Pelješac

halbinsel mit inselfeeling

Inhalt

Pelješac, die zweitgrößte Halbinsel Kroatiens, wurde in der Vergangenheit gerne mal übersehen und achtlos rechts liegen gelassen, liegt aber dank der neuen Pelješac-Brücke nun auf der absoluten Hauptroute für die meisten Kroatien-Reisenden, die in Richtung Dubrovnik unterwegs sind. Zuvor musste man nämlich durch den Neum-Korridor und dafür zweimal die Grenze zwischen Kroatien und Bosnien-Herzegowina passieren, bevor man in der Enklave rund um Dubrovnik ankam. Das ist seit Juli 2022 nicht mehr nötig, da die 2,4 km lange Brücke kurz vor der nördlichen Grenze des Neum-Korridors auf die Halbinsel führt und man von dort ohne

Probleme wieder auf dem kroatischen Festland ankommt, so dass die Grenzübergänge ganz easy umfahren werden. Das spart Zeit und Nerven und wird in Zukunft wohl auch für einen deutlichen Tourismus-Aufschwung auf Pelješac sorgen.

Aber warum auch nicht? Pelješac ist definitiv einen Stopp wert. Das gebirgige Binnenland der Insel ist schön zu Fuß zu erkunden, die Strände an der Westseite laden zum Sonnenbaden ein und einige charmante kleine Ortschaften wie Ston oder Orebić freuen sich ebenfalls auf mehr Besuchende und haben für diese auch ein paar Sachen zu bieten. Darüber hinaus ist Pelješac auch das Sprungbrett rüber nach Korčula, wo eine wunderschöne kleine Altstadt und die grünste Insel Kroatiens Leute anlocken.

Aber wie gesagt, vergesst nicht, auf dem Weg dorthin auch mal anzuhalten.

Facts

Größe

ca. 355km² (etwas größer als die Stadt Bremen)

Ausdehnung

ca. 70km

Küstenlinie

222km

Höchster Berg

St. Elias (Sveti Ilija), 961m

Größte Stadt

Orebić, ca. 4100 Einwohner

Wirtschaft

Weinbau, Tourismus, Austern- und Muschelzucht, Fischerei, Fischzucht, Salzabbau

Geschichte

Um das 5. Jahrhundert v. Chr. lebte ein illyrischer Stamm namens „Ploeieians“ auf der Halbinsel. Zu dieser Zeit bewohnten Illyrer das ganze Land zwischen der Bucht von Kotor (im heutigen Montenegro) und dem Neretva-Fluss. Die große Anzahl von illyrischen Grabstätten deutet darauf hin, dass die Halbinsel in der prähistorischen Zeit ziemlich dicht besiedelt gewesen sein muss. Trotz der Anwesenheit von Griechen in unmittelbarer Nähe von Pelješac scheinen ihre Kontakte und ihr Einfluss auf die Illyrer nicht groß gewesen zu sein. Anscheinend war Pelješac für die Griechen nicht sehr interessant.

Gegen Ende des 3. Jahrhunderts v. Chr. fingen die Römer dann langsam an, sich für die Region zu interessieren, wobei die Illyrer lange Widerstand leisteten und dieser schließlich erst im Jahr 35 n. Chr. durch ein barbarisches Massaker an illyrischen männlichen Gefangenen gebrochen werden konnte. Die Römer verkauften dann die illyrischen Frauen und nahmen ihre Kinder als Sklaven. Die Halbinsel wurde schließlich Teil der römischen Provinz Dalmatien. Mit dem Niedergang des römischen Reiches siedelten sich slawische Siedler im 7. Jahrhundert auf der Halbinsel an. Bis 1333 n. Chr. wurde Pelješac ein Teil von „Hum“ (auch als „Zahumlje“ bezeichnet), bis die Republik Dubrovnik die Halbinsel vom serbischen König Dušan und dem bosnischen Ban Stjepan II. Kotromanić abkaufte.

Nachdem die Regierung von Dubrovnik Pelješac (oder „Stonski Rat“, wie die Halbinsel zu diesem Zeitpunkt genannt wurde) übernommen hatte, kam es dort zu einer Neuverteilung des Landes und generell zu einem Aufschwung, der vor allem auf den Salzhandel und den Weinanbau zurückzuführen war.

Im 19. Jahrhundert wechselte Pelješac dann wieder seine Zugehörigkeit. Ein kurzes Intermezzo gab zunächst Napoleon, bevor die Halbinsel Teil des österreichisch-ungarischen Reiches wurde, das die Region bis zum Ende des Ersten Weltkriegs regierte. Während dieser Zeit wurde das gesamte Gebiet modernisiert; der Hafen von Orebić z. B. wurde zu einem wichtigen Handelszentrum für Wein und Salz. Im Jahr 1918 wurde die Halbinsel Teil des Königreichs Jugoslawien, das, mit einer kurzen Unterbrechung im Zweiten Weltkrieg, als das Gebiet von Italien und Deutschland besetzt war, bis zur Auflösung des Landes im Jahr 1991 regierte.

Im Jahr 1991 erklärte Kroatien seine Unabhängigkeit von Jugoslawien, was zu einem Bürgerkrieg führte, der bis 1995 andauerte. Die Pelješac-Halbinsel war während des Krieges ein umkämpftes Gebiet, das von kroatischen und serbischen Streitkräften kontrolliert wurde. Nach dem Ende des Krieges wurde die Halbinsel Teil des unabhängigen Staates Kroatien.

Highlights

(1-5) Ston & Mali Ston

Besiedelt wurde das Gebiet bereits durch die Römer, die in der Nähe ein Kastell unterhielten, von dem auch heute noch Überbleibsel erhalten sind. Aber erst mit der Übernahme durch Dubrovnik wurde Ston zu einer wichtigen Stadt des Staates Ragusa. Grund dafür waren die Salinen (1), die in direkter Nähe der Stadt gelegen sind und für eine Weile einen maßgeblichen Anteil am Reichtum Dubrovniks generieren konnten. Der Salzabbau erfolgt auch heute noch in traditioneller Art und Weise und hat sich seit der Antike nicht verändert. Die Saline liegt direkt vor den Toren des westlichen Ortsteils Ston.

Ston besteht aus den beiden Teilen Ston (2) und Maliki Ston („Kleines Ston“) (3) und ist der Ort mit der größten Historie auf der Halbinsel. Alte Häuser aus besseren Tagen, eine kleine Altstadt mit engen Gässchen und einigen Restaurants, eine der ältesten noch aktiven Salinen der Welt und dann auch noch die über 5 km lange Festungsmauer (4), die früher den Zugang zur Halbinsel abriegelte, diesen kontrollieren ließ und auch heute noch die beiden Teile verbindet, machen Ston zum beliebtesten Touristenspot der Halbinsel.

Einige Quellen sagen, dass die Mauer die zweitlängste Festungsmauer nach der chinesischen Mauer ist, aber mit solchen Superlativen wäre ich sehr, sehr vorsichtig. Ursprünglich war die Mauer mal sieben Kilometer lang, wobei davon heute noch 5,5 km erhalten sind. Die restlichen Teile wurden zerstört, als der Staat Ragusa zerfiel und die Leute auf der Insel neues Baumaterial für ihre Häuser suchten und fanden.

Der Aufstieg ist aus beiden Ortsteilen und in beide Richtungen möglich und kostet 70 Kn (= 10 € im Jahr 2023?). Rechnet etwa 40 Minuten für den langen Weg (zu empfehlen!) und etwa 15 Minuten für die kürzere Variante. Der Eintritt in die Festung Veliki Kastio (5) in Ston ist im Übrigen im Eintrittspreis inklusive. Bitte unterschätzt die körperliche Herausforderung für den Mauer-Trip auf jeden Fall nicht. Es geht teilweise sehr stark bergauf und im Hochsommer kann das Ganze wirklich sehr, sehr anstrengend sein. Auf jeden Fall ausreichend Wasser mitnehmen!

Ston ist zusätzlich noch für seine Austernzucht bekannt, die ebenfalls in den Gewässern direkt um Ston stattfindet. Das macht den Ort natürlich zu einem der besten Orte, um in Kroatien frische Austern zu essen, welche in den beiden kleinen Altstädten in beiden Ortsteilen auch von jedem Restaurant angeboten werden. Die Austern, die dabei geerntet werden, werden übrigens auch als Aphrodisiakum verkauft.

(6-10) Orebić

Der geschäftigste Ort der Insel (wobei es auch hier eher gemächlich zugeht) liegt direkt an der Meerenge zwischen Pelješac und Korčula. Da vom Hafen in Orebić (6) auch die Fähren nach Korčula ablegen, ist das wohl auch der Hauptgrund für die meisten Besuchenden, in den Ort zu kommen.

Aber auch wenn Orebić nun nicht unbedingt die großen historischen Sehenswürdigkeiten bietet, mit denen Ston aufwarten kann, ist es hier doch ganz nett. An der Promenade befindet sich ein Kiesstrand und einige Cafés und Restaurants laden zum Verweilen ein. Direkt hinter der Stadt liegt der größte Berg der Halbinsel (Sveti Ilija) und kann von Orebić aus erklommen werden.

Blick von der Autofähre bei der Ausfahrt aus Orebic

(7) Schifffahrtsmuseum

Bereits 1957 gegründet, blickt dieses Museum auf die reiche Schifffahrtsgeschichte von Orebić und Pelješac zurück. Im Museum gibt es auch eine kleine archäologische Abteilung, die Artefakte aus der Antike und frühchristlichen Zeit zeigt, darunter eine Wandmalerei aus einer Kirche aus dem 5. Jahrhundert. Ansonsten finden sich Gemälde von Orebićer Schiffen aus allen Jahrhunderten und sehr viele Gebrauchsgegenstände, Münzen, Gürtelschnallen, Gefäße, Seekarten etc.

Das Franziskanerkloster (8) ist auf jeden Fall ein Highlight der Stadt und in jedem Fall einen Besuch wert. Das Kloster liegt etwa 2 km westlich und ca. 150 m oberhalb der Stadt. Von hier aus hat man eine großartige Aussicht auf Orebić, das gegenüberliegende Korčula und die Inseln Mljet und Hvar. Im 15. Jahrhundert wurde das Kloster zusammen mit der Wallfahrtskirche im gleichen Komplex im Gotik- und Renaissancestil errichtet. Hinter der Kirche befindet sich noch ein Kapitänsfriedhof mit dem Mausoleum der Familie Mimbelli.

"Captain's Cemetery" am Franziskanerkloster

(9) Wandern: Rundweg von Orebić zum Franziskanerkloster
ca. 6 km, einfach, ca. 2-3 Stunden, ca. 300 m Höhengewinn

Wenn euch die große Runde auf den Sveti Ilija zu viel ist oder ihr nicht genügend Zeit habt, ist das hier eine schöne, kürzere und weniger anstrengende Alternative. Auch von hier aus habt ihr eine sehr schöne Aussicht auf die umliegenden Inseln und besichtigt auch das Franziskanerkloster.
Den Trail als .gpx-Datei könnt ihr hier runterladen: Link

(10) Wandern: Rundweg von Orebić auf den Sveti Ilija (961 m)
ca. 15 km, moderat, ca. 5-6 Stunden, ca. 1000 m Höhengewinn

Diese Wanderung ist die beliebteste Wanderung auf der ganzen Halbinsel und erklimmt den höchsten Berg dieser. Ihr könnt entweder direkt in Orebić starten oder auch vom Kloster aus losgehen, was die ganze Sache etwas einfacher macht. Falls ihr mit dem Van unterwegs seid, könntet ihr am Vorabend mit diesem zum Kloster fahren und dort übernachten. Oder, da der Weg gut ausgebaut ist, sogar in der Nacht loswandern, um pünktlich zum Sonnenaufgang oben zu sein.

Wie ihr es auch macht, auch wenn der Berg von unten erstmal beeindruckend und sehr steil aussieht, ist der Weg selber auch für unerfahrene Wanderer ohne besondere Erfahrung zu meistern. Voraussetzung ist natürlich eine entsprechende Fitness, da es schon knapp 1000 m den Berg hoch geht und es phasenweise auch recht steil wird.

Der Weg ist gut markiert und in Kombination mit der hier bereitgestellten .gpx-Datei und einem Handy solltet ihr nicht verloren gehen. Auf dem Weg erwartet euch ein wundervoller Ausblick auf die Inseln Korčula, Hvar, Mljet und eben Pelješac, und auf dem Gipfel angekommen könnt ihr auch das kroatische „Festland“ (eigentlich seid ihr ja auch noch auf diesem) mit der Makarska Riviera und den hohen Gipfeln des Biokovo-Nationalparks bestaunen. Dafür lohnt sich der Aufstieg auf jeden Fall!

Auf dem Weg gibt es keine Wasserquellen, also bringt mindestens 3-4 Liter Wasser mit auf die Wanderung, im Hochsommer sogar mehr. Und wenn ihr habt, sprüht euch vorher mit Moskitospray ein. In unteren Lagen können diese doch sehr nervig sein. Plant für den Aufstieg etwa drei Stunden ein und für den Weg runter etwa zwei Stunden.

Den Trail als .gpx-Datei könnt ihr hier runterladen: Link

 

(11-12) Weinverkostung

Wein spielt seit Ewigkeiten schon eine wichtige Rolle auf der Halbinsel, und wenn man die Straßen der Insel entlang fährt, kommt man an einigen Winzereien vorbei, die auch besichtigt werden können. Eine Weinverkostung ist dabei natürlich immer obligatorisch. Pelješac ist berühmt für seine autochthone dalmatinische Rebsorte „Plavac Mali“, die nur in dieser Region wächst.

(11) Marlais Winery
Im Dorf Ponikve stellt die Familie Marlais seit dem 17. Jahrhundert Wein auf Pelješac her. Wenn man hier ankommt, wird man von einem Mitglied der Familie begrüßt, das einen alles über die traditionelle Weinherstellung erklärt und über das Gelände führt. Neben den dalmatinischen Rebsorten Plavac Mali, Rukatac, Pošip und Dubrovnik Malvasia wird hier auch Olivenöl, Likör und Käse hergestellt.
Homepage

(12) Matusko Winery
Sehr atmosphärische Weinkellerei, ebenfalls an der Hauptstraße der Insel gelegen. Die Weine sind hier ebenfalls erstklassig, und die Führung inkl. Verkostung ist sehr zu empfehlen. Die „klassische“ Verkostung mit vier Weinen kostet hier 40Kn, wobei es auch „VIP-Optionen“ gibt, die dann um einiges teurer sind.
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Wer möchte, kann auch eine Tour buchen und dabei mehrere Weingebiete besuchen. Mehr dazu findet ihr hier.

Matusko Winery

(13-18) Strände

Okay, die meisten Leute kommen tatsächlich wegen der Strände nach Pelješac und besichtigen alles andere eher „nebenbei“ 😉 Aber das ist natürlich auch vollkommen in Ordnung so, da Pelješac ein paar wirklich coole Strände und kristallklares Wasser zu bieten hat.

(13) Prapratno Beach
Nur ein paar Kilometer südlich von Ston gelegen, ist dies einer der beliebtesten Strände auf der Halbinsel. Der Strand ist nicht sonderlich breit, nur etwa 250m, was im Sommer dazu führen kann, dass dieser recht voll ist. Die Parkplätze am Strand sind kostenlos, aber in der Hochsaison schon um 09:00 Uhr morgens komplett belegt. Also schön früh aufstehen, auch wenn ihr im Urlaub seid. Der Strand bietet keinerlei Schatten, aber dafür einen sehr flachen Einstieg ins Wasser, was sehr familienfreundlich ist. Hinter dem Strand ist ein Campingplatz mit kleinem Supermarkt, der auch für normale Strandgäste offen ist. 

(14) Divna Beach
In der Nähe der Fähre aufs Festland gelegen (welche aufgrund der neuen Brücke jetzt wohl nicht mehr so häufig genutzt werden wird), ist auch dieser Strand mit seinem klaren Wasser und traumhafter Lage ein wunderschöner Ort. Leider ist das aber auch nicht verborgen geblieben und auch hier wird es im Sommer sehr voll, daher sollte man früh da sein. Zum Strand führt eine Steintreppe, der Weg ins Wasser ist einfach. Auch hier gibt es hinter dem Strand einen Campingplatz und eine kleine Strandbar. Im Sommer kann man hier Jetskis und anderes Wasserspielzeug leihen. Aufgrund der Lage an der Nordseite ist hier das Wasser auch um einiges ruhiger als an anderen Stränden der Insel.

(15) Trstenica Beach
Der Stadtstrand von Orebić bietet ein paar Schattenplätze durch überhängende Bäume und ist für einen schnellen Sprung in die Adria, vor allem wenn man gerade in Orebić ist, absolut ausreichend. Da es aber wirklich ein Stadtstrand ist, gibt es auf jeden Fall schönere und idyllischere Strände auf der Halbinsel.

Trstenica Beach, Orebic; Credit: Anto (talk), CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

(16a) Žuljana, (16b) Kremena & (16c) Vučine Beach
Diese drei Strände sind alle weniger als einen Kilometer voneinander entfernt, weshalb ich diese mal zusammenfasse.

Der erste und wohl beliebteste der Strände ist der Žuljana, der am nördlichsten liegt und am meisten entwickelt ist. Direkt am Strand gibt es mehrere Apartments, einen kleinen Studenac-Supermarkt, einen Campingplatz etc. Trotzdem liegt der Strand superschön in einer wunderschönen Bucht, und mit den Palmen dort fühlt man sich schon fast wie in Südostasien irgendwie.

Der Kremena Beach ist ein kleiner, netter Kieselstrand. Die Felsen rund um den Strand sind ziemlich cool. Durch die vielen Bäume gibt es hier viel Schatten, und im Sommer ist es sogar manchmal schwer, überhaupt einen sonnigen Platz zu finden. Also ist der Strand eher nicht so super geeignet zum Sonnenbaden.

Der letzte Strand im Bunde ist der Vučine Beach. Ebenfalls eine wunderschöne Bucht mit sehr schönem Wasser. Die Kieselsteine hier sind etwas gröber als am Žuljana, aber das macht eigentlich nichts, wenn man Wasserschuhe hat. Durch die Pinien hinter dem Strand findet man sogar recht problemlos ein Schattenplätzchen. Nur in der Mitte des Strandes gibt es eine kleine Beach-Bar, die auf den ersten Blick auch leicht zu übersehen ist, ansonsten gibt es hier keine weiteren Angebote für Touristen. Am Ende des Strandes ist ein FKK-Bereich. Die Anfahrt mit dem Auto kann etwas schwierig sein.

Credit: Draceane, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

(17) Kućište Beach
Auch bekannt als „Plaza Sveti Liberan“ oder, um die Verwirrung perfekt zu machen, auch als „Viganj Beach“, wobei Viganj eigentlich noch ein Stück weiter ist. Nun ja. Wie auch immer man diesen Ort nennt, hier findet ihr das Wassersportzentrum auf Pelješac, wo sich Kite- und Windsurfer treffen. Ansonsten gibt es hier ein paar Strandbars (die beliebteste ist die „k2“) und einen relaxten Vibe.

Credit: krysi@, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

(18) Trstenik Beach
Der Trstenik Beach ist ein wunderschöner Strand an der Südküste der Halbinsel Pelješac. Das gleichnamige Dorf Trstenik ist für seine malerische Lage in einer Bucht und seine Weinproduktion bekannt.

Der Strand selbst besteht aus feinem Kies und ist von kristallklarem Wasser umgeben. Er ist ideal zum Schwimmen und Sonnenbaden geeignet und bietet eine atemberaubende Kulisse mit grünen Hügeln und Bergen im Hintergrund.

Es gibt auch einige Restaurants und Cafés entlang des Strandes, die traditionelle dalmatinische Küche und erfrischende Getränke anbieten. Darüber hinaus ist der Strand ein beliebtes Ziel für Bootsausflüge und Wassersportaktivitäten wie Schnorcheln und Tauchen.

Schwebende Boote in Trstenik

(19) Partisan Spomenik

Dieser alte jugoslawische Spomenik (bedeutet Denkmal) an der Hauptstraße zwischen Ston und Orebić ist einen kleinen Fotostopp wert, vor allem, da die Aussicht von hier ziemlich großartig ist. Der Spomenik soll an die gefallenen Soldaten im Zweiten Weltkrieg erinnern.

(20) Peljesac-Brücke

Die Brücke, welche die Exklave rund um Dubrovnik mit dem Rest des Landes verbindet, ohne Grenzkontrollen passieren zu müssen, ist ein Sehnsuchtsobjekt und ein langgehegter Wunsch in Kroatien, der im Juli 2022 endlich eröffnet wurde. Und die insgesamt 2,4 km lange Brücke ist durchaus auch eine Sehenswürdigkeit geworden und strahlt vor allem in der Nacht wunderschön im Wasser. Auf der Seite des Festlands gibt es oben an der Brücke auch einen ausgewiesenen Aussichtspunkt.

Touren

Ston und Korčula Tagesausflug ab Dubrovnik
Auf dieser Ganztagestour werdet ihr in eurem Hotel in Dubrovnik abgeholt und erstmal nach Ston chauffiert, wo ihr euch die kleine Altstadt anguckt und, wenn ihr möchtet, die berühmte Mauer erklimmt. Natürlich könnt ihr auch in einem Restaurant die berühmten Austern probieren. Weiter geht’s einmal quer über die Halbinsel (vielleicht bittet ihr den Fahrer nochmal kurz beim jugoslawischen Spomenik anzuhalten) bis nach Orebić, wo ihr die Fähre hinüber nach Korčula nehmt. Korčula ist Dubrovnik im Kleinformat und besitzt eine wunderschöne Altstadt, in der vermutlich der bekannte Reisende Marco Polo geboren wurde. Am Nachmittag geht’s dann wieder mit der Fähre zurück nach Pelješac, wo ihr auf dem Rückweg noch bei einem Weingut anhaltet und eine Weinverkostung macht. Klingt nach einem super Tag? Ist es auch.
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Ston Wein- und Austerntour
Diese Tour steht ganz im Zeichen der Kulinarik, auch wenn ihr die Altstadt und die Mauer in Ston trotzdem zu sehen bekommt. Von Dubrovnik werdet ihr in 40-50 Minuten nach Ston gebracht, wo ihr euch erstmal ganz in Ruhe umschauen und vielleicht die Mauer besuchen könnt. Dann geht es mit dem Boot auf einen kleinen Ausflug zu einer Austernfarm vor der Küste, wo euch eine Verkostung inkl. Wein erwartet. Zurück in Ston geht es noch einmal weiter zu einem Weingut, wo ihr alles Wissenswerte zur traditionellen Weinherstellung lernt und danach noch drei Weine probieren dürft.
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(21-27) Unterkunft

Budget

(21) Apartmani Rita | Ston
Schöne kleine Wohnung ganz in der Nähe von Ston. Die Gastgeberin ist sehr bemüht und sehr gastfreundlich. Ihr werdet vermutlich mit Wassermelone und Schnaps begrüßt. Das Apartment ist gemütlich und extrem sauber und liegt sowohl direkt am Wasser als auch nur etwa 10 Minuten von der Altstadt in Ston entfernt.
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(22) Apartmani Goran | Orebić
Dieses Apartment liegt sehr zentral in Orebić, mit einer Bäckerei und einem Supermarkt fast nebenan. Trotzdem ist es im Apartment schön ruhig und bis zum Meer sind es nur fünf Minuten, bis zum Hafen mit den Fähren nach Korčula etwa zehn. Danita ist eine sehr fürsorgliche Gastgeberin und hat die Wohnung mit allem ausgestattet, was man so brauchen könnte. Eine gute Wahl in Orebić.
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Mittelklasse

(23) Villa Radić | Ston
Die Villa Radić liegt mitten in der Altstadt von Ston und befindet sich in einem alten, traditionellen, restaurierten Haus. Angeschlossen ist in der Nähe auch noch ein Restaurant, welches ebenfalls zu empfehlen ist. Die Zimmer sind modern und geschmackvoll eingerichtet und es gibt auch einen kostenlosen Parkplatz, der nur zwei Minuten von der Unterkunft entfernt ist.
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(24) Apartments Sveti Anton | Orebić
Nicht ganz im Zentrum von Orebić, aber trotzdem vollkommen zu empfehlen, sind diese gut ausgestatteten und sauberen Apartments. Die Gastgeber vermitteln unmittelbar das Gefühl, zuhause angekommen zu sein. Der Garten mit Blumen, Kräutern, Feigen- und Olivenbäumen ist ebenfalls sehr schön. Von den oberen Etagen hat man einen schönen Blick auf das Meer und die Berge.
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(25) Apartmani Kunjasic | Trstenik
Direkt in der schönen Trsteniker Bucht gelegen, sind die Apartments hier allererste Wahl für einen entspannten Urlaub am Strand. In direkter Umgebung gibt es ein paar nette Restaurants. Wenn man selber kochen möchte, kann man auch die gut ausgestattete Küche im Apartment nutzen. Vom Balkon hat man einen super Blick auf den Sonnenuntergang.
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Luxus

(26) Aminess Grand Azur Hotel | Orebić
Dieses große Hotel ist für Übernachtungen in Orebić wohl das absolute Aushängeschild. Traumhaft gelegen an einem bewaldeten Hügel und direkt am Meer mit einem wunderschönen Privatstrand werden hier Urlaubsträume wahr. Trotzdem ist man hier nicht weit von Orebić entfernt. Angeboten wird auch ein „All-Inclusive-Light“, das bedeutet, dass Frühstück, Mittag- und Abendessen inklusive Getränken im Übernachtungspreis inbegriffen sind.
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(27) Pansion Villa Antonio | Postup
Ein paar Kilometer westlich von Orebić bietet die Villa Antonio eine familiäre Urlaubsatmosphäre auf einem kleinen Weinberg, nicht weit vom Meer. Der Blick auf die Adria und Korčula ist wunderschön. Richtig stimmungsvoll wird es am Abend, wenn die Lichter angeschaltet werden und der Poolbereich so richtig anfängt zu glühen. Wunderschön!
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(28-30) Gastronomie

(28) Bota Sare | Dalmatisch | Mali Ston
Das Bota Sare Restaurant hat Ableger in Dubrovnik, Split, Zagreb und … Mali Ston. An der Uferpromenade in einem mittelalterlichen Salzspeicher gelegen, wird hier die ursprüngliche dalmatinische Küche gepflegt, die von zwei alten Kochbüchern inspiriert wird, die vor der Renovierung in den staubigen Ecken des Gebäudes gefunden wurden. Austern stehen in dieser Region natürlich ganz oben auf der Speisekarte, aber auch alle anderen Schalentiere, Krabben und Fisch werden nach Originalrezepten aus Ston aus der Zeit der Republik Dubrovnik zubereitet. Was der Sushi auf der Speisekarte sucht, ist dabei aber fraglich.
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(29) Stagnum | Mediterran | Ston
Dieses traditionelle Restaurant inmitten der Altstadt von Ston serviert maritime Spezialitäten. Vieles davon natürlich aus dem Meer, aber es gibt auch Pizza und Pasta. Die Preise sind für ein Restaurant in touristischer Umgebung sehr in Ordnung.

(30) Stari Kapetan | Mediterran | Orebić
Im Hotel Adriatic gelegen, ist das Stari Kapetan eines der beliebtesten Restaurants in Orebić. Die Terrasse liegt direkt am Meer und ist einem kleinen Schiff nachempfunden. Hier kommt frisch gefangener Fisch, Bio-Obst, Gemüse und Olivenöl aus eigener Herstellung sowie natürlich der berühmte Wein „Plavac mali“ auf den Tisch.
Homepage

(5, 31) Transport

Auf der Halbinsel gibt es einen öffentlichen Nahverkehr in Form von Bussen und natürlich die Fähren ab Orebić Richtung Korcula.

Bus

Von Dubrovnik könnt ihr mit Libertas Dubrovnik bis zu drei Mal täglich nach Ston fahren (und wieder zurück). Der Busbahnhof in Ston ist im Zentrum am großen Parkplatz (31). Bitte beachtet, dass zwei der drei Busse nicht an Sonn- und Feiertagen verkehren. Nach Orebić fährt einmal täglich ein Bus um 14:14 Uhr. Der Busbahnhof befindet sich direkt vorm Hafen (5). Hier findet ihr den genauen Fahrplan: Link

Der Busverkehr innerhalb der Halbinsel ist nicht sonderlich eng gestrickt, aber normalerweise solltet ihr in alle Hauptorte der Insel auch mit öffentlichen Bussen kommen. Fahrpläne könnt ihr auf dieser Seite checken und auch gleich buchen (in der Suchmaske): Link

Fähre

Von Orebić fahren zwei Fähren das kurze Stück rüber nach Korčula. Einmal Jadrolinija mit einer großen Autofähre und dann gibt es noch zusätzlich eine kleine Fähre für Fußpassagiere. Der Vorteil der kleinen Fähre ist, dass diese direkt an der Altstadt in Korčula an- und ablegt, während die große Fähre in Domice hält, was noch einmal 20-30 Minuten zu Fuß von der Altstadt entfernt ist.

An eurer Stelle würde ich nur im Voraus buchen, wenn ihr mit dem Auto da seid und ansonsten einfach im Hafen von Orebić schauen, welche Fähre als nächstes losfährt. Für die kleine Fähre könnt ihr das Ticket übrigens bequem an Bord kaufen. Für die Jadrolinija-Fähre gibt es einen Ticketschalter.

Homepage Jadrolinija
Fahrplan der kleinen Fähre

Weiter geht’s!

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Charly

Die Erklärungen zur Art der Strände fehlen mir.