Korčula
auf den spuren marco polos
Korčula ist ein wahrhaft magischer Ort, der an allen Ecken und Enden Legenden und Geschichten aus vergangenen Zeiten bereithält. Die bekannteste davon ist wohl die über den berühmtesten Sohn der Insel, den Reisenden Marco Polo. Dieser soll auf der Insel geboren sein, und es ist nicht unwahrscheinlich, dass er als kleiner Junge spielend durch die engen Gassen der Altstadt tobte. Womöglich war es hier, dass er von den zu damaliger Zeit bereits ein- und ausgehenden Handelsreisenden Geschichten aus fernen Ländern und exotischen Abenteuern hörte. Vielleicht weckte dies die Neugierde und Abenteuerlust in ihm. Und womöglich brachte ihn das später auch dazu, die Welt auf eigene Faust zu erkunden und zum wohl bekanntesten Weltreisenden der Geschichte zu werden.
Nichts eignet sich besser, um sich noch einmal in die Zeit Marco Polos zurückzuversetzen, als ein Spaziergang durch die kleine, aber wunderschöne und historische Altstadt, die von einer stattlichen Mauer umgeben ist und auch heute noch den Charme eines mittelalterlichen Stadtkerns versprüht.
Höhepunkt ist hier der wohl kleine, aber lebhafte Marktplatz mit der „Katedrala Sveti Marko“, dem wichtigsten und höchstgelegenen Bauwerk der Stadt. Hingucker, die man nicht verpassen sollte, gibt es aber auch darüber hinaus reichlich. Wirklich schön sind jedoch die vielen kleinen Details im Renaissance-Stil, die es an fast jedem Gebäude zu entdecken gibt.
Auch jenseits der Altstadt ist Korčula kein bisschen langweilig und hat einiges zu bieten. Die am stärksten bewaldete aller kroatischen Inseln kann gut zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkundet werden. Wander- und Radwege führen dabei durch Kiefernwälder, Olivenhaine, Weinberge sowie über Hügel und kleine Berge, die wunderschöne Panoramen und Ausblicke über die Insel und die Adria bieten. Kombiniert man das mit den schönen Stränden und Buchten sowie dem reichen kulinarischen Angebot, wird Korčula für mich im Handumdrehen zu einer der attraktivsten Destinationen im ganzen Land!

Facts
Größe | ca. 279km² (etwa so groß wie Dortmund) |
Ausdehnung | ca. 46km |
Küstenlinie | 182km |
Höchster Berg | Klupca, 568m |
Größte Stadt | Korčula Town, ca. 5700 Menschen |
Wirtschaft | Tourismus, Weinbau, Fischerei, Fischzucht |
Geschichte
Korčula ist schon seit Ewigkeiten bewohnt und besitzt mit der Vela Spila-Höhle eine der bedeutendsten archäologischen Stätten des Landes. Grabungen haben ergeben, dass dort bereits vor 20.000 Jahren Jäger und Sammler lebten, die größtenteils Rotwild und Pferde jagten und auch schon kultische Tonfiguren herstellten. Dadurch wurde Korčula zum einzigen Fundort paläolithischer Figuren in Südosteuropa.
Ab dem 8. Jahrtausend v. Chr. und mit einem steigenden Meeresspiegel wurde Korčula nicht nur zu einer Insel, sondern auch die dort lebenden Menschen zu Insulanern, die sich nun mehr auf die Fischerei konzentrierten. Im 4. Jahrtausend v. Chr. begann die Kupferzeit und eine landwirtschaftlich geprägte Lebensweise. Spätestens seit diesem Zeitpunkt ist die Insel dauerhaft bewohnt, und Handel mit sowie Einfluss durch benachbarte Kulturen sind nachweisbar.
Anfang des 6. Jahrhunderts v. Chr. wanderten vermutlich Griechen aus dem heutigen Korfu auf die Insel ein und gründeten die Kolonie Kórkyra Mélaina, was so viel wie „Schwarzes Korfu“ bedeutet und sich auf die dunklen Nadelwälder der Insel bezieht. Aber die Griechen waren nicht allein – die Illyrer lebten ebenfalls bereits dort. Aus dieser Zeit stammt der Pséphisma von Lumbarda, eine in Stein gemeißelte Abmachung zwischen Illyrern und Griechen, welche die Aufteilung des Landes zwischen beiden Gruppen regelte und von 200 griechischen Familienoberhäuptern unterschrieben wurde.
Im Jahr 35 v. Chr. wurde Korčula vom Römischen Reich erobert, was für die damaligen Bewohner vor allem bedeutete, dass sie versklavt oder getötet wurden. Die Insel wurde der Provinz Dalmatia zugesprochen. Gebraucht wurde das Gebiet damals vor allem für den Anbau von Oliven, Wein und Weizen.
Ab dem späten 7. Jahrhundert n. Chr. erreichten Südslawen die Region, die zu einer weiteren Instanz in der Gegend wurden und in den folgenden Jahrhunderten mit der Republik Venedig und Byzanz um die Vorherrschaft stritten. Für Venedig wurde Korčula zu dieser Zeit immer mehr zu einem Dorn im Auge, da die Insel als Rückzugsort für Piraten galt. Unter venezianischer Herrschaft erreichte Korčula zwischen 1265 und 1350 eine weitgehende Autonomie, die mit dem Einzug von Ungarn in ganz Dalmatien endete. 1420 unterwarf sich Korčula wieder freiwillig der Republik Venedig, wonach dann erst einmal etwas Konstanz in die Herrschaftsverhältnisse einkehrte.

Während der venezianischen Zeit erlebte die Insel eine Blütezeit in Kultur und Wirtschaft. Die Markusrepublik investierte in den Bau von Festungen, Palästen und anderen öffentlichen Gebäuden, die noch heute zu bewundern sind.
Die Stadt Korčula selbst war ein wichtiger Handelsplatz und ein Zentrum der Seefahrt. Der Handel mit dem Osten brachte exotische Güter wie Seide, Gewürze und Edelsteine in die Stadt. Der Weinanbau und die Olivenölproduktion waren ebenfalls wichtige Wirtschaftszweige.
Unter der venezianischen Herrschaft war Korčula auch ein Zentrum der Bildung und Kultur. Es gab eine Schule für Seefahrer und eine Schule für Navigation sowie Theateraufführungen und andere Veranstaltungen. Die venezianische Architektur und Kunst beeinflussten zudem die lokale Kunstszene.
Die Beziehung zwischen Venezianern und Einheimischen war jedoch nicht immer einfach. Venedig agierte oft autoritär und forderte hohe Steuern und Abgaben. Es kam zu Aufständen und Unruhen, insbesondere während der osmanischen Belagerungen im 16. Jahrhundert.
Nach dem Untergang der Markusrepublik im Krieg gegen Napoleon im Jahr 1797 begann das eifrige Herrschaftswechseln von Neuem. Zunächst wurde die Insel Teil von Österreich, 1806 übernahm Frankreich bis 1813, dann folgte ein kurzes britisches Intermezzo bis 1815, und schließlich war für fast ein Jahrhundert wieder die Habsburgermonarchie an der Reihe, deren Herrschaft erst mit dem Ende des Ersten Weltkriegs endete.
Korčula wurde Teil des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen (später umbenannt in Jugoslawien) und erlebte bis zum Zweiten Weltkrieg erneut einen wirtschaftlichen Aufschwung sowie den Aufbau erster touristischer Infrastruktur.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde Jugoslawien von den Achsenmächten besetzt, und Korčula war Teil des Unabhängigen Staates Kroatien, einem Vasallenstaat des faschistischen Italiens und Deutschlands, der von den Ustascha kontrolliert wurde – einer Organisation, die eng mit den Nazis zusammenarbeitete.
Während des Krieges gab es auf Korčula eine starke Partisanenbewegung, die gegen die faschistische Regierung kämpfte. Die Partisanen organisierten Sabotageakte, Überfälle auf Polizeiposten und Angriffe auf feindliche Truppen. Die Ustascha sowie italienische und später deutsche Truppen reagierten mit brutaler Gewalt gegen sie und die Zivilbevölkerung. Es kam zu willkürlichen Verhaftungen, Folterungen und Massenexekutionen.
Im August 1944 konnte Korčula schließlich vom Faschismus befreit werden und wurde Teil des kommunistischen Jugoslawiens. Von den Verwüstungen des Krieges erholte sich die Insel relativ schnell und blühte in den folgenden Jahrzehnten weiter auf. Der wichtigste Wirtschaftszweig wurde nun zweifellos der Tourismus, der in dieser Zeit an der östlichen Adriaküste erstarkte.
In den 1990er Jahren brach der Jugoslawienkrieg aus, und Kroatien erklärte seine Unabhängigkeit. Korčula lag in der Nähe der Frontlinie, und es kam zu einigen Kämpfen auf der Insel. Allerdings wurde die Insel nie vollständig eingenommen, sodass nach dem Ende des Krieges wieder eine schnelle Erholung einsetzte.
Highlights
(1-7) Altstadt von Korčula
Die Altstadt von Korčula ist ein wunderschöner Schatz, der am Rande der Adria glitzert und funkelnde Geheimnisse aus der Vergangenheit enthält. Ein Spaziergang durch die engen Gassen und verwinkelten Straßen fühlt sich an wie eine Zeitreise in eine längst vergangene Ära.
Überall sieht man liebevoll restaurierte Häuser mit roten Dächern und grünen oder braunen Fensterläden, die sich aneinanderlehnen, als wollten sie sich gegenseitig stützen. Das Herzstück der Altstadt ist der zentrale Marktplatz, der von eleganten Stadtpalästen und der Sveti-Marko-Kathedrale umgeben ist. Der Glockenturm, der sich stolz in die Höhe reckt, ist das Wahrzeichen der Insel.
Doch der wirkliche Charme der Altstadt liegt in ihren kleinen Gassen und versteckten Plätzen, wo noch Wäscheleinen aus den Fenstern hängen und das Leben in einem gemächlichen Tempo vonstattengeht. Hin und wieder findet man dort ein kleines Atelier, ein Café oder Restaurant, das zu einer Pause einlädt. Schaut man von den Stühlen vor dem Café die Gasse hinunter, blickt man meistens auf die blau schimmernde Adria.
Wenn die Sonne untergeht und die Straßenlaternen angehen, erwacht die Altstadt zum Leben und entwickelt noch einmal einen ganz einzigartigen Charme. Die schmalen Gassen werden von warmem Licht beleuchtet, das durch die Fenster der Häuser dringt. Aus einigen Cafés und Bars erklingt Musik auf die Plätze der Stadt. Im Sommer finden in den Abendstunden zudem die traditionellen Vorführungen des „Moreska“-Schwerttanzes statt, die ihr auf keinen Fall verpassen solltet. Es ist belegt, dass der Schwerttanz bereits seit 1666 in Korčula aufgeführt wird. Vorführungen finden z. B. auf dem Platz vor der Kathedrale statt.

Aufgebaut ist die Altstadt ein bisschen wie das Skelett eines Knochenfisches, in dem jede Gasse einen der Knochen darstellt. Grund dafür ist keinesfalls der Zufall, sondern vielmehr geschickte Stadtplanung, da diese Aufteilung im Winter Schutz vor den kalten nördlichen Winden bietet, während im Sommer eine angenehme Brise der östlichen Winde für ein bisschen Abkühlung sorgt.
Am besten erkundet man die Altstadt, indem man einfach durch die kleinen Gassen läuft und schaut, woran man so vorbeikommt. Ich würde mich erst einmal gar nicht um die Sehenswürdigkeiten kümmern – dafür hat man später noch Zeit.
(2) Sveti Marko Kathedrale
Im 15. Jahrhundert gebaut, ist diese schöne Kirche die Hauptsehenswürdigkeit der Altstadt. Erbaut in einer Mischung aus Renaissance- und Gotik-Stil, haben sich im Inneren einige berühmte Künstler verewigt. Der obere Kirchturm und der auf Säulen ruhende Aufbau über dem Altar wurden vom berühmten Steinmetz Marko Andrijić erschaffen und stellen die wohl bekanntesten Teile der Kirche dar. In der Kirche befinden sich auch zahlreiche Gemälde, darunter Werke des berühmten italienischen Künstlers Tintoretto. Weitere Bildhauer, die hier gewerkelt haben, sind Fran Čučić, Ivan Meštrović, Ivan Kerdić, Frano Kršinić, Alojzije Lozica und Izvor Oreb.
(3) Sea Gate
Auf der östlichen Seite der Stadtmauern ist dies vom Meer kommend der erste Berührungspunkt mit der Altstadt, da man sie höchstwahrscheinlich durch dieses Tor betritt. Der erste Eindruck weiß dabei durchaus zu beeindrucken – die geschwungene Treppe hinauf zum Tor ist schon imposant.

(4) Great Governors Tower
Eines der wichtigsten Elemente der Verteidigungsanlage von Korčula ist dieser Turm im Südwesten der Altstadt. Der 1483 vom Großfürsten von Lombardo (daher der Name) gebaute Turm wird von den Einheimischen heute Torjun genannt. Rund um das Bauwerk befinden sich ein paar Gedenktafeln zum Zweiten Weltkrieg. Normalerweise kann der Turm auch besichtigt werden, allerdings war er bei meinem Besuch leider geschlossen.

(5) Kanavelić Tower
Am Kai des Hafens in der äußeren nordwestlichen Ecke befindet sich der halbzylindrische Kanavelić-Turm (1485–88) mit auf Bögen ruhenden Zinnen, der sich im Halbbogen zur Stadt hin öffnet. Erbaut wurde der Turm von Rektor Barbarigo.
(6) Korčula Town Museum
Dieses 4-stöckige, aber dennoch nicht so große Museum widmet sich, wie ihr euch denken könnt, der langen Geschichte der Stadt. Exponate aus den Bereichen Kultur, Ethnologie und Archäologie werden dabei gut erklärt. Schön fand ich, dass das gesamte Museum ordentlich chronologisch sortiert ist und man sich so gut entlang der gesamten Geschichte der Stadt bewegen kann. Bei einer Stadt wie Korčula nimmt die Seefahrtsgeschichte natürlich einen besonderen Platz ein. Ein Highlight ist eine Uhr von Napoleon höchstpersönlich. Der Eintritt kostet 40 Kuna (=7 €?).

(7) St. Mark's Abbey Treasury
Hier findet man eine der bedeutendsten Sammlungen sakraler Kunst in der Region. Die Schatzkammer enthält eine beeindruckende Sammlung von Kunstwerken, darunter liturgische Gewänder, Gemälde, Skulpturen und Goldschmiedearbeiten.
Einige der bemerkenswertesten Stücke in der Sammlung sind ein Prozessionskreuz aus dem 15. Jahrhundert, ein antikes Kelchglas aus dem 1. Jahrhundert und eine Reliquie des Heiligen Markus. Die Sammlung ist auch reich an mittelalterlichen Textilien, die mit Goldfäden und Edelsteinen verziert sind.
Die Schatzkammer wurde in den letzten Jahren umfassend restauriert und ist heute ein faszinierendes Beispiel für die religiöse Kunst und Kultur der Region. Ein Besuch lohnt sich für Kunstliebhaber*innen und Geschichtsinteressierte.
(8-11) Strände rund um die Altstadt
(8) Banje Beach
Kleiner Kieselstrand in der Nähe der Altstadt. Die Bucht, in der sich der Strand befindet, blickt Richtung Nordosten, deshalb ist es dort meistens schattig. Es gibt einige Restaurants und Läden in direkter Umgebung. Wasserschuhe sind hier ziemlich praktisch. Insgesamt eine gute Option für einen schnellen Sprung ins Wasser von der Altstadt aus.
(9) Uvala Luka Beach
Sehr schöne Bucht am Aminess Port 9 Resort, der Strand kann aber auch von Nicht-Gästen genutzt werden. Der Strand besteht teils aus Sand, teils aus Kiesel, es können Liegen und Sonnenschirme (und Betten!) gemietet werden und in der Umgebung gibt es ein paar Restaurants und Bars. Die Promenade entlang des Strandes ist auch einen kleinen Spaziergang wert und über diese ist auch der Zugang für Menschen in Rollstühlen möglich.

(10) Badija Island
Die größte Insel des Korčula-Archipelagos wird im Sommer mit regulären Bootsverbindungen für Touristen von der Altstadt aus angefahren. Auf dem Eiland gibt es ein paar Kieselstrände, einen schönen Rundweg um die Insel herum und ein Franziskanerkloster aus dem 14. Jahrhundert. Außerdem laufen auf der Insel ziemlich handzahme Rehe herum, die an den Pier kommen, sobald ein Boot anlegt.

(11) Vrnik Island
Etwas weiter weg, aber ebenfalls mit Shuttle-Booten von Korčula aus zu erreichen, ist diese Insel noch etwas ruhiger als Badija. Auch hier gibt es sehr schöne Kieselstrände. Es gibt ein recht exklusives Restaurant sowie eine kleinere Konoba, und man kann hier auch übernachten, wenn man möchte.
(12, 13) Lumbarda
Am östlichen Ende der Halbinsel liegt Lumbarda, eine kleine Siedlung mit etwa 1000 Einwohnern, die sich auf mehrere kleine Fleckchen entlang der Küste aufteilen. Lumbarda ist vor allem für seine schönen Strände und kleinen Buchten bekannt, aber auch für das bekannte „Psephisma von Lumbarda“, eine Art Vertrag zwischen griechischen und illyrischen Siedlern über die Landverteilung in diesem Gebiet aus dem 4. Jahrhundert vor Christus. Eine Replika davon kann im Korčula Town Museum begutachtet werden.
Ansonsten lohnt es sich, vielleicht mit dem Fahrrad oder auch zu Fuß die umliegende Umgebung zu erkunden, die oftmals vom Weinbau geprägt ist. Die beiden kultivierten Sorten sind der Plavac Mali sowie der Grk, beide bringen hochklassige Weine hervor. Ein guter Ort in der Umgebung, um diese Weine zu probieren, ist die Vitis Winery (12) direkt in Lumbarda. Drei Mal im Sommer findet hier außerdem das Grk White Wine Festival statt, ebenfalls eine gute Möglichkeit zur Weinverkostung.
Die größte und sehenswürdigste Kirche im Ort ist die St. Roch-Kirche (13).

(14-16) Strände rund um Lumbarda
(14) Vela Przina Beach
Der größte Sandstrand der Insel ist ein beliebter Strand für Familien, was am einfachen und flachen Wasser liegt, aber auch an den vielen Unterhaltungsmöglichkeiten vor Ort. Es gibt Jetskis, Quad-Touren, eine Hüpfburg auf dem Wasser, ein Restaurant und wer möchte, kann sich auch eine Massage am Strand gönnen. Eine Liege mit Schirm kostet ca. 20 KN. Natürlich gibt es auch Umkleiden und WCs, und hinter dem Strand befinden sich Parkplätze, sodass dieser einfach mit dem Auto erreichbar ist. Im absoluten Hochsommer können diese aber auch bereits um 11 Uhr morgens schon voll sein.
(15) Bilin Žal Beach
Fußläufig vom „Zentrum“ Lumbardas zu erreichen, besteht dieser Strand teilweise aus Sand, teilweise aus Zement. Man hat einen super Ausblick auf Pelješac und den Sveti Ilja-Berg. Auch hier fällt das Wasser sehr flach ab, sodass der Strand für Kinder geeignet ist. Hinter dem Strand gibt es ein Restaurant/Bar. Liegen und Sonnenschirme können im Sommer gemietet werden.

(16) Lenga Brendana Nudist Beach
Wer keine Lust auf den Trubel der anderen Strände und kein Problem mit der Freikörperkultur und Felsstränden hat, ist hier an der richtigen Adresse. Es gibt ein paar schattige Plätzchen hier.
(17) Žrnovo
Dieses Dorf liegt etwa vier Kilometer von der Altstadt entfernt und ist ein schöner Platz, um in den umliegenden Hügeln zu wandern. In Žrnovo hat sich auch eine kleine Künstlerkolonie angesiedelt. Bekannt ist der Ort auch für den „Moštra“, einen Folkloretanz mit Schwertern, der vor allem am 15. August, bei der „Feast of the Assumption“, aufgeführt wird.
(18-20) Strände an der Südküste
(18) Pavja Luka Beach
Um zu diesem Strand zu kommen, muss man erstmal ca. 15-20 Minuten einen recht steilen Pfad entlanglaufen, was natürlich viele Leute abschreckt und dafür sorgt, dass dieser Strand auch im Sommer nicht überfüllt ist. Wer also ebenfalls Lust auf einen kleinen Hike hat, kann das hier kombinieren. Die Bucht, an der man dann ankommt, ist sehr schön und ruhig und bietet einen schönen, weißen Kieselsteinstrand. Es gibt auch eine kleine Bar, aber die ist eher unregelmäßig geöffnet. Also Getränke mitnehmen und am Anfang nicht in Flip-Flops zum Strand gehen.
(19) Rasohatica Beach
Die Anfahrt hierhin ist mit dem Auto möglich, allerdings am Ende über eine recht holprige Straße. Dementsprechend ruhig ist es hier. Es gibt keinen Shop oder andere Verpflegungsmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe, deshalb sollte man wirklich alles mitnehmen, was man so für einen Strandtag braucht.
(20) Orlanduša Beach
Super schöner Strand, ebenfalls mit dem Auto nur sehr schwierig zu erreichen (aber machbar!). Auch hier gibt es keine weiteren Annehmlichkeiten, dafür hat man seine Ruhe.
(21) Smokvica
Eine der ältesten Siedlungen der Insel und sehr zentral auf dieser gelegen, ist sie deshalb ein guter Ausgangspunkt in alle Richtungen. Rund um den Ort verlaufen einige schöne Wanderwege, die teilweise schon seit Jahrhunderten genutzt werden und die verschiedenen Siedlungen in der Region miteinander verbinden. Diese führen dann durch ebenso alte Weingüter, von denen es einige in der Gegend gibt. Der hier kultivierte Weißwein heißt übrigens Posip und ist ebenfalls im ganzen Land bekannt. Natürlich hat der Ort auch seinen eigenen Schwerttanz – hier heißt er Kumpanija.
Zentrum des Ortes ist die „Church of Our Lady of Atonement“, die ins Jahr 1700 zurückdatiert wird. Vor der Kirche ist ein kleiner Platz, auf dem auch Märkte abgehalten werden.

(22) Brna
An der Südküste der Insel gelegen, befindet sich dieser Ort in einer wunderschönen kleinen Bucht. Im Ort gibt es Einkaufsmöglichkeiten, Restaurants und Apartments. Der kleine Hausstrand des Ortes (Zal Beach) ist ebenfalls zu empfehlen. Einen Kilometer nördlich vom Ort entfernt liegt der Istruga Beach, der aber derzeit leider total heruntergekommen und nicht zu empfehlen ist. Schade!
(23-26) Blato
Auch Blato gibt es schon Ewigkeiten und war in der Zeit der Piraten und Seeräuber durch die umliegenden Hügel ein gut geschützter Ort vor diesen. Es heißt, dass Blato der älteste Ort der Insel ist, noch älter als Korčula Town. Heute leben hier etwa 3500 Menschen, was die Stadt zu einem der größeren Flecken auf der Insel macht. Blato hat ein paar Sachen, die es sich lohnt, anzuschauen.
Das Frauenkloster „Sanctuary of the Blessed Mary of Jesus Petkovic“ (24) erinnert an das Leben und die Arbeit der Seligen Marija Petković und ist ein sehr schöner und friedlicher Ort. Sehenswert sind die Steinreliefs in der kleinen Kirche. Mit etwas Glück wird einem von einer der Nonnen ein kleiner Rundgang gegeben.
Die „Church of the All Saints“ (25) ist der zweite religiöse Ort, der im Ort besichtigt werden kann. Die Kirche datiert bis ins 14. Jahrhundert zurück, einige sagen sogar bis ins 10., und befindet sich mitten im Ortszentrum auf dem Plokata genannten Platz.
Die Lindenallee (26) ist die Hauptstraße des Ortes. 117 gepflanzte Linden machen diese Straße zur zweitlängsten Lindenallee Europas (nach „Unter den Linden“ in Berlin).
Der Kumpanija Schwerttanz wird jährlich am 28. April groß aufgeführt, am Namenstag des Heiligen Vinzent, dem Schutzpatron des Ortes. Im Juli und August findet hier auch das Blato Summer Festival statt, währenddessen es zu vielen Musik- und Kulturveranstaltungen im Ort kommt. Ein ganz besonderes Event ist der Tag der „Battles of Gica“ in dem Ort. Im Jahr 1571 kam es zu einem großen Kampf zwischen Piraten und den Einheimischen, der letztendlich mit dem Sieg Blatos endete. Dieser Sieg wird immer noch jährlich Anfang August mit der Rekonstruktion der Schlacht gefeiert.
(27-28) Vela Luka

(28) Vela Spila
Auch wenn die Höhle übersetzt „Große Höhle/Grotte“ heißt, ist diese gar nicht mal so groß. In ein paar Minuten hat man den frei zugänglichen Bereich bereits gesehen (Eintritt: 15 KN). Trotzdem ist ein Besuch lohnenswert, da alleine der Weg dorthin es wert ist (auf dem Weg liegt ein schöner Viewpoint, von dem man auf die ganze Bucht und die Stadt hinunterschauen kann). Um dann im Endeffekt mehr über die Höhle zu erfahren, sollte man im Kulturzentrum vorbeischauen.

(29-31) Vela Luka Beaches
(29) Plitvine Beach
2,5 km von Vela Luka entfernt, ist der Plitvine Beach ein schöner, kleiner Strand im nördlichen Bereich der Bucht. Der Strand kann mit dem Auto erreicht werden und ist so halbwegs für Kinder geeignet. Einige Stellen sind betoniert, der Rest besteht aus Kieselsteinen oder Felsen.
(30) Gabrica Beach
Auf der südlichen Seite der Bucht kann der Strand manchmal etwas dreckig sein. Wenig Parkmöglichkeiten, allerdings gut für Kinder geeignet.
(31) Pičena Beach
Ein Stück weiter als der Gabrica Beach. Am Strand befindet sich ein gutes Restaurant, das allerdings auch fast die Hälfte des Strandes für sich beansprucht.
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(32-38) Unterkunft
Budget
(32) Korčula Hostel | Korčula Town
Mitten in der Altstadt, in einer der kleinen Seitengassen gelegen, kann man hier sehr entspannt Urlaub machen und gut andere Reisende kennenlernen. Slava und Dinko machen es einem einfach, sich auf Anhieb wohlzufühlen. Es gibt 6- und 8-Betten-Dorms und eine Gemeinschaftsküche. Frühstück wird nicht angeboten.
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(33) Apartments Barbaresko | Lumbarda
Ein sehr schönes Apartment nicht weit von den Stränden Lumbardas entfernt. Die Aussicht von der Terrasse über die Bucht ist großartig und auch bis Korčula Altstadt ist es nicht weit. Hier stimmt eigentlich alles!
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(34) Apartment Boris | Vela Luka
Nicht weit von der Fähre entfernt, kann man, wenn man hier seinen Urlaub verbringt, auch gut andere Inseln erkunden. Kommt man auch mit der Fähre an, holen einen die Gastgeber auch gerne davon ab. Das Apartment ist voll ausgestattet, sehr sauber und auch nur ein paar Minuten vom Strand entfernt.
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Mittelklasse
(35) Apartments Sunny Town | Korčula Altstadt
Großartige Lage mitten in einer der kleinen Gassen der Altstadt. Trotzdem ziemlich ruhig. Filip ist ein super Gastgeber, der einem viele Tipps für den Besuch von Korčula und der Insel geben kann und dabei sehr bemüht ist, dass seine Gäste eine super Zeit haben. Nicht weit vom Apartment entfernt steht zudem noch ein kostenloser Parkplatz in einer Tiefgarage zur Verfügung.
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(36) Guest House Lovrić | Lumbarda
Sehr zentral gelegenes Guesthouse, nur ein paar Minuten von der Promenade in Lumbarda entfernt. Und wer guten Wein mag, kann diesen direkt im angeschlossenen Weinladen kaufen. Von der Terrasse hat man einen sehr schönen Ausblick.
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(36) Boutique Rooms Kastel Ismaeli | Vela Luka
Direkt an der Promenade in Vela Luka werden hier über einem Restaurant/Bar schöne Zimmer angeboten. Sehr lärmempfindliche Leute könnte der Restaurantbetrieb und der Verkehr an der Straße allerdings ein wenig stören. Parken kann man mit einer Parkkarte auf dem städtischen Parkplatz ganz in der Nähe.
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Luxus
(37) Aminess Port9 Resort | Korčula Town
Großes Urlaubsresort in einer kleinen Bucht zwischen der Autofähre und der Altstadt. Entweder kann man sich hier an den sehr schönen Strand legen oder in einem der Pools im Innenhof schwimmen. Von dem Dachterrassenrestaurant hat man einen wunderschönen Blick über die Bucht. Sowohl Frühstück als auch Abendessen sind generell sehr gut.
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(38) ECO Aparthotel The Dreamers’s Club | Lumbarda
Sehr schönes Öko-Hotel, das zum Verweilen einlädt. Die gesamte Anlage ist sehr durchdacht und mit viel Liebe zum Detail eingerichtet, und man fühlt sich durch die familiäre Atmosphäre schnell zuhause. Das Frühstück ist sehr reichhaltig und lecker, allgemein wird auf Nachhaltigkeit großen Wert gelegt, wie es der Name schon sagt.
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(39-49) Gastronomie
Korčula hat eine wirklich starke Restaurant-Kultur und verfügt nicht nur in der Altstadt über wirklich hervorragende Etablissements. Hier werden alle Foodies auf jeden Fall auf ihre Kosten kommen. Bekannt ist die Insel für die selbstgemachte Pasta „Žrnovski makaruni“, die ursprünglich aus Žrnovo kommt, aber auch in allen anderen Ecken der Insel angeboten wird. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Korčula nachts auch gerne mal „Snorcula“ genannt wird. Nicht, weil die Leute hier so gerne schnorcheln (=snorkeling), sondern weil hier nicht sooo viel los ist und die Leute nachts lieber schnarchen (=snoring). Aber ein paar Spots gibt es dann doch, die einen Besuch wert sind und auch nicht direkt um Mitternacht schließen.
(39) Fish’N’Go | Korčula Town
Kleines, aber sehr beliebtes und recht preiswertes Restaurant nahe der Altstadt. Wie es der Name schon sagt, kommt hier fischhaltiges Fast-Food auf den Tisch, der größtenteils frittiert ist. Aber auch die Salate und die Bruschetta sind es definitiv wert, probiert zu werden.
(40) Maha Bar | Korčula Town
Wer mal wieder Bock auf Good Old Burger hat, ist hier definitiv an der richtigen Adresse. Legendär sind auch die Pommes mit Trüffel-Mayonnaise. Neben den Burgern gibt es auch immer eine Auswahl an Fischspezialitäten und auch Vegetarier*innen werden hier problemlos satt.
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(41) Konoba Belin | Žrnovo
Traditionelles Restaurant nicht weit von Korčula Town. Hier gibt es alle kroatischen Klassiker vom Grill und aus der Pfanne. In der Saison sollte man vorher reservieren, um sicherzugehen, dass man einen Tisch bekommt, es ist nämlich eigentlich immer voll hier.
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(42) Konoba Škafetin | Lumbarda
Das beliebteste Restaurant am Platz ist eine Institution in Lumbarda. Große Portionen, kreative Abwandlungen traditioneller Speisen und auch etwas Vegetarisches auf der Karte machen dieses Restaurant zu einem guten Pick für jede Tageszeit. Für einige das beste Restaurant auf der Insel.
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(43) Pizzeria Torkul | Lumbarda
Untergebracht in einer alten Olivenölmühle wird hier super leckere Pizza mit Meerblick serviert. Wie es sich für ein Restaurant in einer alten Olivenölmühle gehört, ist regionales Olivenöl auch eines der Hauptzutaten im Essen. Die Pizzen werden in einem Holzofen zubereitet und können locker mit denen in Neapel mithalten.
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(44) Konoba Bata | Vela Luka
Schöne kleine Konoba mit Platz für nicht so viele Menschen. Dafür schmeckt das Essen umso besser! Auf der Speisekarte stehen traditionelle Fisch- und Fleischgerichte, aber es gibt auch Pasta, Risotto und leckere Desserts. Der Hauswein ist ebenfalls super. Volle 5 Sterne!
(45) Bistro Beppo | Mexikanisch | Vela Luka
Mhhhh, Mexican Food. Quesadillas, Tacos, Fajitas, Burritos, Tortillas, Guacamole, Salsa! Alles da, was man sich wünschen könnte! Und es schmeckt auch wirklich lecker und authentisch. Wer eine Auszeit vom üblichen mediterranen Essen braucht, sollte nicht weiter suchen und hier einkehren.
(46) Cocktail Bar Massimo | Korčula Town
Beheimatet in/auf einem der Stadttürme ist schon der Weg in die Bar ein kleines Abenteuer, da der einzige Weg da hoch durch eine kleine Luke führt. Das Interieur ist ansonsten recht urig und schön, Cocktails werden teilweise in mittelalterlich anmutenden Humpen serviert, wie es sich für eine Bar in solch historischer Location gehört. Klar, ist nicht ganz billig hier, aber vor allem zum Sonnenuntergang ist dies ein super Ort.
(47) Bokar Wine Bar | Korčula Town
Sehr nette Weinbar mit freundlicher Bedienung und guter Möglichkeit zur Weinverkostung. Die Essensplatten, die zum Wein bestellt werden können und größtenteils aus verschiedenen Käsesorten, Schinken und Oliven bestehen, machen auch als Abendessen eine gute Figur.
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(48) Dos Locos No1 | Korčula Town
Diese kleine Disco kann ein wenig eine „Hit or Miss“-Entscheidung sein. An einigen Tagen, vor allem am Wochenende, finden hier teilweise richtig gute Partys statt, an anderen ist man u.U. alleine im Club. Trotzdem wohl der beste Ort in der Stadt, um tanzen zu gehen.
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(49) Plaf Pub | Vela Luka
Nette Bar mit einer großen Auswahl an vergleichsweise günstigen Cocktails und Bier. Im Sommer kann man hier schön draußen sitzen und auch schon morgens gut einen Kaffee trinken.
(50-52) Transport
Auf die Insel kommt man am besten per Fähre, entweder aus Orebić auf der benachbarten Pelješac-Halbinsel oder nach Vela Luka von Split, Hvar und weiteren umliegenden Inseln. Auf der Insel selber wird der öffentliche Nahverkehr durch mehrere Buslinien bedient.
Bus
Fähre
Von Orebić fahren zwei Fähren das kurze Stück rüber nach Korčula. Einmal Jadrolinija mit einer großen Autofähre und dann gibt es noch zusätzlich eine kleine Fähre für Fußpassagiere. Der Vorteil der kleinen Fähre ist, dass diese direkt an der Altstadt in Korčula an- und ablegt (52), während die große Fähre in Domice (53) hält, was noch einmal 20–30 Minuten zu Fuß von der Altstadt entfernt ist.
An eurer Stelle würde ich nur im Voraus buchen, wenn ihr mit dem Auto da seid und ansonsten einfach im Hafen von Orebić schauen, welche Fähre als nächstes losfährt. Für die kleine Fähre könnt ihr das Ticket übrigens bequem an Bord kaufen. Für die Jadrolinija-Fähre gibt es einen Ticketschalter.
Homepage Jadrolinija
Fahrplan der kleinen Fähre
Der Fährhafen in Vela Luka (54) wird von Fähren aus Split, Hvar, Lastovo und Proizd angefahren. Es gab auch mal eine Linie nach Pescara in Italien, aber die scheint bis auf weiteres eingestellt zu sein.
Alle Infos und Fahrpläne für Fähren von und nach Vela Luka findet ihr hier (Link)
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Ich freue mich über jede Rückmeldung!