Pag

fly me to the moon and back

Inhalt

Man braucht vom Festland nur über eine kleine, ca. 100 m lange Brücke zu fahren, um auf die Insel Pag zu gelangen, aber sobald man diese überquert hat, fühlt man sich erst mal wie in einer anderen Welt – vielleicht sogar wie auf einem anderen Planeten. Pag ist eine Insel der Extreme und dafür auch in ganz Kroatien bekannt. Vor allem ist Pag dabei eines: extrem abwechslungsreich.

Während die Insel im Winter in einen Winterschlaf verfällt und man hier außerhalb der ebenfalls sehr ruhigen Stadt Pag kaum noch einem Menschen begegnet, wird die Insel im Sommer zu einem immer beliebteren Urlaubsdomizil und hat für eigentlich alle Altersklassen und Interessen den passenden Urlaub zu bieten.

Auch das Klima ist extrem. Pag ist bekannt für seinen erbarmungslosen Fallwind, der Bora genannt wird und Windgeschwindigkeiten von über 200 km/h erreichen kann. Aber keine Angst, auch wenn der Bora im Sommer mal aus dem Velebit herunterblasen kann, ist dies eher ein Phänomen im Winter oder Frühling. Verantwortlich ist dieser Wind aber für die extrem karstige, schroffe und unwirtliche Landschaft der Insel.

Im östlichen Teil findet ihr kaum Vegetation, und die kahlen Felsen, Klippen und Steine sorgen für eine Landschaft, die man eher im Sinai in Ägypten, den Zedernbergen in Südafrika oder eben auf dem Mars vermuten würde. Als ich das erste Mal dort war, war ich zumindest sprachlos und ziemlich beeindruckt, dass so eine Landschaft in Europa überhaupt existiert.

Auch das Wasser ist extrem – extrem klar und wunderbar blau. Über 75 km lang erstrecken sich die Strände an der Küste entlang. Manche sind sehr beliebt und überlaufen, andere auch im Sommer menschenleer, einige von Pinienwäldern umgeben (die es vor allem im nördlichen Zipfel der Insel gibt!), andere grenzen gefühlt direkt an die Sahara.

Weit über die Inselgrenzen hinaus bekannt ist der Pager Käse, der Paški sir – ein salziger Schafskäse, dessen Aroma daher rührt, dass sich die Schafe auf der Insel aufgrund mangelnder Alternativen vor allem von salzhaltigen kleinen Sträuchern und Gestrüpp ernähren. Dadurch soll auch das Lammfleisch dieser Schafe einen besonderen Eigengeschmack entwickelt haben und gilt ebenfalls als Spezialität.

Die Ortschaften auf der Insel sind ebenfalls von sehr unterschiedlicher Natur. Während die für die Insel namensgebende Stadt Pag mit Kultur und einigen historischen Sehenswürdigkeiten aufwartet, strömt junges Partyvolk aus ganz Europa nach Novalja, wo eine einzige, drei Monate lang andauernde Elektroparty gefeiert wird. Die restlichen Orte könnte man eher als verträumt bezeichnen, sie bieten Idylle und Ruhe und sind vor allem für einen klassischen Badeurlaub geeignet – wobei die typischen Bettenburgen noch nicht so richtig auf Pag angekommen sind (mit Ausnahmen, leider). Auch Freunde und Freundinnen des Campings kommen mit einigen, teils extrem großen, Campingplätzen auf ihre Kosten.

Auf nach Pag!

Wer es eher sportlich mag und seinen Urlaub aktiv verbringen möchte, ist hier ebenfalls an der richtigen Adresse. Der „Stogaj“-Tower ist für Kletternde einer der coolsten (aber nicht überlaufensten!) Kletterspots am Mittelmeer. Durch das kristallklare Wasser sind Tauchen und Schnorcheln in den umliegenden Gewässern sehr attraktiv, die vorherrschenden Winde ziehen Kite- und Windsurfende sowie Segelnde an. Mit dem Mountainbike können insgesamt 115 km an ausgewiesenen Pisten über alte Hirtenwege herausgefordert werden, und wer Bock auf Wandern hat, kommt an dem „Life on Mars“-Trail nicht vorbei – ein unwirklicher Rundkurs, der seinem Namen alle Ehre macht.

Facts

Größe

Einwohnenende

ca. 284km² (ca. 3x so groß wie Sylt)

ca. 9000

Ausdehnung

ca. 58km

Küstenlinie

270km

Höchster Berg

Sveti Vid, 348 m

Größte Stadt

Pag (Stadt), ca 3850 Einwohnende 

Wirtschaft

Tourismus, Salzabbau, Käseproduktion

Geschichte

Die Insel ist bereits seit der Bronzezeit von Menschen besiedelt, was verschiedene Funde in der Nähe der Stadt Pag belegen. Der erste Stamm, der sich hier niederließ, waren die Liburner, ein illyrischer Stamm, der in jener Zeit viele Siedlungen an der heute dalmatinischen Küste unterhielt. Im ersten Jahrhundert vor Christus kamen die Römer und konnten das Gebiet für die folgenden Jahrhunderte kontrollieren. Zwar weisen einige archäologische Relikte auf ihre Präsenz hin, doch scheint es nicht zur Entwicklung größerer Orte gekommen zu sein. Das lässt sich vielleicht auch am Namen belegen, aus dem sich Pag ableitete und der in dieser Zeit entstand – „Pagus“ heißt auf Latein „Dorf“.

Wie die gesamte Region durchlief auch die Insel Pag in den folgenden Jahrhunderten sehr turbulente Zeiten. Im sechsten und siebten Jahrhundert siedelten sich in der Region erstmals slawische Stämme an. Zwischendurch gehörte Pag dadurch mal wieder zu kroatischen Königreichen, aber auch zu ungarischen, osmanischen, bosnischen und venezianischen Herrschaftsgebieten. Letztere gewannen im Jahr 1409 die Herrschaft über Pag und später auch über ganz Dalmatien, bis im Jahr 1797 die Markusrepublik zerbrach und Pag an die österreich-ungarische Habsburgermonarchie übergeben wurde. Diese kontrollierte Dalmatien bis zum Ersten Weltkrieg, bevor auch diese Epoche ein Ende nahm und Pag Teil des ersten Königreichs Jugoslawien wurde. In dieser Zeit blühte der Tourismus erstmals auf. Erstaunlicherweise war die Insel in den 1920er Jahren vor allem bei tschechischen und polnischen Urlaubern sehr beliebt.

Gedenken an die Konzentrationslager Slana und Metajna auf Pag

Eine der grausamsten Episoden, die sich in der Geschichte der Insel Pag abgespielt haben, fällt in die Zeit des Zweiten Weltkrieges, als sich hier zwei Vernichtungslager der faschistischen Ustascha befanden. In gerade einmal zwei Monaten, in denen die beiden Lager im Juli und August 1941 existierten, wurden hier Tausende Juden, Serben und systemkritische Kroaten auf bestialische Art und Weise getötet und in Massengräbern, Schluchten und der Adria entsorgt.

Allerdings erinnert heute absolut nichts auf der Insel an diese schrecklichen Ereignisse. Im Jahr 1975 wurde erstmals zumindest eine Gedenktafel für die Ermordeten errichtet, welche jedoch im Jahr 1991 von nationalistischen Kroaten zerstört wurde. Im Jahr 2010 wurde eine Replik dieser Gedenktafel erstellt und wieder aufgestellt, allerdings wurde diese bereits zwei Tage später zerstört. Der dritte und bisher letzte Versuch erlitt das gleiche Schicksal: Im Jahr 2013 wurde auf Initiative des Serbischen Nationalrates, der jüdischen Gemeinde Kroatiens sowie der lokalen antifaschistischen Bewegung und des Vereins Jadovno 1941 eine weitere Gedenktafel aufgestellt. Diese hielt diesmal 20 Tage, bevor auch sie wieder zerstört wurde.

Neben dem Versuch, eine Gedenktafel zu errichten, gab es bisher insgesamt drei Gedenkveranstaltungen in den Jahren 1990, 2009 und 2011. Sonst erinnert bis heute nichts an die abscheulichen Ereignisse von damals.

Was die Aufarbeitung der dunklen Seiten der eigenen Geschichte angeht, hat Kroatien teilweise noch sehr viel Arbeit vor sich … Das gilt leider nicht nur für dieses Beispiel.

Im Zweiten Weltkrieg wurde Pag zunächst von der faschistischen kroatischen Ustascha kontrolliert, einem Vasallenstaat von Nazideutschland und dem faschistischen Italien, welche kurze Zeit später offiziell übernahmen. Unter der Herrschaft der Ustascha gab es auf der Insel zwei berüchtigte Konzentrationslager, das KZ Slana und das KZ Metajna (für Kinder und Frauen), in denen Tausende Juden, Serben und regimekritische Kroaten umgebracht wurden (siehe Kasten).

Nach der Befreiung vom Faschismus durch die jugoslawischen Truppen im Jahr 1944 wurde Pag Teil des neugeschaffenen sozialistischen Jugoslawiens. Seit dem neuerlichen Krieg Anfang der 90er-Jahre ist die Insel Pag nun Teil des eigenständigen Kroatiens. Seitdem blüht die Insel regelrecht auf, und vor allem seit Anfang der 2000er-Jahre baut sich ein Tourismus-Boom immer mehr auf.

Highlights

Die Highlights der Insel sind für die meisten wohl zweifelsohne die vielen Strände und das kristallklare Wasser während eines Sommerurlaubs. Wie man diese Strände genießt, ist natürlich jedem selbst überlassen. Pag bietet auf jeden Fall die Auswahl zwischen einem ruhigen und entspannten Strandurlaub, ausgelassenem Feiern zu Technobeats am Zrće-Festivalstrand oder aktiven Erlebnissen mit dem Schnorchel und der Tauchausrüstung unter Wasser oder beim Windsurfen über dem Wasser.

Aber auch abseits der Küstenlinie gibt es einiges zu entdecken und zu tun. Die Stadt Pag verfügt über eine klitzekleine, aber schnuckelige Altstadt mit netten Restaurants und etwas Kulturprogramm im Sommer. Die Mountainbike-Pfade, die sich über die Insel ziehen, laden zu einem kleinen Offroad-Abenteuer ein, und Wandern ist vor allem auf der östlichen Halbinsel etwas ganz Besonderes.

(1) Stadt Pag

Knapp die Hälfte der 8000 Insulaner*innen wohnt in der Inselhauptstadt, welche praktischerweise genauso heißt wie die Insel. Die Stadt selbst besitzt eine knapp 1000-jährige Geschichte und war in grauer Vorzeit einmal etwas größer und wichtiger, als sie es heute ist. Davon ist allerdings nicht mehr viel zu sehen – außer einem kleinen Teil der ehemaligen Stadtmauer und einem Wehrturm. Ein einschneidendes Ereignis in der Geschichte der Stadt war das Jahr 1510, als hier, wie in ganz Europa, die Pest wütete. Passend zur Insel, wie ich finde, griff man zu extremen Mitteln: Man brannte kurzerhand die ganze Stadt nieder und baute sie ein Stück nördlich der ehemaligen Lage wieder auf. Freaks.

Das Highlight im Stadtzentrum ist die Kongregationskirche Mariä Himmelfahrt, die aus dem 15. Jahrhundert stammt, im renaissance-gotischen Stil erbaut wurde und an deren Steinmetzarbeiten auch der berühmte Juraj Dalmatinac beteiligt war. Ihm zu Ehren wurde übrigens eine kleine Statue am Stadthafen errichtet. Die Kirche kann kostenlos (wow, sind wir hier wirklich in Kroatien?) besucht werden – wenn sie denn geöffnet ist (in der Nebensaison meistens eher nicht).

Die Kirche liegt direkt am Trg Petar Kresimir IV, dem Hauptplatz der Innenstadt, wo sich auch ein paar Cafés und Restaurants befinden. Ebenfalls an diesem Platz liegt der Rektorenpalast, welcher seit venezianischer Zeit als Sitz des Stadtoberhaupts diente. Im Hof des Rektorenpalastes befindet sich ein Brunnen mit einer verzierten Krone und Wappen berühmter Pager Fürsten. Auch am Portal des Palastes hat Meister Juraj Dalmatinac Hand angelegt. Heute ist der Rektorenpalast ein renoviertes Kulturdenkmal, das in den Sommermonaten für Aufführungen genutzt wird, z. B. für Klapa-Aufführungen (den traditionellen dalmatischen Gesang) sowie als Venue innerhalb des Pager Kultursommers.

Weiterhin sehenswert ist der Turm Skrivanat, der letzte verbliebene Wehrturm der Stadtmauer, die Pag einst umgab. Von dieser ist auch noch ein Stück erhalten, sodass man diese beiden Punkte gleich zusammen abhaken kann. Ansonsten sollte man noch kurz an der kleinen Promenade und dem kleinen Yachthafen vorbeischauen und sich, möglichst nach Einbruch der Dunkelheit, die Katine-Brücke anschauen, die nachts sehr schön beleuchtet wird. Wenn man von der Altstadt aus kommt und über diese Brücke geht, befindet sich direkt auf der anderen Seite ein kleines Museum zur Salzherstellung auf der Insel, das kaum Eintritt kostet (etwa 1,50 €) und ganz interessant ist, wenn man vorher von der Materie nicht so viel Ahnung hat. Die alte Saline der Stadt befindet sich übrigens nur ein kleines Stück südlich der Altstadt.

Generell kann man in der Stadt Pag gut essen und trinken, überall in der Altstadt finden sich kleine, nette Konobas. Im Sommer wird hier der Pager Festivalsommer veranstaltet, der für ein umfangreiches Kulturprogramm sorgt und rund um den Hauptplatz der Stadt stattfindet – es wird sogar eine Bühne aufgebaut. Pag ist auch ein guter Anlaufpunkt, um ein Boot und einen Skipper zu mieten und einen Bootsausflug rund um die Insel zu machen. Dafür fragt man am besten bei der Tourist-Information nach, die sich in einer kleinen Nebenstraße befindet, die vom Hauptplatz abgeht.

(2) Kolan

Eigentlich gibt es hier nicht sonderlich viel zu sehen, aber Kolan ist das einzige Dorf auf der Insel, das sich nicht direkt an der Küste befindet, und ist der Ort, wo der berühmte Paški Sir hergestellt wird. Also, wenn man den probieren möchte, dann wirklich am besten hier. Dafür bietet sich die „Gligora Cheese Bar“ nahezu an, wo man neben dem Käse auch noch mit Wein und Olivenöl verkostet wird – beides wird ebenfalls auf der Insel produziert. Neben dem Käse gibt es in Kolan noch Ruinen von zwei alten römischen Bädern, aber das ist meiner Meinung nach nur bedingt einen Umweg wert.

(3) Novalja

Novalja ist schon lange bekannt, und schon zu römischen Zeiten wurde durch ein Aquädukt Wasser von einem Brunnen hier in den nahegelegenen Ort Caska befördert. Heute werden vor allem alkoholische Getränke angeboten. Was den Tourismus angeht, ist Novalja zweifellos der Hauptort der Insel. Und das hat ganz sicher mit dem nahegelegenen Zrce Beach zu tun, der nur etwa drei Kilometer von dem Ort entfernt ist. Das sorgt auch dafür, dass hier vor allem ein jüngeres Publikum anzutreffen ist. Im Juni feiern hier viele ihren Schulabschluss, was bei einigen Menschen Parallelen zum spanischen Lloret de Mar aufwirft. Wird dann aber in der fortschreitenden Saison etwas besser.

Strand nahe Novalja

Historische Attraktionen oder ähnliches gibt es in Novalja nicht zu sehen, das Highlight der Stadt ist ansonsten die Promenade mit ihren vielen Restaurants und Beach Clubs an einem Ende. An einem regnerischen oder Kater-Tag kann man vielleicht noch ins Stadtmuseum gehen, aber das war es dann auch. Aber ich meine das gar nicht negativ. Novalja kann wirklich ganz nett und sehr entspannt sein und bietet eigentlich alles, was man für einen schönen Urlaub in einer kleinen Küstenstadt braucht.

(4) Zrce Festival Beach

Dieser Strand ist eines der Zentren oder wahrscheinlich sogar das Epizentrum des kroatischen Partytourismus. Jedes Jahr von Juni bis Mitte September findet hier ein Festival nach dem anderen statt und es ist die Hölle los. Nicht nur aus Kroatien, sondern aus ganz Europa kommen die Menschen angereist, um hier ein paar Tage oder Wochen unter wummernden Technobeats zu feiern. Verglichen wird Zrce dabei teilweise mit Ibiza, wobei ich da schon direkt mal sagen muss, dass der Vergleich hinkt. Aber gut, wer Bock auf Strand, Musik, Party und viele Menschen hat, dem sei dieser Ort hier ans Herz gelegt.

Der bekannteste Club am Ort ist wohl das „Papaya“, welches vor ein paar Jahren sogar zum sechstbesten Club der Welt gewählt wurde. Neben den wenigen wirklich großen Clubs befinden sich kleinere Beach Bars, die ebenfalls mit DJ’s ausgestattet sind und teilweise 24 Stunden lang geöffnet haben, so dass man so lange feiern kann, wie man möchte. Im Sommer geben sich internationale und weltbekannte DJ’s hier die Klinke in die Hand, dementsprechend kann der Eintritt, um diese zu sehen, auch schon mal 50-60€ oder sogar mehr kosten. Neben Tanzen kann man hier auch Bungee springen, Wasserski oder Banana Boat fahren. Um noch ein wenig den Spielverderber zu spielen, muss ich auch sagen, dass der ganze Spaß hier sehr überteuert ist. Das fängt bei den Liegen an und hört beim Snack/Bier auf. Naja, wir sind ja nicht in Goa hier, auch wenn man das fast meinen könnte.

Papaya Club Zrce

Übernachten in unmittelbarer Nähe ist nur im „Noa Glamping Resort“ möglich, wo ein Bungalow für eine Nacht innerhalb der Saison etwa 200€ kostet. Besser ist man da dann schon im nahegelegenen Novalja aufgehoben, zwischen den Orten verkehren auch regelmäßig Busse (oder man nimmt halt das Helikopter-Taxi, welches ebenfalls am Strand abfliegt).

(5) Olivenhaine von Lun

Was für ein Kontrastprogramm, nachdem ich vorher den Zrce Beach beschrieben habe. Die Olivengärten von Lun befinden sich ganz im Norden der Insel und sind ein echtes Highlight. Diese ursprünglich wild gewachsenen Olivenhaine sind ein perfektes Beispiel dafür, wie die Natur ihrer ansonsten eher feindlich gesinnten Umwelt trotzen kann. Insgesamt etwa 80.000 Olivenbäume trotzen seit Jahrhunderten den Bora-Winden und dem felsigen Untergrund. Der älteste Baum ist sogar etwa 2.000 Jahre alt und hat damit noch die Ankunft der Römer, zahlreiche Kriege und Besatzungen und hoffentlich noch viel mehr friedliche Zeiten erlebt.

Insgesamt ziehen sich mehrere Kilometer Wege durch die Gärten, und es ist möglich, mehrere Stunden hier zu verbringen. Empfehlen kann ich vor allem den Weg direkt an der Küste entlang, der bis in den kleinen Ort Lun führt. Der Eintritt kostet 4 €, es ist auch möglich, eine Tour zu buchen, die für Gruppen mit bis zu 15 Personen 60 € kostet und 1,5 Stunden dauert. Im Sommer kann es hier sehr, sehr warm werden, und trotz der vielen Olivenbäume sind die Spazierwege größtenteils in der Sonne. Also unbedingt eine Kopfbedeckung, UV-Schutz und ausreichend Wasser mitbringen.

(6) Scuba-Diving

Pag ist ein super Ort, um die Unterwasserwelt zu erkunden. Es erwarten einen allerlei verschiedene Fische in allen Größen und Formen. Auch Seepferdchen sind vor der Insel heimisch und können regelmäßig beobachtet werden. Neben den natürlichen Riffen gibt es einige künstlich angelegte sowie an einigen Orten auch Unterwasserskulpturen. Bei einem so windigen Ort wie Pag ist es nicht verwunderlich, dass es auch möglich ist, einige untergegangene Schiffe zu besuchen. Der beste Spot ist wahrscheinlich etwas nördlich von Novalja und wird „Stara Novalja“ genannt.

Wer möchte, kann hier natürlich auch erst mit dem Tauchen anfangen und zum Beispiel seinen PADI-Kurs absolvieren. Verstreut auf der Insel gibt es einige Tauchzentren, die verschiedene Ausflüge anbieten. Eine Auswahl habe ich mal für euch zusammengestellt:

Scuba Centre (Stadt Pag) → Homepage
Diving Centre Foka (Simuni Camping Village) → Homepage
Go Diving (Novalja) → Homepage
Blue Bay Diving Centre (Stara Novalja) → Homepage
Connex Diving (Stara Novalja) → Homepage
Aquamatic Diving Centre (Metajna) → Homepage

(7) Mountainbiking

Durch seine karstige Landschaft, hügelige Landschaft, wunderbare Aussichten auf das Meer und das Velebit ist Pag wie geschaffen dafür, um mit dem Mountainbike erkundet zu werden. Insgesamt 115 km speziell für das Mountainbike konzipierte Wege sorgen dafür, dass hier jeder einen Trail finden wird, der den eigenen Ansprüchen und dem Können gerecht wird. Es ist sowohl möglich, auf eigene Faust ein MTB auszuleihen und selbst loszufahren, als auch eine Tour zu buchen und mit fachkundigen Guides die Insel zu erkunden. Solltet ihr euch für ersteres entscheiden, kann ich euch empfehlen, nach passenden Strecken bei Wikiloc zu schauen (hier der passende Link) und z. B. bei Mbikes (nahe Simuni) Mountainbikes auszuleihen. In Novalja und Pag gibt es außerdem noch weitere Fahrradverleihe. Wer eine geführte Tour machen möchte, ist hier richtig.

(8) Wandern: Life on Mars-Trail

17km, 550m Höhenmeter, Schwierigkeit: Moderat

Auf der östlichen Halbinsel, vom Rucicia-Strand aus startend, ist der Life on Mars-Trail eine sehr beeindruckende Wanderung, die man auf keinen Fall verpassen sollte, wenn man auf der Insel ist. Der etwa 17 km lange Trail macht seinem Namen wirklich alle Ehre und führt durch ein Terrain, das wirklich sehr stark an einen anderen Wüstenplaneten erinnert… wenn die strahlend blaue Adria nebenan nicht wäre. Ein Teil der Wanderung führt über eine Via Ferrata (Klettersteig) entlang der Steilküsten, die aus dem Wasser ragen, was nur mit Sicherung möglich ist. Da ich alleine unterwegs war und solches Zeug nicht habe, bin ich mehr oder weniger querfeldein über die Klippen entlang, bevor ich später wieder auf den Trail gestoßen bin. Auf dem Wanderweg werdet ihr spektakuläre Felsformationen sehen, durch Steinwüsten laufen, kleine Canyons durchqueren, Mauern entlang laufen, die seit Jahrzehnten oder sogar seit Jahrhunderten dort stehen und mit keinem Tropfen Mörtel gebaut wurden, Ziegen begegnen und später einen steilen Abstieg zurück ins Dorf Metajna hinuntersteigen. Das alles immer mit einem wunderbaren Ausblick auf die Adria und das gegenüberliegende Velebit-Gebirge auf dem Festland. Während meiner Wanderung an einem sonnigen Tag im Oktober habe ich während der gesamten Runde keinen anderen Menschen getroffen.

Manchmal können die Steine ganz schön rutschig und auch scharfkantig sein, vor allem, wenn ihr nicht die Via Ferrata entlangklettert, sondern obenrum „querfeldein“ lauft. Passt in diesem Abschnitt bitte besonders auf. Auf der ganzen Wanderung werdet ihr erst ganz am Ende in der Nähe von Metanja wieder Bäume sehen, also mit Schatten ist hier leider nichts. Also: Cappy und Sonnencreme nicht vergessen! Und bringt ausreichend Wasser mit! Und lauft im Hochsommer bei Temperaturen über 30°C gar nicht erst los!

Die oben zu sehende Karte könnt ihr hier als .gpx-Datei runterladen. Bitte beachtet, dass diese Route, rund um den Klettersteig, der eigentlich zu diesem Wanderweg gehört, einen alternativen, recht unbefestigten Weg nimmt. Seid vor allem auf diesem Abschnitt vorsichtig.

(9) Klettern

In Pag kann man auch gut klettern! Es gibt zwar keine riesige Auswahl an Klettergebieten, aber der Stogaj-Felsen ist unter Kletternden aufgrund seiner merkwürdigen Form und der unglaublichen Umgebung und Aussicht der wohl beliebteste Kletterspot. Eine weitere Möglichkeit wäre die Via Ferrata (Klettersteig), die an den steilen Klippen des „Life on Mars“-Trails angebracht wurde (auch der Stogaj liegt auf dem LoM-Trail).

Beide Optionen bucht ihr am besten über die renommierte Agentur „Pag Outdoor“, welche im Übrigen auch geführte Wanderungen, Bike- und Kajaktouren anbietet.

(10-18) Strände

(10) Plaza Prosika
Der Stadtstrand der Stadt Pag ist eine solide Option, wenn man nicht weit rausfahren möchte. Wie es so ist, so nah an der Stadt, ist dieser im Sommer oft ziemlich voll. Duschen und WCs sind hier kostenpflichtig. Es gibt ein paar Lokale in direkter Nähe sowie einen Tretbooteverleih und Wasserrutschen im Wasser. Der Einstieg ist flach, aber nach knapp 20 m wird das Wasser tiefer.

pepanos, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

(11) Plaza Veli Bok
Nicht weit von Pag-Stadt entfernt liegt dieser schöne und recht einsame Strand. Der Auf- und Abstieg hierhin lohnt sich, obwohl dieser bei heißem Wetter ein bisschen anstrengend und steil ist. Aber es lohnt sich! Der Parkplatz befindet sich oberhalb des Strandes und bietet normalerweise ausreichend Platz für die Besucher. Ganz unentdeckt ist dieser Strand hier nicht, aber ein schönes Plätzchen findet man eigentlich immer.

(12) Plaza Bašaca
An diesen Strand kann man direkt mit dem Auto vorfahren, was erstmal ein großer Vorteil ist. Auch gibt es in direkter Umgebung ein paar kleine Restaurants und einen Campingplatz, man ist hier also nicht im Nirgendwo. Trotzdem ist der Strand nicht übermäßig besucht und einen Ausflug absolut wert.

(13) Plaza Tri Glave
Nur etwa fünf Minuten mit dem Auto von Pag-Stadt entfernt ist dieser Strand über 40 Treppenstufen ziemlich einfach zu erreichen. Der Einstieg ins Wasser ist sehr flach, sodass dies auch für Kinder kein Problem sein sollte. Einige kleinere Buchten sind vorhanden, sodass man mit etwas Glück sogar etwas Privatsphäre hat.

(14) Plaza Janjece Vode
Schöner, einsamer Kiesstrand 2-3 km weiter als der vorher genannte Strand. Ebenfalls recht einfacher Einstieg ins Wasser und eine wunderschöne Aussicht auf das Velebit-Gebirge auf dem Festland. Hier gibt es keinerlei Annehmlichkeiten wie Sonnenliegen, Duschen, Umkleiden oder Toiletten. Von der oberhalb liegenden Straße von Pag Richtung Bosana ist es relativ einfach, an den Strand herunterzukommen, was in dieser Gegend keine Selbstverständlichkeit ist. Parken dann an der Straße.

(15) Plaza Sveti Duh
Abgelegener, aber wunderschöner Strand mit ein paar Einrichtungen in der Nähe. Direkt am Strand gibt es keine Duschen oder Umkleiden, allerdings befinden sich hier zwei Strandbars, ein Restaurant und ein Campingplatz, wo zumindest Umziehen und die Benutzung der Toiletten möglich sein sollten. Gleicher superschöner Ausblick aufs Velebit wie bei den ersten genannten Stränden, gleicher einfacher Einstieg. Man kann hier mit dem Auto fast direkt an den Strand heranfahren, weshalb es mich wundert, warum dieser im Allgemeinen nicht überfüllt ist. Geheimtipp?

(16) Plaza Caska
Eine Bucht weiter als der Festival-Beach Zrce ist der Caska Beach eigentlich eine ganze Welt entfernt. Im Sommer ist es möglich, dass man die Musik von nebenan ein klein wenig wahrnimmt, aber das stört eigentlich nicht. Ansonsten ist es hier nicht (sonderlich) überfüllt, alles sehr entspannt, das Parken ist kostenlos, die Strandliegen kosten einen Bruchteil von dem, was sie am Zrce nebenan kosten. Auch hier gibt es eine Beach Bar und ein kleines Bistro. Wenn ihr mich fragt: Die wesentlich bessere Alternative zum Zrce, wenn man nicht feiern möchte.

Silverije, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

(17) Plaža Ručica
Wunderschöne Bucht, die links und rechts von Felsen und der Pager Mondlandschaft umgeben ist. Für mich vielleicht der schönste Strand der Insel! Leider hat sich das auch schon ein wenig herumgesprochen, sodass es im Sommer hier doch auch etwas voller (aber nicht überfüllt!) werden kann. Es gibt eine kleine Bar direkt am Strand und ein Restaurant am Parkplatz. Vom Parkplatz bis runter an den Strand läuft man übrigens ca. 10 Minuten.

(18) Plaža Šimuni
Nicht weit vom XXL-Campingplatz Šimuni gelegen, aber auch für Tagesgäste offen. Der große Vorteil, und eine ziemliche Seltenheit auf Pag, sind hier die schattenspendenden Bäume. Ansonsten sind auch hier Duschen, WCs, Bars und Cafés sowie Sonnenliegen vorhanden.

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Touren

Bootstour nach Rab und Zavratnica
Auf dieser Bootstour geht es zunächst in acht Stunden in die spektakuläre Zavratnica-Bucht am Fuße des Velebits auf dem Festland. Die Bucht fühlt sich durch die Enge und die hohen Berge links und rechts eher wie ein Canyon an. In der Bucht liegt ein Militärschiff, das im Zweiten Weltkrieg gesunken ist und das ihr perfekt auch mit dem Schnorchel begutachten könnt.

Danach geht es weiter auf die idyllische Insel Rab, wo ihr an einem Strand erstmal euer Mittagessen einnehmt und danach schwimmen gehen könnt, bevor ihr die Altstadt der charmanten Stadt Rab erkundet, die auf einer schmalen Halbinsel liegt und vor Historie nur so strotzt.

Die Tour startet aus dem Hafen des Dörfchens Lun, ganz im Norden von Pag. Aber falls ihr in Novalja untergekommen seid, könnt ihr von dort auch einen Transport nach Lun buchen.
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Seekajak-Tour durch die Bucht von Pag
Diese Tour startet am Ručica-Strand nahe des Ortes Metajna. Aber es ist möglich, einen Transport aus Novalja dorthin mitzubuchen. Auf dieser Tour werdet ihr insgesamt vier Stunden auf dem Kajak unterwegs sein und dabei die unwirkliche Küste rund um den „Life on Mars“-Trail erkunden. Ihr könnt den Stogaj-Felsen bestaunen, haltet an verschiedenen Stränden und fahrt, als Highlight, durch die Gače-Höhle, eine etwa 100 Meter lange Höhle mit einem zweiten Ausgang auf der anderen Seite.
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(19-26) Unterkunft

Camping

(19) Camping Village Simuni
Dieser Campingplatz ist einer der größten in ganz Kroatien und zieht nicht wenige Menschen aus ganz Europa an, die hier schon seit 30 Jahren ihren Urlaub verbringen. Die Lage ist wirklich schön, das muss man sagen. Direkt an einem der schönsten Strände der Insel gelegen und inmitten eines schattenspendenden Pinienwaldes kann man hier schon eine gute Zeit haben. Es werden verschiedenste Aktivitäten angeboten, es gibt mehrere Restaurants, die traditionelle kroatische und internationale Spezialitäten servieren, und für Kinder ist ebenfalls allerhand geboten. Neben traditionellen Campingparzellen kann man hier auch Bungalows oder Mobilheime mieten. Das Ganze hat ein wenig CenterParc-Charakter, ohne das große Schwimmbad in der Mitte, und ja, so würde ich das auch beschreiben. Ob das was für euch ist oder nicht, müsst ihr selber entscheiden. Ich würde sagen, die einen werden es dort lieben, die anderen hassen.
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(20) Camping Straško
Dies ist der zweite große Campingplatz, der sich ebenfalls direkt am Strand befindet, aber in einem 57 ha großen Eichen- und Olivenwald. Auch hier gibt es Stellplätze, Bungalows und Mobilheime zu mieten. Es gibt eine Poollandschaft, abends ist häufig Open-Air-Kino, und innerhalb des Campingplatzes gibt es sogar einen Mini-Zoo. Alter Verwalter.
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Budget

(21) Hostel Casa la Cha | Novalja
Dieses Hostel liegt direkt in Novalja an der Promenade und bietet von den Balkonen aus einen wunderschönen Ausblick auf die Bucht und den Strand. Man ist auf jeden Fall mitten im Geschehen, und Restaurants, Cafés und Beach Bars befinden sich in unmittelbarer Nachbarschaft. Trotzdem ist das Hostel recht ruhig und entspannt. Die Betreiber*innen sind sehr nett und sehr bemüht um ihre Gäste und das Hostel. Alles ist picobello sauber, die Küche ist voll ausgestattet, und es gibt einen schönen Gemeinschaftsbereich mit kleiner Bar. Das alles hat allerdings auch seinen Preis, der schon fast auf Hotelniveau liegt.
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(22) Apartments Anka | Pag
Gemütliche Apartments mit entweder einem, zwei oder drei Schlafzimmern, etwa 30 Minuten zu Fuß von der Altstadt Pag entfernt. Das ältere Ehepaar, das die Apartments vermietet, ist sehr freundlich und begrüßt die Gäste erstmal standesgemäß mit einem Schnaps. Die Apartments sind zwar sicherlich kein Luxus, aber absolut zweckmäßig, sauber und gut gepflegt. Für den Preis kann man hier auf jeden Fall zuschlagen.
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Mittelklasse

(23) Sobe Bile | Pag
Über einer urigen Bar (aber keine Bange, diese ist nicht laut) mitten in der Altstadt von Pag bietet Branimir ein sehr schönes, genauso uriges und gemütliches Bed & Breakfast an. Die Zimmer befinden sich in einem alten, liebevoll restaurierten Haus und strahlen Geschichte aus. Es ist alles super sauber, und die Betten sind sehr bequem. Das im Preis inbegriffene Frühstück ist sehr gut und wird entweder in der darunterliegenden Bar oder im Freien serviert. Sehr gut!
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(24) Apartments Sestanka | Novalja
In der letzten Reihe vor dem Wald vor dem superschönen Babe-Beach gelegen und nur einen sehr schönen, 15-minütigen, immer am Meer entlang führenden Spaziergang vom Stadtzentrum entfernt, sind diese Apartments von der Lage her nicht zu toppen. Die Apartments verfügen jeweils über einen großen Balkon bzw. eine große Terrasse und lassen auch sonst keine Wünsche übrig. Die Gastgeberin wohnt mit im Haus und ist ebenfalls sehr, sehr freundlich.
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Luxus

(25) Hotel Pagus | Pag
Es ist zwar selten auf der Insel, aber wer Bock auf einen klassischen All-Inclusive-Urlaub hat, der findet das auch auf Pag. Das Hotel Pagus, welches sich selbst als „Family Hotel“ bezeichnet, liegt nur ein paar Minuten von der Pager Altstadt entfernt und direkt am Meer mit einem eigenen Strand davor. Im Hotel gibt es einen über 1000 m² großen Spa-Bereich mit Innen- und Außenpools, Saunen, Fitnessstudio und Massagen. Das Essen vom Buffet ist sehr gut und lässt keine Wünsche offen.
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(26) Hotel Kaneo | Novalja
Das Hotel Kaneo ist ein 4-Sterne-Hotel, das im Jahr 2019 eröffnet wurde und eine strategisch äußerst günstige Position an der Bucht von Novalja einnimmt. Das Hotel bietet luxuriöse Unterkünfte mit einem Restaurant, kostenfreien Parkplätzen, einem saisonalen Außenpool und einer Bar. Trotz der zentralen Lage ist es im Hotel trotzdem schön ruhig, und man kann einen sehr entspannten Urlaub verbringen.
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(27-32) Gastronomie

(27) Tasty Food | Fast-Food | Pag-Stadt
Wer nicht so tief in die Tasche greifen möchte, sollte von der Altstadt aus den kurzen Weg über die steinerne Brücke nehmen. Kurz dahinter findet ihr dieses kleine Fast-Food-Lokal, das zwar keine riesige Auswahl bietet, aber die Klassiker der schnellen Küche allesamt gut und solide zubereitet. Nur in der Sommersaison geöffnet.

(28) Konoba Bodulo | Mediterran, Kroatisch | Pag-Stadt
Sowohl bei Einheimischen als auch Touristen gleichermaßen die mit Abstand beliebteste Konoba der Stadt serviert ihr Essen im Sommer größtenteils auf einer großen überdachten Open-Air-Terrasse und einem kleineren Raum im Inneren. Die Speisen sind grundsätzlich traditionell-mediterran und sowohl vom Geschmack, Preis als auch von den Portionen ein guter Deal für Dalmatien und ein Restaurant dieser Art. Auch Menschen, die sich vegetarisch ernähren, kommen durch eine reichhaltige Auswahl an „Beilagen“, die gut zu kombinieren sind, hier auf ihre Kosten.

(29) Food Factory | Fast Food | Novalja
Für ein schnelles Essen die wohl beste Adresse in Novalja. Hier gibt’s wirklich alles: Pizza, Döner, Falafel, Tortillas, Burger, Nuggets, Pommes und das alles in ganz guter Qualität. Novalja/Zrce ist allgemein ziemlich teuer, was Essen angeht, und die Food Factory liegt in erster Reihe am Strand. Ich würde sagen, dafür ist das hier von den Preisen her noch mit das günstigste Essen, was es in der Umgebung zu haben gibt. Wer noch einen Nachtisch möchte: Direkt einen Tresen weiter befindet sich eine Eisdiele.

(30) Konoba Kormilo | Meeresspezialitäten | Novalja
Hier spezialisiert man sich ganz klar auf Fisch und Meeresfrüchte und macht dabei einen guten Job, ohne dabei überteuert zu sein. Vegetarierinnen oder gar Veganerinnen sollten aber auf jeden Fall einen großen Bogen um dieses Restaurant machen. Sitzgelegenheiten gibt es unter einer kleinen Terrasse draußen, an der kleinen Straße und auch einige im Innenbereich.

(31) Konoba 85 | Traditionelle Küche | Novalja
Bereits im Jahr 1985 eröffnet (daher auch der Name), ist diese urige Konoba sicherlich eines der traditionsreichsten Restaurants in Novalja. Das sieht man auch im Inneren, wo unzählige alte Fotos und Devotionalien rund um die Insel Pag an den Wänden hängen, so dass das Restaurant auch schon fast ein kleines Museum ist. Auf Traditionelles legt man auch bei den Speisen Wert. Auf den Tischen kommen kroatisch-mediterrane Spezialitäten, die vielleicht auch schon 1985 genauso auf der Speisekarte angeboten wurden. Hinzugekommen sind vielleicht nur die vegetarischen Optionen 😉 Preise sind auch super in Ordnung.
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(32) Konoba Sidro | Traditionelle Küche | Metajna
Wenn ihr in Metajna seid, schaut nicht viel weiter als hier. Das Ambiente könnte nicht besser sein, der Ausblick auf die Bucht von Metajna ist großartig. Der Service ist ebenfalls super freundlich und aufmerksam und das Essen lecker! Gibt einfach nichts auszusetzen hier.

Shopping

Pag ist in Kroatien für vier Sachen bekannt: Käse, Pag-Spitze und Salz. Und das sind auch die Sachen, die sich ziemlich gut als Mitbringsel nach Hause eignen. In Pag-Stadt, Novalja und den großen Camps gibt es einige Souvenir-Shops, in denen ihr auch andere Andenken findet, die für die Insel nicht weniger symbolträchtig sind.

Paški Sir (Pager Käse)
Dieser Schafskäse ist in ganz Kroatien berühmt und kann auch in gut ausgestatteten Feinkost- oder Käseläden in Deutschland gekauft werden. Besser kauft man ihn natürlich direkt dort, wo er hergestellt wird: auf der Insel Pag. Zentrum der Käseherstellung auf der Insel ist der kleine Ort Kolan (siehe Punkt 2 unter Highlights), aber auch in anderen Orten kann der Käse in vielen Geschäften und Läden gekauft werden. In Pag-Stadt gibt es einen eigenen kleinen „Paski Sir-Shop“ (33), welcher der Werksverkauf einer direkt angrenzenden Firma ist. Ansonsten solltet ihr auch in gut sortierten Supermärkten auf der Insel fündig werden.

Den originalen Pager Käse gibt es in zwei Ausführungen: einen jüngeren und helleren, der etwas milder im Geschmack ist, und den 7-9 Monate lang gereiften, dunkelgelben, der würziger ist und härter. Der Pager Käse ist allgemein sehr hart und wenn er gut ist, sollte es schwierig sein, vom Käse richtige Scheiben abzuschneiden, da er beim Schneiden zerbricht.

Paška čipka (Pager Spitze)
Okay, hierfür musste ich auch googeln. Die Pager Spitze ist eine feine handgearbeitete Klöppelspitze, die dort traditionellerweise seit dem 15. Jahrhundert hergestellt wird. Aufgrund der filigranen Muster, Detailgenauigkeit und hochwertigen Verarbeitung wurde diese Kunst im Jahr 2009 von der UNESCO sogar in die Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen.

Kaufen könnt ihr die Pager Spitze am besten direkt auf der Straße von einigen alten Damen, die ihre Kunst dort ausstellen und zum Kauf anbieten. Dies passiert vor allem in Pag-Stadt, weniger in Novalja. Aber auch einige Souvenirläden bieten diese Arbeiten an.

Salz
Seit Jahrhunderten wird auf Pag nach traditioneller Weise Meersalz hergestellt, welches ebenfalls für seinen Geschmack berühmt ist. Salz wird dabei heute auf der Insel noch als das „weiße Gold“ bezeichnet. Kein Wunder, war es doch das Salz, welches die Bewohner jahrhundertelang ernährte und der Stadt Pag und der Insel einen gewissen Wohlstand bescherte. Auch wenn ihr Salz von der Insel heute in fast jedem Supermarkt in Kroatien kaufen könnt, ist das Salzmuseum in Pag-Stadt einen Besuch wert. Auch dort könnt ihr bestes Meersalz von Pag kaufen.

Transport

Bus

Von Zadar gibt es gute Busverbindungen nach Pag. Die Firma „Antonio Tours“ fährt innerhalb der Saison zwischen 8:45 und 20:00 Uhr vom Busbahnhof Zadar nahezu stündlich nach Pag-Stadt (eine Stunde, 11 €) und Novalja (1,5 Stunden, 13,50 €). Wer weiter nach Metajna möchte, dem bleibt leider keine andere Möglichkeit, als von Novalja aus ein Taxi zu nehmen (ca. 13 km). Zwischen Novalja und Zrce Beach fährt zudem noch ein City-Bus, der das Partyvolk rund um die Uhr, meistens mehrmals die Stunde, zwischen den Orten hin- und hershuttelt. Eine weitere Möglichkeit ist auch hier, ein Taxi zu nehmen.

Taxi

Seid bei Taxis, vor allem in Novalja, ein bisschen vorsichtig und vereinbart unbedingt vor der Abfahrt einen Fixpreis. Auch hier ist die Taximafia unterwegs und ihr könntet bei der Ankunft eine böse Überraschung erleben.

Zuverlässige Unternehmen sind die folgenden:

Taxi Kim (mit Festpreisen!) – Homepage
Transfer Taxi Pag – Homepage
Taxi Zrce (Novalja) – Homepage

Was hast du so auf Pag erlebt? War dir der Artikel hilfreich bei deiner Planung? Habe ich etwas wichtiges übersehen? Teile es mir mit und schreib einen Kommentar!

Ich freue mich über jede Rückmeldung!

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