Kotor
charmant & historisch zwischen bergen und meer
Kotor, Weltkulturerbe! Eine Stadt, bei der ich nicht lange nachdenken muss, was ich über sie schreibe. Für mich ohne Zweifel die schönste der montenegrinischen Städte, zieht sie jedes Jahr hunderttausende Besucher*innen aus der ganzen Welt an. Kein Wunder, die Lage der Stadt, direkt am über ihr aufragenden Lovcen-Bergmassiv, die wunderschöne und atmosphärische kleine, aber sehr feine Altstadt, das internationale Flair, das nicht nur durch den Tourismus hervorgerufen wurde, sondern über die Jahrhunderte von verschiedensten Mächten beeinflusst wurde und heute ein spezielles balkan-mediterranes Klima erschafft. Wenn dann nach einem vollen Sightseeing- oder Ausflugstag am Abend in der Altstadt die Lampen angehen, die alles in einem goldenen Licht erstrahlen lassen, die Sommernacht lau ist und einem in einer der vielen Piazza-Cafés gerade ein montenegrinischer Wein serviert wird, dann kommt hier schon gerne mal ein „Besser geht’s nicht“-Gefühl auf.
Einführung
Allerdings muss ich euch ein wenig wieder von der Vorstellung wegnehmen, wenn ihr euch gerade im Kopf in Kotor einen Wein trinken seht: Ihr werdet nicht alleine sein, und Kotor ist schon lange kein Geheimtipp mehr, genauso wie das ganze Land immer beliebter wird. Auch legen in Kotor viele Kreuzfahrtschiffe an, die aus Dubrovnik kommen oder in diese Richtung fahren. Vor allem, wenn so etwas in der Hauptsaison passiert, wird es in der kleinen Altstadt auch mal schnell viel zu voll. Wenn ihr es einrichten könnt, empfehle ich, kurz vor oder nach der Hauptsaison zu kommen, also entweder zwischen Mitte Mai und Mitte Juni oder im September. Dann werdet ihr die Stadt sicher etwas entspannter genießen können.

Geschichte
Kotor verfügt über eine äußerst spektakuläre Stadtlage am südwestlichen Ende der größten Adriabucht (oder dem südlichsten Fjord Europas, wie man möchte). Potenzielle Ankömmlinge, die mit dem Schiff kommen, müssen dabei erst einmal durch insgesamt vier Meerengen, wovon die breiteste 1,25 km und die engste gerade einmal 300 m breit ist. Hinter der Stadt ragt steil das Lovcen-Massiv auf, welches eine weitere Barriere und einen natürlichen Schutzwall vor potenziellen Feinden bietet. Kein Wunder, dass sich Menschen hier schon vor etwa 5000 Jahren sicher fühlten, als die ersten illyrischen Stämme hier siedelten. Es folgten Griechen und Römer, die im Jahr 168 v. Chr. die Stadt als „Ascrivium“ erstmals schriftlich erwähnten. Zum Vergleich: Die älteste „deutsche“ Römerstadt Trier wurde erst 144 Jahre später gegründet, das benachbarte Dubrovnik ist knapp 700 Jahre jünger.
Seit dem frühen Mittelalter war Kotor eine befestigte Stadt. Die erste Festung wurde vermutlich 535 von Kaiser Justinian I. errichtet. Im 10. Jahrhundert kam eine zweite Festung über der Stadt hinzu, als die Stadt unter byzantinischer Herrschaft stand. Ab 1042 war Kotor erstmals eine eigene, unabhängige Stadt im Königreich Zeta, bis dieses seinen Status als eigenes Königreich verlor und ein Vasallenstaat von Byzanz wurde. Nach der Eroberung durch die Serben wurde Kotor von 1217 bis 1346 der Haupthafen des alten serbischen Reichs. Zu dieser Zeit war die Stadt bereits Bischofssitz und auch die ersten Klöster gründeten sich.
Im 14. Jahrhundert war Kotor zusammen mit Venedig und Dubrovnik einer der „Big Player“ im Mittelmeerraum und stand in ständiger Konkurrenz mit diesen. Nachdem das serbische Reich zerfiel, wurde die Stadt 1369 von Venedig überfallen und zerstört, erholte sich aber wieder und wurde 1391 eine eigene Stadtrepublik. Zum Schutz vor den vorrückenden Osmanen bat man 1420 die vorherigen Zerstörer der Stadt aus Venedig freiwillig um Hilfe und wurde für fast 400 Jahre Teil der Republik Venedig. In dieser Zeit wurde die Stadt zweimal von den Osmanen belagert, von der Pest heimgesucht und durch zwei Erdbeben nahezu vollständig zerstört.

Nach dem Zerfall der Republik Venedig 1797 ging das muntere Herrschaftswechseln von vorne los und Kotor wechselte innerhalb von 20 Jahren dreimal seine Zugehörigkeit. 1814 erlangte Österreich-Ungarn dann für gut über ein Jahrzehnt die Herrschaft über die Stadt und baute sie zum Marinestützpunkt aus. Im Ersten Weltkrieg kam es hier zum kommunistischen Matrosenaufstand von Cattaro, in dem 6000 Matrosen auf 40 Schiffen anfingen, ihre Offiziere zu entmachten, Matrosenräte zu bilden und die rote Fahne zu hissen. Die Anführer dieses Aufstands wurden nur 10 Tage später standrechtlich erschossen.
Nach der Niederlage und Auflösung Österreich-Ungarns fiel Kotor 1918 an das Königreich Jugoslawien, welches die Stadt im Zweiten Weltkrieg jedoch nicht halten konnte und zunächst Italien und dann Deutschland die Stadt besetzt hielten. 1945 wurde Kotor Teil des sozialistischen Jugoslawiens und 2006 Teil des unabhängig gewordenen Montenegros.
Am 15. April 1979 erlebte Kotor ein verheerendes Erdbeben der Stärke 7,1, bei dem viele Städte in Montenegro und der gesamten Adriaküste erhebliche Schäden erlitten. Insgesamt 135 Menschen kamen ums Leben. Der Wiederaufbau dauerte 10 Jahre, und bei einigen wichtigen Gebäuden sogar noch länger.
Sehenswürdigkeiten
Altstadt
Ja, auch wenn die meisten Sehenswürdigkeiten, die ich hier aufführen werde, ebenfalls in der Altstadt liegen, ist alles zusammengenommen trotzdem eine Sehenswürdigkeit für sich!
Stellt euch die Altstadt vielleicht ganz grob als Geodreieck vor. Die lange Seite liegt hinten und wird von Bergen begrenzt, die steil nach oben ragen. Das rechtwinklige Ende schaut ins Meer hinaus, an allen drei Ecken, oder nah dran, befindet sich ein Eingangstor in die Stadt. Am rechtwinkligen Ende das „Sea Gate“, an den anderen beiden das „River Gate“ und das „Gurdic Gate“. Egal, von welchem Tor man in die Altstadt eintritt, hinter den Stadtmauern wird man von engen Gassen, Piazzas und Piazzetas, Kirchen, Palästen, Museen, Restaurants, Cafés, Kneipen und vielen Katzen erwartet – und das eigentlich alles überall und an jeder Ecke.
Die Altstadt riecht förmlich nach Geschichte und die meisten Häuser hier haben ihre eigene alte Story zu erzählen und so einiges miterlebt, was die vielen Informationstafeln an diesen zu entnehmen ist. Viel Spaß an die Neugierigen, die den Anspruch haben, alles zu lesen.
Es ist einfach, sich in der Altstadt zu verlaufen, und es ist noch einfacher, sich vorzustellen, wie sich hier in diesen engen Gassen das Leben in den letzten paar Hundert Jahren abgespielt haben mag. Die gute Nachricht, wenn man sich verläuft: Geht man geradeaus weiter, kommt man irgendwann irgendwo an, und irgendwie kommt man irgendwo wieder raus. Pause machen ist dabei wichtig. La Dolce Vita bieten die vielen Straßencafés und Eiscafés, in den zahlreichen Souvenirläden könnt ihr nach Mitbringseln für die Daheimgebliebenen suchen. Abends drehen einige Bars ihre Musik und werden zum Treffpunkt für Menschen aus aller Welt.

Nicht zu Unrecht wird dieses kleine Kotor von riesengroßen Kreuzfahrtschiffen angelaufen und von so vielen Menschen besucht. Es hat zwar noch keine Dubrovnik-Ausmaße erreicht und es gibt tatsächlich noch Menschen, die direkt in der Altstadt auch wirklich wohnen (erkennbar an den vielen Wäscheleinen, die aus den Fenstern hängen), aber die Stadt muss vielleicht etwas aufpassen, dass es an einigen Tagen in der Hauptsaison nicht von Touristen überrannt wird, welche den Blick auf das sonst so schöne Herz dieser Stadt verdecken. Mal abwarten, wie lange das alles noch gut geht. Deshalb möchte ich euch ans Herz legen, nicht mehr allzu lange zu warten (und in der Nebensaison zu reisen!).
Stadtmauer
Die Stadtmauer, welche Kotor umgibt, hat beileibe nicht die Ausmaße, die die Stadtmauern von Dubrovnik haben, aber sie ist trotzdem dramatisch und einer der Hauptgründe, warum Kotor so faszinierend ist. Sie friedet nicht nur die Altstadt selbst ein, sondern schlängelt sich auch den dahinterliegenden Berg hinauf. Vor allem in der Nacht bietet dies einen spektakulären Anblick. Ob die Menschen allerdings wirklich befürchtet haben, dass Feinde von diesem Berg einfach so herunterklettern können, um die Stadt aus dem Rücken heraus einzunehmen? Ich bezweifle das mal ganz stark. In diesem Fall würde die größte Gefahr wohl von abstürzenden Soldaten ausgehen, die mitten in der Altstadt aufschlagen.

Ein kleiner Teil der Stadtmauer ist frei zugänglich; es gibt Aufgänge am River Gate und dem Gurdic Gate. Folgt man dieser Route (die dann zum jeweils anderen Gate führt), läuft man u. a. den Balkon über das Sea Gate entlang und hat ein paar nette Einblicke in die Innenhöfe der Einheimischen. Der wirklich aufregendere, längere und anstrengendere Teil der Stadtmauer führt jedoch hoch oben über die Stadt am Berghang entlang. Es sind insgesamt 1,2 km, 1350 Stufen und 280 Höhenmeter zu überwinden, bis man am höchsten Punkt, der San Giovanni (oder St. John’s) Festung, ankommt. Von hier aus hat man einen wunderschönen Blick über die Altstadt und die Kotor-Bucht.
Ein paar praktische Hinweise:
1. Es gibt zwei Eingänge, durch die man auf die Stadtmauern kommt: einmal in der Nähe des River Gates und einmal im südlichen Teil der Altstadt zwischen Old Town Hostel und dem Gurdic Gate. Schilder weisen den Weg.
2. Der Eintritt kostet 8 € und ist damit fast 4x günstiger als die Stadtmauern in Dubrovnik. Offizielle Öffnungszeiten sind im Sommer von 08:00 bis 20:00 Uhr, im Winter kürzer. Es war mal erlaubt und möglich, nach oder vor den offiziellen Öffnungszeiten die Stadtmauern umsonst zu besteigen, aber bei meinem Besuch wurden gerade neue und moderne Einlasstüren gebaut, die dies heute wahrscheinlich nicht mehr ermöglichen (aber schreibt mir doch bitte, ob das noch weitergeht!).
3. Je nach Fitnesslevel, Außentemperatur und Fotopausen brauchen die meisten Leute etwa 40-60 Minuten, um bei der Festung San Giovanni anzukommen. Nach unten geht’s dann schneller, und ihr seid in ca. 20-30 Minuten wieder unten. Je nachdem, wie lange man oben den Ausblick genießen möchte, würde ich schon ca. zwei Stunden für die ganze Sache einplanen.
4. Wenn es geregnet hat, können die Stufen ziemlich glatt werden, und es ist etwas Vorsicht geboten.
Stadttore
Insgesamt gibt es drei davon. Die meisten Touristen kommen über das zentrale Sea Gate in die Altstadt. Das schönste Stadttor ist für mich das Gurdic Gate, und beim River Gate überquert man vorher einen kleinen, glasklaren Fluss, in dem viele Fische zu beobachten sind.
Sea Gate
Das Haupttor im Westen der Altstadt wurde 1555 von den Venezianern gebaut und führt direkt auf den Trg od Oružja (Square of Arms, Waffenplatz), der Hauptpiazza der Stadt. Kaum eingetreten, steht man hier schon vor dem kleinen Uhrenturm und inmitten kaffeetrinkender und fotografierender Touristen.
Im Stadttor beachtet man die Skulpturen des geflügelten Löwen des Heiligen Markus und eine Skulptur aus dem 15. Jahrhundert von Madonna mit Kind und den Heiligen Tryphon und Bernhard. Auf der Seeseite des Stadttores sieht man über dem Eingang das Wappen des sozialistischen Jugoslawiens, darunter einen Spruch von Tito, welcher frei übersetzt und etwas romantisiert soviel wie „Was anderen gehört, wollen wir nicht, was uns gehört, geben wir nicht her“ bedeutet, nur in weniger Wörtern ausgedrückt. Darunter findet sich noch das Datum 21-XI-1944, der 21. November 1944, der Tag der Befreiung Kotors von den Nazis.

Gurdic Gate
Am Südtor geht es etwas gemächlicher zu. Hier tritt man in die Altstadt ein und ist direkt in den kleinen Gassen gefangen. Das Gurdic Gate beschützt eine hölzerne Zugbrücke aus dem 15. Jahrhundert (sicherlich nicht mehr original) und ist umgeben von der Gurdic-Quelle, also von Wasser umgeben. Hier kann man sich am besten vorstellen, wie Menschen früher eine fortifizierte Altstadt betreten haben, finde ich. Allgemein sei noch gesagt, dass sich in der Nähe des Tores einige der besten Pubs der Altstadt befinden.
River Gate
Das letzte und wohl unscheinbarste Tor der Stadt führt über einen kleinen Fluss hinüber in den moderneren Teil der Stadt und zum kleinen Einkaufszentrum mit Supermarkt ganz in der Nähe. Vom River Gate aus kann man sowohl den kostenlosen als auch den bezahlten Teil der Stadtmauer betreten.
Kirchen
St. Tryphon Kathedrale
Die größte und bedeutendste Kirche der Stadt ist gleichzeitig Sitz des Bistums Kotor, also katholisch, und datiert ursprünglich aus dem 9. Jahrhundert. Sie ist heute die bedeutendste erhaltene romanische Kirche an der Adria. Die Kirche selbst beherbergt eine der wertvollsten sakralen Kunstsammlungen und eine der reichsten Schatzkammern des Mittelalters.
St. Nikola Kirche
Unschwer an der serbischen Fahne zu erkennen, die über dem Haupteingang hängt, haben wir es hier mit einer serbisch-orthodoxen Kirche zu tun, die zwar alt aussieht, im Vergleich zu großen Kathedralen aber gerade erst gebaut wurde – nämlich erst am Anfang des 20. Jahrhunderts. Charakteristisch für die Kirche sind die beiden großen Glockentürme. Im Inneren befindet sich eine große Ikonostase des tschechischen Künstlers František Ziegler.
St. Luka Kirche
Die kleinste der drei Kirchen in der Altstadt, die ich euch kurz vorstelle, befindet sich fast quer gegenüber der St. Nikola Kirche. Die St. Luka Kirche mag zwar klein sein, aber dafür voller interessanter Geschichte. Zunächst im Jahr 1195 als katholische Kirche erbaut, wurde diese zwischen dem 17. und dem 19. Jahrhundert von Katholiken und orthodoxen Christen einfach gemeinsam genutzt. Das war mit Sicherheit in dieser Zeit nicht selbstverständlich, weshalb die Kirche heute als Symbol für das friedliche Miteinander von Katholizismus und Orthodoxie gilt. Heute offiziell zwar wieder orthodox, gibt es in der Kirche immer noch zwei Ikonostasen zu besichtigen: eine im Hauptraum und eine in einem kleinen Raum links neben dem Hauptraum.



Paläste
Paläste? Im Plural? Und das steht hier nicht direkt an der Spitze der interessantesten Sehenswürdigkeiten? Mh, najaaaa, es gibt so einige Paläste in Kotor, und es sind nicht unbedingt die Art von Palästen, die wir uns im deutschsprachigen Raum unter Palästen vorstellen. Das ist übrigens auch in Kroatien so. Aber was sind Paläste denn nun hier in Montenegro? Größtenteils schöne Häuser, die früher von wichtigen und reichen Kaufmannsfamilien erbaut und bewohnt wurden. Einige davon sind nun der Öffentlichkeit zugänglich, einige wurden zu Hotels oder Restaurants.
Palata Pima
Der von außen her schönste Palast der Altstadt, mit einem beeindruckenden alten Balkon, wird im Untergeschoss heute von der „Solidarity Gallery“ bewohnt, einem Gemeinschaftsprojekt von Künstlern aus dem ehemaligen Jugoslawien sowie Polen, den USA und Rumänien. Sie wurde bereits unmittelbar nach dem verheerenden Erdbeben von 1979 gegründet. Die Solidarity Gallery beherbergt heute 418 Ausstellungsstücke aus mehreren Stilen und Techniken, das Hauptaugenmerk liegt aber auf Bildern. Ach ja, der Eintritt ist frei.

Palata Drago
Direkt an der Kirche St. Tryphon befindet sich der Drago-Palast, womöglich aufgrund seiner Lage auch der bekannteste Palast der Stadt. Im 12. Jahrhundert erbaut, wurde der Palast mehrmals in Erdbeben beschädigt und wieder aufgebaut. An der Fassade sieht man noch heute das Wappen der Familie Drago, welches, wie sollte es anders sein, einen verzierten Drachen darstellt.
Palata Grgurina
Erbaut Anfang des 18. Jahrhunderts, befindet sich in diesem Palast heute das Maritime Museum.
Palata Lombardo
Auf dem gleichen Platz wie die St. Nikola- und die St. Luka-Kirche hatte man hier sicherlich keinen entspannten Sonntagmorgen, um auszuschlafen. Trotzdem waren in diesem Palast aus dem 18. Jahrhundert des Öfteren hochrangige montenegrinische Fürsten aus der Njegos-Dynastie zu Gast. An den Tagen haben die Kirchen dann bestimmt nicht gebimmelt.
Museen
Maritime Museum
In einer Stadt, deren Geschichte so sehr vom Mittelmeer und der Seefahrt geprägt ist wie Kotor, darf ein maritimes Museum natürlich nicht fehlen. Auf zwei Etagen des Palata Grgurina beheimatet, werden hier maritime Fundstücke von der Antike bis heute ausgestellt. Klingt ein wenig lahm, ist aber tatsächlich nicht uninteressant. Der Eintritt kostet 4€.
Cats Museum
Ein Katzen-Museum? Jawollo! Und wo zum Henker sollte ein Katzen-Museum besser stehen als in der Stadt der Katzen schlechthin, Kotor, früher auch CATtaro genannt? Okay, das klingt alles nach einer recht freakigen Idee, aber die Leute meinen es durchaus ernst. Was ihr allerdings nicht erwarten könnt, ist eine paläontologische Erzählung darüber, wie Katzen sich so in der Evolution geschlagen haben, aber dafür gibt es ziemlich viel Kunst, die sich mit Katzen beschäftigt. Laut Eigenbeschreibung „widmet sich [das Museum] jedoch nicht allein den Katzen, viel mehr soll die Katzen-Thematik hinführen zu einem universelleren Interesse an der Natur. So sollen die Menschen für mehr Respekt gegenüber der Natur und den Tieren sensibilisiert werden.“ Ganz mein Reden! Ach ja, und wenn ihr es in nächster Zeit doch noch nicht direkt ins Museum in Kotor schafft, könnt ihr auch einfach online „Freund*in des Museums“ werden. Dafür müsst ihr einmal einen symbolischen Betrag in Höhe von 2€ an info@catsmuseum.org senden und schon bekommt ihr einmal am Tag ein Bild von einem Ausstellungsstück des Museums per E-Mail nach Hause. Also ich hab’s gemacht und es war die beste Entscheidung meines Lebens.
Aktivitäten
Wandern: Ladders of Cattaro
Na, war die Stadtmauer nicht hoch genug oder ihr habt Lust, nochmal in der prallen Sonne einen entspannten Spaziergang zu machen, der euch mit noch schöneren Aussichten über Kotor und die gleichnamige Bucht belohnt? Ich hab da was für euch! Wie wär’s mit den „Leitern von Kotor“, einem historischen Fußpfad, der über Jahrhunderte lang der einzige Weg war, der Kotor mit der früheren Hauptstadt Cetinje verband. Mindestens 65 Serpentinen über eine Distanz von etwa 6 km bringen euch von 0 m.ü.M. auf 940 m.ü.M. Klassisch machen dabei aber auch viele nach ca. 4,5 km Schluss (beim offiziellen „Top of the Old Kotor Fort Trail“) und drehen wieder um, da es ab dann flacher wird und die Aussicht nicht wirklich besser. Vorteil, wenn man noch ein bisschen weitergeht: Man kommt beim Restaurant „Nevjesta Jadrana“ an und kann sich mit einem guten Essen oder Drink belohnen. Da das Restaurant an einer befahrenen Straße liegt, könnte man sich hier ein Taxi hinbestellen lassen oder per Anhalter nach unten fahren (sehr einfach!).

Kayakfahren & Stand-Up Paddling
Wolltet ihr euch immer schon mal so richtig winzig vorkommen? So klein wie eine Maus z.B.? In Kotor habt ihr auf jeden Fall die Chance dazu, wenn ihr mit einem Kayak an einem (angedockten, natürlich) 2000-Gästeschiff vorbeifahrt. Naja, in der Nähe von Kotor ist auf jeden Fall einiges los an Schiffen und ihr solltet natürlich vorsichtig sein und euch eher nah am Ufer bewegen. Mieten könnt ihr eure Kayaks oder SUPs z.B. bei Kotor Kayak Tours (https://www.kayaktourskotor.com/), die auch geführte Touren anbieten.
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Touren
Von Kotor bietet es sich nahezu an, die umliegende Umgebung weiter zu erkunden. Es nicht zu machen, wäre schon fast nicht zu vertreten, da es wirklich, wirklich schön dort ist. Normalerweise geht es entweder mit dem Boot los oder ihr fahrt in die Berge.
Lovcen Nationalpark & Cetinje
Diese klassische Tour ist eigentlich ein Must-Do in Kotor. Alleine schon wegen der unglaublichen Serpentinen, die euch in den Lovcen Nationalpark bringen – die Aussicht ist phänomenal (ja, wirklich beeindruckend phänomenal) und mit das Beste, was das Land zu bieten hat. Oben angekommen, steigt ihr die vielen Stufen zum Njegos-Mausoleum hoch, besichtigt die alte montenegrinische Hauptstadt Cetinje und bekommt am Ende sogar noch die Möglichkeit, ins Mittelmeer zu springen!
Unseren Guide zum Lovcen Nationalpark findest du hier, alles was du über Cetinje wissen musst, hier.
Our Lady of the Rocks, Mamula, Lustica
Eine ebenfalls sehr beliebte Bootstour bringt euch zu den Highlights der gesamten Bucht von Kotor. Erst geht’s zur sagenumwobenen Kircheninsel „Our Lady of the Rocks“, einer von zwei Brüdern erschaffenen künstlichen Insel. Warum die das gemacht haben, spoiler ich euch jetzt mal nicht. Danach geht’s weiter zur Mamula-Festung, einer kleinen Insel am Eingang der Kotor-Bucht, die aus nichts anderem besteht als einer Festung. Und zu guter Letzt tuckert ihr ein wenig um die schöne Lustica-Halbinsel und lasst euch von der „Blue Cave“ einladen, in ihrem kristallklaren und azurblauen Wasser zu schwimmen.
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Die etwas kürzere Variante würde euch dabei zur Kircheninsel und zum kleinen aber feinen Städtchen Perast bringen.
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Durmitor, Tara-Schlucht, Niksic, Ostrog Monastery
Es gibt natürlich auch die Möglichkeit, von Kotor noch weiter ins Landesinnere aufzubrechen. Eine ganztägige Tour beinhaltet z.B. einen Ausflug in den Tara- und den Durmitor-Nationalpark, nach Niksic und zum berühmten Ostrog-Kloster. Volles Programm also, aber eine gute Möglichkeit, einen schnellen Einblick in einige der schönsten Gebiete und Sehenswürdigkeiten des Landes zu erhalten.
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Unterkunft
In Kotor gibt es eine riesengroße Auswahl an Unterkunftsmöglichkeiten. Und es sollte sowohl für jeden Geldbeutel als auch für alle Ansprüche etwas dabei sein. Beachtet aber unbedingt, dass es in der Hauptsaison im Sommer sehr, sehr voll ist und jedes Bett in der Stadt zu 99 % ausgebucht sein wird. Deshalb solltet ihr, wenn ihr im Sommer kommen möchtet, am besten sehr frühzeitig mit eurer Planung beginnen.
Camping
Etwa 600 m von der Altstadt entfernt gibt es einen schönen Wohnmobilstellplatz mit einem super Ausblick auf die Altstadt und Plätzen direkt am Wasser. Eine Bäckerei, ein Café, Kioske, Imbisse und Restaurants sind in direkter Nachbarschaft, und der Parkplatzwächter ist sehr nett und spricht gut Englisch. Leider gibt es aber keine Dusche oder WC. 2021 war der Platz übrigens noch umsonst, aber mittlerweile zahlt man 20 €/Nacht und Camper. Ein kleines Stück weiter war es 2022 auch noch möglich, kostenlos zu stehen – mal sehen, wie lange das noch möglich ist. Dies ist der Standort (Google Maps).
Budget
Old Town Hostel
In einem plötzlichen Wolkenbruch musste ich mich hier mal kurz unterstellen und ging erst ein paar Stunden später wieder. Das sagt wohl alles über den Vibe in diesem Hostel, das mitten in der Altstadt in einem Haus aus dem 13. Jahrhundert in der Nähe des Gurdic-Gates gelegen ist. Im Foyer gibt es einen schönen kleinen Gemeinschaftsbereich, in dem sich Traveller aus aller Welt bei einem Bier treffen. Ansonsten gibt es vier Dorms mit 4–8 Betten und auch ein paar Doppelzimmer, teilweise mit eigenem Bad. Für Budget-Reisende, die direkt in der Altstadt übernachten möchten, sicherlich die beste Wahl.
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Hostel Pupa
Nicht direkt in der Altstadt gelegen, aber auch nur etwa 10 Minuten entfernt mit direktem Blick auf diese und am Wasser. Dieses Hostel ist etwas geräumiger und verfügt ebenfalls über mehrere Gemeinschaftsbereiche. Alles ist blitzeblank, für ein bisschen mehr Privatsphäre gibt es Vorhänge vor den Betten im Schlafsaal, und auch die Küche ist groß und vollständig ausgestattet.
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Viktor Rooms
Nur fünf Minuten von der Altstadt entfernt werden hier Zimmer zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis angeboten. Es gibt einige Zweibettzimmer und ein paar recht enge Zimmer mit einem Etagenbett. Wer also nicht gerade in den Flitterwochen ist, kann sich hier ruhig einmieten.
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Mittelklasse
Apartments Kordić
Nejbojsa vermietet superschöne, vollausgestattete Apartments ca. 1,5 km von der Altstadt entfernt. Bis zum nächstgelegenen kleinen Kiesstrand ist es noch näher. Von den Balkonen hat man einen genialen Blick auf die Bucht und kann die Kreuzfahrtschiffe beim Ein- und Ausfahren aus der Bucht beobachten. Die Gastgeber sind sehr freundlich und versorgen einen bei Ankunft nicht nur mit frischem Granatapfelsaft, sondern auch mit vielen nützlichen Tipps für Kotor und die Region. Absolut empfehlenswert!
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Apartments Los Olivos
Etwas merkwürdiger Name, aber große Gastlichkeit (Wein zum Einchecken, Kuchen bei der Abreise 😉 ) zeichnen dieses hervorragende, von Vlado & Petrisa betriebene Apartment-Gebäude aus. In den modernen und stilvollen Apartments selbst wird es einem an nichts mangeln. Zusätzlich ist die Aussicht vom großen Balkon großartig, und alle anderen Annehmlichkeiten (inkl. der Altstadt) sind entweder in direkter Umgebung oder fußläufig zu erreichen.
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Luxus
Boutique Hotel Astoria
Das Hotel liegt mitten in der Altstadt und nah am Sea Gate. Die Zimmer hier sind groß, hell, stilvoll und gemütlich. Vom Balkon in den oberen Etagen hat man einen schönen Blick über die Stadtmauer und das Meer. Das Frühstück ist inklusive, wird à la carte bestellt und ist damit eine willkommene Abwechslung zum sonst üblichen Buffet.
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Hotel Vardar
Eines der prestigeträchtigsten Hotels in ganz Montenegro findet ihr direkt am Hauptplatz der Altstadt. Dementsprechend werdet ihr auch einen großartigen Blick auf diesen genießen dürfen. Die Hotelangestellten sind sehr aufmerksam und versuchen, einen jeden Wunsch von den Lippen abzulesen, wobei sie kleine Aufmerksamkeiten wie Lunchpakete für Ausflüge bereiten. Allgemein passt das ganze Hotel sehr gut in den Charme der Altstadt, und wenn ihr es euch mal so richtig gut gehen lassen möchtet, that’s the place to go. Einen Minuspunkt gibt es jedoch: Anders als die meisten anderen hochpreisigen Hotels in Kotor verfügt das Hotel über keinen eigenen reservierten Parkplatz für Gäste außerhalb der Altstadt.
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Hotel Monte Christo
Mehr Geschichte geht kaum, als einem in diesem Hotel geboten wird. Das Gebäude stammt aus dem 13. Jahrhundert und gehörte einst dem ersten Bischof von Kotor. Das Alter sieht man dem geschmackvoll restaurierten Hotel in der Nähe des Maritime Museums jedoch nicht an. Alle Zimmer hier sind mit luxuriösen Holzmöbeln individuell eingerichtet und bieten alle Annehmlichkeiten. Das Frühstück kann entweder im Hotelrestaurant oder auf der Balkon-Terrasse mit schönem Blick auf den lebhaften Platz vor dem Hotel eingenommen werden. Neben dem Restaurant gibt es im Hotel auch noch eine Bar, die bis spät in die Nacht geöffnet ist.
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Essen und Trinken
In der Altstadt und drumherum gibt es zahllose schöne Piazzas oder Piazzetas, die ein Restaurant-Café neben dem anderen beherbergen und in der Saison alle gut besucht sind. Zusätzlich gibt es noch einige Bäckereien und kleine Pizzastuben, die ihre Produkte auch „to go“ anbieten. Neben der Altstadt gibt es in Kotor auch noch eine Art Promenade, wo sich ebenfalls Restaurants und Bars aneinanderreihen. Um zu dieser zu gelangen, einfach vom Sea Gate aus in südlicher Richtung am Meer entlang spazieren.
BBQ Tanjga | Balkan-Küche/Grill
Ein unscheinbares Restaurant außerhalb der Altstadt, das verdientermaßen die besten Kritiken der Stadt erhält. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist hier weit über dem Durchschnitt, und die fünf Minuten zu Fuß, die es vom Gurdic-Gate bis zum Restaurant sind, lohnen sich in jedem Fall. Wenn man in das Restaurant kommt, erwartet einen zunächst einmal eine riesige Auslage mit verschiedenstem Fleisch, von dem man sich etwas aussuchen kann, welches dann für einen zubereitet wird. Manche schwärmen noch Monate nach dem Kotor-Besuch von den Cevapis. Auch für Vegetarier*innen ist gesorgt, da es hier auch einen hervorragenden vegetarischen Grillteller gibt. Im Übrigen gibt es einen Sommergarten, sodass man auch bei warmem Wetter nicht drinnen sitzen muss.
Pescaria Dekaderon | Mediterran
Benannt nach dem ersten bekannten Namen Kotors, serviert die Pescaria Dekaderon frische Meeresspezialitäten, Pizza, Pasta und hält auch einige vegane und vegetarische Alternativen bereit. Und es schmeckt alles sehr, sehr gut! Das gepaart mit dem Ausblick auf die historische St. Tryphon-Kirche macht das Dekaderon zu einem der besten Restaurants in der Altstadt.
Galion Restoran | Haute Cuisine
Jep, Haute Cuisine in Kotor. Die adriatischen Tiefen (Fisch) sowie die Berglandschaften Montenegros (Rind & Schaf) inspirieren Galions moderne, elegante und sorgfältig zusammengestellte Speisekarte, zusammen mit einer Weinkarte, die mit sorgfältig ausgewählten Etiketten aus der alten und neuen Welt daherkommt. Schmeckt gut da, aber ich bin ja absolut kein Fan von Mini-Portionen zu Maxi-Preisen. Oder nach dem Besuch dann nochmal woanders essen gehen.

Pizzeria & Grill Bucko | Fast Food
Das Gegenteil vom Restaurant Galion stellt das kleine Fast-Food-Lokal Bucko dar. Etwas südlich der Altstadt gelegen (ein bißchen weiter als BBQ Tanjga, dann auf der anderen Straßenseite), gibt es hier die Klassiker: Pizza, Döner, Hamburger. Alles zu guten Preisen und meiner Meinung nach auch ganz lecker.
Nachtleben
Klub Invalida
Nein, das ist kein Club, sondern eine recht herkömmliche Bar. Allerdings wohl die authentischste montenegrinische Bar in der Altstadt. Hier treffen sich größtenteils noch die Locals, und Touristen sind hier eher in der Minderheit. Ich sehe das als großes Plus. Des Weiteren zahlt man hier keine Mondpreise, wie in anderen Bars in der Altstadt teilweise (z.B. im „Bandiera“, geht da nicht hin).
Square Pub
Gegenüber der St. Tryphon-Kirche gelegen, ist der Square Pub eine Bar, wie man eine Bar möchte: Es gibt frischgezapftes Bier, ein paar Cocktails, Pub Food, eine urige Atmosphäre und nette und lustige Angestellte. Kann man machen!
The Nitrox Pub & Eatery
Gesehen und gesehen werden gilt in der wohl angesagtesten Kneipe Kotors. Hier gehen die etwas besser bestellten Touris einen Cocktail schlürfen oder ein IPA trinken, so für 10 € die 0,33-l-Flasche. Aber gut, das Ambiente ist nett, die Musik gut und manchmal live und das Essen lecker. Nehmt halt einfach genug Kohle mit.

Letrika Caffe & Bar
Während des Tages ein ruhiges Café, zieht die Bar in der Nacht doch eine ganze Menge Leute an, die gemütlich draußen sitzen und zu guter Musik vielleicht auch mal tanzen. Insgesamt ein ziemlich sympathischer Laden, den ich empfehlen kann.
Jazz Club Evergreen
Wer auf Livemusik steht, ist hier häufig an einer guten Adresse, vor allem am Wochenende. Das Interieur ist stimmungsvoll, das Publikum von jung bis alt sehr gemischt und sorgt für gute Vibes. Der Service ist manchmal etwas verbesserungswürdig und die Preise sicherlich auf westeuropäischem Niveau, wenn nicht sogar etwas darüber.
Club Maximus
Ja, Kotor ist nicht Budva oder Petrovac, und hier findet sich eher ein „kulturelles“ Publikum ein, was bedeutet, dass es nicht so einfach ist, hier einen Ort zum Tanzen zu finden. Der Club Maximus soll sowas sein, enttäuscht dann aber im Endeffekt die meisten Besucher*innen. Das Konzept ist für einen Klub aber auch irgendwie strange und merkwürdig; so ist die gesamte Tanzfläche eigentlich mit Tischen voll, und Leute tanzen nur rund um ihre Tische herum. Ich habe das Gefühl, dass es hier vor allem darum geht, mit Flyern und Werbung Leute in den Club zu locken, die einmal Eintritt bezahlen und dann im Endeffekt nicht nochmal wiederkommen werden. Aber wenn ihr wirklich partyhungrig seid, ist dies meistens die einzige Möglichkeit, die ihr in der Nähe der Altstadt habt, leider.
Kultur
Winter Karneval | Februar
Der Winterkarneval hat in Kotor eine jahrhundertealte Tradition und ist dem venezianischen Karneval ähnlich. Für einige Tage verwandelt sich die Stadt dabei in einen großen Maskenball mit vielfältigem Programm. Das gleiche gibt es übrigens dann im August noch einmal, um die Karnevalstradition auch den dann zahlreich anwesenden Touristen präsentieren zu können.
Bokelska Noc | Ende August
Ein besonderes Festival in der Stadt ist die sogenannte „Bucht-Nacht“, bei der bunt dekorierte und verzierte Boote eine Seeparade entlang der Bucht von Kotor abhalten. Stellt euch die Boote dabei ein bisschen so vor wie in Deutschland die Karnevalswagen, nur in kleineren Dimensionen. In der Stadt wird dabei überall getanzt, getrunken und gefeiert. Dazu kommen noch Feuerwerk und Volkstänze, und fertig ist ein schönes montenegrinisches Volksfest.
Transport
Fliegen
Der nächstgelegene Flughafen ist Tivat, nur 8 km entfernt. Nach Tivat bietet EasyJet von März bis Oktober Direktflüge aus Berlin an. Eurowings fliegt von Düsseldorf und Stuttgart direkt dorthin, ebenfalls nicht im Winter, und die Lufthansa bietet Direktflüge von Frankfurt und München an. Am besten schaut ihr, um Flüge zu suchen, zunächst einmal bei Skyscanner (Link) vorbei.Nervigerweise gibt es keinen öffentlichen Nahverkehr von oder zum Flughafen in Tivat (ich denke, das ist eine traurige Einzigartigkeit in Europa). Wenn ihr von dort hin oder weg möchtet, müsst ihr vom Flughafen entweder ein Taxi nehmen. Macht unbedingt einen Preis aus, bevor ihr ins Taxi einsteigt. Wie überall auf der Welt sind die Taxifahrer auch hier nicht zimperlich damit, völlig überhöhte Preise zu verlangen. Oder besser noch: Versucht, über eure Unterkunft einen privaten Transport zu organisieren. Als Anhaltspunkt: Red Taxi aus Kotor verlangt für die 8 km lange Strecke vom Flughafen nach Kotor 15 €, buchen könnt ihr dies am besten im Voraus: Link
Bus
Kotor ist national und international gut an das Busnetz angeschlossen – einen Bahnhof gibt es nicht. Der Busbahnhof liegt ca. 5–10 Minuten zu Fuß südlich der Altstadt, hinter der Tankstelle (Google Maps). Öffentlicher Nahverkehr ist ebenfalls nicht vorhanden, aber angesichts der Größe der Stadt auch nicht notwendig. Solltet ihr euch ins direkte Umland von Kotor vorwagen, nehmt am besten ein Taxi:
Red Taxi Kotor (Link)
International
Für internationale Fahrten würde ich euch empfehlen, die Fahrt über Flixbus zu buchen. Der Buchungsvorgang ist der gleiche wie in Deutschland, die Firma ist verlässlich, sicher und die Busse komfortabel. Flixbus bedient aus Kotor Strecken nach Kroatien, Bosnien, Serbien und Albanien. Eine Buchung ist genauso einfach wie hier in Deutschland und die Verlässlichkeit ist ebenso gut gegeben. Hier findet ihr alle Ziele, die Flixbus von Kotor aus anbietet.
Hier gehts zur Buchung.
National
Blue Line Montenegro fährt die Küste des Landes rauf und runter und ihr könnt damit alle Ziele im Land bequem erreichen (außer den Flughafen Tivat). Auch dafür könnt ihr eure Tickets bequem über Get by Bus buchen.
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