Mobiles Internet & Sim-Karten

Ein kleiner Guide

Inhalt

Eine Sache, welche Reisende auf dem Balkan immer wieder beschäftigt, ist die mobile Internetverbindung, um auch mit dem Handy mit der Außenwelt in Kontakt zu bleiben. Ist dies z. B. bei einem dreitägigen Städtetrip vielleicht zu vernachlässigen, da man gut mit dem WLAN im Hotel oder im Restaurant über die Runden kommt, ist es für längere Trips oder vor allem, wenn man mit dem Van oder Wohnmobil unterwegs ist, eine nervige Angelegenheit in den meisten Ländern. Auch ich kümmere mich nach vielen Grenzübertritten als Allererstes um eine neue SIM-Karte, allein schon, um weiterhin Google Maps nutzen und navigieren zu können. Da das Angebot, ähnlich wie in Deutschland, auch in den Ländern auf dem Balkan groß ist, stelle ich euch hier mal die Situation, die besten Tarife und Anbieter in den jeweiligen Ländern vor.

Nachdem die Europäische Union innerhalb der EU sämtliche Roaming-Gebühren abgeschafft hat, kann man dort meistens relativ entspannt in den Urlaub fahren und sein Handy ganz unkompliziert genauso benutzen, wie man es auch zu Hause macht.

Das stimmt grundsätzlich erst einmal, aber wenn man auf den Balkan in Urlaub fährt oder länger als nur die „normalen“ zwei bis drei Wochen unterwegs ist, könnte es ein Problem geben. Zum einen, da auf dem Balkan noch lange nicht alle Länder Mitglied der Europäischen Union sind, zum anderen, weil auch deutsche Handyanbieter eine sogenannte „Fair-Use“-Klausel in die Verträge einbauen und so den Datentarif einschränken. Oder weil dieser von Anfang an nur über wenige GB mobiles Internet verfügt, weil man zu Hause ja meistens doch in diversen WLAN-Netzwerken eingeloggt ist.

Letzte Änderung: Dezember 2024

Wo liegt das Problem?

Ein Beispiel: Ich habe in Deutschland einen Vertrag bei Freenet abgeschlossen und darin unbegrenztes Datenvolumen. Das bedeutet, ich kann so viele Gigabyte im Monat verbrauchen, wie ich möchte. Solange ich in Deutschland bin. Wenn ich mich im EU-Ausland aufhalte, wird aus meinem „unbegrenzten Datenvolumen“ dann nur noch 28 GB pro Monat. Also knapp unter ein Gigabyte pro Tag. Das mag auf jeden Fall ausreichend sein, wenn man in Hotels unterkommt und dort das WLAN-Netz nutzt. Aber ich bin meistens mit dem Van unterwegs, sodass mein mobiles Internet zu meiner ganz normalen Internetverbindung wird. Guckt man dann abends mal einen Film über Netflix oder nutzt das mobile Internet als digitaler Nomade eventuell auch für die Arbeit, ist das schnell weg.

Wenn ihr in den Ländern, die nicht zur Europäischen Union gehören, unterwegs seid (Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Montenegro, Nordmazedonien, Serbien), müsst ihr euch so oder so nach einer anderen Lösung umschauen, wenn ihr weiterhin mit eurem Handy im Internet unterwegs sein möchtet. Als Lösung kommen in dem Fall dann meistens zwei Optionen infrage:

1. Der Kauf und die Registrierung einer lokalen SIM-Karte. Die ist meistens günstig, schnell registriert und erspart euch horrende Roaming-Gebühren im Vergleich zu dem, was euch erwarten würde, wenn ihr eure normale SIM-Karte von zu Hause benutzt.

2. Der Kauf einer E-SIM für das jeweilige Land, was man schon von zu Hause aus machen kann und was allgemein sehr bequem und einfach ist, allerdings dafür meistens etwas teurer als eine „echte“ lokale SIM-Karte, die ihr im Land erwerbt.

In diesem Artikel werde ich euch für jedes Land beide Optionen durchleuchten, euch den Prozess der Registrierung, die verschiedenen Netzbetreiber und die besten Deals für Reisende vorstellen.

Brauch ich wirklich eine lokale SIM-Karte?

Klar, das ist deine Entscheidung. Viele Leute nutzen den Urlaub auch zu ein wenig „Digital Detox“ und sind völlig zufrieden, wenn sie nach einem langen Sightseeing-Tag abends wieder im Hotel ankommen und dort über das WLAN ihre Nachrichten etc. abrufen.

Aber da viele Leute auf dem Balkan ja z. B. gar nicht unbedingt in Hotels übernachten (sondern z. B. mit dem Van in der Natur), sind diese zwangsläufig auf mobiles Internet angewiesen. Generell würde ich auch sagen, dass es schon sehr praktisch ist, auch unterwegs ins Internet zu können und z. B. mal kurz nach einem vegetarischen Restaurant in der Nähe zu googeln oder nachzuschauen, was es mit dieser Sehenswürdigkeit da vor mir genau auf sich hat.

Viele Menschen brauchen sogar vor allem im Ausland mehr Datenvolumen in ihrem Tarif, als wenn sie das Handy zu Hause nutzen. Schließlich möchten viele ja gerne mit den Daheimgebliebenen Kontakt halten, auch mal vom Strand aus liebe Grüße per Bild schicken oder auf Instagram zeigen, was man gerade zum Abendessen vorgesetzt bekommen hat ;-). So kann es sein, dass die 3 GB, die man in Deutschland an Datenvolumen im Monat verbraucht, im Urlaub in Kroatien nach ein paar Tagen bereits aufgebraucht sind. Auch dann muss man entweder in den sauren Apfel beißen und nur noch öffentliches WLAN nutzen oder auch hier eine lokale SIM-Karte kaufen.

Wie gut ist WLAN auf dem Balkan verfügbar?

Generell: Ganz in Ordnung, allerdings nicht so häufig und vor allem nicht so schnell wie in Deutschland. Das lässt sich eigentlich für alle Länder auf dem Balkan sagen, egal ob diese in der EU sind oder nicht.

Nahezu alle Hotels, Guesthouses, Pensionen oder Campingplätze bieten WLAN an. Bei Restaurants wird es da schon wesentlich weniger, wobei generell die Formel gilt, dass je kleiner ein Restaurant ist, desto unwahrscheinlicher ist es, dass diese Free WiFi anbieten. Ein guter Anlaufpunkt sind immer Cafés, die fast immer WLAN haben.

Aber nur weil WLAN prinzipiell recht häufig und gut verfügbar ist, bedeutet das noch lange nicht, dass dieses auch wirklich brauchbar ist. Sehr häufig verfügt ein Café über eine ganz normale Internetverbindung und hat gerade 50 Gäste, von denen sich die Hälfte ins Internet eingeloggt hat. Genauso sieht es häufig im Sommer in ausgebuchten Hotels aus: Das WLAN ist oft überlastet, und es nervt einfach nur, irgendwas damit im Internet zu machen.

Es kommt also vielleicht auch alles ein wenig auf die Reisezeit an, ob und wie gut euer WLAN jeweils sein wird.

Wie gut ist das mobile Internet?

Auch hier gibt es eine einfache Regel, die für alle Länder gilt: sensationell. Also wirklich, im Vergleich zu den Balkan-Staaten fühle ich mich in Deutschland häufig wie im Mittelalter mit den andauernden Funklöchern und superlangsamen Verbindungen in ländlichen Gebieten.

Das gibt es auf dem Balkan wirklich nicht. Ich bin schon wochen- und monatelang mit dem Van durch alle Länder des Balkans gereist und höre nahezu immer Spotify während der Fahrt. Ich muss sagen, es kommt wirklich so gut wie nie zu Funklöchern oder einem Abbruch der Verbindung. Egal, ob in den tiefsten unbewohnten Bergen oder inmitten eines mit 50.000 Menschen gefüllten Fußballstadions: Ich habe immer Empfang, und die Übertragungsgeschwindigkeit ist verdammt schnell. Egal ob Albanien, Nordmazedonien, Serbien, Bosnien-Herzegowina, Kroatien oder Montenegro: Was das Handynetz angeht, sind alle Länder Deutschland voraus.

Ich merke das häufig auch daran, dass mein Musikstream, sobald ich die deutsche Grenze wieder passiere und auf einer normalen Autobahn fahre, dann häufig nach nicht einmal fünf Minuten das erste Mal abbricht. Und ich dann genervt das Radio anschalte.

Okay, ich kauf mir eine lokale Sim-Karte. Wie funktioniert das dann?

Die Registrierung ist von Land zu Land etwas unterschiedlich. In Bosnien-Herzegowina und Rumänien brauchst du deine SIM-Karte zum Beispiel gar nicht namentlich registrieren und auch keinen Ausweis vorlegen. In den meisten anderen Ländern dagegen schon. Auf den genauen Prozess gehe ich unten in den Länderabschnitten dann jeweils genauer ein.

Was du dir überlegen solltest, ist vielleicht, ob du weiterhin unter deiner alten Nummer erreichbar sein möchtest oder ob es reicht, wenn du dann per WhatsApp, Telegram oder Signal erreichbar bist. Alle Dienste funktionieren auch dann, wenn dein Handy über eine andere SIM-Karte ins Internet geht. Wenn dein Handy zwei SIM-Slots hat, ist das alles eh kein Problem: Dann kannst du in den Einstellungen recht einfach festlegen, mit welcher SIM-Karte du deine Daten beziehst und auf welcher Anrufe durchgestellt werden. Du kannst also ganz einfach beide SIM-Karten gleichzeitig nutzen, bist auf deiner normalen Nummer per Anruf erreichbar und bist über die ausländische SIM-Karte im Internet.

Das mit dieser E-SIM klingt praktisch! Wie gehe ich da vor?

Zunächst einmal musst du schauen, ob dein Handy überhaupt E-SIM-Karten unterstützt. Das ist nämlich leider bei längst nicht allen Modellen der Fall. Wenn du z. B. ein neueres Google Pixel, Apple iPhone oder ein ähnliches High-End-Modell hast, solltest du dir normalerweise keine Sorgen machen, dann sollten E-SIMs unterstützt werden. Ist dein Smartphone schon etwas älter oder war etwas günstiger als die oben genannten, könnte es damit eng werden.

Es ist allerdings ganz einfach, herauszufinden, ob dein Handy E-SIMs unterstützt. Dafür musst du über die Anruf-Funktion nur folgenden Code eingeben:

*#06#

Nachdem du auf „Anrufen“ geklickt hast, sollte dir z. B. deine IMEI-Nummer (das ist quasi die Passnummer deines Telefons) angezeigt werden, aber auch, falls dein Handy E-SIMs unterstützt, die EID-Nummer. Das ist eine „E-SIM-spezifische ID-Nummer“. Wenn dir so eine Nummer angezeigt wird, unterstützt dein Smartphone die Nutzung von E-SIMs.

Soweit, so gut. Jetzt kommen wir dazu, wie du die E-SIM auf deinem Handy installierst. Normalerweise ist dies ganz einfach: Viele Anbieter bieten dir eine kostenlose App, in der dies dann ziemlich automatisch und Schritt für Schritt mit dir zusammen installiert wird. Es gibt aber auch Anbieter, die dir einfach nur einen QR-Code bereitstellen, nachdem du die E-SIM dort gekauft hast. Aber auch hier keine Bange: Einfach den QR-Code scannen, die E-SIM-Karte hinzufügen (das kann ggf. ein paar Minuten dauern) und die E-SIM dann aktivieren (und deine deutsche SIM-Karte deaktivieren), sobald du im Land angekommen bist.

Lohnt sich der Kauf eines Surfsticks oder eines WLAN-Routers für SIM-Karten?

Für mich nicht, aber ich weiß auch, dass andere darauf schwören. Ich habe mein Internet natürlich immer gerne überall dabei, wo ich bin – also auf dem Smartphone. Dafür würde ich ungern immer noch extra einen WLAN-Router mit mir mitschleppen, um mich über diesen dann mit dem Handy ins WLAN einzuloggen.

Andere Reisende, vor allem die, die mit dem Van unterwegs sind, schwören allerdings darauf und behaupten, dass das Internet durch einen Router besser ist, sowohl der Empfang als auch die Surfgeschwindigkeit. Ob das stimmt, kann ich nicht wirklich sagen, da ich es noch nie ausprobiert habe, da für mich die Geschwindigkeit, die ich übers Handy reinbekomme, immer mehr als ausreichend war. Auch wenn ich über das Smartphone den WLAN-Hotspot einschalte und meinen Laptop damit verbinde, hatte ich so gut wie nie irgendwelche Probleme damit und konnte immer alles damit erledigen, was ich wollte.

Meiner Meinung nach ist so ein Schnickschnack also nicht nötig. Das normale Handy reicht.

Registrierung und Tarife in den jeweiligen Ländern

Das Beste an der Sache ist, dass die meisten Länder eine sogenannte „Tourist-SIM“ anbieten. Diese unterscheiden sich, was die darin enthaltenen Leistungen angeht, zwar von Land zu Land recht deutlich, aber meistens ist das der beste Tarif, den man erwischen kann. Zusätzlich ist die Registrierung dabei recht unkompliziert.

Albanien

In Albanien gibt es drei Netzbetreiber: Vodafone Albania, One und ALBtelecom. Die beste Netzabdeckung besitzt Vodafone Albania, die schnellsten Downloadgeschwindigkeiten gibt es bei One. Wenn ihr eine SIM-Karte kauft, macht ihr das am besten in einem offiziellen Shop des jeweiligen Providers. Es reicht, wenn ihr euren Ausweis bzw. Reisepass dabei habt. Es könnte sein, dass ihr nach einer Adresse in Albanien gefragt werdet, aber normalerweise nicht. Vielleicht ist es trotzdem gut, eine Adresse von einem Hotel oder Campingplatz (auf dem ihr dann natürlich die folgende Nacht stehen möchtet 😉 ) in der Hinterhand zu haben.

Tourist-SIM-Karten:
Eigentlich bieten alle drei Anbieter exakt das gleiche Paket und die gleichen Services an. Da „normale“ Angebote übrigens wesentlich teurer sind, macht auf jeden Fall davon Gebrauch, da man bei den sonstigen „normalen“ Tarifen sonst auch immer noch eine SIM-Karte extra kaufen muss, was bei den Tourist-SIMs bereits im Preis enthalten ist.

Alle Anbieter:
Die angebotene SIM-Karte für Touristen beinhaltet 15 GB Daten für 21 Tage und kostet 1500 Lek, also etwa 15 €. Wenn ihr eure GB verbraucht habt, könnt ihr noch einmal 15 GB für den gleichen Preis wieder aufladen. Zusätzlich sind noch 500 Inlandsminuten, 10 Auslandsminuten und 100 Inlands-/Auslands-SMS inklusive. Das bedeutet, ihr könnt sogar 10 Minuten lang „ganz normal“ nach Deutschland telefonieren.
One bietet euch das kostenlose Extra, dass man für WhatsApp, Facebook und andere Social-Media-Seiten noch einmal 5 GB obendrauf nutzen kann. Bei ALBtelecom bekommt man 1000 Inlandsminuten und 200 SMS inklusive, allerdings ist die Tourist-SIM dort auch nur für zwei Wochen gültig.

E-SIM
Falls ihr nicht sooo viele Daten benötigt oder meistens das WLAN in eurem Hotel/Guesthouse nutzen könnt, kann eine E-SIM eine gute Wahl sein, bei der ihr euch den Weg zum Telekommunikationsanbieter sparen könnt. Airalo* bietet beispielsweise eine E-SIM mit 5 GB Datenguthaben für nur 15,50 USD, also etwa 14 €, an. Das ist günstiger als die Tourist-SIM und für die meisten Leute ausreichend.

Bosnien-Herzegowina

In diesem Land gibt es ebenfalls drei verschiedene Provider: BH Telecom, m:tel und HT Eronet. SIM-Karten können sowohl in den jeweiligen offiziellen Läden der Provider gekauft werden (was ich immer empfehlen würde) als auch an Tankstellen, Kiosks etc. Der Vorteil in den offiziellen Läden ist immer, dass die Leute sich dort viel besser mit den jeweils besten Tarifen auskennen. So kennen Menschen, die an Tankstellen arbeiten und die SIM-Karte für einen registrieren, z. B. häufig die speziellen Touri-Tarife nicht.

Eine Registrierung mit Pass ist im Übrigen in BiH nicht notwendig!

Die beiden populärsten Betreiber sind BH Telecom und m:tel, welche beide etwa einen Marktanteil von 40 % haben. Diese beiden Anbieter sollen auch die besten Netze haben.

BH Telecom

Wer weniger als sieben Tage im Land ist, dem kann vielleicht schon der ganz normale Starttarif von BH Telecom genügen. Der Tarif nennt sich „Ultra Internet“, kostet 10 KM und beinhaltet 5 GB an Daten für sieben Tage. In diesem Tarif habt ihr nur Internet und könnt nicht telefonieren, auch nicht innerhalb BiH. Telefonie über WhatsApp etc. ist natürlich trotzdem möglich.

Die Tourist-SIM bei BH Telecom heißt „Ultra Tourist“ und kann in drei verschiedenen Versionen erworben werden:

• Ultra Tourist 1: 15 GB und 5 KM für Anrufe und SMS, gültig für 10 Tage: 20 KM
• Ultra Tourist 2: 30 GB und 10 KM für Anrufe und SMS, gültig für 30 Tage: 40 KM
• Ultra „Tourist Group“: 100 GB für 15 Tage: 100 KM
Mehr Infos auf der Seite des Anbieters: BH Telecom Tourist Offer

m:tel

m:tel hat kein gesondertes Angebot für Touristen, allerdings einige sehr attraktive „normale“ Tarife.

Es gibt z. B. einen Tarif, der bietet euch 30 GB Dateninternet für drei Tage für gerade einmal 3 KM, also weniger als etwa 1,50 €. Ich gehe dafür immer in einen ausgewiesenen m:tel-Shop, registriere die SIM-Karte dort, kaufe Guthaben für die gesamte Zeit, die ich im Land sein werde, und aktiviere alle drei Tage ein neues 30-GB-Paket für 3 KM. Das ist schmerzlos, günstig, reicht locker für alles, was ich so vorhabe, und ist einfach zu handhaben, da man die Pakete im USSD-Code *100# einfach kaufen bzw. verlängern kann.

Mehr Infos (leider nur sehr lückenhaft auf Englisch): m:tel Website

HT Eronet

HT Eronet hat wieder eine Tourist-SIM-Karte im Angebot, welche die beste Wahl bei diesem Anbieter ist. Hier hat man die Wahl, entweder 10 GB Daten pro Tag für 3 KM zu erhalten, was sich, bei ausreichendem Kredit, automatisch verlängert.
Die zweite Option ist, für 7 Tage 20 GB Daten zu erhalten, was 20 KM kosten würde.

Die Wahl ist natürlich klar: Option 1, da man dort für 21 KM in 7 Tagen insgesamt 70 GB zur Verfügung hat. Trotzdem ist die 30-GB-Option für 3 Tage und für nur 3 KM bei m:tel der bessere Tarif im Land!

Hier findet ihr Infos zur Aktivierung

E-SIMs

Airalo* verkauft E-SIMs des Anbieters „Bosher“, z.B. zahlt man dort für 10GB Datenvolumen, welches 30 Tage gültig ist, 21USD, also nicht ganz 20€. Da die Registrierung einer normalen Sim-Karte in Bosnien-Herzegovina allerdings so einfach ist und ihr dafür noch nicht einmal euren Ausweis zeigen müsst, würde ich euch empfehlen, diese Option zu nutzen.

Bulgarien

Bulgarien ist EU-Mitglied, deshalb ist euer Zuhause gültiger Datenvertrag auch in Bulgarien gültig. Wenn ihr in eurem Urlaub trotzdem mehr Datenvolumen benötigen solltet, als euch euer Anbieter in Deutschland zugesteht, ist es in Bulgarien auch kein Problem, sich eine lokale SIM-Karte oder E-SIM zu besorgen. Um eine neue SIM-Karte in Bulgarien zu kaufen und zu registrieren, müsst ihr euren Pass vorlegen.

 

Im Land gibt es drei „große“ Anbieter, welche alle auch die 5G-Funktion nutzen. Das wären A1, Yettel und Vivacom.

A1

Dieser Anbieter hat vermutlich die beste Netzabdeckung im Land. Die Tarife sind nicht immer günstig, und ihr solltet darauf achten, dass ihr auch den besten Tarif für euch aktiviert. Das gilt vor allem für die angebotene Tourist-SIM, welche teurer ist als der günstigste „lokale“ Tarif. Dieser ist, vorausgesetzt ihr könnt damit leben, nur über WhatsApp telefonieren zu können, der Tarif „A1 Prepaid Mobile Internet“ mit den jeweiligen Starterpaketen. Diese kommen in drei Größen:

  • 15 GB für 30 Tage: 15 Lv
  • 30 GB für 30 Tage: 25 Lv
  • 50 GB für 30 Tage: 40 Lv

Lasst die Pakete nach Möglichkeit direkt im autorisierten A1-Shop aktivieren, während ihr die SIM-Karte kauft. Ansonsten könnt ihr dies auch über den USSD-Code *123# selber machen, vorausgesetzt ihr habt genügend Guthaben. Euer Guthaben und Restdatenvolumen könnt ihr checken, indem ihr eine SMS mit dem Wort „Balans“ an die 1796 sendet.

Yettel

Der zweitbeliebteste Anbieter hat zwei Tarife, welche für euch interessant sein könnten. Im Starterpaket ihres „normalen“ Prepaid-Tarifs habt ihr diese Optionen:

  • 7 GB (inkl. 5,2 GB EU-Roaming) für 30 Tage: 14,99 Lv (Aktivierung durch 1233*4#)
  • 20 GB (inkl. 6,9 GB EU-Roaming) für 30 Tage: 19,99 Lv (Aktivierung durch 1233*7#)

Ein weiterer, vielleicht sogar noch interessanterer Tarif ist die „Data Only SIM“, welche über keine Roaming-Pakete verfügt und nur in Bulgarien genutzt werden kann:

  • Mobile Internet 15: 15 GB für 30 Tage: 15 Lv
  • Mobile Internet 30: 30 GB für 30 Tage: 25 Lv
  • Mobile Internet 50: 50 GB für 30 Tage: 40 Lv

Vivacom

Der dritte und letzte Anbieter im Bunde kann mit einem recht günstigen Paket aufwarten, ist allerdings nur zu empfehlen, falls ihr euch nur in Städten des Landes aufhaltet und nicht in die Natur fahrt.

Tarif „Free2Go SIM“

Paket „MixL+“: 12 GB für 28 Tage (inkl. 4,3 GB EU-Roaming): 9,99 Lv (Aktivierung durch SMS mit Inhalt „X4“ an die 1236)

Wer dann noch mehr Daten braucht, kann für weitere 9,99 Lv und den Aktivierungscode „P2“ per SMS an die 1236 noch weitere 15 GB für 28 Tage hinzubuchen.

E-SIM

E-SIMs sind in Bulgarien eine echte und vielleicht sogar günstigere Alternative zu den herkömmlichen SIM-Karten. Bei Airalo* erhaltet ihr bspw. 30 GB Daten für 30 Tage für gerade einmal 16 Euro! Dem gesparten Aufwand im Vergleich zu einer physischen SIM-Karte wegen würde ich diese E-SIM abschließen!

Der Balkan ist eine Region im Südosten Europas, die für ihre vielfältigen Landschaften, reichen Kultur und Geschichte sowie ihre gastfreundlichen Menschen bekannt ist. Die Touristen strömen jedes Jahr in Scharen hierher, um die einzigartigen Landschaften zu erkunden, die Kultur zu erleben und sich in den Thermalquellen zu erholen.

Kosovo

Das kleine Kosovo hat nur zwei Mobilfunkanbieter, wenn man dabei außer Acht lässt, dass der serbische Mobilfunkanbieter MTS im großteils von ethnischen Serben bewohnten Norden des Landes funktioniert. Im Kosovo gibt es keine speziellen Tourist-SIM-Karten, aber die normalen SIM-Karten sind ebenfalls einfach zu erhalten. Beim Kauf müsst ihr euren Pass vorlegen.

Vala

Beim größten Anbieter mit dem besten Netz kostet eine neue Prepaid-SIM-Karte inkl. 300 Min Gesprächsguthaben, 300 SMS und 4 GB Daten 7,00 €.

Sobald man diese verbraucht hat, kann man sich eines der folgenden Datenpakete dazubuchen:

  • 1 GB für 1 Tag: 0,50 €
  • 2 GB für 7 Tage: 1,50 €
  • 3 GB für 15 Tage: 2,50 €
  • 5 GB für 21 Tage: 3,50 €
  • 10 GB für 31 Tage: 6,00 €
  • 15 GB für 31 Tage: 7,50 €

Die Pakete könnt ihr in einem der autorisierten Shops aktivieren oder dies auch selbst per USSD-Code machen, falls ihr euch beim Kauf der SIM-Karte auch ausreichend Guthaben gekauft habt. Dafür nutzt ihr den Code *222#.

Die Homepage von Vala ist übrigens zweisprachig und informativ: Vala Homepage

IPKO

Kauft man bei IPKO eine neue SIM-Karte, kann man aus drei verschiedenen Angeboten für mobiles Internet wählen. Dabei konnte ich auf der Homepage der Firma zwar herausfinden, dass IPKO auch eine E-SIM anbietet, aber nirgendwo steht, was eine neue SIM-Karte kostet. Sobald ihr eine habt, könnt ihr hier recht übersichtlich sehen, welche verschiedenen Datenpakete es gibt: IKPO Homepage

E-SIM

Abgesehen von der E-SIM von IPKO sind andere E-SIMs für das Kosovo sehr teuer und nicht unbedingt zu empfehlen. 5 GB für 23,50 €? Nee, da könnt ihr euch besser eine Old-School-Karte besorgen. Falls das für euch trotzdem keine Option ist, bucht die E-SIMs hier: Airalo*

Kroatien

Wie ihr wahrscheinlich wisst, Kroatien ist eines der drei Länder, die auf dieser Seite behandelt werden, das Mitglied der EU ist. Das ist zunächst auch erst einmal sehr praktisch, so dass die meisten Leute wohl nicht weiter um ihre Internet-Versorgung im Land Sorgen machen müssen. Wenn ihr aber z. B. aus der Schweiz seid, habt ihr trotzdem super Alternativen in dem Land. Beim Kauf müsst ihr euren Pass vorlegen.

Hrvatski Telekom (Simpa)

Der Ableger der deutschen Telekom hat zwei verschiedene Touristen-Sim-Karten im Angebot, welche beide ein guter Deal sind, und ihr schaut, welche für euch am sinnvollsten ist.

Die reguläre Touristen-Sim heißt „Visiting Croatia“ und kostet 11,49 € für 10 Tage. Inkludiert ist in dieser Zeit unlimitiertes (!) Internet, so dass ihr euch keinerlei Sorgen mehr über euren Verbrauch machen müsst. Falls ihr länger im Land bleibt als 10 Tage, könnt ihr den Tarif zum gleichen Preis für weitere 10 Tage verlängern. Und das Beste ist: Ihr bekommt dafür sogar zwei Sim-Karten, welche gleichzeitig genutzt werden können!

Die zweite Alternative kostet 20 € und ihr bekommt bei dieser faire 120 GB für 90 Tage. Perfekt für Leute, welche länger als 20 Tage im Land bleiben.

Beide Optionen könnt ihr bequem auf der Seite der Telekom als E-SIM kaufen und aktivieren. Falls die E-SIM-Option nicht infrage kommt, kauft die Sim-Karte einfach, sobald ihr im Land seid.

A1

Auch A1 hat eine Tourist-Sim-Option, welche hier 7,90 € für 10 Tage kostet und ebenfalls unlimitiertes Internet bietet. Falls also keine zweite Sim-Karte benötigt wird, ist diese Karte also günstiger als die Option der Telekom. Leider bietet A1 keine E-SIM-Option. Trotzdem könnt ihr die Karte online bestellen und z. B. an euer Hotel senden lassen (da solltet ihr aber vorher Bescheid geben). Damit die Karte rechtzeitig ankommt, würde ich mich etwa 10 Tage im Voraus darum kümmern. Hier könnt ihr die Karte kaufen: A1 Tourist Offer

E-SIM

Normale E-SIMs bei den einschlägigen Anbietern für Kroatien sind teurer als die E-SIM-Touristenkarten der kroatischen Telekom. Somit würde ich euch empfehlen, dort eure E-SIM zu kaufen.

Montenegro

Mein absolutes Lieblingsland, wenn es um die Versorgung mit mobilem Internet auf dem Balkan geht. Wenn ihr dort seid, könnt ihr die Angebote der verschiedenen Anbieter kaum übersehen, da gefühlt jedes zweite Werbeplakat und jeder Kiosk damit zugepflastert sind. Zwar habe ich es auch schon einmal erfolgreich geschafft, so eine Tourist-Sim in einem Kiosk in Zabljak zu kaufen und zu aktivieren, bei vorherigen Reisen habe ich da aber auch schon schlechte Erfahrungen gemacht, sodass mir einfach eine normale Sim-Karte verkauft wurde. Kauft also besser in größeren Shops der jeweiligen Anbieter! Um die Sim-Karte zu registrieren, müsst ihr auf jeden Fall euren Pass vorlegen. Vorsicht: Wenn ihr nicht nach eurem Pass gefragt werdet, dann kann es sein, dass eure Sim-Karte nicht richtig registriert und freigeschaltet wird.

Es gibt drei Anbieter im Land – One, T-Mobile und m:tel. Ich habe mich meistens für m:tel entschieden und hatte immer sehr gute Erfahrungen mit denen.

M:tel

Es ist einfach: Es gibt zwei unterschiedliche Versionen der Tourist-Sim-Karte:

  • 500 GB für 15 Tage: 15 €
  • 1 TB für 30 Tage: 20 €

Obwohl m:tel es nicht aktiv bewirbt, konnte ich mit dem Internet auch bereits im Kosovo und Albanien roamen. Wieviel die Roaming-Allowance dafür war, konnte ich allerdings nicht herausfinden, aber es hat mit einem sparsamen Verbrauch dort für mich gereicht. Nicht funktioniert hat das Roaming in einem weiteren zweiten Balkan-Land. Also nachdem ich im Kosovo war, danach dann nicht mehr in Albanien mit der gleichen Sim-Karte. Es kann sein, dass diese Option im nächsten Jahr schon nicht mehr gilt. Wie gesagt, beworben wird das nicht.

Bei beiden Tarifen seid ihr höchstwahrscheinlich auf der sicheren Seite, dass ihr ausreichend Datenvolumen für eure Zeit in Montenegro haben werdet. Mehr Infos findet ihr auf der Seite von m:tel.

T-Mobile

Die verkaufen ebenfalls ein ganz ähnliches Paket, sind aber etwas transparenter, was das Roaming angeht:

  • 500 GB (inkl. 7 GB in den Westbalkan-Ländern (exkl. EU!)) für 15 Tage: 15 €
  • 1 TB (inkl. 10 GB in den Westbalkan-Ländern (exkl. EU!)) für 30 Tage: 20 €

Mehr Infos findet ihr hier.

One

Bei One gibt es nahezu das gleiche Paket, nur dass ihr noch zwei weitere Optionen habt. Vor allem die letzte Option ist es wert, darüber nachzudenken, da ihr damit eventuell keine weitere Sim-Karte braucht, wenn es nach Montenegro für euch weitergeht nach Albanien, Kroatien oder Bosnien (nicht nach Kroatien, da die Roaming-Option aufgrund Kroatiens EU-Mitgliedschaft dort nicht gilt!).

  • 500 GB für 7 Tage: 10 €
  • 500 GB für 15 Tage: 15 €
  • 1 TB für 30 Tage: 20 €
  • Unlimitiertes Internet für 30 Tage und 11 GB Roaming in den Westbalkan-Ländern (exkl. EU!): 25 €

Mehr Infos findet ihr hier.

E-SIM

E-SIMs machen in Montenegro eigentlich wirklich nur Sinn, wenn ihr tatsächlich nur sehr kurz im Land seid (eventuell auf einem Besuch mit einem Kreuzfahrtschiff) und nur ein wenig Internet zum Navigieren oder für Social Media braucht. Airalo* bietet für diesen Fall z. B. 1 GB an Daten für 4,50 € oder 2 GB für 15 Tage für 8 € an. Alles andere ist dann schon teurer als die lokale Sim mit 500 GB-Volumen für sieben Tage bei One.

Nordmazedonien

Das Land hat zwei Mobilfunkanbieter. Genauso wie in Kroatien sind es die Anbieter Telekom (ebenfalls eine Tochter der Deutschen Telekom) und A1. Während die Telekom allgemein als der Anbieter mit der besten Netzabdeckung gilt, konnte ich bei A1 nur selten Probleme feststellen und hatte auch in abgelegeneren Orten und Regionen ziemlich zuverlässig Empfang. Für die Registrierung müsst ihr euren Pass vorlegen.

Was trotz der leicht schlechteren Netzabdeckung immer wieder den Ausschlag für A1 gegeben hat, war schlicht und einfach das Angebot, welches man dort bekommt. Da kann die Telekom absolut nicht mithalten.

A1

Ich habe meine Sim-Karten meistens direkt in Skopje im A1-Shop im etwas heruntergekommenen Einkaufszentrum „Gradski Trgovski Centar“ in direkter Innenstadtnähe gekauft, und die Mitarbeitenden waren dort immer sehr hilfreich und kompetent. Je nachdem, ob ihr eine oder zwei Personen seid, habt ihr die Auswahl zwischen folgenden Starterpaketen:

Eine Sim-Karte, 10 GB für 14 Tage: 299 MKD (= ca. 5 €)

Zwei Sim-Karten, 10 GB auf jeder Karte für 14 Tage: 399 MKD

Für die meisten wird dies schon ausreichen für ihren Ausflug nach Nordmazedonien, aber falls ihr doch länger in diesem schönen und sympathischen Land bleiben möchtet, habt ihr jederzeit die Möglichkeit, die folgenden Pakete per SMS (siehe Code in Klammern) an die Nummer 1410 dazuzubuchen:

  • 100 MB für einen Tag: 19 MKD (DEN START)
  • 1 GB für einen Tag: 39 MKD (DEN PROMO START)
  • 400 MB für eine Woche: 49 MKD (START NEDELA 400 MB)
  • 1 GB für eine Woche: 79 MKD (START NEDELA 1 GB)
  • 2 GB für eine Woche: 119 MKD (START PROMO)
  • 1 GB für 30 Tage: 99 MKD (1 GB)
  • 3 GB für 30 Tage: 199 MKD (3 GB)
  • 10 GB für 30 Tage: 299 MKD (10 GB)
  • 15 GB für 30 Tage: 399 MKD (15 GB)
  • 50 GB für 30 Tage: 999 MKD (50 GB)

Telekom

Wie gesagt, bei diesen Preisen von A1 kann die Telekom nicht mithalten. Viele kaufen allerdings direkt eine Sim-Karte im Flughafen Skopje, wo es nur einen Telekom-, aber keinen A1-Shop gibt. Fehler, sage ich nur, fahrt besser mit dem Bus direkt in die Stadt und kauft dort direkt die Sim-Karte.

Falls trotzdem kein A1-Shop in der Nähe ist und ihr gezwungen seid, eine Sim-Karte bei der Telekom zu kaufen, ist wahrscheinlich das „Monthly Internet L“-Paket das beste, wo ihr 499 MKD für 8 GB Datenvolumen innerhalb von 30 Tagen bezahlt. Ein bisschen kann man das noch hochschrauben, wenn man das Datenvolumen durch die App aktiviert, aber das ist nicht so einfach, wenn man des Mazedonischen nicht mächtig ist (aber vielleicht kann man in dem Shop, wo man die Karte gekauft hat, mal nachfragen, ob die einem helfen).

E-SIM

Auch in Nordmazedonien machen E-SIMs nur sehr bedingt Sinn, da sie nicht mit den Angeboten von A1 mithalten können. Wer auf Durchreise ist und keine Lust hat, sich noch mit der Registrierung einer Sim-Karte zu beschäftigen, kann aber mal bei Airalo* schauen.

Rumänien

Ein etwas größeres Land mit ein paar mehr und vermutlich auch etwas verwirrenderen Angeboten (zumindest als in Montenegro 😉). Aber auch hier locken ein paar gute Angebote! Wenn ihr aus Deutschland mit ausreichend Datenvolumen ausgestattet seid, müsst ihr euch auch hier keine Sorgen machen: Durch die EU-Mitgliedschaft Rumäniens gilt euer deutsches Datenvolumen auch hier.

Ansonsten gibt es drei „große“ Anbieter im Land (Orange, Vodafone, T-Mobile). Überraschend für ein EU-Land ist eine Registrierung mit Pass etc. offiziell nicht notwendig, und ihr könnt „leere“ Sim-Karten an Kiosken und anderen kleinen Shops kostenlos erhalten. Lasst ihr euch in einem offiziellen Laden der Anbieter beraten und ggf. die Sim für euch einrichten, wird man euch höchstwahrscheinlich doch nach einem Ausweis fragen. Allgemein ist Rumänien ein sehr günstiges Land für mobiles Internet!

Orange

Orange hat die Besonderheit, dass sie in ihrem Starterpaket der Prepaid-Sim zusätzlich mit Datenvolumen zuschütten, welches dann 60 Tage lang innerhalb Rumäniens (kein Roaming!) gültig ist. Die Prepaid-Sim-Karte, die ihr dabei kauft, kostet 5€ und kommt mit 6€ Guthaben und 4 GB Daten. Mit den 6 Euro könnt ihr direkt das erste Paket aktivieren, indem ihr einfach die dreistellige Service-Nummer anruft:

  • 12 GB Daten + 320 GB geschenkt für 60 Tage: 6€ (Aktivierung: 206)

Also für mich ist das eines der besten Angebote auf dem Balkan und eigentlich ein ziemlicher No-Brainer. Für gerade mal 5€ bekommt ihr 322 GB an Datenvolumen für zwei ganze Monate. Falls ihr doch mal mehr braucht, gibt es noch ein größeres Paket:

  • 8 GB Daten + 580 GB geschenkt für 60 Tage: 8€ (208)

Es gibt noch ein paar mehr crazy Tarife, aber ich denke, das sind schon die besten und ich will ja auch nicht unbedingt für mehr Verwirrung sorgen. Die Tarife bzw. das geschenkte Bonus-Datenvolumen ändern sich regelmäßig. Schaut am besten einfach hier vorbei, was Orange euch momentan so anbietet (leider nicht auf Englisch): Orange Prepaid-Angebote

Vodafone

Klar, wenn Orange solche Angebote in den Ring wirft, müssen die anderen Anbieter natürlich auch in irgendeiner Art und Weise mitziehen. Und daher lässt sich auch Vodafone nicht lumpen. Der große Nachteil bei Vodafone ist allerdings, dass die Daten-Geschenke allesamt immer nur 28 Tage gültig sind, im Gegensatz zu den 60 Tagen bei Orange. Da ich aber davon ausgehe, dass nur die Wenigsten, die das hier lesen, auch direkt mehr als vier Wochen am Stück im Land sein werden, ist das wahrscheinlich auch ziemlich irrelevant.

  • 117 GB Daten für 7 Tage: 4€
  • 75 GB Daten für 28 Tage: 5€
  • 150 GB Daten für 28 Tage: 6€
  • Unlimitierte Daten für einen Monat (Auto-Renew): 8€

Nachdem ihr die Sim-Karte gekauft habt, nutzt ihr den USSD-Code *100# und wählt dort „Promotie“ aus, wo euch die verschiedenen Optionen angezeigt werden. Auch hier gilt, dass die Angebote ständigen Änderungen ausgesetzt sind.

T-Mobile

Und wer denkt, es geht kaum besser, der kommt zu T-Mobile und sagt „Hold my beer…“

T-Mobile fackelt erst gar nicht lange rum und haut einfach direkt mal Promotions-Tarife mit unlimitiertem Internet raus:

  • Unlimitiert für 7 Tage: 2€ (Aktivierung durch SMS mit U2 an die 123)
  • Unlimitiert für 28 Tage: 5€ (SMS mit U5 an die 123)
  • Unlimitiert für 30 Tage: 6€ (SMS mit U6 an die 123)

Ihr merkt schon, Rumänien ist wohl Europas Paradies für mobiles Internet 😊

E-SIM

Klar, bei den vermutlich günstigsten Mobilfunkpreisen Europas können die E-SIM-Anbieter nicht wirklich mithalten. Wer nur kurz im Land ist und keine Lust auf den (sehr minimalen) Papierkram hat, sollte mal bei Airalo* schauen.

Serbien

Serbien hat insgesamt vier Mobilfunkanbieter, wobei aber nur zwei davon spezielle Touristen-Simkarten anbieten, welche allen anderen Angeboten der übrigen Anbieter für unsere Zwecke weit überlegen sind. Da ich davon ausgehe, dass die absolute Mehrheit der hier Lesenden als Tourist ins Land kommt, habe ich die restlichen Optionen mal nicht weiter berücksichtigt. Für die Registrierung müsst ihr euren Pass vorlegen.

MTS

Diese im Besitz von „Telekom Srbija“ stehende Firma bietet zwei Tourist-Sim-Karten an, welche je nach Aufenthaltsdauer recht praktisch oder unpraktisch sein können. Spoiler: Wer zwischen 6 und 15 Tagen in Serbien bleibt, ist bei Yettel besser aufgehoben. Wer unter fünf Tage oder länger als 15 Tage bleibt, sollte vermutlich hier zuschlagen.

  • 75 GB für 5 Tage: 600 RSD
  • 200 GB für 30 Tage: 1800 RSD

Kaufen solltet ihr die Sim-Karten in den offiziellen MTS-Shops.

Yettel

  • 50 GB für 15 Tage: 999 RSD

(Nach Ablauf des ersten Datenvolumens ist es möglich, weitere 50 GB für weitere 15 Tage dazuzubuchen für 599 RSD).

E-SIM

Auch in Serbien gilt: Eine physische, lokale Sim-Karte schlägt die E-SIM. Preise für Serbien sind bei Airalo* die gleichen wie für Montenegro, Rumänien und Nordmazedonien.

Ich habe natürlich versucht alles nach bestem Wissen und Gewissen zu recherchieren. Trotzdem kann ich natürlich nicht ausschließen, dass sich irgendwo ein Fehler eingeschlichen hat, es einen Tarif nicht mehr gibt oder das es neuerdings bessere Angebote gibt. Falls dir etwas auffällt, das nicht (mehr) stimmt, schreib einfach einen Kommentar!

Ich freue mich über jede Rückmeldung!

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Falk

Super danke! Sehr hilfreich! Von wann ist der Bericht?