Omiš

dalmatiens piratennest

Inhalt

Das heute sehr beschauliche Omiš hat in früheren Zeiten seinen großen venezianischen Nachbarn Split und Dubrovnik das Leben nicht immer einfach gemacht, da es als eines der berühmt-berüchtigsten Piratennester der Adria galt. Außer ein wenig Touristen-Kitsch, der auf Piraten ausgelegt ist, ist davon heute nicht mehr viel zu spüren. Die Menschen in Omiš sind freundlich

und aufgeschlossen und heißen Gäste herzlich willkommen, welche die Stadt häufig als Tagesausflug von Split aus besuchen. Wer eine Auszeit vom Trubel der Großstadt braucht oder auch nur einmal schnell in die Berge möchte, ist hier sehr gut aufgehoben. Omiš besitzt eine spektakuläre Lage, hier fließt der Fluss Cetina durch eine dramatische, enge Schlucht in die Adria, und es ist nicht schwierig, sich vorzustellen, wie die kleineren Piratenboote aus dieser geografischen Situation Kapital schlugen und die großen an der Stadt vorbeiziehenden Galeeren quasi „aus dem Nichts“ angreifen konnten. Die Berge und die Schlucht, die damals Rückzugsort der Piraten waren, sind heute ein beliebtes Kletter- und Wandergebiet. Die Strände der Stadt, an denen früher vielleicht erbeutete Silber- und Goldmünzen an Land geschleppt wurden, sind heute sehr entspannte und friedliche Orte, an denen Familien ihre Wochenenden verbringen. In der kleinen Altstadt, wo früher sicher einige raue Nächte gefeiert wurden, geht es nun gediegen und entspannt zu, mit einigen schönen und einladenden Restaurants und Cafés.

Zwar mögen Trogir und auch Šibenik weitaus beliebtere Tagesausflugsziele von Split aus sein, aber Omiš hat seine Nische gefunden und ist auf jeden Fall einen Besuch wert – was von Jahr zu Jahr immer mehr Menschen zu schätzen wissen. Deshalb könnte es in ein paar Jahren vielleicht auch mit der Ruhe in der Stadt vorbei sein. Aber noch gibt es sie hier.

Geschichte

Das Gebiet rund um Omiš ist schon seit langer Zeit besiedelt, sodass die Omišani durchaus stolz und selbstbewusst auf ihre legendenreiche Vergangenheit zurückblicken.

Bereits in der Antike soll an gleicher Stelle ein kleiner illyrischer Ort mit Namen „Oneum“ existiert haben, der auf mehreren römischen Seekarten auftaucht und heute durch eine Vielzahl von archäologischen Funden belegt zu sein scheint. Dieser Ort befand sich allerdings noch nicht direkt an der See, sondern etwas höher gelegen entlang der Berge der „Omišer Dinaren“. In dieser Umgebung wurde u. a. ein Marmorporträt des römischen Kaisers Augustus gefunden. Trotz dieser frühen Hochperiode fiel das Städtchen spätestens im 7. Jahrhundert wieder in einen mehrere Jahrhunderte lang dauernden Winterschlaf, in dem in der Gegend wohl eher nicht so viel los war.

Wieder zum Leben erwachte der Ort im 12. und 13. Jahrhundert, als Omiš von der Fürstenfamilie Kačić regiert wurde und die Stadt zusammen mit dem Ort Senj zu dem wohl gefürchtetsten Piratennest in der gesamten Adria wurde. Damals unter dem Namen „Almissa“ bekannt, wurden von hier über zwei Jahrhunderte Schiffe der wichtigen Handelsstädte Venedig, Dubrovnik, Split oder Kotor gekapert und ausgeraubt. Aber nicht nur auf diese hatte man es abgesehen, auch auf die päpstlichen Galeeren, die sich in den Kreuzzügen auf den Weg in Richtung Palästina befanden.

Da Omiš in dieser Zeit einen beträchtlichen Teil der Adria kontrollierte und sich durch das geforderte „Passiergeld“ viele Feinde machte, wurde der Ort im Jahr 1221 von der päpstlichen Flotte angegriffen – Omiš gewann allerdings. Erst ein zweiter Krieg gegen Omiš im Jahr 1286 hatte etwas mehr Erfolg: Die vom Papst beauftragten venezianischen Truppen konnten Omiš eine Niederlage zufügen, die auch das Ende der Herrschaft der Familie Kačić bedeutete.

Die kleine Siedlung Omiš ("Almissa") auf einer österreichischen Postkarte Ende des 20. Jahrhunderts

Einer der Gründe für den enormen Erfolg der Piraten aus Omiš waren die speziellen Boote, die sie benutzten. Berühmt waren diese für ihren niedrigen Tiefgang, bezeichnet wurden sie als „Omiš-Pfeile“. Zusätzlich baute man im Cetina-Fluss eine Mauer, die sich unter Wasser befand (und nur von den „Omiš-Pfeilen“ überquert werden konnte), sowie eine Kette, welche bei Bedarf von einer Schluchtseite zur anderen gespannt werden konnte. So hatte man immer einen sicheren Rückzugsraum, der von anderen Schiffen nicht erreicht werden konnte.

Obwohl weiterhin praktiziert, sollte die Piraterie nach dem Ende der Herrschaft der Kačić-Dynastie nie wieder so erfolgreich sein wie im 13. Jahrhundert. Dalmatien wurde 1409 dann erstmal endgültig an Venedig verkauft, was auch die sich schnell wechselnden Herrscher in Omiš dann knapp 35 Jahre später anerkennen mussten. Die zu damaliger Zeit erbaute Stadtmauer wurde nach dem Untergang der Republik Venedig im 19. Jahrhundert abgerissen, da sich innerhalb der Mauern schlicht zu wenig Platz befand. Aus touristischer Sicht heute sicherlich schade!

Es folgten in den nächsten Jahrhunderten wiederum eine abwechselnde Herrschaft von Frankreich, der Habsburgermonarchie, der Zugehörigkeit zum ersten jugoslawischen Staat, einer Besetzung durch Italien und Deutschland sowie dem sozialistischen Jugoslawien, bis Omiš 1991 schließlich Teil Kroatiens wurde.

Highlights

(1) Altstadt & Mirabela-Festung

Die kleine Altstadt von Omiš liegt auf der östlichen Seite des Flusses, noch vor der Cetina-Schlucht. Die engen Gassen, in denen sich die hübschen mediterranen Häuser aneinander drängeln, sind immer noch das Herz der Stadt. Auch wenn hier nicht mehr so viel los ist wie in früheren Jahrhunderten, sollte man trotzdem die Stufen bis zur Mirabela-Festung nicht scheuen. Von hier hat man einen tollen Ausblick auf die Umgebung, der gerade bei Sonnenuntergang ein wunderschönes Fotomotiv bietet. Der Eintritt kostet hier 20 Kn / 3 €.

Weitere sehenswerte Gebäude in der Altstadt sind die beiden Kirchen dort: die „Crkva Duha Svetoga“ (Kirche des Heiligen Geistes) sowie die St.-Michael-Kirche, welche die Hauptkirche darstellt. Beide sind auf einem Spaziergang durch die Altstadt eigentlich nicht zu verfehlen.

(2) Wandern: Starigrad-Fortica-Festung

Der Weg zur zweiten Festung im Ortsgebiet stellt gleichzeitig eine schöne Wander- bzw. Klettersteig-Route (nur mit Sicherungsequipment!) dar. Auf der Seite der Altstadt geht man die Straße am Fluss entlang und durch den Tunnel hindurch. Kurz dahinter beginnt dann auch schon die Kletterroute und etwas später auch der Einstieg auf den Wanderpfad. Bis zur Festung sind es nur etwa 1,5 km, aber da auf diesem Weg auch 270 Höhenmeter überwunden werden, geht es doch ganz ordentlich steil hinauf. Eine gewisse Grundfitness sollte deshalb schon vorhanden sein. Oben angekommen ist die Festung zwar auch sehr interessant und ein wenig imposant, aber die Show wird ganz klar von der Aussicht gestohlen, die man von dort aus hat. Für den gesamten Weg und zurück, inklusive Pausen und Fotostops, würde ich ca. zwei Stunden einplanen. Der Eintritt kostet 25 KN (= 4 €?).

(3) St. Leopold Bogdan Mandic-Schrein

Leopold Bogdan Mandic war erst der zweite Kroate, der von der katholischen Kirche heiliggesprochen wurde, und ist im ganzen Land dementsprechend beliebt. Der Franziskaner-Mönch lebte von 1866 bis 1944 und ist in Kroatien auch Schutzpatron der Krebskranken. Der Schrein an dieser Stelle ist eine kleine Kirche mit Outdoor-Bänken, einer Statue des Namensgebers und einer kleinen Grotte/Höhle, die bei meinem Besuch allerdings verschlossen war.

(4) Wandern: St. Leopold Bogdan Mandic Lehrpfad

Eine zweite schöne Wandermöglichkeit in Omiš startet in direkter Umgebung des Schreins und führt einen auf die Bergkette auf die andere Seite der Cetina. Neben dem Trail gibt es auch hier direkte Kletterrouten, die den steilen Felsen hinaufführen. Der Lehrpfad ist aber eigentlich relativ einfach und überwindet auf 3,5 km etwa 300 Höhenmeter. Während des Pfads kommt man an neun großen Tafeln vorbei, die über die Ökologie, Geologie und Geschichte des Cetina-Canyons unterrichten. Das war eine schöne Wanderung für einen Nachmittag, fand ich!

Blick von der "anderen Seite" auf die Cetina-Mündung

(5) Velika Plaža

Für die Lage so nah an der Stadt ist es ein wirklich schöner, meistens nicht komplett überlaufener Strand, der aufgrund des feinen Kieses und des sehr flachen Einstiegs ins Wasser ein perfekter Ort für Familien ist. Rund um den Strand gibt es im Sommer einige Restaurants, Cafés und Kioske, ebenso Unterhaltung für Kinder und Junggebliebene, wie Tretbootverleih, Jetski, eine Wasserrutsche etc.

Der "Große Strand" in der Nebensaison

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Touren

Cetina River Rafting + Höhle + Klippenspringen
Die Cetina und ihr Canyon sind nicht nur zum Wandern und Klettern ein absolut fabelhaftes Gebiet, sondern auch zum Rafting und haben darüber hinaus noch ein paar weitere Geheimnisse parat. Auf dieser Tour, die ihr entweder mit oder ohne Transfer aus Split buchen könnt, lernt ihr alle kennen. Neben dem 10 km langen Rafting stehen noch der Besuch einer Höhle hinter einem Wasserfall, der Wasserfall selber sowie die Möglichkeit, von bis zu fünf Meter hohen Klippen in den (sehr!) erfrischenden Fluss zu springen. Insgesamt werdet ihr etwa 3-4 Stunden unterwegs sein. Gute Tour!
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Cetina Canyon Zipline-Tour
Der Canyon wird auch noch von einer coolen Zipline-Anlage überspannt, die einen auf insgesamt 2100 m Länge und auf acht unterschiedlichen Abschnitten durch die Lüfte fliegen lässt. Nicht nur während des Flugs ist der Ausblick dabei großartig, sondern meistens auch von den Stationen, an denen man ankommt.
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Der Cetina River Canyon

(6-13) Unterkunft

In Omiš gibt es einige nette und schöne Unterkünfte in allen Preiskategorien. Die Nähe zur Stadt Split mit exzellenten Verkehrsanbindungen macht das Städtchen auch zu einer attraktiven Alternative für einen Aufenthalt dort – ohne dass man dem Trubel der Großstadt durchgehend ausgesetzt ist.

Vanlife

(6) Kamp Galeb
Vor allem in der Hauptsaison kann es in Omiš und den umliegenden Gebieten schon mal voll werden, und frei stehen ist in der ganzen Region nicht gerne gesehen und wird häufig mit empfindlichen Strafen geahndet. Schön, dass es dafür das Kamp Galeb gibt, einen Campingplatz, der auch Mobilheime anbietet und direkt am Meer liegt. Klar, günstig ist es hier auch nicht wirklich, aber wir sind halt an der schönsten Küste Europas, was soll man da machen? Buchen könnt ihr hier direkt über den Campingplatz (Zelte und Camper/Wohnmobile) bzw. booking.com (Mobilheime).
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Budget

(7) Hostel Omiš
Sehr schönes, zentral gelegenes, aber trotzdem ruhiges Hostel. Der Vibe ist sehr freundlich hier, und die Hostelmamas und -papas helfen gerne bei der Planung des perfekten Omiš-Tags. Im Hostel gibt es Dorms und Doppelzimmer, teilweise sind diese recht spacig. Vom Balkon aus hat man eine super Aussicht, und die Küche ist gut ausgestattet. Es gibt wirklich nichts zu meckern.
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(8) City & River View Apartment
Kleines Apartment direkt am Fluss und an der Altstadt gelegen. Wie es der Name schon sagt, hat man vom Balkon einen schönen Blick über beides. Der Preis und die freundlichen Gastgeber machen locker dafür wett, dass der Platz eng bemessen ist.
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Mittelklasse

(9) Sandy Beach Apartments
Viel näher an den Hauptstrand geht’s in Omiš nicht, so dass dieses Apartment vor allem für Sonnenanbeter*innen einen schönen Urlaub garantiert. Das Apartment selber ist sehr gut ausgestattet und makellos sauber. Ein großes Plus ist, dass es für den heißen Sommer in jedem Zimmer eine eigene Klimaanlage gibt. Das soll natürlich nicht heißen, dass man alle gleichzeitig laufen lassen sollte, aber es ist schön, wenn man sich aussuchen kann, in welchem Raum man sich aufhält.
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(10) Anastazija Sea View Apartments
Nicht mehr direkt im Stadtzentrum, dafür direkt am Meer und mit eigenem Zugang in dieses. Auch vom Balkon aus hat man einen super Ausblick auf die Wellen, die Berge und die umliegenden Inseln. Die Gastgeber sind wirklich freundlich und sehr hilfreich bei allen Fragen, die auch nur theoretischerweise aufkommen könnten. Von der Hauptstraße über dem Apartment (die man aber nicht hört) kann man einen Bus direkt nach Split oder Omišer Stadtzentrum nehmen, so ist auch die Anreise ohne eigenes Auto ziemlich einfach.
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(11) Vila Bubalo
Auch hier sind wir nicht mehr direkt im Zentrum, sondern im ruhigeren Part von Omiš hinter dem Eingang zur Schlucht. Trotzdem ist alles noch fußläufig zu erreichen, und der Blick auf Berge und Canyon entschädigt dafür, genauso wie der große Pool, der allen Gästen zur Verfügung steht. Die Apartments sind gut ausgestattet und sehr sauber!
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Luxus

(12) Hotel Villa Dvor
Das Hotel liegt auf einem Hügel, etwas oberhalb vom Rest der Stadt, so dass man von der Restaurantterrasse eine sehr schöne, erhabene Aussicht auf das Meer, die Festung und die Cetina hat. Auf dem Dach gibt es zusätzlich noch ein Jacuzzi. Erwähnenswert ist zudem, dass das Hotel ein familiengeführtes Unternehmen ist und so auch ein netter, freundlicher und persönlicher Ton dort herrscht, trotz der Größe. Ach, und hab ich den Jacuzzi auf dem Dach schon erwähnt? Ja? Macht nichts, doppelt hält besser.
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(13) Damianii Luxury Boutique Hotel & Spa
Das von Omiš aus nächstgelegene 5-Sterne-Hotel besticht mit allen Annehmlichkeiten, die man für einen Luxus-Urlaub so braucht. Allerdings gibt es auch einige Kommentare, die mit den Serviceleistungen des Hotels nicht ganz einverstanden sind, wie z.B., dass man für eine Strandliege noch extra zahlen muss, obwohl das Zimmer schon mindestens 300€ die Nacht kostet.
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(14-17) Gastronomie

(14) Pirates Kitchen | Mediterrane Küche & Balkan-Food
Wie es sich für Omiš gehört, braucht der Ort natürlich mindestens ein Restaurant, das den alten Ruf des Piratennests bedient. Das ist, wie ihr bei dem Namen jetzt sicherlich schon kombiniert habt, die Pirates Kitchen. Kinder werden begeistert sein von den als Piraten verkleideten Kellner*innen, die auch sonst gut in ihre Rolle schlüpfen. Aber auch Erwachsene kommen bei dem sehr guten und üppigen Essen auf ihre Kosten. Ob das im Endeffekt dann auch wirklich authentische Piraten-Küche ist, sei dahingestellt. Es befinden sich einige vegetarische Optionen auf der Karte, was wahrscheinlich dagegen sprechen würde.

(15) Brzi Gonzales | Mexikanisch, Italienisch
Immer wenn es irgendwo ein halbwegs brauchbares mexikanisches Restaurant gibt, kann ich nicht anders, als dieses direkt zu besuchen und auch vorzugsweise hier zu empfehlen, weil ich ein Fan der mexikanischen Küche bin. Hier handelt es sich um ein sehr brauchbares Mex-Restaurant mit Fajitas, Tortillas und Tapas auf der Karte. Daneben gibt es auch noch Pizza, Pasta und einige Gerichte aus dem Meer. Wäre aber gar nicht nötig gewesen.
Das Restaurant befindet sich ca. einen Kilometer außerhalb der Altstadt, aber der Weg dorthin lohnt sich.
Homepage

(16) Restaurant Bastion
Das wohl bekannteste Restaurant der Stadt liegt nicht direkt in der Altstadt, sondern eher am Hafen und ist mit seinem schönen Außenbereich im Sommer ein sehr beliebter Treffpunkt. Das Essen kommt rustikal-traditionell daher, vieles ist gegrillt, die Portionen üppig und die Leute freundlich. Ist gut!

(17) Cutty Sark Irish Pub
Viele richtige Kneipen gibt es in Omiš leider nicht, aber direkt am Strand gibt es eine Cocktailbar, die empfehlenswert ist, und auch das Cutty Sark ist eine gemütliche Kneipe mit allerhand Memorabilia an den Wänden und gut aufgelegten Menschen hinter dem Tresen. Wie es sich für einen Irish Pub natürlich gehört, gibt’s hier auch Kilkenny und Guinness vom Fass. Allerdings zu gesalzenen Preisen (8€!).

Kultur

Im Sommer erwacht Omiš so richtig zum Leben und hat auch kulturell etwas zu bieten. Der Kultursommer bringt einige Live-Konzerte in die Stadt, Highlights sind aber die Piraten-Nächte, die an verschiedenen Tagen im Juli und August stattfinden. Der Höhepunkt dessen ist wiederum eine nachgestellte Piratenschlacht im Hafen, die an die Seeräuber-Historie der Stadt noch einmal aufleben lässt.

Das bekannteste Festival in Omiš ist das Klapa-Festival, welches den traditionellen dalmatinischen A-Capella-Gesang seit 1967 zelebriert. Ein Klapa wird meistens von Männergruppen vorgetragen, die meist vier bis sieben Leute umfassen. Seinen Ursprung hat der Klapa in den Gesängen der dalmatischen Fischer auf hoher See.
Facebook-Seite des Festivals

(18) Transport

Taxi

Eine verlässliche und für diese Region günstige Taxiagentur ist Dreamland Taxis.

Bus

Da Omiš zwischen Split und Dubrovnik liegt, ist es nicht wirklich schwer, hierherzukommen. Es gibt zwar keinen Anschluss ans Schienennetz, aber regelmäßige Busverbindungen in beide Richtungen halten alle am Busbahnhof von Omiš (18).

Wer möchte, kann Omiš von Split und Dubrovnik sogar mit dem Flixbus anfahren und die Tickets bequem über die deutsche FlixBus-Seite buchen (Link*). Neben Verbindungen innerhalb Kroatiens (z.B. nach Dubrovnik, Split, Šibenik, Zadar, Zagreb) kann man mit dem Flixbus von hier aus z.B. auch nach Montenegro (Kotor, Budva, Podgorica) fahren.

Der öffentliche Nahverkehr zwischen Split und Omiš ist sehr gut ausgebaut und wird vom Anbieter „Promet Split“ über die Linie 60 bedient. In Omiš selber werden dabei sogar vier Haltestellen an der Hauptstraße und natürlich der Busbahnhof bedient. Endhaltestelle in Split ist der Busbahnhof Sukoišan. Wenn ihr in die Altstadt wollt, solltet ihr aber eine Station vorher (Tržnica) aussteigen. Die einfache Fahrt sollte im Jahr 2023 etwa 3 € kosten und ca. 30 Minuten dauern. Die Busse fahren recht häufig, während des Tages etwa alle halbe Stunde. Den genauen Fahrplan von Split nach Omiš findet ihr hier.

Weiter geht’s!

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