Zagreb
Urbane Gelassenheit & Herz der Nation
Wenn man Zagreb mit den eleganten – vor allem im Sommer oft ein wenig hochnäsig wirkenden – kroatischen Adria-Städten vergleicht, wirkt es hier gleich etwas bodenständiger und, naja, irgendwie auch ein wenig bescheidener. Aber ich denke, das ist nur zu Beginn so. Denn je länger man sich dort durch die Stadt bewegt, umso mehr lernt man sie zu schätzen – glaubt mir! Ich würde Zagreb nämlich nach ein paar Besuchen dort nicht mehr mit „bescheiden“ und „bodenständig“ beschreiben, sondern eher mit „charmant“ und „nahbar“. Die Stadt etabliert sich immer mehr auf der Touristenkarte für europäische Städtereisen.
Dass dieses große, kosmopolitische Gefühl in der Stadt zwar irgendwie präsent ist, sich aber gleichzeitig nicht wirklich aufdrängt, macht eigentlich nicht nur Zagreb, sondern ganz Kroatien aus. Diese coole Gelassenheit, die langsame Kaffee-Kultur, die Nicht-Hektik im Alltag wirken erfrischend und so anders als die hektischen Hauptstädte Europas wie Berlin, London oder Rom. Klar, ein Vergleich mit diesen hinkt, allein schon wegen der Zahl der Menschen, die dort und hier leben. Aber was gibt es hier eigentlich nicht, was es dort gibt? Zagreb hat Geschichte – eine recht alte und dazu auch noch außergewöhnliche. Zagreb hat Kultur – mehr, als man erwarten würde. Zagreb hat Stil – aus mehreren Epochen, geprägt durch verschiedene Mächte, die über die Stadt herrschten. Zagreb hat Natur – direkt in der Stadt und auf den Bergen vor der Stadt.
Zagreb ist vor allem authentisch. Eine Stadt, die entdeckt werden möchte und vermutlich selbst noch nicht so genau weiß, wohin die Reise in Zukunft geht. Und um die kroatische Hauptstadt zu entdecken, kann man nicht einfach nur von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten wandern, sondern sollte sich ganz gemächlich ein bisschen mehr Zeit lassen und behutsam sowie achtsam in das Leben dort eintauchen. Dazu gehört auch, dass man nicht nur die Innenstadt erkundet, sondern auch die umgebende Natur. Dass man mal einen Nachmittag ganz geruhsam in einem Café nahe dem Jelacic-Platz verbringt. Und dass man selbst auch mal einen Gang runterschaltet. Ich glaube, dann wird es einem die Stadt ziemlich einfach machen und ihren sonst doch leicht zu überhörenden Beat den Besuchenden offenbaren.

Geschichte
Nicht erst, seitdem die Menschen Bücher schreiben und diese über Jahrhunderte hinweg in Regalen aufbewahren, ist das heutige Zagreber Stadtgebiet von ihnen besiedelt worden. Und das nicht nur von uns Homo sapiens, sondern auch schon von unseren Vorfahren, den Neandertalern. In der Veternica-Höhle, gelegen am nordwestlichen Stadtrand, wurde neben vielen Relikten aus verschiedensten Epochen der Menschheitsgeschichte ein Schädel gefunden, der 150.000 Jahre alt ist und aus der Zeit des Mittelpaläolithikums stammt. Auch römische Münzen wurden dort entdeckt. Allerdings war die Präsenz der Römer in der Gegend längst kein Geheimnis mehr.
Die römische Stadt Andautonia liegt heute im Zagreber Stadtteil Šćitarjevo, südlich der Save im Südwesten der Stadt. Zwar war Andautonia sicher keine der großen römischen Metropolen seinerzeit, aber es fungierte in seiner Blütezeit zwischen dem 1. und 4. Jahrhundert n. Chr. immerhin als regionales Handels- und Verwaltungszentrum. Die strategische Lage, die die Siedlung damals schon begünstigte, spielte auch fast tausend Jahre später eine entscheidende Rolle, als der Grundstein für die heutige Millionenmetropole gelegt wurde.
Im Jahr 1094 existierten bereits zwei kleinere Siedlungen auf dem Stadtgebiet, Kaptol und Gradec. In Kaptol wurde eine Diözese gegründet, die den Namen Zagreb erhielt. Da haben wir’s! Das benachbarte Dörfchen Gradec wuchs ebenfalls ständig und wurde 1242 durch die Ausstellung einer „Goldenen Bulle“ zur freien Königsstadt erhoben. Da beide Städte zu dieser Zeit bereits über Befestigungsanlagen verfügten, waren sie zumindest etwas besser vor den häufigen Überfällen der tatarisch-mongolischen Armee geschützt.

In den folgenden Jahrhunderten kam es immer wieder zu Konflikten mit verschiedenen Mächten aus allen Himmelsrichtungen. Doch ein Konflikt prägte die Stadt besonders: der zwischen den beiden bitter verfeindeten Nachbarstädten Gradec und Kaptol! Was heute als selbstverständlich miteinander verwachsene Stadt erscheint, war über lange Zeit spinnefeind. Geld und das Ringen um die Vorherrschaft in der Region waren oft die Hauptgründe für die Fehde, die sich mehrfach in Kleinkriegen entlud. Brandschatzungen, gegenseitige Brandstiftungen sowie Überfälle, Vergewaltigungen und Kidnappings von Frauen waren an der Tagesordnung. Ende des 14. Jahrhunderts hatte sich die Situation so sehr verschärft, dass kaum ein Bürger von Gradec die Stadtmauern verlassen konnte, ohne von Kaptolern attackiert zu werden. Zu dieser Zeit hatten die Gradecer allerdings auch das Recht, jeden Kaptoler zu töten, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen. Auch in überregionalen Konflikten unterstützten die beiden Städte oft unterschiedliche Seiten.
Vor diesem Hintergrund ist es bemerkenswert, dass sich Kaptol und Gradec im Jahr 1850 endlich offiziell zur Stadt Zagreb vereinten. Damit fand das jahrhundertelange Nebeneinander der beiden Städte ein Ende, und der Zusammenschluss brachte Frieden zwischen den bereits zusammengewachsenen Siedlungen. Das junge Zagreb hatte damals allerdings nur rund 16.000 Einwohner – weit entfernt von der heutigen Millionenstadt.
Doch das Schicksal meinte es gut mit Zagreb: Der Zusammenschluss erfolgte zu einer Zeit, in der das kroatische und südslawische Nationalbewusstsein spürbar an Stärke gewann. Gleichzeitig stand die Stadt weiterhin unter der Herrschaft der Habsburgermonarchie. Diese historische Doppelrolle – kroatisches Zentrum in einer fremdbestimmten politischen Ordnung – prägte die Entwicklung Zagrebs nachhaltig.
Mit der Gründung der Doppelmonarchie Österreich-Ungarn im Jahr 1867 wurde Kroatien Teil des ungarischen Reichshälftensystems. Zagreb wurde zur Hauptstadt Kroatiens innerhalb dieser Konstellation und gewann durch den wachsenden administrativen und kulturellen Einfluss zunehmend an Bedeutung. Diese Periode war geprägt von Modernisierung: Eisenbahnverbindungen, moderne Infrastruktur und der Ausbau von Bildungseinrichtungen verliehen Zagreb neue Dynamik. Die Gründung der Universität Zagreb datiert zwar schon auf das Jahr 1669, doch in dieser Zeit wurde sie weiter gefestigt und ausgebaut. Auch Einrichtungen wie das Kroatische Nationaltheater (1895) trugen dazu bei, Zagreb zu einem kulturellen Zentrum zu machen.
Die politische Landschaft blieb jedoch unruhig. Das Ende des Ersten Weltkriegs 1918 markierte den Zerfall der Habsburgermonarchie, und Kroatien wurde Teil des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen, später Jugoslawien. Zagreb baute seinen Status als bedeutende Stadt weiter aus – zwischen 1921 und 1948 verdreifachte sich die Einwohnerzahl von 100.000 auf 300.000 –, verlor jedoch in der Zentralisierung des neuen Staates an Autonomie.

Während des Zweiten Weltkriegs (1939–1945) wurde Kroatien zu einem Vasallenstaat unter der Kontrolle des faschistischen Ustascha-Regimes. Diese düstere Zeit hinterließ tiefe Wunden, auch in Zagreb. Am Ende des Krieges wurde die Stadt im Mai 1945 durch antifaschistische Truppen unter der Führung des nur eine Stunde nördlich von Zagreb geborenen Josip Broz Tito befreit und später Hauptstadt der kroatischen Teilrepublik in der sozialistischen Föderation Jugoslawiens. Zagreb wuchs fortan rasant und entwickelte sich zu einem wichtigen wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Zentrum im sozialistischen Jugoslawien. Vor allem in den 1960er- und 1970er-Jahren entstanden neue Stadtteile wie Novi Zagreb, und die Bevölkerung verdoppelte sich.
Die Unabhängigkeit Kroatiens im Jahr 1991 nach dem Zerfall Jugoslawiens war ein weiterer Wendepunkt in der Geschichte Zagrebs. Während der Kroatienkrieg (1991–1995) das Land erschütterte, blieb Zagreb von großflächiger Zerstörung verschont, spielte jedoch als logistischer Knotenpunkt und Zufluchtsort für zahlreiche Flüchtlinge eine wichtige Rolle. Mit dem Krieg endete die sozialistische Epoche, und Zagreb wurde die Hauptstadt des neu gegründeten demokratischen Kroatiens.
Heute ist Zagreb eine pulsierende Metropole mit über 800.000 Einwohnern und das Herzstück des unabhängigen Kroatiens. Ob als Sitz der Regierung, kulturelles Epizentrum mit internationalen Film- und Musikfestivals oder Startpunkt für Touristen auf dem Weg zur Adriaküste – Zagreb hat seinen Platz unter den europäischen Hauptstädten gefunden.
Quellen: Wikipedia, InfoZagreb, ESA Croatia, Walter-us
Orientierung
Zagreb ist eine coole und dankbare Stadt, um zu Fuß erkundet zu werden, da ihre wichtigsten Sehenswürdigkeiten kompakt und gut erreichbar beieinanderliegen.
Die Stadt teilt sich grob in zwei Hauptbereiche: die Oberstadt (Gornji Grad) und die Unterstadt (Donji Grad). Die Oberstadt, das historische Herz von Zagreb, liegt auf einem Hügel und ist über charmante Kopfsteinpflasterstraßen oder eine kurze Fahrt mit der Standseilbahn erreichbar. Hier befinden sich die Kathedrale, die St.-Markus-Kirche und das berühmte Steinerne Tor.
Die Unterstadt erstreckt sich südlich davon und bildet das moderne Zentrum mit breiten Boulevards, beeindruckenden Gebäuden aus der Habsburger Zeit und dem bekannten Ban-Jelačić-Platz als Dreh- und Angelpunkt. Von hier aus gelangt man leicht zu den Parks des „Grünen Hufeisens“ und zum Hauptbahnhof.
Die Save, der Fluss, der die Stadt durchquert, trennt das historische Zagreb von den neueren Stadtteilen wie Novi Zagreb. Diese sind am besten mit Straßenbahnen erreichbar, die das Stadtbild prägen und ein schnelles, günstiges Fortbewegungsmittel bieten. Nach ein paar Tagen im recht beschaulichen Trubel der kroatischen Hauptstadt bieten die Ausflugsmöglichkeiten in die umliegende Natur eine willkommene Abwechslung. Auch diese Ziele sind häufig gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.
Highlights
In diesem Abschnitt stelle ich euch die wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Stadtkern und im Umland vor. Diese teile ich in Ober- und Unterstadt sowie Umland auf, sodass ihr euch bei der Erkundung möglichst sinnvoll durch die Stadt bewegen könnt. Ich bemühe mich außerdem, die Sehenswürdigkeiten in einer sinnvollen Reihenfolge vorzustellen, sodass ihr am Ende einen schönen Spaziergang durch die einzelnen Gebiete unternehmen könnt, ohne immer wieder kreuz und quer durch die Stadt laufen oder euch selbst eine praktikable Route ausarbeiten zu müssen.
(01-14) Oberstadt
Die folgenden Sights befinden sich alle entweder direkt im Diokletianspalast oder in direkter Umgebung. Auch wenn ihr durch die teilweise verschachtelten Gassen der Altstadt müsst, sollten diese generell ganz einfach zu finden sein. Nutzt am besten die Karte, die ihr am Anfang dieser Seite findet und schaltet die Standortfreigabe ein, so dass ihr seht, wo ihr seid. Der Name „Diokletianspalast“ ist übrigens etwas irreführend heutzutage. Erwartet hier keinen klassischen Palast, sondern eher ein kleines Stadtviertel mit Straßen, Wohnhäusern etc, in das vier Tore hineinführen. Der Diokletianspalast ist grob durch vier größere Gassen in vier relativ gleich große Teile geteilt. Während die beiden nördlichen Bereiche früher als Unterkünfte für die Soldaten und Angestellten von Diokletian dienten, waren die südlichen Bereiche der eigentliche Wohnsitz des Kaisers.
(1) Ban-Jelačić-Platz
Startpunkt des ersten Stadtteilspaziergangs durch die Oberstadt ist der zentrale Ban-Jelačić-Platz. Dieser Ort und die umgebenden Gassen bilden das lebendige Herz der Stadt, da sich in direkter Umgebung zahlreiche Cafés, Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten befinden. Der Platz liegt eigentlich noch in der Unterstadt, ist jedoch der strategisch beste Ausgangspunkt für die gleich nebenan beginnende Oberstadt.

Besonders ins Auge fällt die große Reiterstatue des Namensgebers des Platzes, eines kroatischen Nationalhelden. Ban Josip Jelačić war Mitte des 19. Jahrhunderts eine zentrale Figur des erwachenden kroatischen Nationalbewusstseins und ein Symbol für die nationale Einheit und Souveränität Kroatiens.
Ein weiterer Blickfang auf dem Platz ist der kreisrunde Manduševac-Brunnen, in den sowohl Touristen als auch Einheimische gerne Münzen werfen und sich dabei etwas wünschen. Der Legende nach ist dieser Ort der Gründungsort von Zagreb: Ein durstiger Ritter, der nach einer geschlagenen Schlacht durch dieses damals wüstenähnliche Gebiet zog, stach genau an dieser Stelle mit seinem Schwert in den Boden. Er traf auf eine Frischwasserquelle, aus der klares Trinkwasser hervorsprudelte. Einer jungen, hübschen Frau namens Manduša, die dort vorbeikam, befahl er: „Manduša, zagrabi vode!“ (Manduša, schöpfe Wasser!). So entstanden sowohl der Name des Ortes („Zagrabi“ = Zagreb) als auch der des Brunnens („Manduševac“).
Tipp: Die ZagrebCard
Es gibt eine ZagrebCard, welche für 24 Stunden 20,00€ und für 72 Stunden 26,00€ kostet. Dafür bekommt ihr kostenlosen Transport im Nahverkehr und freien Eintritt in folgende Kulturstätten:
– Museum of Broken Relationships
– Chocolate Museum Zagreb
– Zagreb City Museum
– Museum of Contemporary Art
– Nikola Tesla Technical Museum
– Zagreb Zoo
Zusätzlich gibt es in zahlreichen anderen Museen, Restaurants und sogar Hostels einen 10-20%igen Discount. Falls ihr große Museums-Buffs seid, könnte sich das durchaus lohnen. Weitere Infos und die Möglichkeit zum Kauf der Karte gibt’s hier.
(2) Dolac-Markt
Der Dolac-Markt versorgt die Einwohnerinnen und Einwohner Zagrebs bereits seit Jahrhunderten mit frischem Obst, Gemüse und hausgemachten Produkten aus dem ganzen Land. Die charakteristischen roten Sonnenschirme, die den Markt schmücken, sind zu seinem Markenzeichen geworden. Am oberen Ende der Treppe, die zum Markt hinaufführt, steht eine Statue einer Bäuerin. Sie soll die Dankbarkeit dafür symbolisieren, dass die Bäuerinnen seit Jahrhunderten die Stadtbevölkerung mit Lebensmitteln versorgen. Nördlich des Marktes steht auf einem kleinen Platz eine weitere Statue: Petrica Kerempuh, eine volkstümliche Figur mit einer Gitarre in der Hand. Dieser närrische Vagabund besingt in satirischen und bissigen Liedern die Leiden der einfachen Bevölkerung und prangert die Mächtigen sowie allerlei Ungerechtigkeiten an.

(3) Kathedrale von Zagreb

Die Grundsteinlegung des größten sakralen Bauwerks Kroatiens erfolgte bereits im 13. Jahrhundert. Allerdings veränderte sich ihr Aussehen durch mehrere Brände und Erdbeben immer wieder. Die heutige Gestalt erhielt die Kathedrale Ende des 19. Jahrhunderts.
Im Inneren findet man ein Triptychon von Albrecht Dürer, während die Kronleuchter, die angeblich aus einem Kasino in Las Vegas stammen, einen modernen Kontrast bieten. Im linken Eingangsbereich zeigt eine Uhr die Zeit 07:03 an – der Moment, als Zagreb im Jahr 1880 von einem schweren Erdbeben zerstört wurde. In der Kathedrale sind einige berühmte kroatische Helden und Märtyrer begraben. Die Orgel gilt als eine der zehn besten Kirchenorgeln der Welt.
Die Schatzkammer der Kathedrale bewahrt Reliquien verschiedener Heiliger aus dem 11. bis 19. Jahrhundert. Ein Besuch ist allerdings nur mit vorheriger Anmeldung möglich. Auf dem Vorplatz der Kathedrale befindet sich ein Brunnen, der der Heiligen Jungfrau Maria gewidmet ist und mit der Kathedrale zusammen eine wunderschöne Kulisse für Fotos bietet.
(4) Ribnjak-Park
Nordwestlich der Kathedrale liegt der schöne Ribnjak-Park, der im 19. Jahrhundert im englischen Stil angelegt wurde. Der Park bietet im Sommer schattige Plätze und dient häufig als Bühne für verschiedene Open-Air-Veranstaltungen. Besonders im Advent lohnt sich ein Besuch, da der Park mit hübschen Lichterketten geschmückt wird. Zu jeder Jahreszeit ist der imposante Mammutbaum ein Highlight.
(5) Sternwarte Zagreb
Einen der schönsten Ausblicke auf die Stadt bietet die Sternwarte Zagreb. Sie ist an vier Abenden in der Woche (Dienstag bis Freitag) geöffnet. Der Eintritt ist frei, und die Mitarbeitenden sind sehr freundlich. Die Sternwarte befindet sich im gleichen Gebäudekomplex wie das Stadtmuseum, ein Besuch ist jedoch unabhängig davon möglich.
(6) Stadtmuseum
Das Stadtmuseum Zagreb wurde 1907 eröffnet und beherbergt auf über 6.000 m² die größte Sammlung historischer Ausstellungsstücke zur turbulenten Geschichte Zagrebs. Von archäologischen Fundstücken bis hin zu zeitgenössischen Dokumenten taucht man hier in die Schicksalsschläge und hoffnungsvollen Zeiten der Stadt ein.
Etwas schade ist, dass die sozialistische Epoche Zagrebs nicht so ausführlich behandelt wird, wie ich es mir wünschen würde. Neben der Dauerausstellung finden hier auch regelmäßig wechselnde Sonderausstellungen statt.
Das Museum befindet sich in einem ehemaligen Klarissenkloster und ist für Rollstuhlfahrende zugänglich. Der Eintritt kostet 5 €, und man sollte dafür etwa zwei Stunden einplanen.

(7) Steinernes Tor
Das letzte erhaltene mittelalterliche Stadttor Zagrebs ist heute mehr Wallfahrtsort als Tor. Nachdem bei einem großen Brand im Jahr 1731 „wie durch ein Wunder“ das Bild der Jungfrau Maria im Tor unversehrt blieb, wurde es in eine kleine Kapelle umgewandelt. Hier zünden Gläubige aus ganz Kroatien Kerzen an, deren Flackern eine besondere Atmosphäre schafft. Aber erwartet nicht zuviel hier, sonderlich spektakulär ist das alles jetzt nicht.

(8) 80s Museum
Hier könnt ihr in das Zagreb, bzw. das Jugoslawien der 80er Jahre eintauchen. Das Museum ist wie eine originalgetreu nachgebaute Wohnung aus dieser Zeit gestaltet. Für Besucherinnen und Besucher, die in dieser Epoche in Jugoslawien aufgewachsen sind, weckt es eine ordentliche Portion Nostalgie. Für alle anderen ist der Besuch Geschmackssache. Wer sich für das alte Jugoslawien und das Leben im untergegangenen Staat interessiert, findet es möglicherweise interessant. Ohne Berührungspunkte zu dieser Zeit kann man den Besuch jedoch getrost auslassen.
Zum Konzept des Museums gehört, dass die Ausstellungsstücke aktiv genutzt werden dürfen: Man kann in den Kleiderschrank greifen und Kleidung anprobieren, Computer- und Brettspiele aus den 80ern ausprobieren und vieles mehr. Der Eintritt kostete früher 40 Kuna, was heute etwa 8–10 € entsprechen dürfte.
(9) Markusplatz
Am wichtigsten Platz der Stadt – und des gesamten Landes – stehen mehrere bedeutende Gebäude:
Markuskirche
Die Markuskirche ist wohl das berühmteste Wahrzeichen Zagrebs. Besonders auffällig ist das farbenfrohe Dach, in das die Wappen der Stadt Zagreb, Kroatiens sowie der historischen Regionen Slawonien und Dalmatien eingearbeitet sind (was ist mit Istrien?). Die Kirche stammt aus dem 13. Jahrhundert und hat im Laufe der Zeit immer wieder ihr Aussehen verändert.
Das Südportal der Kirche ist ein besonderes Highlight. Es stammt aus dem 14. Jahrhundert und wird der Prager Bildhauerfamilie Parler zugeschrieben, was es zu einem der wertvollsten gotischen Portale Südosteuropas macht.

Leider ist die Markuskirche derzeit (und seit einiger Zeit) nur von außen zu bewundern, da das Innere renoviert wird. Diese Arbeiten wurden nach dem Erdbeben 2020 notwendig. Ursprünglich sollten sie im November 2023 abgeschlossen sein, doch bis heute ist die Kirche innen nicht zugänglich. Wann sie wieder geöffnet wird? Keine Ahnung! Falls ihr sie besucht habt und sie offen ist, hinterlasst doch bitte unten auf der Seite einen Kommentar, damit ich den Artikel aktualisieren kann.
Kroatisches Parlament (Sabor)
Östlich der Kirche liegt das kroatische Parlament, in dem 1991 die Unabhängigkeit der Republik Kroatien verkündet wurde. Besucherinnen und Besucher können das Gebäude nur von außen betrachten.
Kroatisches Verfassungsgericht
Im nördlichen Teil des Platzes befindet sich das Gebäude des kroatischen Verfassungsgerichts. Dieser schmucke Stadtpalast kann nur im Rahmen einer zuvor angefragten und organisierten Gruppenführung von innen besichtigt werden.
Banski Dvor
Auf der Westseite der Kirche steht der „Banspalast“, der Amtssitz des kroatischen Premierministers. Früher war er die offizielle Residenz des kroatischen „Bans“, eines historischen Titels für Würdenträger. Auch hier gilt: Kein Einlass!
(10) Museum der zerbrochenen Beziehungen
Wie der Name schon sagt, beschäftigt sich dieses Museum mit dem Zerbrechen menschlicher Beziehungen. Das kann manchmal traurig, manchmal lustig oder auch nachdenklich sein. Die ausgestellten Geschichten und dazugehörigen Objekte sind unterschiedlich interessant. Je nachdem, wie viel man lesen möchte und in welcher Stimmung man ist, kann der Besuch sehr faszinierend sein.
Das Museum ist sicherlich nicht für alle etwas, hat aber seinen eigenen Charme. Der Eintritt kostet 7 €.
(11) Lotrščak-Turm
Dieser historische Turm, einst Teil der Befestigungsanlagen der Stadt Gradec, ist vor allem für seine hervorragende Aussicht auf die Unterstadt bekannt. Täglich um 12 Uhr mittags wird aus einer Luke eine Kanone „abgefeuert“. Dieses Spektakel kann man sich auch von außen ansehen. Der Eintritt für den Turm selbst kostet 3 €.

(12) Strossmayer Promenade
Von dieser von Kastanienbäumen gesäumten Promenade wird von den Locals „Strossmartre“ genannt und soll das Zagreber Montmartre sein. Es stimmt auf jeden Fall, dass man von hier ebenfalls schöne Ausblicke über die Unterstadt hat. Bänke laden zu einer Pause ein, und besonders abends ist dies ein reizvoller Ort. In der Adventszeit glitzert und blinkt hier alles – ein Muss bei einem Besuch in Zagreb!
Die Promenade ist nach Josip Juraj Strossmayer benannt, einem kroatischen Bischof und Theologen, der 1815 geboren wurde und als eine der herausragenden kroatischen Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts gilt.
(13) Standseilbahn
Die kürzeste Standseilbahn der Welt legt ihre Strecke in nur 64 Sekunden zurück, überwindet dabei 66 Meter mit einer Steigung von 52 % und kostet weniger als einen Euro. Doch es geht weniger um die Fahrt als um das Erlebnis: Die Seilbahn ist ein einzigartiges Bauwerk, wie man es selten anderswo findet. Sie wurde 1890 eröffnet und war ursprünglich dampfbetrieben. Heute ist sie eines der Wahrzeichen Zagrebs. Eine Fahrt damit sollte man sich nicht entgehen lassen!

(14) Grič-Tunnel
Dieser historische Tunnel wurde im Zweiten Weltkrieg als Luftschutzbunker für die Einwohner Zagrebs gebaut. Da er sich in gutem Zustand befindet, könnte er theoretisch auch im Dritten Weltkrieg eine Rolle spielen. Bis dahin verbindet der Tunnel verschiedene Stadtteile miteinander und dient oft als praktische Abkürzung. Im Sommer ist es hier angenehm kühl, und regelmäßig finden Kunstausstellungen und -installationen statt, die dem Tunnel eine besondere Atmosphäre verleihen.


Es lohnt sich, durch den Tunnel zu schlendern und zu sehen, wo man am Ende herauskommt. Die verschiedenen Eingänge sind zwar meist ausgeschildert und auf Karten eingezeichnet, können aber dennoch schwer zu finden sein – das gehört zur Erfahrung! 😉
(15-25) Unterstadt
Auch den Rundgang durch die Unterstadt beginnen wir am (1) Ban-Jelačić-Platz, sodass ihr direkt vom Rundgang durch die Oberstadt hier anschließen könnt. Falls ihr nur einen Tag Zeit habt oder schnell unterwegs seid, könnt ihr beide Rundgänge kombinieren. Es geht grob im Uhrzeigersinn durch die Unterstadt.
(15) Museum of Hangovers
Zagreb bietet viele unkonventionelle und kreative Museen, die sich von typischen Museumsthemen abheben. Dieses kleine Museum widmet sich auf humorvolle Weise den Auswirkungen von übermäßigem Alkoholkonsum und chaotischen Nächten. In fünf kleinen Räumen gibt es viel Lustiges zu entdecken, manchmal auch interaktiv.
Wer gerne liest, wird hier auf seine Kosten kommen; wer nicht, sollte den Besuch lieber auslassen. Ansonsten ist es ein amüsanter Zeitvertreib. Nach etwa 1 bis 1,5 Stunden hat man die meisten Geschichten gelesen.
Der Eintritt kostet 8,50 € und beinhaltet einen Schnaps. Wer am Eingang mit verbundenen Augen das Bullseye auf einer Dartscheibe trifft, kommt umsonst rein. Weitere Infos: www.museumofhangovers.com

(16) Zrinjevac-Park
Dieser Park ist Teil des „Grünen Hufeisens“, einer Kette von Parkanlagen, die sich in Hufeisenform durch die Unterstadt zieht und zahlreiche Sehenswürdigkeiten bietet. Das Grüne Hufeisen gilt als ein Meisterwerk des Städtebaus aus dem 19. Jahrhundert.
Der Zrinjevac-Park bildet den rechten oberen Schenkel des Hufeisens. An der Spitze findet ihr eine meteorologische Säule aus dem Jahr 1884, die mit mechanischen Instrumenten ausgestattet ist, um verschiedene Wetterbedingungen zu messen.
Hier befindet sich auch das Archäologische Museum, das nach dem Erdbeben in Zagreb 2020 einige Jahre geschlossen war, nun aber wieder geöffnet ist. Es zeigt Artefakte aus allen Epochen der menschlichen Besiedlung in Kroatien, von der Vučedol-Kultur bis hin zu ägyptischen Sarkophagen. Ich war selbst noch nicht dort, hebe mir den Besuch aber für das nächste Mal auf.
Etwas südlich davon hat die Kroatische Akademie der Wissenschaften und Künste ihren Sitz, wo ihr im Inneren einige Galerien besichtigen könnt. Weiter südlich steht das prächtige Gebäude des Kunstpavillons, das im Jugendstil erbaut wurde und eines der eindrucksvollsten Bauwerke der Stadt ist. Der Innenraum mit nur drei Ausstellungsräumen wirkt allerdings im Vergleich zur imposanten Fassade eher klein. Zudem ist das Museum oft geschlossen oder wird renoviert. Schaut vorbei, und wenn es offen ist, lohnt sich ein Besuch!
Einen besonderen Zauber erhält der Zrinjevac-Park in der Adventszeit, für die Zagreb ohnehin bekannt ist. Zwischen dem Kunstpavillon und dem Hauptbahnhof wird eine riesige Eisfläche aufgebaut, auf der ihr Schlittschuh laufen könnt.
(17) Pavillon der kroatischen Gesellschaft der Bildenden Künste
Wenn ihr kunstinteressiert seid, lohnt sich ein Abstecher zu diesem architektonisch interessanten Gebäude. Im Inneren finden wechselnde Ausstellungen statt – schaut vorher auf der Homepage nach, ob etwas Passendes für euch dabei ist. Falls nicht, könnt ihr euch den Umweg möglicherweise sparen.
Das 1938 vom berühmten kroatischen Bildhauer Ivan Meštrović entworfene Gebäude hat eine bewegte Geschichte. Ursprünglich als Kunstpavillon erbaut, wurde es im Zweiten Weltkrieg zur ersten Moschee Zagrebs, weshalb es im Volksmund noch heute „Džamija“ (Moschee) genannt wird. In der Zeit des ehemaligen Jugoslawien beherbergte es das Museum über die sozialistische Revolution. Heute dient es wieder seinem ursprünglichen Zweck und widmet sich der Kunst.
Der umliegende Platz trägt den Namen „Platz zu Ehren der Opfer des Faschismus“ und bietet eine schöne Kulisse für das Museum.
Homepage
(18) König-Tomislav-Platz & Hauptbahnhof
Auf dem Bahnhofsvorplatz steht eine riesige Statue des ersten kroatischen Königs Tomislav, der – typisch stereotyp – auf einem Pferd sitzend ein Schwert in die Luft reckt.
Der angrenzende Hauptbahnhof, erbaut 1892, war einst eine Haltestelle des berühmten Orient-Express auf der Strecke Wien–Istanbul. Heute gibt es von dort aus nicht mehr ganz so viele Verbindungen, genaue Informationen dazu findet ihr in diesem Abschnitt.

(19) Botanischer Garten
Das „Grüne Hufeisen“ wird westlich des Hauptbahnhofs kurz unterbrochen, setzt sich jedoch mit dem Botanischen Garten fort. Dieser wurde Ende des 19. Jahrhunderts im englischen Stil angelegt und ist in einem sehr gepflegten Zustand.
Dank seiner umfangreichen Sammlung an Blumen, Pflanzen und vor allem Bäumen ist er eine echte Oase in der Stadt. Der Eintritt von zwei Euro ist angemessen und sorgt dafür, dass der Garten nicht überlaufen ist. In den Wintermonaten ist er allerdings geschlossen.

(20) Technisches Museum Nikola Tesla
Wer ein Museum erwartet, das sich ausschließlich Nikola Teslas Erfindungen widmet, wird enttäuscht – dafür gibt es ein eigenes Museum in Belgrad! Stattdessen dreht sich dieses überraschend große Museum um Technik und Wissenschaft im Allgemeinen. Es ist aber keineswegs nur für Technikfans interessant (auch wenn es eine Abteilung speziell zu Tesla gibt).
Die Themenbereiche umfassen Autos, Lokomotiven, Alltagsgeräte, Elektrizität und vieles mehr. Besonders spannend sind die interaktiven Experimente zu Teslas Erfindungen. Außerdem gibt es ein Planetarium und eine nachgestellte Kohle-Mine. Für nur 4 € Eintritt ist dieses Museum eine klare Empfehlung!

(21) Platz der Republik Kroatien
Zagrebs Platz der Prachtbauten beherbergt in seiner Umgebung gleich mehrere eindrucksvolle Gebäude und Institutionen aus dem vorletzten Jahrhundert.
- Kroatisches Nationaltheater
Eines der beeindruckendsten Gebäude aus der österreich-ungarischen Zeit auf dem Balkan, das auch in Wien eine Sehenswürdigkeit wäre. Selbst wenn ihr euch keine Oper, kein Ballett oder kein Konzert im Inneren ansehen möchtet, ist ein Besuch von außen ein Muss. Das auffällig gelbe Gebäude stammt aus dem Jahr 1895 und wurde vom österreichischen Kaiser Franz-Josef eröffnet. Innen soll es genauso spektakulär sein – also, wenn eine passende Aufführung stattfindet: Nur zu! In unregelmäßigen Abständen gibt es sogar Veranstaltungen auf Englisch. Infos zum Programm findet ihr unter www.hnk.hr.

- Museum of Arts and Crafts
Dieses Museum, das sich in einem imposanten Gebäude auf der gegenüberliegenden Straßenseite westlich des Nationaltheaters befindet, ist das Hauptmuseum für Kunst in der Stadt. Allerdings ist es (Stand Herbst 2024) wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Es wird wohl noch eine Weile dauern, bis es wieder seine Türen für Besucher öffnet… - Ethnographisches Museum
Wenn ihr euch für traditionelle Trachten, Kunsthandwerk, Musikinstrumente und die kroatische Kultur interessiert, seid ihr in diesem kleinen, zweistöckigen Museum genau richtig. Es gibt auch einige Exponate aus anderen Ländern und Kulturen. Das Museum liegt südlich des Nationaltheaters. Der Eintritt kostet 4 €. - Mimara Museum
Auch dieses Museum ist Ende 2024 geschlossen und wird renoviert. Wer auch immer die Idee hatte, gleich alle Museen gleichzeitig zu schließen… Sobald es wieder geöffnet ist, könnt ihr die Privatsammlung von Ante und Wiltrud Topic Mimara besichtigen. Diese wurde 1987 der Stadt Zagreb vermacht und ist seitdem der Öffentlichkeit zugänglich – eigentlich.
(22) Britanski Trg
Auf dem „Britischen Platz“ findet unter der Woche täglich ein Obst- und Gemüsemarkt statt, der einen Besuch wert ist. Noch besser wird es jedoch am Sonntag, wenn hier ein Flohmarkt aufgebaut wird. Dieser ist zwar auf Antiquitäten spezialisiert, aber man entdeckt eigentlich immer etwas Schönes.
(23) Museum der Illusionen Zagreb
Fast schon eine kroatische Museumskette mit Ablegern in Dubrovnik, Split, Zadar und Zagreb, ist das Muzej Iluzija trotzdem eine kurzweilige Angelegenheit und eine gute Gelegenheit, skurrile Fotos zu machen. An den verschiedenen Stationen wird man auf unterschiedlichste Weise getäuscht, und die optischen Illusionen sind teilweise wirklich beeindruckend. Aber wenn du eines dieser Museen kennst, kennst du eigentlich auch alle anderen. Für einen einmaligen Besuch würde ich es dennoch auf jeden Fall empfehlen. Der Eintritt kostet 12 €.
Homepage
(24) Schokoladen-Museum
Okay, versprochen – das ist jetzt das letzte der etwas ausgefallenen Museen in der Stadt, das ich hier beschreibe. Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung, ob Zagreb historisch mit der Herstellung von Schokolade verbunden ist und ob das Museum deshalb existiert (ich habe es selbst auch nicht besucht). Aber für Schokoladenfans sei gesagt: Angeblich darf man hier (keine Gewähr!) so viel Schokolade essen, wie man möchte. Dabei lernt man vermutlich auch noch etwas über die Geschichte der Schokolade, Herstellungsprozesse und mehr. Der Eintritt kostet 9,50 €.
Homepage
(25) The 1991/1995 Zagreb Rocket Attacks Memorial Center
Zagreb kam im Vergleich zu anderen Städten während der Jugoslawienkriege und des kroatischen Unabhängigkeitskrieges verhältnismäßig gut davon. Trotzdem gab es zwei Raketenangriffe von serbischer Seite, die einige Todesopfer forderten und sich ins Gedächtnis der Stadt eingebrannt haben. Dieses kleine Dokumentationszentrum zeigt Filmausschnitte, Zeitungsartikel und viele weitere Artefakte zu diesen Angriffen. Es ist nicht sehr groß, und man ist vermutlich in weniger als einer Stunde durch. Der Eintritt kostet 2 € und ist es auf jeden Fall wert.
Der Eingang ist etwas schwer zu finden. Wenn ihr vor einer großen Holztür steht, seid ihr richtig. Ihr müsst klingeln und dann in den ersten Stock gehen. Besonders hervorheben möchte ich, dass die Mitarbeitenden hier wirklich sehr nett und hilfsbereit sind!
Homepage

(26-32) Restliches Stadtgebiet
(26) Maksimir-Park
Bereits Ende des 18. Jahrhunderts eröffnet, ist der Maksimir-Park der größte und vielleicht schönste Park der Stadt. Mit 316 Hektar Fläche ist er die größte Anlage dieser Art in Südosteuropa und kann in puncto Größe fast mit dem Central Park in New York mithalten. Der Park ist im englischen Stil angelegt und bietet zahlreiche Pavillons, Monumente, kleinere Seen, gepflegte Rasenflächen, sorgfältig angelegte Blumenbeete und einen großen bewaldeten Bereich. Besonders im Sommer lädt er zu ausgedehnten Spaziergängen oder Picknicks ein. Vom Stadtzentrum aus sind es etwa 3 km, die man zu Fuß zurücklegen kann. Alternativ fahren die Straßenbahnlinien 4, 5, 7, 11 und 12 zum Park (Zielhaltestelle: Dubec oder Dubrava).

(27) Zoo Zagreb
Direkt an der Hauptstraße, die den Maksimir-Park im Süden begrenzt, liegt der Zoo, eine weitere beliebte Institution der Stadt. Da ich persönlich keine Zoos besuche, kann ich nicht viel dazu sagen, außer dass der Eintritt nur 4 € kostet und es dort Pandas, Löwen, Bären, Krokodile, Affen, verschiedene Vögel und sicherlich noch einiges mehr gibt. Ob die Käfige und Gehege den Bedürfnissen der Tiere gerecht werden, ist allerdings umstritten. Aber es scheint, als würde sich diesbezüglich einiges verbessern.
(28) Friedhof Mirogoj
Ein weiteres Highlight der Stadt ist der wohl berühmteste Friedhof Kroatiens. Schon der Eingang und die Arkaden sind beeindruckend, aber auch dahinter wird es nicht weniger eindrucksvoll. Der Friedhof ist riesig und beherbergt zahlreiche bekannte Persönlichkeiten der neueren kroatischen Geschichte. Er strahlt eine Eleganz und Ruhe aus, die problemlos mit anderen berühmten Friedhöfen Europas mithalten kann. Der Besuch ist keineswegs ein morbider Zeitvertreib, sondern ein echtes Muss in Zagreb.
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht ihr den Friedhof mit den Buslinien 106, 203 und 226 von der Haltestelle Kaptol aus (direkt vor der Kathedrale).

(29) Andautonia (Römische Ruinen)
Es gibt in Kroatien definitiv interessantere römische Ruinen zu sehen, z. B. in Split oder Pula. Trotzdem eignet sich Andautonia für einen entspannten Nachmittag. Allerdings braucht man etwas Fantasie, um sich die frühere Bedeutung der Stätte vorzustellen. Andautonia war keine römische Großstadt, sondern ein kleiner Verwaltungssitz des Imperiums an der Save. Erwartet daher nicht zu viel, um Enttäuschungen zu vermeiden.
Es gibt einige Infotafeln auf Englisch, eine kleine Ausstellung und… na ja, die Mauern bzw. Überreste der Siedlung. Der Eintritt beträgt 4 €.
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln gelangt ihr so dorthin: Nehmt die Straßenbahnlinie 6 Richtung Sopot vom Trg J. Jelačića, steigt in Zapruđe aus und wechselt dort in den Bus Nr. 307 Richtung S. Bukevski. Steigt an der Haltestelle Ščitarjevo III aus, die direkt vor der Ausgrabungsstätte liegt.
(30) Veternica-Höhle & Mountain Lodge Glavica
Mit bisher erforschten 7.128 m an Kanälen ist die Veternica-Höhle die sechstlängste Höhle Kroatiens (man könnte meinen, sie wäre die längste!). Der Öffentlichkeit sind allerdings nur die ersten 380 m zugänglich. Historisch ist die Höhle sehr interessant, da hier schon vor zigtausenden Jahren Menschen lebten. Außerdem wurden Spuren von Nashörnern, Leoparden und prähistorischen Bären gefunden.
Die Besichtigung der Höhle ist nur mit einem Guide möglich. Führungen finden von April bis November an Samstagen und Sonntagen direkt vor Ort statt. Die Tour dauert etwa 45 Minuten, kostet 10 € pro Person (oder 20 € für ein Familienticket) und ist besonders für Kinder spannend. Achtet darauf, dass die Innentemperatur der Höhle konstant bei 10 °C liegt. Warme Kleidung ist also Pflicht, egal wie heiß es draußen ist.
Anreise: Vom Trg J. Jelačića nehmt ihr die Straßenbahnlinie 6 oder 11 Richtung Črnomerec. Dort steigt ihr in den Bus 124 Richtung Dubravica okretište um. Von der Endhaltestelle sind es etwa 1 km zu Fuß bis zur Höhle. Dabei müsst ihr etwa 200 Höhenmeter überwinden – also nicht für jeden geeignet.
Nach dem Höhlenbesuch könnt ihr noch zur Mountain Lodge Glavica weiterwandern. Dort gibt es einen hervorragenden Ausblick auf Zagreb, leckeren Kuchen und Bier. Beides zusammen macht diesen kleinen Tagesausflug zu einer tollen Möglichkeit, der Stadt zu entfliehen.
(31) Medvedgrad
Diese mittelalterliche Burgruine wurde sowohl innen als auch außen komplett renoviert und ist heute wahrscheinlich im besten Zustand ihrer gesamten Geschichte. Aber das muss ja nichts Schlechtes sein. Im Inneren der Burg kann man an vielen interaktiven und digitalen Stationen die Geschichte erkunden, die Mitte des 13. Jahrhunderts begann und Mitte des 16. Jahrhunderts (vorerst) endete. Zwei Erdbeben zerstörten damals die Burg in einem Abstand von nur 16 Jahren, woraufhin sie für die nächsten Jahrhunderte nicht mehr genutzt wurde. Heute befindet sich im Inneren der Burg eine Gedenkstätte für die kroatischen Kriegsopfer der Jahre 1991 bis 1995. Ach ja, die Aussicht über ganz Zagreb ist von hier aus phänomenal!

Wer nicht wandern möchte, sollte sich ein Taxi oder Uber organisieren, das einen hoch zur Burg bringt. Der Weg mit öffentlichen Verkehrsmitteln dorthin ist in jedem Fall mit einer kleinen, etwa 4,5 km langen Wanderung (pro Weg) verbunden. Dafür nehmt ihr die Straßenbahnlinie 6 oder 11 in Richtung Črnomerec, steigt dann in den Bus 128 Richtung Lukšići und steigt an der Haltestelle Lukšići 30 aus. Von dort einfach der Straße den Berg hoch folgen… 😉 Der Eintritt in die Burg kostete im Jahr 2024 10 € und ist meiner Meinung nach auch den Preis wert.
(32) Sljeme-Seilbahn
Last but not least gibt es in Zagreb die Sljeme-Seilbahn, eines der Highlights der Stadt! Eine Seilbahn ist mittlerweile fast schon Standard in den Hauptstädten des Westbalkans: Sarajevo hat eine, Skopje hat eine, Tirana hat eine, und Zagreb hat seit Februar 2022 ebenfalls eine. Fehlen noch Belgrad und Podgorica, aber denen mangelt es etwas an Bergen in der direkten Umgebung. 😉 Müssen sie wohl noch aufschütten.
Jedenfalls würde ich sagen, dass es sich lohnt, einen ganzen Nachmittag für den Trip auf den höchsten Berg der Umgebung einzuplanen und dort oben noch einen oder zwei der insgesamt 70 gekennzeichneten Wanderwege und Lehrpfade zu laufen. Wer möchte, kann von der oberen Seilbahnstation auch zur Burg Medvedgrad wandern. Das ist ein etwa 8 km langer Wanderweg, bei dem man sich das Rückfahrticket für die Seilbahn spart und den Weg zur Burg nicht hochlaufen muss.

Sljeme selbst ist mit 1.033 m der höchste Gipfel der Zagreb im Norden begrenzenden, etwa 40 km langen Bergkette. Im Winter kann man hier sogar auf insgesamt 4 km Pisten Skifahren. Im Sommer gehört das Gebiet den Wandernden. Das ganze Jahr über sind die Berge ein Naturspielplatz für die Hauptstadtbewohner. Ob man nun die großartige Aussicht genießen und etwas essen möchte, einen kleinen Spaziergang machen will oder eine ganztägige Wandertour plant – hier ist für jeden etwas dabei.
Tickets kosten für eine einfache Fahrt 9,95 € und für den Hin- und Rückweg 16,59 €. Direkt an der unteren Seilbahnstation befindet sich die Straßenbahnhaltestelle „Gračansko Dolje“, die von der Linie 15 bedient wird. Diese fährt leider nicht direkt vom Zentrum ab, sodass man von dort mit den Linien 8, 14, 15 und 33 einmal an der Station Mihaljevac umsteigen muss. Wichtig zu wissen: Bei schlechtem Wetter oder starkem Wind fährt die Seilbahn nicht. Wenn ihr euch unsicher seid, ob das der Fall sein könnte, schaut am besten vorher auf der inoffiziellen Seite der Seilbahn nach, wo es auch alle weiteren Informationen gibt, die ihr benötigt. Die Seite findet ihr hier: Homepage
Kultur & Sport
Wie es sich für die Hauptstadt eines so kulturell reichen Landes gehört, findet man in Zagreb die größte Auswahl an kulturellen Events und Veranstaltungen im ganzen Land. Egal, ob man Lust auf ein Konzert, Theater, Kino oder ein Fußballspiel hat – die Chance, eine Veranstaltung zu finden, die den eigenen Geschmack trifft, ist hoch. Zwar ist im Sommer naturgemäß mehr los als im Winter, aber wer z. B. rund um Weihnachten in die Stadt kommt, kann viele Orte festlich geschmückt und im Lichtermeer erleben. Dadurch hat sich Zagreb zu einem der schönsten Städteziel in Europa für den Advent entwickelt.
Eine gute Übersicht darüber, was gerade in Zagreb los ist, findet ihr bei InfoZagreb
Adventszeit
Vom letzten Novemberwochenende bis zum 7. Januar zelebriert die Stadt jährlich die dunkle Jahreszeit. An mehr als 20 Plätzen leuchtet die Stadt auf und verlängert die kurzen Tage um einige Stunden. In dieser Zeit finden in Zagreb über 100 Konzerte statt, die meisten Museen veranstalten spezielle Ausstellungen, Workshops oder Kulturveranstaltungen, und es gibt sogar einen Weihnachts-Kurz-Marathon. Ein Überblick über die schönsten Orte, die man in dieser Jahreszeit nicht verpassen sollte:

- Gric-Tunnel
Dieser Tunnel wird in einigen Abschnitten besonders schön von verschiedenen Künstlern geschmückt und gestaltet, so dass der sonst eher graue Tunnel in eine bunte Kunstinstallation mit weihnachtlichem Flair verwandelt wird. - Strassmeyer Promenade
Auch hier ist alles erleuchtet und winterlich geschmückt. Lichter an allen Bäumen, Lichtinstallationen usw. sorgen für eine gemütliche Stimmung. - Bela IV Park
Hier hängen hunderte „Sterne“ von den Birkenbäumen, und magische „Mondblumen“ sollen einem die sehnlichsten Wünsche erfüllen. - Weihnachtsmärkte findet ihr rund um den Franjo-Tudjman-Platz, und auch an vielen weiteren Orten in der Stadt gibt es kulinarische Angebote und Glühwein.
- Eine große Eislaufbahn wird vor dem Hauptbahnhof aufgebaut. Schlittschuhe können natürlich auch ausgeliehen werden.
- Im Zoo werden spezielle Adventstouren mit Guides angeboten.

(33-37) Theater & Kino
Schlechtes Wetter voraus? Dafür war Kino oder Theater schon immer eine gute Idee, egal in welcher Stadt man gerade ist. Leider sind die meisten Theater, wie auch in Deutschland, nicht auf Englisch, was für die meisten vermutlich ein Ausschlusskriterium sein wird.
(33) Nationaltheater Zagreb
Dieses Theater macht allerdings eine Ausnahme, was englischsprachige Veranstaltungen und Aufführungen angeht. Mehr zum Gebäude, in dem sich das Theater befindet, habe ich hier bereits geschrieben. Das konkrete Programm findet ihr hier: Spielplan.
(34) Kaptol Boutique Cinema & Bar
Dieses stylische Kino ist definitiv nicht euer klassisches Cinestar-Kino, selbst wenn es von dieser Gruppe betrieben wird und innerhalb des „Kaptol Centers“ liegt. Komplett durchdesigned ist es auch einen Besuch wert, wenn man gar keinen Film schauen möchte, da die integrierte Bar sicherlich zu den besseren der Stadt zählt. Die fünf Kinosäle sind eher mittelgroß und gemütlich, mit einer insgesamt nur 670 Personen fassenden Kapazität. Die meisten Filme werden in der Originalsprache mit Untertiteln ausgestrahlt, bei Kinderfilmen kann das jedoch anders sein. Im Zweifel vorher noch einmal genau nachfragen.
Homepage
(35) Kino Kinoteka
Falls ihr ein anständiges Programmkino sucht, vielleicht auch mit klassischen Filmen aus den letzten Jahrzehnten (aber auch aktuellen Filmen!), seid ihr hier an der richtigen Adresse. Dieses urige Kino wurde übrigens bereits 1941 eröffnet! Filme werden auch hier im Original mit Untertiteln ausgestrahlt, sofern die Originalsprache nicht Kroatisch ist.
Homepage
(36) Cinestar Zagreb
Wenn euch eher nach dem letzten Hollywood-Blockbuster ist, seid ihr hier richtig. Im Branimir Einkaufszentrum, ganz in der Nähe des Hauptbahnhofs, befindet sich dieses Kino, das dann auch allen Schnickschnack bietet, den man sich vorstellen kann.
Homepage
(37) Summer Stage Tuškanac
Wenn ihr im Sommer in der Stadt seid, gibt es in der Oberstadt ein sehr schönes Open-Air-Kino, das den ganzen Sommer über Filme für alle Geschmäcker zeigt. Schaut auf der Homepage nach, ob gerade etwas läuft, das euch anspricht. Dann werdet ihr sicherlich einen schönen Sommerabend dort genießen!
Homepage
Festivals
Inmusic Festival
Dieses internationale Rock- und Indie-Festival ist das größte des Landes und findet jedes Jahr Ende Juni für drei Tage vor den Toren der Stadt auf einer Insel im Jarun-See statt. Camping ist sogar für bis zu sieben Tage möglich. Im Jahr 2024 spielten hier so bekannte Bands wie Kings of Leon, Massive Attack oder Fontaines DC. Das Ticket kostete für die drei Tage relativ günstige 112 €, für die sieben Tage Camping kommen noch einmal 62 € hinzu.
Homepage
Zagreb Film Festival
Im Herbst findet das Zagreber Film Festival an verschiedenen Orten in der Stadt statt. Die 2003 erstmals initiierte Filmwoche legt ihren Fokus auf internationale und nationale Independent-Filme. Im Jahr 2025 wird das Festival vom 10. bis 16. November abgehalten.
Homepage
(38) Fußball / NK Dinamo Zagreb
Mit 25 gewonnenen von insgesamt nur 33 ausgetragenen kroatischen Meisterschaften ist der NK Dinamo Zagreb der mit großem Abstand erfolgreichste Fußballverein des Landes. Schon in Jugoslawien gehörte der Verein zusammen mit Hajduk Split, Partizan und Roter Stern Belgrad zu den großen vier Fußballvereinen des Landes, wobei man sich damals meistens den anderen Klubs im Kampf um die Meisterschaft geschlagen geben musste und nur vier Mal an der Spitze der Tabelle die Saison abschließen konnte.
Dinamo Zagreb ist zusammen mit Hajduk Split auch der am meisten unterstützte Verein des Landes. Während sich die Anhängerschaft von Hajduk größtenteils auf Dalmatien konzentriert, rekrutiert Dinamo seine Fans in großen Teilen des restlichen Landes. Diese beiden Vereine sind auch für ihre sehr leidenschaftlichen Anhängerschaften bekannt, die sich gegenseitig alles andere als freundlich gesonnen sind.

Allgemein muss man hier jedoch ein Wort der Warnung aussprechen: Bei Dinamo Zagreb gibt es auch einige nicht so nette Gestalten (die berühmt-berüchtigte Ultragruppe des Vereins nennt sich „Bad Blue Boys“, deren Graffitis im gesamten Stadtgebiet nicht zu übersehen sind). Daher sollte man beim Besuch eines Heimspiels ein wenig Vorsicht walten lassen. Ich persönlich gehe bei solchen Vereinen immer erst relativ spät in Richtung Stadion, wenn die Ultras ihre Plätze in den Kurven bereits eingenommen haben, und verschwinde nach dem Spiel schnell wieder. Mit dieser Taktik hatte ich bisher bei keinem Verein ein Problem.
Die Heimspiele trägt der Verein im Stadion Maksimir aus, das in der Nähe des Maksimir-Parks liegt und mit den Straßenbahnlinien 4, 5, 7, 11 und 12 leicht zu erreichen ist. Das Fassungsvermögen beträgt 38.000 Zuschauer, wobei die Kapazität höchstens beim Derby gegen Hajduk und in Spielen der Champions League komplett ausgeschöpft wird. Sonst kommen meistens nur etwa 10.000 Zuschauer. Wenn ihr ein Spiel sehen möchtet, könnt ihr Tickets auf der Homepage des Vereins kaufen. Achtet darauf, keine Tickets für die Tribüne „Sjever“ (= Nord) zu kaufen, sondern eine der beiden Geraden zu wählen, da die Nordtribüne die Heimkurve der BBB ist – und das wollt ihr nicht. Wenn ihr diese kleinen Vorsichtsmaßnahmen beachtet, sollte einem spannenden Fußballspiel mit eindrucksvoller Stimmung nichts im Weg stehen.
Tickets
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Touren
Stadtführung „Highlights der Innenstadt“
Wer lieber mit einem ortskundigen Guide unterwegs sein möchte, anstatt die Stadt auf eigene Faust zu erkunden, dem empfehle ich diese Tour. Treffpunkt ist an der Meteorologischen Säule (siehe 11). Danach führt der Guide in 2,5 Stunden zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Altstadt. Die Guides werden von den Teilnehmern durchweg als sehr kompetent und humorvoll beschrieben, sodass man nach den 2,5 Stunden nicht dümmer ist als zuvor.
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Stadtführung „Kroatischer Heimatkrieg“
Diese Tour beschäftigt sich vor allem mit den turbulenten Jahren zu Beginn der 90er-Jahre, als Kroatien im „Heimatkrieg“ seine Unabhängigkeit erkämpfte. Da dies natürlich nicht in einem geschichtsleeren Raum passiert ist, wird auch über das Leben in Ex-Jugoslawien berichtet und wie es zur Katastrophe kam, dass aus ehemaligen Nachbarn und vielleicht sogar Freunden Feinde wurden, die nur noch mit Gewalt die Spannungen untereinander lösen konnten.
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Taste Zagreb Foodtour
Zagreb und Kroatien haben kulinarisch einiges zu bieten und wurden in der Entwicklung ihrer eigenen lokalen Küche aus allen Himmelsrichtungen beeinflusst. Was isst man also hier, was ist besonders, wofür ist das Land berühmt und welche Eigenarten haben die Einheimischen beim Essen? Das und vieles mehr erfährst du bei dieser ca. 3-stündigen geführten Tour durch insgesamt sechs verschiedene Lokalitäten und einen Wochenmarkt in der Stadt.
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Tagesausflug in den Plitvicer Seen Nationalpark
Die Plitvicer Seen sind in den letzten Jahren zu einem der Aushängeschilder des kroatischen Tourismus geworden – und das sicherlich nicht ohne Grund. Die ganze Gegend und die Wasserfälle haben etwas Märchenhaftes, das glasklare Wasser und die Ausblicke sind einfach beeindruckend. Klar ist, dass ihr dieses Naturspektakel nicht für euch alleine haben werdet und euch im Sommer auf lange Schlangen einstellen müsst. Auch der Eintrittspreis ist alles andere als günstig. Aber wenn man schon mal in der Nähe ist, sollte man den Nationalpark auf jeden Fall nicht verpassen.
Zagreb ist für einen Trip in den Nationalpark ein idealer Ausgangspunkt, da es nur etwa 130 km oder zwei Stunden Fahrt bis dorthin sind. Und wenn ihr dann schon mal so nah an einem der meistgehypten Natursehenswürdigkeiten Europas seid, solltet ihr euch das vielleicht nicht entgehen lassen 😉. Neben einer Tour ist der Besuch auch auf eigene Faust möglich, was zwar ein wenig mehr Planung erfordert, aber mit unserem Guide zum Nationalpark sollte da nichts schiefgehen.
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Plitvicer Seen-Tagestour
Die Plitvicer Seen sind in den letzten Jahren wohl zu DEM Aushängeschild des kroatischen Tourismus geworden, und das sicherlich nicht ohne Grund. Die ganze Gegend und die Wasserfälle haben etwas märchenhaftes, das glasklare Wasser und die Ausblicke sind nichts anderes als beeindruckend. Klar, dass ihr dieses Naturspektakel nicht für euch alleine haben werdet und euch im Sommer auf lange Schlangen einstellen müsst. Auch der Eintrittspreis ist alles andere als günstig. Aber wenn man schonmal in der Nähe ist, sollte man den Nationalpark auf jeden Fall nicht verpassen. Bedenkt dabei aber auch, dass es von Split aus schon gute 200km bis zum Nationalpark sind und ihr für die Tagestour insgesamt etwa sechs Stunden im Kleinbus verbringen werdet. Wenn ihr auf eurer Kroatien-Reise z.B. auch Zadar besucht, ist es sinnvoller, von dort aus in den Nationalpark zu fahren. Unseren Guide zum Nationalpark findet ihr hier.
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(39-48) Unterkunft
Zagreb wurde in den letzten Jahren ein immer beliebteres Reiseziel für Reisende aus allen Kategorien. Das hat sich auch auf das Übernachtungsangebot ausgewirkt – positiv für die Touris, die kommen, eher negativ für die Stadtbevölkerung, da durch die Umwidmung vieler Wohnungen zu Ferienwohnungen oder sogar Hostels Wohnraum knapper und teurer wurde. Wie so häufig in Europa und der ganzen Welt…
Vanlife
(39) Freistehen
Wie in den meisten Orten Kroatiens ist Parken im direkten Umfeld der Innenstädte nicht mehr wirklich erlaubt und vor allem nicht erwünscht. Wer wild stehen möchte, muss daher auch hier einen etwas längeren Weg ins Zentrum in Kauf nehmen und immer mitbedenken, dass Freistehen, wie im ganzen Land, offiziell nicht erlaubt ist und Strafen drohen, falls man erwischt wird. Und natürlich sollte man allen Müll wieder mitnehmen, den man eventuell hinterlassen hat! Wenn ihr euch dann entscheidet, wild zu stehen, empfehle ich, das Gebiet rund um den Jarun-See südwestlich der Innenstadt näher anzuschauen. Von dort kommt man auch mit dem ÖPNV in etwa einer halben Stunde in die Innenstadt. Mehrere Plätze rund um den See sind bei Park4Night eingetragen, zum Beispiel dieser hier: Park4Night
(40) Camp Zagreb
Wer lieber auf Nummer sicher geht und offiziell stehen möchte, hat in Zagreb nicht allzu viele Möglichkeiten. Aber dies ist auf jeden Fall eine davon und auch gar keine schlechte. Direkt am Rakitje-See gelegen, kann man entweder mit seinem eigenen Camper, Wohnmobil oder Wohnwagen kommen oder sich in eines der Bungalows einmieten, was auch für normale Touristen interessant sein kann, da man hier einen Städteurlaub praktisch mit ein wenig Natur verbinden kann. Einziger Nachteil ist, dass das Camp nicht wirklich gut an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen ist und man eine gute Stunde bis ins Stadtzentrum unterwegs ist.
Hier geht’s zur Buchung: Camp Zagreb
Hostels
(41) Main Square Hostel
Wie der Name schon sagt, liegt dieses Hostel extrem zentral mitten in der Innenstadt. Die Schlafsäle sind hier um einiges besser als in den meisten anderen Hostels, da sie im Kapsel-Stil gestaltet sind und trotzdem ein gutes Maß an Privatsphäre bieten. Es gibt aber auch Doppel- und Zweibettzimmer. Das Hostel ist auch ein guter Ort, um andere Reisende zu treffen, da es einen großen Aufenthaltsraum mit Fernseher, Sofas, Kicker und einem Beer Pong-Tisch gibt. Jaja, da wisst ihr vermutlich schon, in welche Richtung das hier gehen kann 😉
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(42) Funk Lounge Hostel
Gut gelegenes Hostel zwischen dem Maksimir-Park und der Innenstadt (also etwas ruhiger, aber trotzdem noch zentral). Funkig und loungig, wie der Name, ist auch das Interieur und die Zimmer. Aber auch gemütlich und gut zum Chillen. Es gibt eine kleine Café-Bar und einen kleinen Aufenthaltsraum. Nebenan befindet sich ein kleiner CBD-Laden, was man manchmal riechen kann. Die Mitarbeitenden sind sehr freundlich!
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Budget
(43) Guesthouse/Hostel IN Club
Etwas außerhalb gelegen, aber durch die nahegelegene Straßenbahn noch mit sehr guter Verbindung ins Zentrum. Hier bekommt man vor allem, wenn man alleine unterwegs ist und keine Schlafsäle mag, ein recht günstiges Einzelzimmer. Auch die Doppelzimmer sind nicht teuer. Außerdem gibt es eine kleine Bar mit günstigen Getränkepreisen. Alles in allem ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
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(44) Kaptol Rooms
Wer wirklich im Herzen der Stadt wohnen möchte und trotzdem ein kleines Budget zur Verfügung hat, kann hier getrost einchecken. Von der Unterkunft aus ist man in einer Minute bei der Kathedrale und dem Markt. Dafür muss man damit leben, dass die meisten Zimmer nur über ein Gemeinschaftsbad verfügen, wobei es auch „Deluxe“-Zimmer mit eigenem Bad gibt. Also ein klein wenig Hostel-Style, nur dass es keine Mehrbettzimmer gibt.
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Mittelklasse
(45) Street Art Suite
Komfortabel ausgestattetes kleines Apartment mit allem, was man für ein paar Tage in einer fremden Stadt braucht. Der Gastgeber ist selbst Street-Art-Künstler und hat das Apartment dementsprechend gestaltet. Zusätzlich bietet er, natürlich gegen einen Aufpreis, eine von ihm geführte Street-Art-Tour durch die Stadt an. Wer sich dafür interessiert, ist hier also an der richtigen Adresse.
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(46) Liberty Apartments
Auch hier kommt man sehr zentrumsnah unter. Die Apartments sind sehr stylisch, modern und geschmackvoll eingerichtet, und in einem der Apartments steht sogar eine Badewanne neben dem Bett. Vom Balkon aus kann man dem Leben in der Stadt ein wenig zusehen.
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Luxus
(47) Maistra City Vibes Zonar
Hier hat man einen unglaublichen Blick auf die Stadt. Wenn man möchte, sogar direkt aus der Badewanne. Oder oben vom Dach aus, wo es einen Pool gibt. Die Zimmer lassen ebenfalls keine Wünsche offen und sind vor allem für junge Paare sehr attraktiv. Es gibt Parkplätze direkt am Hotel, die kosten pro Nacht jedoch 16 € extra.
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(48) Boutique Hotel HOH
Ein superschönes, mit Liebe zum Detail eingerichtetes kleines Hotel in der Oberstadt. Die Blicke von der Dachterrasse (und manchen Zimmern) sind fantastisch. Gelobt werden hier vor allem die extrem freundlichen und jederzeit hilfsbereiten Mitarbeitenden. Negativ wird erwähnt, dass es keine Parkplätze direkt am Hotel gibt und man sich selbst einen in der Nähe suchen muss.
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(49-54) Gastronomie
(49) Burek Dolac | Börek
Seit 1967 versorgt dieser kleine Laden direkt am Dolac-Markt in Zagreb die Gäste mit traditionellen Böreks. Auf der Speisekarte stehen, neben einer kleinen Auswahl an Getränken, nur drei Varianten: Börek mit Käse (=Sirom), Börek mit Fleisch (=Jakubom) und Börek mit Fleisch (=Mesom). Das alles für etwa zwei Euro pro Portion, die gut satt macht. Perfekt für ein „Börekfast“ 😉
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(50) Meet & Eat | Fast-Food
Hier gibt es klassisches Fast-Food zum kleinen Preis, wie Kebab, Burger, Wraps, Hot-Dogs, Pommes und Cevapcici. Auch Falafel stehen auf der Speisekarte. Das Ganze kann man dann schön mit einem großen, frisch gezapften Bier runterspülen, das ebenfalls ziemlich günstig zu bekommen ist.
(51) La Štruk | Kroatisch-Traditionell
Wer das traditionelle Zagreber Gericht „Štrukli“ kennenlernen möchte, ist hier an der richtigen Adresse. Das Restaurant hat sich ausschließlich auf dieses Gericht spezialisiert. Es gibt etwa zehn verschiedene Sorten der Spezialität, die alle frisch zubereitet werden. Daher muss man mindestens eine halbe Stunde auf sein Gericht warten. Diese Wartezeit verbringt man am besten im angeschlossenen Außenbereich, je nach Tageszeit vielleicht mit einem guten Kaffee oder einem kalten Bier.
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(52) Pizzeria Duksa | Italienisch
Pizza geht bekanntlich immer und muss auch mal wieder sein. Da ich finde, dass es in Kroatien im Allgemeinen sehr gute Pizzen gibt (es ist ja auch nicht weit bis Italien), darf man auch hier im Urlaub ruhig mal in ein italienisches Restaurant gehen. Die vielleicht beste Wahl in Zagreb ist die Pizzeria Duksa. Der Weg bis zum Rand des Maksimir-Parks lohnt sich auf jeden Fall. Auf der Speisekarte stehen traditionelle und auch „weiße“ Pizzen, und es gibt sogar eine Variante mit veganem Käse. Die Preise sind ebenfalls völlig in Ordnung.
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(53) Lanterna na Dolcu | Kroatische Küche
Mitten in der Altstadt gelegen, serviert dieses gehobene Restaurant in einem rustikalen, über 300 Jahre alten Gewölbekeller Gerichte, die einem alten kroatischen Kochbuch aus dem Jahr 1854 entnommen und mit ein paar damals nur schwer erhältlichen Gewürzen aufgepeppt wurden. Die Zutaten für die Gerichte werden auf dem nahegelegenen traditionellen Dolac-Markt gekauft, genau wie es die Leute in Zagreb seit Jahrhunderten tun. Klar, das Restaurant ist beliebt, also ist eine Reservierung empfehlenswert – am besten gleich, nachdem ihr diese Zeilen hier lest und euch auf euren Aufenthalt in Zagreb vorbereitet.
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(54) Restoran Vegehop | Vegan
Das wohl beste vegane Restaurant in Zagreb bekommt unglaublich gutes Feedback für seine umfangreiche Speisekarte und das unglaublich leckere Essen, das dabei herauskommt – definitiv nicht nur von vegan lebenden Menschen! Von frischen Säften, Kaffee und Kuchen über Pad Thai, Lasagne, Pasta, Burger und Eintöpfe ist für alle etwas dabei. Auch gibt es ein Tagesmenü, mit dem man nichts falsch machen kann. Und weil das Menü so umfangreich ist, kann man eigentlich auch jeden Tag wieder hierherkommen 😉
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(55-58) Nachtleben
(55) Legenda Pub & Streetfood
In diesem netten und sehr gemütlichen Lokal in der Nähe des Nationaltheaters findet man eigentlich alles, was zu einer traditionellen Kneipe gehört: nettes und lustiges Personal, ein schattiger Außenbereich, Darts und Billard, ein ordentlicher Tresen, gute Musik, Fußball im TV, leckeres und günstiges Bier und last but not least eine nette, leicht studentische Gesellschaft. Also, ich brauche nicht mehr!
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(56) Swanky Monkey Garden
Angeschlossen an das fancy Swanky Monkey Hostel ist diese stylische Bar, die gerne auch mal Tech/House-Partys schmeißt. Wer Lust hat, andere internationale Reisende kennenzulernen, für den ist dies sicherlich eine der besten Adressen der Stadt. Die Cocktail- und Getränkekarte ist riesig und die Preise sind überraschenderweise recht akzeptabel. Angeschlossen ist auch ein Restaurant, das asiatisches Essen serviert. Alles in allem ein richtig guter Ort, um den Abend oder auch die ganze Nacht zu verbringen. Exklusiv für die Hostelgäste gibt es übrigens auch einen Pool – aber nur für die Hostelgäste.
Homepage
(57) Boogaloo Club
Dieser große und angesagte Laden veranstaltet verschiedenste Events, darunter Konzerte von K-Pop bis Guns & Roses-Tribute-Bands, 80er-Jahre-Partys oder Punkkonzerte. Das Hauptaugenmerk liegt aber trotzdem auf elektronischer Musik, und der Club wird für sein gutes Soundsystem geschätzt. Es kommt also wahrscheinlich darauf an, was an dem Abend so los ist, ob es etwas für euch ist oder nicht. Aber das Ambiente und die Atmosphäre lassen nichts zu wünschen übrig.
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(58) AKC Medika
Die alternative Szene der Stadt trifft sich in diesem selbstverwalteten, ehemals besetzten Kulturzentrum. Die Veranstaltungen, die hier stattfinden, sind immer DIY, haben meistens auch etwas mit (linker) Politik zu tun oder sind ganz konkret aktivistisch. Neben Konzerten, Partys, Filmvorführungen, Lesungen und Diskussionen gibt es auch „normale“ Abende, an denen man hier einfach etwas trinken kann. Es kann aber auch mal sein, dass der Laden einfach nicht geöffnet ist (vor allem unter der Woche). Definitiv eine große Empfehlung für Leute, die das alternative Zagreb abseits des Mainstreams kennenlernen möchten.
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(59-63) Shopping
(59) Ilica-Straße
Die Ilica ist die Haupteinkaufsstraße der Stadt und beginnt am Ban-Jelačić-Platz. Von dort zieht sie sich ein ganzes Stück in Richtung Westen. An der Straße findet ihr Laden an Laden, recht ähnlich wie man das von anderen Einkaufsstraßen in ganz Europa kennt. Ein wenig merkwürdig finde ich allerdings, dass die Straße keine reine Fußgängerzone ist, wie sonst üblich. Es fahren Straßenbahnen durch, und etwas weiter westlich dann auch Autos. Etwas nervig.
(2) Dolac-Markt
Siehe hier.
(60) Jakuševec Flohmarkt
Jeden Sonntagmorgen öffnet dieser riesige Flohmarkt im echten „Balkan-Style“ seine Tore (die es gar nicht gibt). Hier gibt es so ziemlich alles zu kaufen, was man möchte, auch wenn zugegebenermaßen auch eine ganze Menge Schrott dabei ist. Auf vielen anderen „Flohmärkten“ Südosteuropas wird das meiste Zeug mittlerweile als Neuware verkauft. Hier allerdings gibt’s auch noch ganz normalen Trödel, was ich cool finde. Für Flohmarkt-Fans und auch für einen interessanten Sonntagmorgen-Ausflug ist das schon ganz cool!
(61) Galleria Shopping Center
Okay, zugegebenermaßen wird diese kleine Mall eure Ansprüche an eine große Shoppingtour vermutlich nicht ganz erfüllen können. Aber dafür liegt sie sehr zentral und direkt am Hauptbahnhof, sodass sie auch ganz einfach zu Fuß von der Innenstadt aus zu erreichen ist. In der Mall gibt es ein Kino und auch eine Bowlingbahn. Die Shops bieten vermutlich auch genug Auswahl, wenn ihr zum Beispiel ein extra T-Shirt oder so braucht.
(62) Arena Centar
Das Arena Centar in Zagreb ist das größte Einkaufszentrum der Stadt und liegt direkt neben der Arena Zagreb (Mehrzweck-Arena). Mit seinen unzähligen Geschäften, Restaurants, einem Kino etc. findet man hier alles unter einem Dach.
Die Auswahl an Geschäften reicht von internationalen Ketten bis hin zu wenigen lokalen Anbietern. Wirklich Besonderes oder Einzigartiges findet man hier jedoch selten. Für mich dominiert auch hier der übliche Konsum-Overkill, der sich in den immer gleichen Ladenkonzepten widerspiegelt. Eine typische Shopping-Mall eben. 😉
Wer einen Einkaufsbummel plant oder einen regnerischen Nachmittag überbrücken will, wird hier fündig. Aber es gilt auch hier die Regel: „Kennst du eine, kennst du alle.“
Am unkompliziertesten erreicht ihr die Mall mit der Straßenbahnlinie 17 ab dem Ban-Jelačić-Platz in Richtung Prečko. Steigt an der Haltestelle „St. dom S. Radić“ aus und nehmt ab dort den Bus 112 in Richtung Lučko. An der Haltestelle „Arena Zagreb“ aussteigen.
(63) Avenue Mall
Die Avenue Mall in Zagreb ist ein Einkaufszentrum, das vor allem für seine praktische Lage und – für mich ganz gut – seine mittlere, noch überschaubare Größe geschätzt wird. Auch hier gibt es alles, was man braucht: von Modegeschäften über Elektronikläden bis hin zu Drogerien. Dazu kommen ein Kino sowie einige Restaurants und Cafés.
Die Mall erreicht man vom Ban-Jelačić-Platz ganz einfach in etwa 25 Minuten und ohne Umstieg mit der Straßenbahnlinie 6 in Richtung Sopot.
(64-65) Transport
(64) Flughafen Franjo Tuđman
Der internationale Flughafen Franjo Tuđman liegt etwa 10 km südöstlich der Innenstadt. Vom Flughafen habt ihr drei Möglichkeiten, um in die Innenstadt zu kommen:
- Das städtische Transportunternehmen ZET bedient den Flughafen mit der Buslinie 290 vom Kvaternikov-Platz (62), ein kleines Stück westlich der Innenstadt. Von dort könnt ihr mit der Straßenbahn (Linien 4, 5, 6, 7, 8, 11, 12, 13, 14) direkt und ganz einfach ins Zentrum fahren. Je nachdem, wo ihr untergekommen seid und wie viel Gepäck ihr habt, sind es aber auch weniger als 2 km zu Fuß. Wenn ihr den Bus 290 vom Kvaternikov-Platz zum Flughafen nehmt, steigt in den Bus in Richtung Velika Gorica. Die Haltestellen liegen etwas südlich des Platzes an der Straße „Vjekoslava Heinzela“. Die Fahrt kostet genau 93 Cent und dauert etwa 45 Minuten. Den Fahrplan findet ihr hier: Fahrplan ZET Buslinie 290.
- Die zweite Möglichkeit ist das private Busunternehmen „Pleso Prijevoz“, das einen direkten Shuttle vom Flughafen zum zentralen Busbahnhof und zurück anbietet. Dieser hält unterwegs nicht mehr an und ist damit etwa 10-15 Minuten schneller als die Variante mit ZET. Die einfache Fahrt kostet 8 € und kann online gebucht werden. Mehr Infos findet ihr auf der Homepage des Unternehmens: Pleso Prijevoz.
Generell würde ich euch empfehlen, zu schauen, welche Bushaltestelle zu eurer Unterkunft besser gelegen ist, und dann den Bus entsprechend auszuwählen.
- Natürlich habt ihr auch die Möglichkeit, direkt am Flughafen ein Taxi ins Zentrum zu nehmen. Aktuell (Januar 2025) kostet dies eine Startgebühr von 2,60 € und dann jeder zusätzliche Kilometer 1,75 €. Bei einer Strecke von 16 km ins Stadtzentrum kommt ihr damit auf etwa 35 €.
Mehrere Fluglinien bedienen Zagreb aus dem deutschsprachigen Raum:
- Croatia Airlines: Berlin, München, Zürich, Frankfurt
- Eurowings: Stuttgart, Köln, Düsseldorf
- Lufthansa: München, Frankfurt
- Ryanair: Memmingen, Basel, Karlsruhe/Baden-Baden, Frankfurt-Hahn, Düsseldorf-Weeze
Bahn
Der Hauptbahnhof in Zagreb (18) liegt sehr zentrumsnah am südlichen Ende der Unterstadt. Wer hier ankommt, sollte meistens, zumindest wenn man ein Hotel oder Apartment in der Unterstadt gebucht hat, sogar in der Lage sein, dorthin zu Fuß zu gehen. Auch eine Taxifahrt dorthin sollte weniger als 10 € kosten.
Seit ein paar Jahren gibt es wieder eine direkte Zugverbindung von Stuttgart und München Ost nach Zagreb Hbf, was meiner Meinung nach eine echte Alternative zum Flugzeug oder Auto ist. Wenn ihr früh genug bucht, könnt ihr Tickets schon für 29 € kaufen. Buchen könnt ihr den Nachtzug auf dieser Seite: International Bahn.
Auch aus Österreich kommt man recht gut in etwa vier Stunden von Graz nach Zagreb. Aus Wien und anderen Städten muss man dafür dann meistens in Zagreb umsteigen. Dank des guten Angebots der ÖBB, das sich „Spatschiene Kroatien“ nennt, muss eine Abfahrt aus einer anderen österreichischen Stadt nicht notwendigerweise mehr kosten. Auch von Salzburg aus habe ich Tickets direkt nach Zagreb für nur 24,90 € finden können, mit etwa sechs Wochen Vorlaufzeit.
Innerhalb Kroatiens gibt es ebenfalls Züge in alle Himmelsrichtungen des Landes. Das Eisenbahnnetz in Richtung Osten, also nach Slawonien, ist ziemlich gut ausgebaut. In Richtung Süden sieht es da schon etwas mau aus. Aber es gibt eine Direktverbindung nach Split, dem südlichen Terminus der kroatischen Bahn.
Die wichtigsten Verbindungen:
Ziel | Anzahl Dir.-Züge / Tag | Dauer | Preis |
Osijek | 4x täglich | 5:30 -6:00Std. | 15-17€ |
Rijeka | 2x täglich | Ca. 4:30Std. | 8€ |
Knin | 1x täglich | Ca. 5:30Std | 15€ |
Split | 1x täglich | Ca. 8 Std. | 20€ |
Tickets können bei der staatlichen Bahngesellschaft HPZZ online bis zu zwei Monate im Voraus gebucht werden. Zur Zeit dieser Recherche waren die oben stehenden Verbindungen täglich verfügbar. Es ist davon auszugehen, dass der Fahrplan in der Hauptsaison im Sommer, vor allem in Richtung Split, ausgebaut wird. Auch scheinen die Preise dynamisch zu sein. So habe ich mehrmals Züge und Tickets nach Knin gefunden, die teurer waren als Tickets bis nach Split, obwohl es der gleiche Zug von Zagreb nach Split und Knin ist und Knin zwei Stunden näher an Zagreb liegt als Split. Merkwürdig…
Auch Zadar und Šibenik können mit der Bahn erreicht werden. Allerdings muss man dafür jeweils in Knin umsteigen und von dort einen Regionalzug nehmen, der als Umstiegsverbindung merkwürdigerweise ebenfalls noch nicht online gebucht werden kann. Also entweder zwei verschiedene Buchungen durchführen oder einfach beim Umstieg in Knin dort ein Ticket kaufen.
Überlandbusse
Der Busbahnhof Zagreb (65) liegt nur ein kleines Stück südwestlich vom Hbf Zagreb. Deshalb ist auch die Innenstadt von hier aus ebenso gut zu erreichen. Und aus Deutschland ist der Bus wahrscheinlich sogar die einfachste direkte Anreisemöglichkeit nach Zagreb, zumindest wenn man das eigene Auto und das Flugzeug außen vor lässt. Direktbusse aus Städten wie Berlin (14 Std, über Tag) oder Köln fahren zum Beispiel nach Zagreb. Aus Süddeutschland (München, Nürnberg, Stuttgart, Frankfurt) sowieso. Die Preise variieren je nachdem, wann ihr bucht und wie gefragt die Verbindung ist. Das gleiche gilt natürlich auch für Österreich, wo die Busse ja eh durch müssen und an den Städten unterwegs oft anhalten.
Für Buchungen: Flixbus*
Nahverkehr
Der öffentliche Nahverkehr in der Stadt ist gut organisiert, effizient und einfach zu nutzen. Verantwortlich dafür ist der Verkehrsanbieter Zagrebački električni tramvaj (ZET), der in der Stadt insgesamt 15 Tramlinien und über 150 Buslinien betreibt.
Tickets für den öffentlichen Nahverkehr könnt ihr an den überall in der Stadt verteilten TISAK-Kiosken, den ZET-Verkaufsstellen oder direkt bei den Tram- oder Busfahrern kaufen. Es gibt auch Tageskarten für 3,98 €, 3-Tageskarten für 9,29 € sowie Wochenkarten für 19,91 €.
Eine genaue Übersicht über die Fahrpreise findet ihr hier: ZET Tarife
Eine gute Übersicht über die Kosten und die nächsten Abfahrten bekommt ihr übrigens bei Google Maps, wo sämtliche Fahrzeiten hinterlegt sind und das euch auch zuverlässig durch die Stadt leitet.

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