Paklenica Nationalpark
auf den spuren winnetous
Paklenica ist nach dem Nationalpark Plitvicer Seen der zweite Nationalpark, der 1949 in Kroatien zu einem geschützten Naturreservat erklärt wurde. Älteren Menschen sollte die Landschaft im Park vielleicht bekannt vorkommen, da hier Ende der 60er-Jahre Winnetou und Old Shatterhand in ihrem Westernabenteuer auf die Suche nach dem „Schatz im Silbersee“ machten (der in irgendeiner Höhle im Park im Übrigen immer noch verschollen sein sollte 😉 ).
Auch die Unesco hat dem Park mittlerweile ihre Wertschätzung erteilt. Zusammen mit zahlreichen anderen Nationalparks und Regionen in 17 verschiedenen Ländern in Europa ist der Paklenica Teil des Welterbes der „Alten Buchenwälder und Buchenurwälder“, womit auch schon gesagt ist, was man im Park teilweise erwarten kann. Wer möchte, kann sich auf den über 150 km langen Wanderpfaden, die sich durch den gesamten Park ziehen, tief in den Wäldern bewegen und ist dabei meistens mutterseelenallein. Wesentlich beliebter sind allerdings die Wanderungen in den und rund um die beiden tiefen und beeindruckenden Schluchten des Parks. Und es ist wirklich so, dass diese Landschaft tatsächlich auch irgendwo im Wilden Westen des 19. Jahrhunderts beheimatet sein könnte, sodass Winnetou hier gar nicht so falsch war, vielleicht. Aber Wilder Westen oder Wilder Balkan… same same but different 😉
Überhaupt ist der Park generell nur zu Fuß zu erkunden. Außer der Anfahrtsstraße, die dann mehr oder weniger am „richtigen“ Anfang des Canyons endet, gibt es keine befestigten Wege im gesamten Park. Selbst mit dem Mountainbike wird man hier nicht weit kommen, ohne dieses immer wieder mal tragen zu müssen. Eines der beliebtesten Ziele im Park ist dabei der Vaganski Vrh, der höchste Gipfel im Park mit 1.758 Metern.
Die zweite große Aktivität ist dann das Sportklettern, bei dem sogar ich als Nicht-Kletterer problemlos erkennen kann, weshalb der Park dafür perfekt geeignet ist. Die steil aufragenden, bis zu 400 m hohen Karstfelsen in der Veli Paklenica (= große Paklenica) sind eine echte Herausforderung und ziehen bereits seit Jahrzehnten Kletternde aus aller Welt in ihren Bann. Die Erstbesteigung des bekanntesten Klettergebiets im Park, des riesigen Karstfelsen Anića kuk, wurde bereits 1938 in Angriff genommen, endete aber fatal. Seitdem sind jedoch über 40 verschiedene Routen von unterschiedlicher Schwierigkeit bekannt. Für Anfänger*innen ist das dort aber trotzdem nichts.

Anića kuk und ihre benachbarten monströsen Felswände sind dabei eventuell auch für die Namensgebung des Parks verantwortlich. Eine Version der Etymologie von „Paklenica“ leitet sich aus dem kroatischen Wort für „kleine Hölle“ ab und soll die steilen Felswände bezeichnen, wenn das Abend- oder Sonnenlicht auf diese fällt und sie dadurch noch bedrohlicher wirken. Eine andere Version besagt jedoch, dass der Name durch das Harz der Schwarzkiefer („Paklina“) entstand, welches früher für die Imprägnierung von Booten genutzt wurde. Entscheidet selbst, welche Version besser passt und euch mehr gefällt!
Facts
Gründung | 1. Oktober 1949 |
Fläche | 95km² |
Höchster Gipfel | Vaganski Vrh (1758m) |
Flora | über 1000 verschiedene Arten |
Fauna | 53 Säugetierarten 31 Reptilien 260 Vogelarten / 165 im Park nestend |
Nächstgelegene Orte | Zadar / Starigrad Paklenica |
Highlights
Das echte Highlight im Park sind die Wanderwege und Kletterrouten. Daneben gibt es aber trotzdem noch ein paar schöne „Sights“ und Erlebnisse, die man im Park machen kann.
(1) Haupteingang & Paklenica-Mühle
Direkt am Haupteingang des Parks liegt eine alte Mühle aus dem 19. Jahrhundert, die allerdings nicht mehr in Betrieb ist. Früher gab es am Paklenica-Fluss, der über die Jahrtausende den Canyon in den Berg gefräst hat, insgesamt 15 Mühlen. Davon ist keine mehr in Betrieb, und dies ist die einzige, die noch besichtigt werden kann. Nur von April bis Oktober geöffnet.

(2) Underground Secrets of Paklenica
Das Besucherzentrum des Nationalparks befindet sich nur ein kurzes Stück hinter dem Ende der asphaltierten Straße, die in den Park hineinführt. Untergebracht ist es in einem alten Bunker, der zwischen 1950 und 1953 von der jugoslawischen Armee gebaut wurde, als das Land begann, sich von der Sowjetunion zu distanzieren. Bis Anfang der 90er-Jahre war der Bunker militärisches Sperrgebiet und für Besucher nicht zugänglich. Erst nach dem Kroatienkrieg, als die kroatische Armee den Bunker als Materiallager nutzte, wurde dieser dem Nationalpark übergeben. Es dauerte noch einmal bis 2016, bis die ersten Touristen diesen besichtigen konnten.
Seit Juli 2022 befindet sich in diesem nun ein Besucher- und Informationszentrum, das in verschiedenen Themenbereichen eine kleine interaktive Ausstellung zum Park zusammengetragen hat. Über einen Licht- und Soundtunnel betritt man diesen und wird danach über die Entstehung des Velebit-Gebirges, dessen Naturmerkmalen und der ersten menschlichen Besiedlung des Gebiets informiert. Die zweite Halle steht unter dem Motto „Kulturerbe und Mensch im Velebit“, wobei der natürliche und kulturelle Reichtum im Mittelpunkt steht.

(3) Manita Pec-Höhle
Dies ist die einzige von eigentlich zahlreichen Höhlen im Park, die der Öffentlichkeit zugänglich ist – und das seit 1937 bereits! Der Eingang der Höhle liegt auf 570 m über dem Meeresspiegel, und um dorthin zu gelangen, ist doch ein ganz ordentlicher Aufstieg notwendig. Der Abzweig dorthin liegt etwa 1,5 Kilometer hinter dem letztmöglichen Parkplatz an der Asphaltstraße und ist nicht zu verfehlen. Bitte beachtet, dass die Höhle recht merkwürdige Öffnungszeiten hat. Selbst in der Hauptsaison ist sie täglich nur von 10 bis 13 Uhr geöffnet. In den Monaten davor und danach ist sie ebenfalls nicht täglich zugänglich. Von November bis März ist die Höhle dann vollständig geschlossen, weshalb ich diese bei meinem Besuch Anfang November auch nicht besichtigen konnte. Fragt am besten direkt an der Kasse nach, ob die Höhle geöffnet ist, um auf Nummer sicher zu gehen, dass ihr den beschwerlichen Aufstieg dorthin nicht umsonst macht.

Falls ihr zu den Besuchenden gehört, die während der Öffnungszeiten dort sind, müsst ihr für die Höhle noch einmal extra Eintritt bezahlen (nur Bargeld!) und der Besuch ist nur mit einem Guide möglich. Das kostet dann 5 € im Jahr 2023 und dauert etwa 30 Minuten. In der Höhle herrscht eine durchgängige Temperatur von 9 °C, was in der Hauptsaison durchaus mal einen Temperatursturz von 25 °C bedeuten kann. Nehmt also mindestens einen Pullover zusätzlich mit.
(4) Wandern
Über 150 km an Wanderrouten gibt es im Nationalpark, einige davon sehr ausgetreten und sehr beliebt, andere sehr remote und einsam. Dabei gilt die Grundregel: Je weiter man sich in den Park hineintraut, desto einsamer wird es. Wenn ihr eine größere Wanderung plant, solltet ihr auf jeden Fall auf den gekennzeichneten Wegen bleiben! Nicht nur, weil man dies in einem Nationalpark zum Schutz der Natur sowieso machen sollte, sondern auch, weil abseits der Wege immer noch eine Minengefahr herrscht. Ein Überbleibsel aus dem kroatischen Unabhängigkeitskrieg, als auch Paklenica Schauplatz von Kämpfen war.
Leider gab es bei meinem Besuch am Eingang keine ausführliche oder detaillierte Wanderkarte mit Routenbeschreibungen. Beim kroatischen geologischen Institut findet ihr diese allerdings online (Punkt 18). Ansonsten habe ich euch hier noch drei beliebte Routen zusammengestellt:
Velika Paklenica – Planarski Dom – Mala Molica – Velika Paklenica
mittelschwer | ca. 14km | 1000 Höhenmeter
Dies ist eine der beliebtesten Routen mit dem Ausgangspunkt vom Haupteingang des Nationalparks. Zuerst folgt man der „Hauptwanderroute“ in Richtung des Planarski Dom, einem Wander- und Gästehaus mit Gastronomie, welches für die meisten Wandernden im Park der Endpunkt ihrer Wanderung darstellt und wo diese dann wieder umkehren und den gleichen Weg zurückgehen. Bis dorthin sind es etwa 6,5 km. Die Wanderung bis dort ist beliebt, und auf dem Weg kann es am Wochenende in der Saison sicher auch ziemlich belebt sein. Das erste Drittel auf diesem Weg ist übrigens auch ziemlich steil und nicht zu unterschätzen, aber dann wird es einfacher und fühlt sich eher wie ein schöner Spaziergang an.
Auf diesem Trail hat man auf jeden Fall immer mal wieder einen super schönen Ausblick auf die bewaldeten Hänge des Nationalparks und in die Schlucht. Auch ist ein kleiner Umweg möglich, hoch auf den Anića Kuk, von wo man eine wirklich grandiose Aussicht hat. Um später wieder auf den Hauptwanderpfad zu kommen, geht es nochmal recht steil runter. Insgesamt lässt sich der Trail aber sehr leicht laufen und wird für alle, die halbwegs fit sind, wohl keine Überforderung darstellen.
Hier findet ihr den Trail als gpx-Datei. Meine App der Wahl um den Trail nachzuverfolgen ist übrigens die Rother Wanderapp, wo man die Datei einfach importieren kann.
Mala Paklenica Rundweg
mittelschwer | ca. 16km | ca. 900 Höhenmeter
In Paklenica gibt es zwei Canyons, die sich aus den Bergen heraus in Richtung Meer erstrecken. Einmal der wesentlich beliebtere „Veliki Paklenica“ (der „große Paklenica“) und etwas weiter westlich auch noch die ruhigere „Mala Paklenica“ („kleine Paklenica“). Am Anfang beider Canyons kann man Eintrittskarten kaufen, allerdings müsst ihr beachten, dass die kleine Paklenica außerhalb der Saison von April bis Oktober nicht geöffnet ist.
Wer an einem heißen Sommerwochenende im Park ist und den Menschenmassen entfliehen möchte, ist auf jeden Fall an der „Mala Paklenica“ besser aufgehoben. Auch hier gibt es sehr schöne Wanderrouten und generell ist es hier etwas wilder und rauer und weniger ausgetreten.
Dieser Trail folgt einem Rundweg, der euch vom Kassenhäuschen und dem Parkplatz einmal durch die kleine Schlucht hinaufführt, bevor ihr fast ins Gebiet des großen Paklenica lauft und ein kleines Stück auch dem „Loop“ vom vorherigen Trail folgt. Auch ist wieder ein Umweg auf den Anića Kuk möglich. Der Abstieg runter ist auch hier recht steil, aber machbar. Ebenfalls eine wirklich perfekte Tageswanderung.
Hier findet ihr die gpx-Datei zum Download.
Vaganski Vrh-Besteigung
leicht bis mittelschwer | ca. 12km | ca. 750 Höhenmeter
Der höchste Berg im Velebit und der dritthöchste Kroatiens ist der Vaganski Vrh, welcher zufälligerweise im Paklenica Nationalpark liegt. Es ist auch möglich, den Berg sowohl von unten aus der großen als auch aus der kleinen Paklenica zu erklimmen. Das wäre an einem Tag aber eine echte Mammutaufgabe. Da sollte man dann etwas mehr planen und entweder am Planarski Dom oder in einer der Schutzhütten übernachten.
Die einfache Version ist diese hier: Dafür tackled ihr den Berg aus dem Hinterland, wo euch eine Schotterstraße bis auf 5 km an den Gipfel heranbringt. Die Straße ist nicht im allerbesten Zustand, vielleicht solltet ihr das nicht versuchen, wenn es vorher stark geregnet hat. Auch wäre es hilfreich, wenn man nicht unbedingt mit einem Fiat Panda unterwegs ist und das Auto eine ausreichende Bodenfreiheit besitzt. Wenn das der Fall ist, ist ein SUV aber nicht wirklich notwendig. Ihr könnt das Auto dann direkt an der Schotterstraße auf einem kleinen Wanderparkplatz abstellen, wo dann auch der Wanderweg startet.
Die Wanderung beginnt recht steil, aber keine Bange: Wenn ihr die ersten 2,5 km geschafft habt, wird es schon fast zu einem Spaziergang hoch auf den Gipfel. Und auch die ersten 2,5 km sind machbar. Auf dem Weg habt ihr meistens eine sehr schöne Rundum-Aussicht über die Hochebene und oft auch auf die Adria. Es gibt ja keine höheren Berge, die die Sicht einschränken könnten. Einmal auf dem Gipfel angekommen, dreht ihr dann einfach wieder um und nehmt den gleichen Weg zurück.
Wie euch auf dem Weg auch viele Schilder darauf hinweisen, solltet ihr vor allem in diesem Gebiet die markierten und ausgetretenen Wege auf keinen Fall verlassen. Minengefahr!
Die gpx-Datei für diesen Trail könnt ihr hier runterladen.

(5) Klettern
Der Nationalpark ist ein echtes Mekka für Kletternde und zieht diese aus ganz Europa oder sogar der ganzen Welt an. Innerhalb des Landes gilt Paklenica dabei als unangefochtene Nummer Eins, was das Felsklettern angeht. Kein Wunder! Die steilen Karstklippen in den Canyons und allen voran das Felsmassiv Anića Kuk sind echte Herausforderungen. Insgesamt gibt es im gesamten Park über 590 ausgewiesene Kletterrouten, vom Schwierigkeitsgrad 3 bis hin zu 9a, sodass für alle Climbing-Enthusiasten hier etwas dabei sein sollte. Rund um den 1. Mai kommt es in Paklenica übrigens jährlich zu einem internationalen Kletterer-Treffen, seit 1959 sogar schon.
Begonnen hat das Sportklettern im Nationalpark bereits vor 85 Jahren im Jahr 1938, als der kroatische Kletterer Dragutin Brahm erstmals versuchte, den Anića Kuk von unten zu erklimmen, was allerdings mit seinem Tod endete. Zwei Jahre später gelang dies allerdings zwei anderen Kletterern auf der gleichen Route, welche diese dann „Brahms Route“ tauften. In den 60er- und 70er-Jahren erlebte das Sportklettern in der Region einen ersten großen Aufschwung, als vor allem slowenische Kletternde immer wieder neue Routen erklommen. Aber auch in den letzten Jahren gab es noch neue Rekorde: So wurde die schwerste Route am Anića Kuk (Spomin, 8c) erst im Jahre 2017 von einem Freeclimber ohne Sicherung bezwungen.

Neben Anića Kuk gibt es noch weitere Klettergebiete im Park. Eine kleine Auswahl davon:
Klanci – Dieses Gebiet befindet sich an der engsten Stelle des Canyons. Hier finden sich vor allem kurze Sportkletter-Routen, die einfach erreichbar und teilweise auch für Kinder geeignet sind.
Crljenica – Die am besten geeignetste Stelle für Winterklettern
Debeli kuk, Veliki ćuk, Kuk, Skradelin und Kukovi ispod Vlake sind weitere beliebte Gebiete.
(6) Starigrad Paklenica
Dieses kleine Städtchen ist ein super Ausgangspunkt und sowieso allgemein ein schöner Ort für einen Urlaub. Es gibt nicht so viel zu sehen, aber es liegt direkt am Meer und in den Nationalpark ist es nicht weit. Einen Besuch wert ist das Winnetou-Museum, welches jeden Tag zwei Mal für jeweils eine Stunde geöffnet hat (von 11–12 Uhr und 17–18 Uhr). Das Museum befindet sich im Übrigen in dem alten Motel, in dem während der Dreharbeiten zu den Winnetou-Filmen die Crew und Schauspieler*innen untergebracht waren.
Der Stadtstrand von Starigrad ist ein Kieselsteinstrand und erstreckt sich über ein paar Kilometer. Am südlichen Ende befindet sich ein alter venezianischer Verteidigungsturm, am nördlichen Ende befinden sich ein paar Campingplätze, welche gefühlt die Hälfte des ganzen Örtchens einnehmen. Daneben gibt es im Ort noch Supermärkte, ein paar Beachclubs und Restaurants. Also alles, was man so braucht!

Praktisches
Eintritt
Die Eintrittspreise variieren je nach Monat, in dem der Park besucht wird, halten sich im Vergleich zu den etwas bekannteren Nationalparks des Landes allerdings noch in Grenzen. Neben der Ein-Tages-Karte können auch Tickets für drei und fünf Tage gekauft werden, die dann fünf bzw. sieben Tage ab dem Kaufdatum gültig sind. Für das 3-Tages-Ticket verdoppelt sich der Preis in etwa, für das 5-Tages-Ticket verdreifacht er sich.

Wer die Höhle Manita Pec besuchen möchte, muss in der Nebensaison 3,90 € und in der Hauptsaison 5 € extra abdrücken. Für ein Auto wird ebenfalls eine extra Gebühr fällig, die zwischen 1,30 € in der Nebensaison für einen PKW und bis zu 4 € in der Hauptsaison für Camper und Wohnmobile liegt.
Alle Eintrittspreise für den Park könnt ihr hier abrufen.
Öffnungszeiten
Der Haupteingang in die Veliki Paklenica ist ganzjährig geöffnet, in der Hauptsaison von Juni bis September von 6 Uhr morgens bis 20 Uhr abends. In der restlichen Zeit von 9 Uhr morgens bis 17 Uhr abends.
Der Nebeneingang in die Mala Paklenica ist nur in der Hauptsaison geöffnet, zu den gleichen Zeiten wie der Haupteingang.
Sonnen- und Insektenschutz
Wie überall in Kroatien kann es auch hier im Sommer SEHR warm werden. Tragt dementsprechende Kleidung, nehmt ausreichend Wasser mit, nutzt Sonnencreme und achtet darauf, dass ihr etwas auf dem Kopf tragt, um einen Sonnenstich und Sonnenbrand vorzubeugen. Dies gilt vor allem, wenn ihr im Park wandern möchtet.
Ebenfalls wird der Park im Sommer von unzähligen Mücken heimgesucht. Luftige, aber lange Kleidung und Insektenspray können hier helfen.
Naturschutz
Der Nationalpark und die gesamte Natur stehen unter besonderem Schutz und verfügen über eine reiche Tier- und Pflanzenwelt. Respektiert die Natur und hinterlasst keinen Müll. Berührt keine Tiere oder Pflanzen und bleibt auf den ausgewiesenen Wegen, um Schäden an der empfindlichen Umgebung zu vermeiden. Solltet ihr ein Picknick machen wollen, tut dies auf den ausgewiesenen Plätzen.
Anreise
Mit dem Auto
Es gibt zwei offizielle Eingänge in den Park, an denen ihr Eintrittskarten kaufen könnt, sowie einen inoffiziellen „von hinten“, wo euch niemand nach einem Ticket fragen wird (siehe die Wanderung auf den Vaganski Vrh). Der mit Abstand beliebteste Eingang ist von Starigrad Paklenica, mit dem Auto einfach zu erreichen („Veliki Paklenica“ = Große Paklenica (7)). Der zweite Eingang ist nur in den Sommermonaten geöffnet und kann aus dem kleinen Ort Selina angefahren werden („Mala Paklenica“ = Kleine Paklenica (8)).
Ohne Auto
Es gibt mehrmals täglich einen Bus der Firma Arriva, der von Split bis nach Senj die Küste hoch fährt und dabei auch in Starigrad Paklenica hält. Da es von Split aber ganze vier Stunden dauert, bis man da ist, würde ich euch empfehlen, erstmal in Zadar unterzukommen und von da aus in den Nationalpark zu fahren. Das dauert dann nur noch eine Stunde. In Starigrad Paklenica angekommen sind es dann noch etwa 3,5km bis man in der Paklenica-Schlucht angekommen ist. Sicherlich zu Fuß machbar, vor allem wenn man eh wandern möchte. Die Tickets nach Starigrad Paklenica bucht man am besten bei GetByBus.
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Touren
Eine verlässliche Agentur, die Ausflüge in den Nationalpark Paklenica anbietet, ist „Avanturist Paklenica“ (9), welche ihren Sitz in Starigrad, dem Ort vor dem Nationalpark direkt am Meer, haben. Angeboten werden sowohl Kletter- als auch Wandertouren sowie eine Kanu-Safari durch den Zrmanja-Canyon (welcher allerdings nicht im Nationalpark liegt). Die beliebteste Wanderung, hoch auf den Vaganski Vrh, kann während der Sommermonate täglich gebucht werden. Die Klettertouren werden in allen Schwierigkeitsstufen angeboten.
Ausgangspunkt und Treffpunkt für die Touren ist immer das Büro im Ort Starigrad Paklenica. Wenn ihr mit dem Bus in den Ort fahrt, könnt ihr von der Busstation dorthin laufen.
Unterkunft
Paklenica verfügt über eine Reihe cooler Übernachtungsmöglichkeiten im Park, die vor allem für Wandernde interessant sind. Der Komfortfaktor ist dabei nicht unbedingt superhoch, aber es reicht für eine Nacht allemal. Wer es etwas komfortabler möchte, findet in Starigrad Paklenica einige Pensionen, Apartments und Campingplätze.
Camping
(10) Nacionalni Park Campingplatz | Starigrad Paklenica
Dieser Campingplatz direkt am Meer wird vom Nationalpark verwaltet und ist daher einer der günstigsten, wenn nicht sogar der günstigste Campingplatz direkt am Meer in Kroatien. Angesichts der guten Infrastruktur und genialen Lage ist er ganz sicher einer der besten Deals des ganzen Landes.
Insgesamt gibt es Platz für etwa 90 Personen, so dass es hier noch recht gediegen zugeht. Der Platz ist sehr beliebt bei Kletternden und Wandernden. Es ist nicht möglich, den Campingplatz im Voraus zu buchen oder eine Reservierung zu machen, weshalb man am besten zwischen 10 und 11 Uhr morgens ankommt und darauf hoffen muss, dass Leute abreisen (was allerdings meistens so ist). Geöffnet ist der Platz zwischen Mitte März und Mitte November.
Hier findet ihr die Preisliste für das Jahr 2023.
Budget
(11) Planinarski Dom Paklenica
Diese Berghütte ist für die meisten Besuchenden des Nationalparks der Endpunkt ihrer Wanderung. Hier kann man gut Rast machen, es gibt eine gute Auswahl an Getränken sowie mindestens ein Tagesgericht (meistens vegan), aber auch für etwas mehr als 10 € günstig übernachten. Untergebracht wird man dabei in 4er-Dorms, die sauber, aber ansonsten allenfalls zweckmäßig sind. Erwartet also keinen großen Komfort. Aber das gleicht die schöne Lage inmitten der Natur und die freundlichen Betreiber*Innen sowie Volunteers vor Ort wieder aus. Der Planinarski Dom ist das ganze Jahr über geöffnet, ihr müsst allerdings einen eigenen Schlafsack mitbringen, um dort zu übernachten. Vom Kassenhäuschen am Veliki Paklenica-Eingang braucht man etwa zwei Stunden zu Fuß hierhin, wenn man es gemächlich angeht.

(12) Ivancec Dom | Parici
Eine ganz ähnliche Einrichtung wie der Planinarski Dom, allerdings privat geführt von einem recht alten Mann, der problemlos als ziemliches Original bezeichnet werden kann. Der Ivancec Dom befindet sich nur etwa 5-10 Minuten weiter vom Planinarski Dom im kleinen Dorf Parici, wo es auch noch ein weiteres Restaurant gibt. Die Aussicht von hier ist großartig und auch hier gibt es ein paar Essensmenüs zur Auswahl. Während das Übernachten mit etwa 10 € pro Person auch hier ziemlich günstig ist, wird beim Essen und Trinken preislich ganz ordentlich zugeschlagen. Nun ja, wenn man bedenkt, dass auch alles den mühevollen Weg hier hoch geschleppt werden muss, ist das vielleicht auch verständlich. Wenn man übernachtet, braucht man hier keinen eigenen Schlafsack, soweit ich weiß. Kontakt kann man über die Telefonnummer +385 (0) 75 9999 69 aufnehmen.
Mittelklasse
(13) Apartmani Apolon | Starigrad Paklenica
Marija und Ivan sind die Gastgebenden in diesem schönen, neuen kleinen Apartment-Haus. Dort wird es einem an nichts fehlen, alles ist modern ausgestattet und bis zum Meer sowie zum Nationalpark ist es ebenfalls nicht weit. Empfangen wird man meistens mit einem schönen Glas kroatischen Weins. Wer Lust auf einen entspannten und ruhigen Urlaub hat, ist hier auf jeden Fall richtig!
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Luxus
(14) Villa Vicko
Die Villa Vicko ist ein 4-Sterne-Hotel mit familiärem Flair und direktem Zugang zum Meer am kleinen, hoteleigenen Strand. Alles ist hier sehr geschmackvoll eingerichtet und das Highlight ist zweifelsohne die Terrasse mit Strandbar, die nur etwa 50 m vom Hotel entfernt liegt. Johanna und ihr Team wissen dabei, was ihre Gäste an einem schönen Urlaub schätzen, und geben alles dafür, dass die Wünsche in Erfüllung gehen. Ein Highlight ist wohl jeden Morgen das sehr reichhaltige Frühstück, bei dem man neben den „Klassikern“ auch Kuchen, Pfannkuchen und vieles mehr zur Auswahl hat. Dieses direkt am Strand eingenommen, kann man wohl nicht besser in den Tag starten.
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