreicht. Ursprünglich wurde es von Augustinermönchen gegründet und später von Franziskanermönchen übernommen. Im Laufe der Zeit hat das Kloster zahlreiche Erweiterungen und Restaurierungen erfahren und spielte eine wichtige Rolle in der kroatischen Geschichte, insbesondere während der Osmanischen Herrschaft, als es ein Zufluchtsort für die Menschen der Umgebung war.
Das Visovac-Kloster ist berühmt für seine Architektur und seine idyllische Lage. Es liegt auf einer malerischen Insel, die von dichtem Grün umgeben ist und eine Atmosphäre der Ruhe und Spiritualität ausstrahlt. Das Klostergebäude selbst ist ein Beispiel für die kroatische Sakralarchitektur und zeigt Einflüsse verschiedener Epochen, darunter gotische, Renaissance- und Barockelemente.

Besucher des Klosters können die beeindruckende Klosterkirche besichtigen, die 1445 erbaut wurde. Die Kirche beherbergt eine wertvolle Sammlung religiöser Artefakte, darunter Gemälde, Skulpturen und liturgische Gegenstände.
Da das Kloster auf einer Insel liegt, muss es logischerweise mit einem Boot angefahren werden. Die meisten Besucher nutzen dafür eines der Ausflugsboote von Skradinski Buk oder Roški Slap, es ist jedoch auch möglich, das Kloster von Stinice am östlichen und von Remetić am westlichen Ufer aus zu erreichen (Kosten: jeweils 10 €, mit 30-minütigem Aufenthalt beim Kloster).
(4) Roški Slap
Der zweithäufigst besuchte Ort im Nationalpark ist Roški Slap, der sich 36 km hinter der Quelle des Krka-Flusses befindet. Hier erwartet einen zunächst eine Kaskadentreppe von kleineren Wasserfällen, die von den Einheimischen in der Gegend als „Halskette“ bezeichnet wird, bevor der an dieser Stelle recht breite Fluss den 22,5 m hohen Hauptwasserfall hinunterstürzt und sich in den Visovac-See ergießt.
Die kleinen Kaskaden der Halskette erkundet ihr am besten über den 1360 m langen Rundtrail, der auch über eine kleine Holzbrücke direkt über die Kaskaden führt.
Auf dem Trail findet ihr auch den Abzweig zur Oziđana-Höhle, die auch der Startpunkt der 8,5 km langen Wanderung nach Stinice ist, welche absolut zu empfehlen ist und tolle Aussichten bietet. Theoretisch kann man mit dem Boot zum Visovac-Kloster fahren, von dort nach Stinice übersetzen und von dort den Trail zurück nach Roški Slap und die Oziđana-Höhle zurücklaufen. Klingt für mich nach einem perfekten Nachmittag.
So weit ist es allerdings nur bis zur Höhle. Bis dahin müsst ihr „nur“ 517 Holzstufen überwinden, die sich an den felsigen Berg schmiegen. Wer sich das nicht zutraut, kann die Höhle aber auch von der anderen Seite (also von oben) erreichen, dann sind es nur etwa 70 Stufen. Die Höhle selbst ist von großer archäologischer Bedeutung, da eine durchgängige Besiedlung zwischen 5000 und ca. 1500 v. Chr. nachgewiesen ist. Dementsprechend befinden sich in der Höhle auch einige Installationen, die manchmal etwas skurril wirken, da dort ab und zu einfach Figuren von Höhlenmenschen in der Gegend herumstehen.
Von Roški Slap gibt es auch die Möglichkeit, an Bootsexkursionen teilzunehmen. Südlich des Hauptwasserfalls befindet sich der Anleger für die Boote zum Visovac-Kloster. Der Rundtrip dorthin dauert etwa zwei Stunden und kostet 15 €, wobei man 30 Minuten Aufenthalt am Kloster hat.
Nördlich der Kaskadenkette fahren die Boote zum orthodoxen Krka-Kloster ab. Der Trip dorthin dauert etwa 2,5 Stunden, hält für eine 30-minütige Besichtigung des Klosters und fährt danach noch weiter zu den Überresten der mittelalterlichen Festungen Trošenj und Nečven, die man aber nur vom Wasser aus sehen kann, wobei dort keine Stops gemacht werden. Dieser Trip kostet ebenfalls 15 €.
Am Roški Slap gibt es ein kleines Restaurant, eine alte Wassermühle, die besichtigt werden kann, und einen Souvenirshop. Wenn ihr mit dem eigenen Auto unterwegs seid, lasst euch sagen, dass die Parkplätze recht limitiert und im Sommer oft voll sind.
(5) Krka-Kloster
Dieses Kloster gehört zur serbisch-orthodoxen Kirche und liegt einige Kilometer flussaufwärts vom Roški Slap in einer ruhigen Lage am Flussufer. Das Kloster wurde 1402 erstmals urkundlich erwähnt und wohl auf den Fundamenten einer ehemaligen Eremitage bzw. römischer Bauten errichtet. Heute gilt es als das wichtigste orthodoxe Kloster innerhalb Kroatiens. Wenn man mit dem Boot von Roški Slap ankommt, wird man hier 30 Minuten lang über das Gelände geführt und besichtigt u. a. die Michaelskirche, die für ihre prachtvollen Wandmalereien und die Ikonostase bekannt ist. Auch der Glockenturm im romanischen Stil ist sehr sehenswert.
Südlich des Klosters liegt noch ein kleiner malerischer See, der auf einem 2 km langen Weg umrundet werden kann.
Das Kloster liegt etwa 3 km südöstlich des kleinen Ortes Kistanje und kann auch mit dem Auto angefahren werden. Wenn man keine geführte Tour von Roški Slap mit dem Boot gebucht hat, muss man etwa 7 € Eintritt zahlen.
(6) Burnum
Burnum ist die wohl interessanteste archäologische Stätte im Krka-Park und liegt im nördlichen Teil des Parks nahe an der Hauptstraße und dem Manojlovac-Wasserfall. Burnum war einst ein römisches Militärlager, das an dieser Stelle wohl im 1. Jahrhundert erbaut wurde. Der Zweck des Baus war die Kontrolle des Übergangs des Krka-Flusses. Allerdings sollte man davon heute nicht mehr allzu viel erwarten, da nicht mehr so viel davon übrig geblieben ist. Im Grunde gibt es nur ein altes Amphitheater und Reste eines Torbogens. Ganz lustig ist allerdings die Akustik im Amphitheater. Wenn man in der Mitte steht und in normaler Lautstärke etwas sagt, ist dies problemlos noch auf der Tribüne zu hören. Parkplätze stehen hier ausreichend zur Verfügung, da auch in der Hauptsaison hier nicht viel los ist.

(7) Manojlovac
Nur ein paar hundert Meter von Burnum entfernt liegt der höchste Wasserfall im ganzen Nationalpark. Besucht wurde dieser auch schon von Kaiser Franz Joseph I. von Österreich-Ungarn im Jahr 1875, worauf eine kleine Gedenkstätte und Infotafel hinweist. Den Wasserfall besichtigt man von einer Aussichtsplattform hoch über dem Wasserfall. Von dort ist auch der Krka-Canyon sehr gut zu erkennen, der vom Fluss in den letzten Millionen Jahren in die Landschaft gefräst wurde. Beachtet aber, dass der Wasserfall zu bestimmten Zeiten, vor allem im Sommer bis Spätsommer, wenig bis gar kein Wasser führt, da das meiste Wasser in dieser Zeit zur Stromerzeugung umgeleitet wird und sich der Krka generell auf einem niedrigen Stand befindet.

(8) Krka Eko Kampus
Ein schönes Zentrum, in dem man einiges über die Natur und die archäologischen Funde im Krka erfahren kann. Der Hauptgrund, hierherzufahren, ist wohl das kleine Museum, durch das eine engagierte Mitarbeiterin den (wenigen) Besuchern eine ausführliche Tour gibt. Zu den Ausstellungsstücken gehören alte Münzen, Töpfe, Uniformen und allgemeine Informationen zu den Römern. Eine weitere Ausstellung beleuchtet die Naturgeschichte des Parks. Ein Stopp hier ist auf jeden Fall den Umweg von der Hauptstraße wert.
Aktiv werden: Wandern
Der Krka-Nationalpark ist ein hervorragendes Wandergebiet, das über etwa 47 km an Educational Trails verfügt, die neben der körperlichen Fitness auch dazu beitragen, dass man den Trail klüger als vorher wieder verlässt. Die bekanntesten Wanderungen im Park sind wohl die Pfade von Skradin zum Skradinski Buk und von Roški Slap nach Stinice. Aber auch Wege zu den Festungsruinen und den Aussichtspunkten im Nationalpark sind lohnenswert. Die Wanderwege im Park reichen von sehr leicht bis relativ anspruchsvoll, sodass für alle etwas Passendes dabei sein sollte. Eine Übersicht über alle Wege findet ihr hier.
Aktiv werden: Fahrrad fahren
Der Park ist auch bekannt für seine vielen Fahrradstrecken, die sich auf über 388 km durch den Park winden. Von einer ruckeligen Mountainbike-Strecke bis zur perfekten Asphaltstraße für Rennsportler ist dabei alles dabei. Auch dafür findet man auf der Homepage des Parks eine hervorragende Übersicht (Link). In Skradin gibt es mehrere Fahrradverleihe, ein sehr gutes ist Riki Bikes.
Praktisches
Eintritt
Die Eintrittspreise variieren je nach Monat, in dem der Park besucht wird. Logischerweise sind diese von Juni bis September am höchsten und mit 40€ wirklich kein Schnäppchen. Ich denke allerdings auch, dass diese Preise deshalb genommen werden, um den Besucherandrang ein wenig in vernünftige Rahmen zu halten, was nicht notwendigerweise immer gelingt. Wer nicht ganz so viel sehen möchte, hat auch die Möglichkeit, sich nur ein Teilgebiet anzuschauen, die Gegend rund um Roški Slap und Kistanje. Das würde ich aber nicht unbedingt empfehlen, da der beeindruckendste Teil des Nationalparks wirklich das Gebiet rund um Skradinski Buk ist.
Die Preise im Überblick:
Kategorie | Gebiet | Jan/Feb/Mar | April/Mai | Juni-Sep | Oktober | Nov./Dez. |
Erwachsene | Ganzer Park | 6,64€ | 15,00€ | 40,00€ | 20,00€ | 7,00€ |
Roški Slap + Kistanje | 6,64€ | 9,00€ | 20,00€ | 12,00€ | 7,00€ | |
Kistanje | 5,31€ | 7,50€ | 15,00€ | 10,00€ | 5,00€ | |
Kinder von 7-18 | Ganzer Park | 3,98€ | 11,25€ | 15,00€ | 7,00€ | 4,00€ |
Roški Slap+ Kistanje | 3,98€ | 6,00€ | 12,00€ | 6,00€ | 4,00€ | |
Kistanje | 3,98€ | 5,25€ | 10,00€ | 5,00€ | 4,00€ |
Die Preise sind gültig bis zum 31.12.2023. Kinder unter 7 Jahre haben freien Eintritt. Für Studierende und Gruppen gibt es nochmal ermäßigte Preise.
Tickets können online gekauft werden auf der Homepage des Nationalparks.
Öffnungszeiten
Auch die Öffnungszeiten sind den Jahreszeiten angepasst, was natürlich aufgrund des Tageslichtes Sinn macht. Schade ist allerdings, dass die archäologischen Sehenswürdigkeiten in Burnum und das Krka-Kloster von November bis März nicht geöffnet sind.
Sradinski Buk, Roški Slap, Krka Eco Campus** | Burnum, Kistanje (Krka-Kloster) | |
Januar | 09:00 – 16:00 | Nicht geöffnet |
Februar | 09:00 – 16:00 | Nicht geöffnet |
März | 09:00 – 17:00 | Nicht geöffnet |
April | 08:00 – 18:00* | 10:00 – 18:00 |
Mai | 08:00 – 19:00* | 10:00 – 18:00 |
Juni | 08:00 – 20:00 | 10:00 – 18:00 |
Juli | 08:00 – 20:00 | 08:00 – 20:00 |
August | 08:00 – 20:00 | 08:00 – 20:00 |
September | 08:00 – 19:00 | 10:00 – 18:00 |
1.-15. Oktober | 08:00 – 18:00 | 10:00 – 18:00 |
16.-31. Oktober | 09:00 – 17:00 | 10:00 – 17:00 |
November | 09:00 – 16:00 | Nicht geöffnet |
Dezember² | 09:00 – 16:00 | Nicht geöffnet |
* Stinice ist im Januar, Februar, März, November und Dezember für Besucher nicht geöffnet.
** Der Krka Eco Campus in Puljane ist im April und Mai von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet.
1. Januar: Nur der Eingang Lozovac ist für Besucher geöffnet.
² 24. und 31. Dezember: Der Park ist von 9:00 bis 12:00 Uhr geöffnet. Der Park ist am 25. und 26. Dezember für Besucher geschlossen.
(9-14) Eingänge / Tickets
Im Park gibt es fünf Eingänge, an denen ihr Tickets kaufen könnt:
(9) Eingang/Tickets Lozovac
(10) Infozentrum, Tickets & Bootsabfahrt Skradin
(11) Eingang Skradin
(12) Eingang / Tickets Roški Slap
(13) Eingang Tickets Burnum / Manojlovac
(14) Eingang / Tickets Kistanje / Krka-Kloster
Der meistgenutzte Eingang ist Lozovac, der zu den Skradinski Buk-Fällen führt. Auch vom Eingang Skradin kommt man dort hin, allerdings über eine knapp 4km lange Wanderung.

Sonnen- und Insektenschutz
Wie überall in Kroatien kann es auch hier im Sommer SEHR warm werden. Tragt dementsprechende Kleidung, nehmt ausreichend Wasser mit, nutzt Sonnencreme und achtet darauf, dass ihr etwas auf dem Kopf tragt, um einen Sonnenstich und Sonnenbrand vorzubeugen. Dies gilt vor allem, wenn ihr im Park wandern möchtet.
Ebenfalls wird der Park im Sommer von unzähligen Mücken heimgesucht. Luftige, aber lange Kleidung und Insektenspray können hier helfen.
Naturschutz
Die Krka-Fälle sind ein Nationalpark, und die gesamte Natur steht daher unter besonderem Schutz und verfügt über eine reiche Tier- und Pflanzenwelt. Respektiert die Natur und hinterlasst keinen Müll. Berührt keine Tiere oder Pflanzen und bleibt auf den ausgewiesenen Wegen, um Schäden an der empfindlichen Umgebung zu vermeiden. Solltet ihr ein Picknick machen wollen, tut dies auf den ausgewiesenen Plätzen.
Anreise
Mit dem Auto
Wer über einen fahrbaren Untersatz verfügt, für den sollte die Anreise gar kein Problem darstellen. Die beliebtesten Eingänge sind dabei (in dieser Reihenfolge) Lozovac, Skradin, Roški Slap, Manojlovac und Stinice. An allen Eingängen können auch Eintrittskarten gekauft werden.
Von Šibenik bis zum südlichen Eingang nach Lozovac sind es nur 13 km. Von Knin bis zum Manojlovac-Fall sind es etwa 20 km. Sixt* hat in Sibenik, Zadar und Split Anmietstationen.
Ohne Auto
Die einzige wirklich machbare Möglichkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln in den Park zu kommen und diesen auf eigene Faust zu erkunden, ergibt sich aus Šibenik. Etwa vier Mal täglich fährt von hier aus ein Bus nach Skradin, wo es einen Eingang in den Nationalpark gibt und ihr die Gegend rund um Skradinski Buk auf eigene Faust erkunden könnt. Da die Abfahrtszeiten ebenfalls ganz gut sind, kann ich diese Methode nur empfehlen, da ihr euch damit eine verhältnismäßig teure geführte Tour spart. Im Sommer solltet ihr eure Tickets für den Bus aber in jedem Fall im voraus buchen, nach Möglichkeit sogar einige Tage. Das könnt ihr hier machen.
In den folgenden Abschnitten werden Affiliate-Links genutzt, welche mit einem * gekennzeichnet sind. Wenn du auf den Link klickst und eine Buchung tätigst, erhalten wir eine kleine Provision, welche dabei hilft, diese Seite weiter aufzubauen und zu finanzieren. Für dich bleibt der Preis natürlich der Gleiche 🙂 Wir würden uns sehr über deine Unterstützung in Form eines Klicks und einer Buchung freuen!
Touren
Der Krka-Nationalpark ist für Touristen, die in Zadar, Split/Trogir und natürlich Šibenik Urlaub machen, einer der beliebtesten Tagesausflüge, da der Park von allen drei Städten nicht weit entfernt ist. Aus allen Städten werden Touren angeboten, die einen meistens mit einem Minibus zum Park bringen und einen Guide beinhalten, dem man folgen oder aber auch den Park auf eigene Faust erkunden kann, was ebenfalls kein Problem ist. Bei jeder Tour ist auf jeden Fall das Gebiet rund um Skradinski Buk dabei, meistens nimmt man dann von dort noch das Boot zum Roški Slap. Von Šibenik aus kann man auch gleich mit dem Boot bis in den Nationalpark fahren. Hier findet ihr einige Touren aus den verschiedenen Städten:
Aus Zadar: getyourguide.com*
Aus Šibenik: Viator.com*
Aus Split/Trogir: getyourguide.com*
Unterkunft
Für die meisten Menschen macht es aufgrund der Nähe am meisten Sinn, in Šibenik unterzukommen. Für eine Auswahl der Unterkünfte dort schaut auf unserem Šibenik-Guide vorbei, wo wir gute Unterkünfte in allen Preiskategorien aufgelistet haben. Es ist allerdings auch möglich, in direkter Nähe des Parks eine Unterkunft zu finden, was Sinn macht, wenn man sich mehrere Tage im Park aufhalten möchte. Private Unterkünfte findet ihr vor allem in Lozovac und Skradin. Campingplätze gibt es ebenfalls in beiden Orten.
Vanlife
Camp Krka | Lozovac
Etwa drei Kilometer von den Wasserfällen entfernt liegt dieser kleinere, schöne Campingplatz, der im Sommer allerdings häufig voll ist. Ansonsten hat man hier alles, was man braucht: WLAN, saubere Duschen und Toiletten, einen Pool, Schatten und freundliche Angestellte. Als ADAC-Mitglied bekommt man Rabatt. Empfehlenswert!
Hier geht’s zur Buchung: Homepage Camp Krka
Auto Camp | Skradin
Etwas weiter von den Wasserfällen entfernt, da in Skradin und damit quasi am Nebeneingang des Parks. Dafür bietet der Eigentümer während des Tages einen Shuttle-Service zu den Fällen an. Auch hier gibt es einen Pool, es ist super ruhig, sauber und friedlich, die Leute sind ausgesprochen freundlich. Mitten zwischen Olivenbäumen gelegen, kann man hier auch selbstgemachtes Olivenöl und Wein kaufen.
Hier geht’s zur Buchung: Auto Camp Skradin
Budget
Apartments Darinka | Skradin
Ein etwas rustikales Apartment in Skradin. Man sollte hier für den Preis keine nigelnagelneue Einrichtung erwarten und es gibt auch keine Klimaanlage. Dafür lernt man eine sehr nette Familie kennen, die einem den Aufenthalt mit ihrem selbstgemachten Wein und Rakija versüßt. Die Lage ist schön und ruhig, und die Zimmer sind sehr sauber.
Hier geht’s zur Buchung: Booking.com*
Apartments Krka Ivan | Lozovac
Diese schönen Apartments liegen ziemlich nah am Haupteingang des Parks, sodass dieser perfekt zu Fuß erkundet werden kann. Die Zimmer sind zwar nicht super-modern, aber auch auf keinen Fall altbacken. Punkten können die geräumigen Terrassen bzw. Balkone. Generell sehr sauber.
Hier geht’s zur Buchung: Booking.com*
Mittelklasse
KrkaHaus | Lozovac
Vor allem im Sommer, nach einem langen Tag im Krka-Nationalpark, wird man den Sprung in den Pool hier zu schätzen wissen. Aber auch ansonsten ist das KrkaHaus eine ausgezeichnete Wahl für einen Besuch hier. Es gibt einige Doppel- und private Mehrbettzimmer ohne Küche und ein Studio-Apartment für Leute, die sich selbst versorgen möchten. Für alle anderen befinden sich auch ein paar Restaurants in der nahen Umgebung.
Hier geht’s zur Buchung: Booking.com*
Illyria | Skradin
Superschöne, sehr stilvolle Anlage, die sich um einen großen Pool herum anordnet. Die einzelnen Suiten bestehen aus sehr schönen, exklusiv aufgearbeiteten Containern, die alle über eine eigene, große Terrasse mit Poolliegen und einem Tisch zum Essen verfügen. Im Inneren gibt es eine Küchenzeile, ein Badezimmer und natürlich das Schlafzimmer. Das großartige Frühstück ist inbegriffen, sodass man gut in den Tag startet.
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Luxus
Hotel Bonaca | Skradin
Eines der größeren Hotels in Skradin bietet luxuriös ausgestattete und sehr geräumige Zimmer, die alle über einen Balkon oder eine Terrasse verfügen. Von dort hat man einen sehr schönen Ausblick und kann auch das Frühstück hier einnehmen. Im Gegensatz zu einigen anderen Hotels der gleichen Kategorie in Skradin gibt es hier noch eine große Poolarea, was für mich den Ausschlag geben würde, hier einzuchecken. Zum Hotel gehört auch noch ein Restaurant, welches sich allerdings nicht direkt im Hotel befindet.
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Apartment Karla | Lozovac
Die Gastgeberin Anita spricht fließend Deutsch und Englisch und kümmert sich liebevoll darum, dass ihre Gäste einen guten Aufenthalt haben. Die Apartments selber sind sehr stilvoll und modern eingerichtet und haben doch irgendwie einen rustikalen Touch, was vielleicht an den coolen Steinwänden liegt. Der große Terrassenbereich mit Sonnendeck und Pool lädt ebenfalls zum Verweilen ein.
Hier geht’s zur Buchung: Booking.com*
Was hast du so im Krka Nationalpark erlebt? War der Artikel hilfreich bei deiner Planung? Habe ich etwas wichtiges übersehen? Ist ein Eintrittspreis nicht mehr Up-to-Date? Teile es mir mit und schreib einen Kommentar!
Ich freue mich über jede Rückmeldung!